{"id":16706,"date":"2024-05-12T08:31:23","date_gmt":"2024-05-12T06:31:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=16706"},"modified":"2024-05-12T08:31:23","modified_gmt":"2024-05-12T06:31:23","slug":"600-ostsee-stoere-in-die-oder-ausgesetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=16706","title":{"rendered":"600 Ostsee-St\u00f6re in die Oder ausgesetzt"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>600 Ostsee-St\u00f6re in die Oder ausgesetzt<\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Steffi Lemke fordert einen besseren Schutz des<br \/>\nOder-\u00d6kosystems<\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat heute gemeinsam mit Dr. J\u00f6rn<br \/>\nGessner vom Leibniz-Institut f\u00fcr Gew\u00e4sser\u00f6kologie und Binnenfischerei<br \/>\n(IGB), sowie dem Leiter des Nationalparks Unteres Odertal, Dirk Treichel,<br \/>\n600 junge St\u00f6re bei Criewen in die Oder ausgewildert. Die neue Heimat der<br \/>\nkleinen Fische ist ein besonderer Lebensraum, denn die Oder ist der letzte<br \/>\ngro\u00dfe Fluss in Deutschland, den St\u00f6re und andere Tiere noch \u00fcber weite<br \/>\nStrecken barrierefrei durchwandern k\u00f6nnen. Seit 2006 ist sie das<br \/>\nSchwerpunktgebiet f\u00fcr die Wiederansiedlung des Baltischen St\u00f6rs.<br \/>\nBundesumweltministerin Steffi Lemke \u00fcberreichte au\u00dferdem den<br \/>\nF\u00f6rderbescheid f\u00fcr ein neues Forschungsprojekt des IGB, das herausfinden<br \/>\nsoll, wie die besetzten St\u00f6re in die Ostsee abwandern, wo sie sich<br \/>\naufhalten und welchen Nutzungskonflikten sie ausgesetzt sind. Das<br \/>\nBundesumweltministerium f\u00f6rdert das Vorhaben mit rund 1,8 Millionen Euro<br \/>\naus dem Nationalen Artenhilfsprogramm-Programm.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=8913\" rel=\"attachment wp-att-8913\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8913\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/angeln-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/angeln-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/angeln.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Steffi Lemke: \u201eDie Oder ist ein einzigartiges<br \/>\n\u00d6kosystem, das nicht zuletzt durch die Umweltkatastrophe im Sommer 2022<br \/>\nmassiv gesch\u00e4digt wurde. Nach wie vor sind Renaturierungsma\u00dfnahmen von<br \/>\nzentraler Bedeutung, um das sensible \u00d6kosystem wiederherzustellen und<br \/>\nbesser zu sch\u00fctzen. Die Oder ist gleichzeitig der geeignetste Lebensraum,<br \/>\num dem Baltischem St\u00f6r, einem imposanten und in Europa verschollenem<br \/>\nWanderfisch, eine neue Zukunft zu schaffen. Wir unterst\u00fctzen deshalb nicht<br \/>\nnur die Wiederansiedlung des Baltischen St\u00f6rs. Gleichzeitig ist<br \/>\nRenaturierung die beste Vorsorge, um das \u00d6kosystem Oder gegen die Folgen<br \/>\nder Klimakrise widerstandsf\u00e4higer zu machen.\u201c<\/p>\n<p>IGB-Forscher Dr. J\u00f6rn Ge\u00dfner: \u201eDamit die St\u00f6re dann auch die<br \/>\nBedingungen vorfinden, die sie f\u00fcr eine erfolgreiche Fortpflanzung<br \/>\nbrauchen, m\u00fcssen wir jetzt die richtigen Weichen stellen. Dazu geh\u00f6rt,<br \/>\ndas Angebot an Laich- und Brutaufwuchsgebieten &#8211; wie Kies- und Sandb\u00e4nke<br \/>\nund angebundene Nebengew\u00e4sser &#8211; in der Oder zu erhalten und wo n\u00f6tig<br \/>\nwiederherzustellen. Davon w\u00fcrde nicht nur der St\u00f6r profitieren, sondern<br \/>\nmit ihm auch viele weitere typische Fischarten und Flusslebewesen.\u201c<\/p>\n<p>Nationalparkleiter Dirk Treichel: \u201eHier im Nationalpark sehen wir, wie<br \/>\nein naturnaher Fluss mit einer typischen, intakten Aue aussehen kann. Der<br \/>\nNationalpark Unteres Odertal ist mit seinen naturgem\u00e4\u00dfen<br \/>\n\u00dcberflutungsfl\u00e4chen und seinem strengen Schutzstatus seit Beginn des<br \/>\nWiederansiedlungsprojekts ein besonderer Schwerpunktraum. Nicht nur St\u00f6re,<br \/>\nauch z.B. die Gr\u00fcne Flussjunger, eine Libellenart, haben hier \u00fcbrigens<br \/>\nihren Lebensraum. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, diese Fl\u00e4chen<br \/>\nzu bewahren, statt sie durch den Ausbau des Flusses f\u00fcr die Schifffahrt zu<br \/>\ngef\u00e4hrden.\u201c<\/p>\n<p>Seit 2007 hat das IGB mit zahlreichen Projektpartnern rund 3,5 Millionen<br \/>\nJungtiere des Baltischen St\u00f6rs (Acipenser oxyrinchus) in die Oder<br \/>\nentlassen. Heute sind 600 weitere Tiere hinzugekommen. Sie sollen helfen,<br \/>\ndie einst hier ausgestorbene Art wieder im Fluss und in der Ostsee<br \/>\nanzusiedeln. Der Baltische St\u00f6r steht auf der Roten Liste der<br \/>\nWeltnaturschutzorganisation (IUCN). Keine Tiergruppe ist heute so stark<br \/>\ngef\u00e4hrdet wie St\u00f6re.<\/p>\n<p>Ein neues Projekt mit dem Titel \u201eHaffSt\u00f6r\u201c, das vom Bundesamt f\u00fcr<br \/>\nNaturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (BMUV) in den<br \/>\nn\u00e4chsten drei Jahren gef\u00f6rdert wird, soll die<br \/>\nWiederansiedlungsbem\u00fchungen nun zus\u00e4tzlich mit einer soliden Datenbasis<br \/>\nunterst\u00fctzen: Um besser nachvollziehen zu k\u00f6nnen, wann und auf welchen<br \/>\nWegen die Tiere in die Ostsee abwandern und wann sie gegebenenfalls wieder<br \/>\nzur\u00fcckkehren, sollen die seltenen Fische mit Sendern versehen werden.<br \/>\nDabei soll auch der Einfluss von St\u00f6r-Beif\u00e4ngen der Stellnetzfischerei im<br \/>\nHaff erfasst und zur Entwicklung von Beifang-mindernden Fischereitechniken<br \/>\nbeitragen.<\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Steffi Lemke: \u201eDas neue Projekt \u201eHaffSt\u00f6r\u201c<br \/>\nleistet einen wichtigen Beitrag, um das Wissen zur \u00d6kologie der St\u00f6re zu<br \/>\nverbessern und nachhaltige Fischerei zu unterst\u00fctzen. Damit bringen wir<br \/>\nden Artenschutz und die Nutzung der nat\u00fcrlichen Ressourcen in Einklang.<br \/>\nDie Fischereibetriebe selbst sind wichtige Partner in diesem Vorhaben, denn<br \/>\nNaturschutz kann letztlich nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort<br \/>\ngelingen.\u201c<\/p>\n<p>Partner des neuen Projekts sind neben dem IGB auch das Institut<br \/>\nf\u00fcrFischerei der Landesforschungsanstalt f\u00fcr Landwirtschaft und Fischerei<br \/>\nMecklenburg-Vorpommern (LFA), die Universit\u00e4t Stettin, die lokale<br \/>\nFischerei und der polnische Anglerverband in Westpommern sowie deutsche und<br \/>\npolnische Umweltverb\u00e4nde.<\/p>\n<p>Hintergrundinformationen:<\/p>\n<p>Langfristig sollten weitere Nebengew\u00e4sser der Oder mit dem Fluss verbunden<br \/>\nwerden, um vielf\u00e4ltigere Lebensr\u00e4ume und Refugien zu schaffen, deren<br \/>\nProduktivit\u00e4t und Diversit\u00e4t sich auch positiv auf den Hauptstrom<br \/>\nauswirken d\u00fcrften. Wichtig ist zudem der Wasserr\u00fcckhalt in den naturnahen<br \/>\nFlussauen der Oder &#8211; nicht nur als Wasserspeicher f\u00fcr den Fluss und die<br \/>\nihn umgebende Landschaft, sondern auch als nat\u00fcrlicher Hochwasserschutz.<\/p>\n<p>Renaturierung ist au\u00dferdem die beste Krisenpr\u00e4vention. Durch<br \/>\n\u00dcbernutzung, die Folgen der Klimakrise und Ausbauma\u00dfnahmen verlieren<br \/>\nnicht nur Flussfische ihre Laich- und Lebensr\u00e4ume, sondern der ganze Fluss<br \/>\nseine Resilienz, also seine nat\u00fcrliche Widerstandskraft.<\/p>\n<p>Quelle: bmuv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: 600 Ostsee-St\u00f6re in die Oder ausgesetzt Bundesumweltministerin Steffi Lemke fordert einen besseren Schutz des Oder-\u00d6kosystems Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat heute gemeinsam mit Dr. J\u00f6rn Gessner vom Leibniz-Institut f\u00fcr Gew\u00e4sser\u00f6kologie und Binnenfischerei (IGB), sowie dem Leiter des Nationalparks Unteres Odertal, Dirk Treichel, 600 junge St\u00f6re bei Criewen in die Oder ausgewildert. 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