{"id":16269,"date":"2023-12-13T08:50:24","date_gmt":"2023-12-13T07:50:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=16269"},"modified":"2023-12-13T08:50:24","modified_gmt":"2023-12-13T07:50:24","slug":"bender-licht-und-schatten-beim-aal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=16269","title":{"rendered":"Bender: \u201eLicht und Schatten beim Aal\u201c"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Bender: \u201eLicht und Schatten beim Aal\u201c<br \/>\nEU-Fischereirat legt Fangm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Nordsee und Nordostatlantik fest \u2013 Fortsetzung der Ma\u00dfnahmen zum Schutz des Europ\u00e4ischen Aalbestands beschlossen<\/p>\n<p>Die EU-Fischereiministerinnen und -minister haben sich nach langen Verhandlungen am Dienstag in Br\u00fcssel auf die zul\u00e4ssigen Gesamtfangmengen f\u00fcr 2024 in der Nordsee und im Nordostatlantik sowie weiteren Gew\u00e4ssern geeinigt. Zentral in den Verhandlungen waren \u2013 wie bereits im Vorjahr \u2013 Ma\u00dfnahmen zum Schutz des Europ\u00e4ischen Aals, der sich weiterhin in einem \u00e4u\u00dferst kritischen Zustand befindet. Die f\u00fcr das laufende Jahr geltenden Ma\u00dfnahmen sollen daher auch 2024 weitgehend fortgesetzt werden. Hierzu geh\u00f6rt insbesondere eine sechsmonatige Schonzeit und das Verbot der Freizeitfischerei auf Aal im maritimen Bereich. Deutschland hat sich in den Verhandlungen erfolgreich daf\u00fcr eingesetzt, dass f\u00fcr die Ostsee eine einheitliche Schlie\u00dfzeit gilt. Diese wird im Nachgang des Rates von den Anrainerstaaten der Ostsee gemeinsam festgelegt. Sollte es dabei nicht zu einer Einigung zwischen den Anrainern kommen, ist die Schlie\u00dfzeit auf den Zeitraum vom 15. September 2024 bis 14. M\u00e4rz 2025 festgelegt.<\/p>\n<p>Dazu erkl\u00e4rt die Staatssekret\u00e4rin im Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, Silvia Bender: \u201eMit den Verhandlungsergebnissen kommen wir unserer Verantwortung zur nachhaltigen Bewirtschaftung und zum Wiederaufbau der Fischbest\u00e4nde nach und geben dem Fischereisektor Stabilit\u00e4t f\u00fcr das kommende Jahr. Die Ma\u00dfnahmen der Vorjahre zeigen Wirkung. Daher k\u00f6nnen wir bei vielen Best\u00e4nden in der Nordsee die Quoten im Einklang mit den wissenschaftlichen Empfehlungen anheben.<\/p>\n<p>Beim Aalbestand haben wir uns bis zuletzt f\u00fcr ein vorsichtigeres Vorgehen eingesetzt. Ein Fortschritt gegen\u00fcber dem Vorjahr ist die einheitliche Schlie\u00dfzeit in der Ostsee. Es bringt nichts, wenn sich Aale ungehindert aus deutschen Gew\u00e4ssern auf den Weg machen, aber dann in den Meerengen zwischen Ostsee und Nordsee gefangen werden. Das wird jetzt durch die Neuregelung verhindert. Die Ausweitung der Glasaalfischerei hingegen sehen wir kritisch, da sie die Gefahr f\u00fcr den Bestand erh\u00f6ht. Wir fordern die Kommission daher auf, vor den Verhandlungen im kommenden Jahr eine Folgenabsch\u00e4tzung vorzulegen.\u201c<\/p>\n<p>Da die Verhandlungen mit dem Vereinigten K\u00f6nigreich und Norwegen rechtzeitig vor der Ratssitzung abgeschlossen werden konnten, besteht f\u00fcr die Fischerei vom Beginn des Jahres 2024 an vollst\u00e4ndige Planungssicherheit \u2013 erstmalig seit dem Brexit. Die Fangmengen der f\u00fcr Deutschland besonders wichtigen Best\u00e4nde Hering, Kabeljau, Seelachs, Schellfisch und Scholle steigen in der Nordsee an. Beim Kabeljau hatte sich das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) f\u00fcr eine Festsetzung der Fangmengen nach dem Vorsorgeansatz mit Blick auf eine weitere Erholung des Bestands ausgesprochen. Der in den trilateralen Verhandlungen erzielte Kompromiss weicht allerdings davon nach oben ab. Die weiterhin geltende strenge Fangbegrenzung f\u00fcr Hering im Skagerrak und Kattegat erm\u00f6glicht eine fortgesetzte Erholung des Herings in der westlichen Ostsee auch im kommenden Jahr. Bei Makrele, die von allen K\u00fcstenstaaten des Nordostatlantiks gemeinsam bewirtschaftet wird, sinkt die Fangmenge leicht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=8913\" rel=\"attachment wp-att-8913\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8913\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/angeln-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/angeln-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/angeln.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Neben den Quoten f\u00fcr die Nordsee und den Nordostatlantik wurden auch Fangm\u00f6glichkeiten f\u00fcr das Mittelmeer und das Schwarze Meer vereinbart.<\/p>\n<p>EU- und deutsche Quoten f\u00fcr das Jahr 2024 bei wichtigen Best\u00e4nden \u2013 in der vierten Spalte der prozentuale Wert im Vergleich zu den Quoten f\u00fcr das Jahr 2023<\/p>\n<p>Bestand EU-Quote<br \/>\n(in Tonnen) Deutsche Quote<br \/>\n(in Tonnen) Ver\u00e4nderung DEU-Quote 2024\/2023 (%)<br \/>\nHering (Nordsee) 209.457 48.595 + 30 %<br \/>\nSeelachs (Nordsee) 22.870 5.991 + 18 %<br \/>\nKabeljau (Nordsee) 9.054 2.212 + 12 %<br \/>\nSchellfisch (Nordsee) 12.768 2.630 + 66 %<br \/>\nScholle (Nordsee) 67.525 5.446 +23 %<br \/>\nMakrele (Nordostatlantik \u2013 westliche Gew\u00e4sser) 93.464 14.268 &#8211; 9 %<\/p>\n<p>Quelle:bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Bender: \u201eLicht und Schatten beim Aal\u201c EU-Fischereirat legt Fangm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Nordsee und Nordostatlantik fest \u2013 Fortsetzung der Ma\u00dfnahmen zum Schutz des Europ\u00e4ischen Aalbestands beschlossen Die EU-Fischereiministerinnen und -minister haben sich nach langen Verhandlungen am Dienstag in Br\u00fcssel auf die zul\u00e4ssigen Gesamtfangmengen f\u00fcr 2024 in der Nordsee und im Nordostatlantik sowie weiteren Gew\u00e4ssern geeinigt. 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