{"id":16738,"date":"2024-05-25T08:38:19","date_gmt":"2024-05-25T06:38:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=16738"},"modified":"2024-05-25T08:38:19","modified_gmt":"2024-05-25T06:38:19","slug":"gewinne-und-einkommen-in-der-landwirtschaft-steigen-2022-23-deutlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=16738","title":{"rendered":"Gewinne und Einkommen in der Landwirtschaft steigen 2022\/23 deutlich"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Gewinne und Einkommen in der Landwirtschaft steigen 2022\/23 deutlich<br \/>\n\u00d6zdemir: \u201eD\u00fcrfen uns nicht in falscher Sicherheit wiegen, jetzt anpacken\u201c<\/p>\n<p>Die durchschnittlichen Einkommen und Betriebsgewinne in der deutschen Landwirtschaft haben sich im Wirtschaftsjahr 2022\/23 \u2013 und damit zum zweiten Mal in Folge \u2013 deutlich verbessert. Laut der Hochrechnung des Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) stieg das durchschnittliche Einkommen je Arbeitskraft in den Haupterwerbsbetrieben gegen\u00fcber dem Vorwirtschaftsjahr um 32 Prozent auf rund 61.000 Euro. Der durchschnittliche Gewinn lag mit 113.900 Euro rund 39 Prozent \u00fcber dem Vorjahreswert (81.900 Euro). Damit ist das vergangene Wirtschaftsjahr f\u00fcr Haupterwerbsbetriebe nach Einkommen und Gewinn das mit Abstand erfolgreichste in den vergangenen zehn Jahren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=4845\" rel=\"attachment wp-att-4845\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4845\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Bundesminister f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, Cem \u00d6zdemir, sagt dazu: \u201eHarte Arbeit verdient einen guten Lohn. Dass viele H\u00f6fe nun schon zum zweiten Mal starke Betriebsergebnisse einfahren konnten, ist deshalb eine gute Nachricht. Wir d\u00fcrfen uns aber nicht in falscher Sicherheit wiegen, sondern m\u00fcssen jetzt erst recht anpacken. Wir arbeiten seit Legislaturbeginn intensiv daran, dass sich die Bedingungen f\u00fcr die Landwirtschaft nachhaltig und langfristig verbessern.<\/p>\n<p>Um die Folgen von Putins Angriffskrieg abzufedern, haben wir den Betrieben schnell und entschlossen geholfen, ohne komplizierte b\u00fcrokratische Verfahren. In dem Geist muss es weitergehen: H\u00fcrden aus dem Weg r\u00e4umen, keine unn\u00f6tigen b\u00fcrokratischen Belastungen, stattdessen Perspektiven schaffen und stabile Einkommen sichern. Bei dieser enormen Aufgabe braucht es alle \u2013 Bund wie L\u00e4nder. Wir m\u00fcssen gemeinsam f\u00fcr gute Rahmenbedingungen sorgen. Bauernfamilien denken in Generationen, nicht in Wahlperioden \u2013 deshalb sollten wir nicht den Fehler begehen, Herausforderungen wie die Klimakrise auszublenden.\u201c<\/p>\n<p>Die Betriebsergebnisse im \u00dcberblick:<\/p>\n<p>1. Durchschnittliche Einkommensentwicklung aller Rechts- und Bewirtschaftungsformen<\/p>\n<p>Im Wirtschaftsjahr (WJ) 2022\/23 hat sich das Einkommen je Arbeitskraft (AK) im Vergleich zum bereits \u00fcberdurchschnittlichen WJ 2021\/22 weiter deutlich verbessert. Dies liegt insbesondere am kr\u00e4ftigen Preisanstieg bei fast allen Agrarerzeugnissen, der sich in der Folge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine noch beschleunigt hat. Dadurch konnten die meisten Betriebe die gleichzeitigen erheblichen Preissteigerungen bei Energie, Futter- und D\u00fcngemitteln mehr als wettmachen. Gewirkt haben in dem Zuge auch die Finanzhilfen, die das BMEL den Betrieben schnell und b\u00fcrokratiearm zur Verf\u00fcgung gestellt hat.<\/p>\n<p>Das Einkommen pro Arbeitskraft stiegt im WJ 2022\/23 im Durchschnitt aller Haupt-, Klein- und Nebenerwerbsbetriebe gegen\u00fcber dem erfolgreichen Vorjahr weiter um 32,2 Prozent auf rund 57.500 Euro je AK gestiegen. Das Einkommensniveau lag damit deutlich \u00fcber dem Durchschnitt der vorangegangenen Wirtschaftsjahre. Dieser Wert bildet den Schnitt aller landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland ab. Das hei\u00dft, Datens\u00e4tze von Klein- und Nebenerwerbsbetrieben, Haupterwerbsbetrieben sowie Juristischen Personen haben Eingang in diese Auswertungen gefunden.<\/p>\n<p>Einkommensentwicklung in den landwirtschaftlichen Betrieben<br \/>\nGewinn plus Personalaufwand je AK im Durchschnitt aller Rechtsformen<\/p>\n<p>2. Gewinn- und Einkommensentwicklung in den Haupterwerbsbetrieben<\/p>\n<p>Die wirtschaftlich bedeutendste Gruppe im landwirtschaftlichen Sektor sind Haupterwerbsbetriebe der Rechtsformen Einzelunternehmen und Personengesellschaften. Durchschnittlich bewirtschafteten diese mit 2,3 Arbeitskr\u00e4ften (darunter 1,4 nicht entlohnte Familienarbeitskr\u00e4fte) knapp 93 ha landwirtschaftliche Fl\u00e4che (LF). Das Einkommen je AK der Haupterwerbsbetriebe stieg im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich etwa 32 Prozent auf 61.055 Euro an und die Gewinne je Unternehmen um durchschnittlich etwa 39 Prozent auf 113.927 Euro.<\/p>\n<p>Gewinn- und Einkommensentwicklung im Haupterwerb<\/p>\n<p>3. Einkommen und Gewinne nach Betriebsformen<\/p>\n<p>Im Vergleich der Betriebsformen des Haupterwerbs zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede in H\u00f6he und Entwicklung der Erfolgskennzahlen. Urs\u00e4chlich hierf\u00fcr sind die durch Preis- und Mengenschwankungen ausgel\u00f6sten Erl\u00f6s- und Kostenentwicklungen bei den einzelnen Erzeugnissen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die normalen Schwankungen noch einmal verst\u00e4rkt. In der Folge kam es zu zum Teil stark unterschiedlichen Gewinnentwicklungen in den verschiedenen Betriebsformen. Mit Ausnahme der Dauerkulturbetriebe konnten alle hier aufgef\u00fchrten Betriebsformen ihre Ergebnisse best\u00e4tigen bzw. weiter verbessern.<\/p>\n<p>Ackerbau: Die Ackerbaubetriebe (21 Prozent der Haupterwerbsbetriebe) verzeichneten im WJ 2022\/23 im Vergleich zu den vieren davorliegenden Wirtschaftsjahren die h\u00f6chsten Ergebnisse. Das hohe Niveau aus dem Vorjahr konnte noch einmal \u00fcbertroffen werden. Mit einem Plus von 24,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr lag das Einkommen je AK durchschnittlich bei 67.786 Euro. Mit einem Plus von 25,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wurden Gewinne in H\u00f6he von durchschnittlich 117.393 Euro je Unternehmen erwirtschaftet.<\/p>\n<p>Milch: Die spezialisierten Milchbetriebe (34 Prozent der Haupterwerbsbetriebe) konnten ein starkes Plus von rund 48 Prozent beim Einkommen auf 76.928 Euro sowie ein Gewinnplus 55,8 Prozent verzeichnen und damit das Ergebnis des bis dahin erfolgreichsten der hier ausgewiesenen WJ noch einmal deutlich \u00fcbertreffen. Grund hierf\u00fcr waren H\u00f6chstst\u00e4nde bei den Milchpreisen.<\/p>\n<p>Sonstiger Futterbau: Die sonstigen Futterbaubetriebe (11 Prozent der Haupterwerbsbetriebe), konnten ihr Einkommensergebnis in etwa best\u00e4tigen. W\u00e4hrend im Vorjahr noch ein Plus von 48 Prozent (Einkommen je AK) festgestellt wurde, standen an dieser Stelle im WJ 2022\/23 -0,6 Prozent bzw. 35 473 Euro. Beim Gewinn wurde ein Minus von 4,6 Prozent verzeichnet (47.429 Euro Gewinn).<\/p>\n<p>Veredlung: Die Veredlungsbetriebe (11 Prozent der Haupterwerbsbetriebe) konnten eine Steigerung beim Einkommen je AK von 86 Prozent auf 72.545 Euro verzeichnen. Die Gewinnsteigerung betrug 110,4 Prozent auf durchschnittlich 125.647 Euro pro Unternehmen Damit ging es f\u00fcr die Veredlungsbetriebe, von einem verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig niedrigen Niveau kommend, weiter deutlich bergauf. Grund hierf\u00fcr waren die gestiegenen Erl\u00f6se.<\/p>\n<p>Gemischtbetriebe: Etwa 13 Prozent der Haupterwerbsbetriebe geh\u00f6ren zur Gruppe der nicht spezialisierten Gemischtbetriebe. Diese haben im Auswertungszeitraum eine Steigerung von 18 Prozent auf 49.733 Euro Einkommen je AK erzielt. Die Gewinnzunahmen von 23,6 Prozent brachten einen Gewinn von 89.082 Euro pro Unternehmen.<br \/>\nGartenbau: F\u00fcr die Produktionsschwerpunkte des Gartenbaus (Gem\u00fcse, Zierpflanzen und Baumschulen) (3 Prozent der Haupterwerbsbetriebe) hat sich die Ertragslage im abgelaufenen WJ 2022\/23 gut, aber nicht so stark positiv wie in anderen betriebswirtschaftlichen Ausrichtungen, entwickelt. Das durchschnittliche Einkommen je AK dieser Betriebsgruppe ist um knapp 9 Prozent auf 44.999 Euro angestiegen.<\/p>\n<p>Wein: Bei den Dauerkulturen mussten die Weinbaubetriebe (4 Prozent der Haupterwerbsbetriebe) nach einer positiven Gewinn- und Einkommensentwicklung im vorherigen Wirtschaftsjahr einen R\u00fcckgang von rund 9 Prozent beim Einkommen verzeichnen. Dieses belief sich damit im WJ 2022\/23 auf 35.767 Euro. Der Gewinn ging um 13,1 Prozent zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Obst: Die Obstbaubetriebe (1,8 Prozent der Haupterwerbsbetriebe), die zusammen mit den Weinbaubetrieben die Gruppe der Dauerkulturbetriebe bilden, konnten im WJ 2022\/23 im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich eine leichte Steigerung beim Einkommen verzeichnen. Das durchschnittliche Einkommen je AK stieg um rund 7 Prozent und erreichte ca. 33.081 Euro je AK. Der Gewinn schm\u00e4lerte sich um 7,5 Prozent.<\/p>\n<p>Einkommen der Haupterwerbsbetriebe nach Betriebsformen<\/p>\n<p>4. Einkommen in den Bundesl\u00e4ndern<\/p>\n<p>Die regionalen Unterschiede der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe hinsichtlich Betriebsgr\u00f6\u00dfe und Betriebsform f\u00fchren zu deutlichen regionalen Unterschieden in der Einkommensentwicklung. Durch nat\u00fcrliche Standortfaktoren (Bodeng\u00fcte, H\u00f6henlage, Klima usw.) werden diese Verschiedenheiten noch einmal verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Die Haupterwerbsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern und Hessen konnten im vergangenen Wirtschaftsjahr die h\u00f6chsten durchschnittlichen Einkommenszuw\u00e4chse von knapp +56 Prozent (Mecklenburg-Vorpommern) bzw. knapp +51 Prozent (Hessen) verzeichnen. Mecklenburg-Vorpommern erzielte mit 92.829 Euro auch den mit Abstand h\u00f6chsten Wert f\u00fcr das durchschnittliche Einkommen je AK.<\/p>\n<p>Die guten Ergebnisse der Ackerbau- und Veredlungsbetriebe schlagen sich auch in den Ergebnissen von Nordrhein-Westfalen (+53 Prozent Einkommenszuwachs gegen\u00fcber dem Vorjahr) und Niedersachsen (+39 Prozent) nieder. In beiden L\u00e4ndern sind die genannten Betriebsgruppen von besonderer Bedeutung.<br \/>\nDie gr\u00f6\u00dfte Gruppe der bayerischen Haupterwerbsbetriebe konnte trotz eines Zuwachses beim Einkommen von rund 25 Prozent nur Einkommen unterhalb des Niveaus des Durchschnitts aller Haupterwerbsbetriebe verbuchen.<\/p>\n<p>Einkommensver\u00e4nderung der Haupterwerbsbetriebe nach L\u00e4ndern (in Prozent)<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen finden Sie hier&lt;https:\/\/www.bmel-statistik.de\/fileadmin\/daten\/0111001-2023.pdf&gt;.<\/p>\n<p>Quelle:bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Gewinne und Einkommen in der Landwirtschaft steigen 2022\/23 deutlich \u00d6zdemir: \u201eD\u00fcrfen uns nicht in falscher Sicherheit wiegen, jetzt anpacken\u201c Die durchschnittlichen Einkommen und Betriebsgewinne in der deutschen Landwirtschaft haben sich im Wirtschaftsjahr 2022\/23 \u2013 und damit zum zweiten Mal in Folge \u2013 deutlich verbessert. 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