{"id":17008,"date":"2024-09-25T08:04:17","date_gmt":"2024-09-25T06:04:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=17008"},"modified":"2024-09-27T08:16:34","modified_gmt":"2024-09-27T06:16:34","slug":"ernaehrungsreport-2024-menschen-wollen-wissen-was-sie-essen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=17008","title":{"rendered":"Ern\u00e4hrungsreport 2024: Menschen wollen wissen, was sie essen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Ern\u00e4hrungsreport 2024: Menschen wollen wissen, was sie essen<br \/>\n\u00d6zdemir: Echte Wahlfreiheit f\u00fcr leckeres und gesundes Essen erm\u00f6glichen<\/p>\n<p>Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Deutschland legen gro\u00dfen Wert auf Informationen \u00fcber die Lebensmittel, die sie kaufen, und achten st\u00e4rker als in fr\u00fcheren Jahren zum Beispiel auf Tierwohl, Regionalfenster und das EU-Bio-Siegel. Dies geht aus dem Ern\u00e4hrungsreport 2024 hervor, den der Bundesminister f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, Cem \u00d6zdemir, heute vorgestellt hat. In der vom Forschungsinstitut Forsa durchgef\u00fchrten Studie befragt das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) seit 2015 j\u00e4hrlich Verbraucherinnen und Verbraucher nach ihren W\u00fcnschen, Vorlieben und Gewohnheiten rund um das Thema Ern\u00e4hrung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=5731\" rel=\"attachment wp-att-5731\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5731\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/brot-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/brot-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/brot.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dazu sagt Bundesminister \u00d6zdemir: \u201eUnsere B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger entscheiden selbst, wie sie sich ern\u00e4hren, da braucht es von niemandem Belehrungen oder Vorschriften. Das klingt wie eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, aber wir erleben in den letzten Jahren leider verst\u00e4rkt, dass das Essen politisch instrumentalisiert wird. Die Menschen wollen echte Wahlfreiheit, das unterst\u00fctzen wir \u2013 und zwar anhand von validen Daten.<\/p>\n<p>Wichtigstes Kriterium f\u00fcr die Befragten unseres Ern\u00e4hrungsreports ist, neben dem Geschmack, die Gesundheit. Hier setzen wir mit unserer Ern\u00e4hrungsstrategie an, indem wir eben gesundes und nachhaltiges Essen f\u00fcr alle leichter zug\u00e4nglich machen. In den Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung essen t\u00e4glich 17 Millionen Menschen, davon gut 6 Millionen Kinder und Jugendliche in Kitas und Schulen. Was da auf die Teller kommt, ist nicht nur eine Frage des Respekts, sondern auch eine Riesenchance: f\u00fcr alle, die gesund essen wollen, f\u00fcr Unternehmen, die nachhaltige Lebensmittel und Mahlzeiten herstellen und nat\u00fcrlich f\u00fcr unsere heimische Landwirtschaft.<\/p>\n<p>Unser Report zeigt zudem, dass sich die Menschen \u00fcber ihre Lebensmittel informieren wollen, etwa wie Tiere gehalten werden oder woher ihr Essen kommt. Das setzen wir etwa mit dem Tierhaltungskennzeichen an, das im n\u00e4chsten Jahr verbindlich auf den entsprechenden Produkten zu finden sein wird. Bereits seit Februar habe ich die Herkunftskennzeichnung ausgeweitet, damit Verbraucherinnen und Verbraucher ganz sicher wissen, woher ihr Fleisch stammt.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr den BMEL-Ern\u00e4hrungsreport \u201eDeutschland, wie es isst\u201c befragte Forsa im Mai 2024 rund 1.000 B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Deutschland ab 14 Jahren. Die 13 Kapitel des Reports behandeln Themen wie Kriterien f\u00fcr die Auswahl von Lebensmitteln, Freude am Kochen, Bedeutung von Lebensmittelinformationen und G\u00fctesiegeln, die Relevanz des Zuckergehalts und Erwartungen an Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft.<\/p>\n<p>Mit der inzwischen neunten Befragung dieser Art lassen sich auch Entwicklungen im Bereich Lebensmittel und Ern\u00e4hrung abbilden. Zum Beispiel achten fast doppelt so viele Menschen wie noch 2015 beim Einkauf auf das Tierwohllabel: Ihre Zahl hat sich von 36 Prozent auf 65 Prozent erh\u00f6ht. Beim EU-Biosiegel stieg der Anteil im gleichen Zeitraum von 47 auf 59 Prozent. Mit 39 Prozent kaufen auch deutlich mehr Menschen \u201e\u00f6fters\u201c vegetarische oder vegane Alternativen zu tierischen Produkten. 2020 lag dieser Wert bei 29 Prozent.<\/p>\n<p>Erstaunlich konstant hingegen ist die Antwort auf die Frage, was den Menschen beim Essen (sehr) wichtig ist: Seit 2015 beantworten 98 oder 99 Prozent dies mit \u201egutem Geschmack\u201c (2024: 99 Prozent). Das Kriterium \u201egesund\u201c steht ebenso traditionell mit je 89 bis 92 Prozent an Platz zwei (2024: 91 Prozent). Frauen legen dabei mit 97 Prozent deutlich mehr Wert auf gesunde Ern\u00e4hrung als M\u00e4nner (85 Prozent).<\/p>\n<p>Laut den Ergebnissen des Ern\u00e4hrungsreports 2024 essen 71 Prozent der Befragten mindestens einmal am Tag Obst und Gem\u00fcse, Milchprodukte wie Joghurt oder K\u00e4se stehen bei 62 Prozent auf dem t\u00e4glichen Speiseplan. Das sind vier Prozentpunkte mehr als 2023. Bei Fleisch oder Wurst gibt es mit 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr kaum Ver\u00e4nderungen. Seit Beginn der Befragung verzehren jedoch immer weniger Menschen t\u00e4glich Fleisch oder Wurst: Im Jahr 2015 waren es 34 Prozent und damit elf Prozentpunkte mehr als heute.<\/p>\n<p>88 Prozent der Befragten haben den Nutri-Score beim Einkauf schon einmal auf einer Lebensmittelverpackung wahrgenommen. Bei der ersten Erhebung dieser Frage im Jahr 2021 waren es 44 Prozent. 37 Prozent geben an, dass der Nutri-Score auch die Kaufentscheidung beeinflusst. Zus\u00e4tzlich zu Labeln achten die Befragten auf Saisonalit\u00e4t bei Obst und Gem\u00fcse (80 Prozent) und darauf, dass die Produkte aus ihrer Region kommen (77 Prozent). Auf Angebote achten 68 Prozent \u2013 das sind f\u00fcnf Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.<\/p>\n<p>Ein Gro\u00dfteil der Befragten (92 Prozent) findet es sehr wichtig oder wichtig, dass die Politik f\u00fcr bessere Tierhaltungsbedingungen sorgt. Fast genauso viele (91 Prozent) meinen, dass in Haushalten und Betrieben weniger Lebensmittelabf\u00e4lle produziert werden sollten. Den Ausbau des \u00d6kolandbaus bef\u00fcrworten 88 Prozent. 42 Prozent sind der Auffassung, dass Obst und Gem\u00fcse zu teuer sind, bei Fleisch- und Wurstprodukten sind es 25 Prozent.<\/p>\n<p>Den gesamten BMEL-Ern\u00e4hrungsreport 2024 finden Sie hier&lt;http:\/\/bmel.de\/goto?id=115402&gt;.<\/p>\n<p>Hintergrund:<br \/>\nMitte Januar hat das Bundeskabinett die vom BMEL federf\u00fchrend erarbeitete Ern\u00e4hrungsstrategie der Bundesregierung &#8222;Gutes Essen f\u00fcr Deutschland&#8220; beschlossen. Sie b\u00fcndelt rund 90 kurz-, mittel- und langfristige Ma\u00dfnahmen. Die Strategie formuliert sechs Ziele. Neben der Verbesserung der Gemeinschaftsverpflegung, der Reduzierung der Lebensmittelverschwendung und der St\u00e4rkung einer pflanzenbetonten Ern\u00e4hrung sind dies der sozial gerechte Zugang zu gesunder und nachhaltiger Ern\u00e4hrung, die Unterst\u00fctzung einer angemessenen N\u00e4hrstoff- und Energieversorgung und Bewegung sowie die Erh\u00f6hung des Angebots nachhaltig und \u00f6kologisch produzierter Lebensmittel. Mehr Informationen finden Sie hier&lt;http:\/\/www.bmel.de\/DE\/themen\/ernaehrung\/ernaehrungsstrategie.html&gt;.<\/p>\n<p>Das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz (THKG) ist ein zentraler Baustein bei der zukunftsfesten Weiterentwicklung der Tierhaltung in Deutschland. Damit legt das BMEL die Grundlage, um Verbraucherw\u00fcnsche nach mehr Transparenz in der Tierhaltung umzusetzen. Begonnen wurde mit der Kennzeichnung von frischem Schweinefleisch. Erweiterungen sind im Tierhaltungskennzeichnungsgesetz angelegt. Daran wird auch bereits gearbeitet. Im n\u00e4chsten Schritt soll die Kennzeichnung unter anderem auf bestimmte verarbeitete Produkte sowie auf Gastronomie\/Au\u00dfer-Haus-Verpflegung ausgedehnt werden. Das THKG ist im August 2023 in Kraft getreten. Ab 1. August 2025 ist die Kennzeichnung verpflichtend f\u00fcr frisches Schweinefleisch, das von in Deutschland gehaltenen, geschlachteten und verarbeiteten Tieren stammt. Mehr Informationen finden Sie hier&lt;http:\/\/www.bmel.de\/SharedDocs\/FAQs\/DE\/faq-tierhaltungskennzeichnung\/FAQList.html&gt;.<\/p>\n<p>Quelle:bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Ern\u00e4hrungsreport 2024: Menschen wollen wissen, was sie essen \u00d6zdemir: Echte Wahlfreiheit f\u00fcr leckeres und gesundes Essen erm\u00f6glichen Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Deutschland legen gro\u00dfen Wert auf Informationen \u00fcber die Lebensmittel, die sie kaufen, und achten st\u00e4rker als in fr\u00fcheren Jahren zum Beispiel auf Tierwohl, Regionalfenster und das EU-Bio-Siegel. 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