{"id":16280,"date":"2023-12-19T08:47:34","date_gmt":"2023-12-19T07:47:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=16280"},"modified":"2023-12-19T08:47:34","modified_gmt":"2023-12-19T07:47:34","slug":"weitere-amtsgerichte-in-bayern-fuehren-die-elektronische-akte-regulaer-ein-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=16280","title":{"rendered":"Weitere Amtsgerichte in Bayern f\u00fchren die elektronische Akte regul\u00e4r ein\u00a0"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Lech &#8211; N\u00f6rdlingen:<\/span><\/p>\n<p>Weitere Amtsgerichte in Bayern f\u00fchren die<br \/>\nelektronische Akte regul\u00e4r ein<\/p>\n<p>Justizminister Eisenreich: &#8222;Die Amtsgerichte<br \/>\nLandsberg a. Lech und N\u00f6rdlingen f\u00fchren die E-Akte im Regelbetrieb in<br \/>\nZivil- und Familiensachen ein. Die Justiz treibt die Digitaloffensive voran.&#8220;<br \/>\nDie Regeleinf\u00fchrung der E-Akte an den bayerischen<br \/>\nGerichten in Familiensachen und Zivilsachen ist abgeschlossen. Alle bayerischen<br \/>\nGerichte der ordentlichen Gerichtsbarkeit setzen die E-Akte in Zivil- und<br \/>\nFamiliensachen ein. Bis heute wurden \u00fcber<br \/>\n350.000 Verfahren rein elektronisch gef\u00fchrt. Der<br \/>\nbayerische Justizminister Eisenreich: &#8222;Wir m\u00fcssen bis<br \/>\nEnde 2025 127 Standorte mit etwa 15.000 Arbeitspl\u00e4tzen mit der elektronischen<br \/>\nAkte ausstatten. Wir wollen und werden das fr\u00fcher schaffen.&#8220;<br \/>\nBei den Amtsgerichten wurde die elektronische Aktenf\u00fchrung in<br \/>\nZivil- und Familiensachen zun\u00e4chst bei den Amtsgerichten Straubing,<br \/>\nDachau und Regensburg pilotiert. Aufgrund der guten Erfahrungen im Rahmen<br \/>\nder Pilotierung wurde zwischenzeitlich auch die Regeleinf\u00fchrung bei<br \/>\nden Amtsgerichten in diesen Bereichen durchgef\u00fchrt: Am 11. Dezember<br \/>\n2023 haben die Amtsgerichte Landsberg a. Lech und N\u00f6rdlingen auf die<br \/>\nelektronische Akte in Zivilsachen umgestellt, heute (18. Dezember) erfolgtedort auch die Umstellung in Familiensachen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1410\" rel=\"attachment wp-att-1410\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1410\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/paragraf-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/paragraf-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/paragraf.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bayerns Justizminister<br \/>\nGeorg\u00a0Eisenreich: &#8222;Die Welt<br \/>\nwird immer digitaler. Die Justiz treibt die Digitaloffensive voran. Die<br \/>\nAmtsgerichte Landsberg a. Lech und N\u00f6rdlingen f\u00fchren die E-Akte<br \/>\nim Regelbetrieb in Zivil- und Familiensachen ein. Das verk\u00fcrzt Verfahren<br \/>\nund erspart Wartezeiten.&#8220; Vor dem 11. Dezember 2023 arbeiteten<br \/>\nbereits 73 der 75 bayerischen Amtsgerichte mit der E-Akte. Mit den Amtsgerichten<br \/>\nLandsberg a. Lech und N\u00f6rdlingen haben jetzt alle Amtsgerichte die<br \/>\nelektronische Akte in Zivil- und Familiensachen im Regelbetrieb eingef\u00fchrt.<br \/>\nDaneben konnte auch die Umstellung aller Landgerichte auf eine elektronische<br \/>\nAktenf\u00fchrung in zweitinstanzlichen Zivilsachen abgeschlossen werden,<br \/>\nso dass durchg\u00e4ngig elektronisch gearbeitet werden kann. Au\u00dferdem<br \/>\nhat bei den Amtsgerichten die Regeleinf\u00fchrung in Grundbuch-, Betreuungs-<br \/>\nund Immobiliarvollstreckungssachen begonnen. Zudem wird die elektronische<br \/>\nAkte derzeit an weiteren Amtsgerichten in besonderen Rechtsgebieten erprobt:<br \/>\nBeim Amtsgericht Ingolstadt in Insolvenzsachen und beim Amtsgericht F\u00fcrth<br \/>\nin Nachlasssachen. Der elektronische Rechtsverkehr<br \/>\nist bereits bei allen Gerichten im Freistaat eingef\u00fchrt. Im Jahr 2022<br \/>\nwurden \u00fcber 11 Millionen Nachrichten elektronisch mit Verfahrensbeteiligten<br \/>\nausgetauscht. Der Freistaat Bayern setzt neben der E-Akte auch<br \/>\nauf Videotechnik. Minister Eisenreich: &#8222;Tausende<br \/>\nZivilprozesse werden an Bayerns Gerichten inzwischen digital als Videokonferenz<br \/>\ngef\u00fchrt. Unser Ziel war es, die Gerichte fl\u00e4chendeckend mit mobilen<br \/>\nVideokonferenzanlagen auszustatten. Im Juli 2021 haben<br \/>\nwir unser Ziel erreicht: Seit Juli 2021 haben alle 99 bayerischen Gerichte<br \/>\nZugang zu einer Anlage. Insgesamt wurden hierf\u00fcr 151 Videokonferenzanlagen<br \/>\nbeschafft. Zum Ausbau der Videoverhandlungen setzt die Justiz neben der<br \/>\nAusstattung der Gerichte mit Videokonferenzanlagen auch auf ein Video-Konferenz-Tool.<br \/>\nNach einer erfolgreichen Pilotphase wurde der Einsatz bayernweit freigegeben.<br \/>\nAllein im Jahr 2022 gab es 12.056 Videoverhandlungen und -anh\u00f6rungen<br \/>\nim Freistaat. Ob sich ein Verfahren f\u00fcr eine Videoverhandlung anbietet,<br \/>\nentscheidet der jeweilige Richter\/die jeweilige Richterin.&#8220; Auf<br \/>\ndem Weg zu einem modernen Zivilprozess sieht der bayerische Justizminister<br \/>\naber noch erheblichen rechtspolitischen Handlungsbedarf.<br \/>\nVorschl\u00e4ge zur Modernisierung des Zivilprozesses liegen vor. Er fordert<br \/>\ndas Bundesjustizministerium zu grundlegendem Handeln auf. Eisenreich:<br \/>\n&#8222;Die Zivilprozessordnung ist f\u00fcr die Papierakte gemacht, nicht<br \/>\nf\u00fcr die elektronische Akte. Eine Modernisierung des Zivilprozesses<br \/>\nist daher notwendig. Der Bund muss jetzt t\u00e4tig werden. Wir brauchen<br \/>\neine breit gef\u00fchrte Diskussion, die alle Akteure einbezieht: Gerichte,<br \/>\nRechtsanw\u00e4lte, Wissenschaftler, Wirtschaft, Verbraucherverb\u00e4nde.&#8220;<br \/>\nBeim dritten Digitalgipfel von Bund und L\u00e4ndern, der im Vorfeld der<br \/>\nJustizministerkonferenz im Herbst 2023 stattfand, haben Bund und L\u00e4nder<br \/>\nauf bayerische Initiative die Einsetzung einer von Bund und L\u00e4ndern<br \/>\ngemeinsam besetzten Reformkommission beschlossen. Diese soll Vorschl\u00e4ge<br \/>\nf\u00fcr den Zivilprozess der Zukunft erarbeiten. Und auch grenz\u00fcberschreitend<br \/>\nwill Bayern das Verhandeln erleichtern. Auf bayerische Initiative hat die<br \/>\nJustizministerkonferenz im Fr\u00fchjahr 2021 das Bundesjustizministerium<br \/>\naufgefordert, sich f\u00fcr eine umfassende Rechtsgrundlage auf europ\u00e4ischer<br \/>\nEbene einzusetzen. Eisenreich: &#8222;Der Reformprozess<br \/>\nist dringend notwendig. Die Justiz will die Chancen der Digitalisierung<br \/>\nnutzen. Jetzt sind Berlin und Br\u00fcssel gefordert.&#8220; Eisenreich<br \/>\nbedankte sich abschlie\u00dfend bei Alexander Kessler, dem Direktor<br \/>\ndes Amtsgerichts Landsberg a. Lech, und Dieter Hubel,<br \/>\ndem Direktor des Amtsgerichts N\u00f6rdlingen: &#8222;F\u00fcr<br \/>\nIhr gro\u00dfes Engagement bei der Digitalisierung der Justiz in Landsberg<br \/>\na. Lech und N\u00f6rdlingen darf ich mich bei Ihnen und Ihren Mitarbeiterinnen<br \/>\nund Mitarbeitern herzlich bedanken.&#8220;<\/p>\n<p>Quelle:stmj.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lech &#8211; N\u00f6rdlingen: Weitere Amtsgerichte in Bayern f\u00fchren die elektronische Akte regul\u00e4r ein Justizminister Eisenreich: &#8222;Die Amtsgerichte Landsberg a. Lech und N\u00f6rdlingen f\u00fchren die E-Akte im Regelbetrieb in Zivil- und Familiensachen ein. 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