{"id":16968,"date":"2024-09-10T08:27:15","date_gmt":"2024-09-10T06:27:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=16968"},"modified":"2024-09-10T08:27:15","modified_gmt":"2024-09-10T06:27:15","slug":"tierversuche-durch-alternativmethoden-nachhaltig-reduzieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=16968","title":{"rendered":"Tierversuche durch Alternativmethoden nachhaltig reduzieren"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Tierversuche durch Alternativmethoden nachhaltig reduzieren<br \/>\nBMEL startet Beteiligungsprozess f\u00fcr Reduktionsstrategie mit Experten-Treffen<\/p>\n<p>Die Bundesregierung will Tierversuche auf ein unerl\u00e4ssliches Mindestma\u00df beschr\u00e4nken und die Entwicklung von Alternativmethoden vorantreiben. Das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) entwickelt dazu federf\u00fchrend einen strategischen Ansatz unter enger Einbindung von Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Tierschutzorganisationen sowie der fachlich betroffenen Bundesministerien. Dazu treffen sich Vertreterinnen und Vertreter dieser Bereiche am 9. und 10. September in Berlin zu einer Auftaktveranstaltung.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=12572\" rel=\"attachment wp-att-12572\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12572\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Parlamentarische Staatssekret\u00e4rin Dr. Ophelia Nick erkl\u00e4rt: \u201eWir wollen Tierversuche wo immer m\u00f6glich \u00fcberfl\u00fcssig machen oder zumindest die Zahl der Versuchstiere deutlich reduzieren. Daf\u00fcr brauchen wir Alternativmethoden, die auch in der Praxis funktionieren \u2013 das ist der Ansatz, den wir mit unser Reduktionsstrategie verfolgen. Ich freue mich, dass sich an der Erarbeitung Vertreterinnen und Vertreter aus allen betroffenen Bereichen beteiligen und ihre Expertise einbringen. Wichtig ist, dass wir Tiere besser sch\u00fctzen und unn\u00f6tiges Leid verhindern, aber die teils lebensrettende Forschung weiter m\u00f6glich ist.\u201c<\/p>\n<p>Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wird der Prozess f\u00fcr die Erarbeitung der Strategie mit Teilnehmenden aus den Bereichen biomedizinische Grundlagenforschung, regulatorische Pharmakologie und Toxikologie sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung gestartet. Zu diesen Schwerpunktthemen sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, die sich im Nachgang intensiv mit der Erarbeitung von Konzepten f\u00fcr eine Reduktionsstrategie zu Tierversuchen auseinandersetzen. Geplant ist, im ersten Halbjahr 2025 ein finales Konzept f\u00fcr die Reduktionsstrategie vorzulegen.<\/p>\n<p>Hintergrund:<br \/>\nIn den vergangenen Jahren ist die Zahl der in Deutschland verwendeten Versuchstiere stetig gesunken: 2022 im Vergleich zum Vorjahr um etwa sieben Prozent. Insgesamt wurden 2022 rund 1,73 Millionen Wirbeltiere und Kopff\u00fc\u00dfer in Tierversuchen nach \u00a7 7 Absatz 2 des Tierschutzgesetzes eingesetzt, das sind rund 134.000 Tiere weniger als 2021. Das geht aus der Versuchstierstatistik hervor, die j\u00e4hrlich vom Deutschen Zentrum zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R) ver\u00f6ffentlicht wird, das Teil des Bundesinstituts f\u00fcr Risikobewertung (BfR) ist.<\/p>\n<p>Danach handelt es sich bei rund 79 Prozent der 2022 eingesetzten Versuchstiere um M\u00e4use und Ratten. Bei M\u00e4usen (1.248.790 Tiere) ist im Vergleich zum Vorjahr (1.342.779 Tiere) ein deutlicher R\u00fcckgang festzustellen. Auch die Zahl der Ratten (109.936 Tiere) ist im Vergleich zu 2021 (135.022 Tiere) stark zur\u00fcckgegangen, genauso wie die Zahl der eingesetzten Katzen (538 Tiere im Vergleich zu 862 im Jahr 2021). Allerdings wurden mehr Hunde (2.873 Tiere im Versuch) im Vergleich zum Vorjahr (2.657 Tiere im Versuch) verwendet. Hunde und Katzen werden insbesondere zur Erforschung von Tierkrankheiten sowie f\u00fcr gesetzlich vorgeschriebene Pr\u00fcfungen von Tier- und Humanarzneimitteln ben\u00f6tigt. Die vollst\u00e4ndigen Daten der Versuchstiermeldung finden Sie hier&lt;https:\/\/www.bf3r.de\/de\/verwendung_von_versuchstieren_im_berichtsjahr_2022-313306.html&gt;.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung unterst\u00fctzt die Erforschung und Entwicklung geeigneter Alternativmethoden zu Tierversuchen engagiert. So stellte das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) im Zeitraum von 2019 bis 2023 insgesamt rund 37 Millionen Euro bereit, davon allein 7,8 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2023. Das BfR stellte in dem Zeitraum fast 44,7 Millionen Euro Hausmittel \u2013 die \u00fcber den BMEL-Haushalt bereitgestellt werden \u2013 zur Verf\u00fcgung, davon knapp 9,3 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Das BMEL unterst\u00fctzt die Entwicklung von Alternativmethoden etwa mit dem j\u00e4hrlich vergebenen Tierschutzforschungspreis.<\/p>\n<p>Quelle:bmel.dund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Tierversuche durch Alternativmethoden nachhaltig reduzieren BMEL startet Beteiligungsprozess f\u00fcr Reduktionsstrategie mit Experten-Treffen Die Bundesregierung will Tierversuche auf ein unerl\u00e4ssliches Mindestma\u00df beschr\u00e4nken und die Entwicklung von Alternativmethoden vorantreiben. 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