{"id":16183,"date":"2023-11-07T08:28:11","date_gmt":"2023-11-07T07:28:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=16183"},"modified":"2023-11-07T08:28:11","modified_gmt":"2023-11-07T07:28:11","slug":"gemeinsamer-austausch-im-muenchner-justizpalast","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=16183","title":{"rendered":"Gemeinsamer Austausch im M\u00fcnchner Justizpalast"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Gemeinsamer Austausch im M\u00fcnchner Justizpalast<\/p>\n<p>Bayerns Justizminister Eisenreich trifft Botschafterin Deborah Lipstadt,<br \/>\nSonderbeauftragte der US-Regierung f\u00fcr die Beobachtung und Bek\u00e4mpfung<br \/>\nvon Antisemitismus \/ Eisenreich: &#8222;Wir stehen unverbr\u00fcchlich an der Seite<br \/>\nIsraels und der j\u00fcdischen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger unseres Landes.&#8220;<br \/>\nBayerns Justizminister Georg Eisenreich<br \/>\nhat heute (6. November) die Botschafterin Deborah Lipstadt,<br \/>\nSonderbeauftragte der US-Regierung f\u00fcr die Beobachtung und<br \/>\nBek\u00e4mpfung von Antisemitismus, im M\u00fcnchner Justizpalast<br \/>\nempfangen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=16184\" rel=\"attachment wp-att-16184\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-16184\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/180_Foto_Staatsminister_Georg_Eisenreich_US_Botschafterin_Deborah_Lipstadt_v.l-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/180_Foto_Staatsminister_Georg_Eisenreich_US_Botschafterin_Deborah_Lipstadt_v.l-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/180_Foto_Staatsminister_Georg_Eisenreich_US_Botschafterin_Deborah_Lipstadt_v.l-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/180_Foto_Staatsminister_Georg_Eisenreich_US_Botschafterin_Deborah_Lipstadt_v.l-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/180_Foto_Staatsminister_Georg_Eisenreich_US_Botschafterin_Deborah_Lipstadt_v.l-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/180_Foto_Staatsminister_Georg_Eisenreich_US_Botschafterin_Deborah_Lipstadt_v.l-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a>@stmj.bayern.de<\/p>\n<p>Der Minister: &#8222;Deborah Lipstadt ist eine unbeugsame Streiterin im Kampf gegen Antisemitismus und eine der renommiertesten Holocaust-Forscherinnen der Welt.<\/p>\n<p>Es ist mir eine gro\u00dfe Ehre, die<br \/>\nUS-Botschafterin heute zum Austausch in M\u00fcnchen begr\u00fc\u00dfen<br \/>\nzu d\u00fcrfen.&#8220; Die Historikerin hatte sich im Jahr 2000 in London<br \/>\nerfolgreich gegen eine Klage des Holocaust-Leugners David Irving zur Wehr<br \/>\ngesetzt. Das zentrale Thema der Diskussion war der Antisemitismus,<br \/>\nder sich seit den Angriffen vom 7. Oktober in vielen Teilen der Welt Bahn<br \/>\ngebrochen hat. Der Minister: &#8222;Der terroristische<br \/>\nund barbarische Angriff der Hamas ist ein Angriff auf die Menschen in Israel<br \/>\nund auf den Staat Israel. Er ist zugleich ein Angriff auf uns und unsere<br \/>\nGrundwerte. Die bayerische Justiz f\u00fchrt den Kampf gegen antisemitische<br \/>\nStraftaten entschlossen und konsequent. Gemeinsam mit unseren transatlantischen<br \/>\nPartnern stehen wir unverbr\u00fcchlich an der Seite Israels und an der<br \/>\nSeite der j\u00fcdischen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger unseres Landes.&#8220;<br \/>\nUS-Botschafterin Lipstadt: &#8222;Ich m\u00f6chte meine<br \/>\nDankbarkeit gegen\u00fcber der deutschen Regierung ausdr\u00fccken f\u00fcr<br \/>\ndie Ernsthaftigkeit, mit der sie sowohl die Situation im Nahen Osten als<br \/>\nauch den daraus resultierenden weltweit aufkommenden Antisemitismus angeht.<br \/>\nIhre F\u00fchrung ist zu dieser Zeit entscheidend, da alle Regierungen<br \/>\nhandeln m\u00fcssen, um die Sicherheit ihrer j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung<br \/>\nzu gew\u00e4hrleisten.&#8220; Minister Eisenreich<br \/>\nstellte der Sonderbeauftragten der US-Regierung das umfangreiche<br \/>\nMa\u00dfnahmenb\u00fcndel der bayerischen Justiz zur Bek\u00e4mpfung von<br \/>\nAntisemitismus vor. Der Minister: &#8222;Judenhass gibt<br \/>\nes an den R\u00e4ndern, in der Mitte der Gesellschaft und unter Zuwanderern.<br \/>\nEs ist unsere Aufgabe, diesen zu erkennen, zu benennen und zu bek\u00e4mpfen.&#8220;<br \/>\nDer bayerische Justizminister analysierte auch die Migrationspolitik<br \/>\nin Deutschland: &#8222;Es wurden und werden gravierende Fehler gemacht.<br \/>\nDie Folgen dieser falschen Politik sind nun \u00fcberdeutlich zu sehen.<br \/>\nSo tritt neben einen Antisemitismus, den es auch in Teilen unserer Gesellschaft<br \/>\nschon immer gegeben und der in den vergangenen Jahren zugenommen hat, mittlerweile<br \/>\nauch importierter Antisemitismus. Was mir ebenfalls wichtig ist zu betonen:<br \/>\nNeben dem gef\u00e4hrlichen Antisemitismus von rechts gibt es auch einen<br \/>\nAntisemitismus von links, der von vielen viel zu lange verharmlost wurde.<br \/>\nBeispiele daf\u00fcr sind die Documenta, Statements von Fridays for Future<br \/>\nInternational bis hin zum lauten Schweigen von Teilen des deutschen Kulturbetriebs<br \/>\nangesichts des Angriffs auf Israel.&#8220; Bereits am vergangenen<br \/>\nMontag (30. Oktober) hatte sich Eisenreich mit Vertreterinnen<br \/>\nund Vertretern des israelischen Generalkonsulats, des Zentralrats der Juden<br \/>\nin Deutschland, der Israelitischen Kultusgemeinde M\u00fcnchen und Oberbayern,<br \/>\ndem\u00a0Beauftragten der bayerischen Staatsregierung f\u00fcr j\u00fcdisches<br \/>\nLeben und gegen Antisemitismus,\u00a0f\u00fcr Erinnerungsarbeit und geschichtliches<br \/>\nErbe, dem Zentralen Antisemitismusbeauftragten der Bayerischen Justiz,<br \/>\nOberstaatsanwalt Andreas Franck, den Antisemitismus-Beauftragten bei den<br \/>\ndrei Generalstaatsanwaltschaften und den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern<br \/>\nder bayerischen Staatsanwaltschaften zur Bek\u00e4mpfung von antisemitischen<br \/>\nStraftaten ausgetauscht. Hintergrund:<br \/>\nDas Ma\u00dfnahmenb\u00fcndel der bayerischen Justiz gegen antisemitische<br \/>\nStraftaten: 2018 wurden drei Antisemitismus-Beauftragte<br \/>\nder Bayerischen Justiz bei den drei Generalstaatsanwaltschaften M\u00fcnchen,<br \/>\nN\u00fcrnberg und Bamberg eingesetzt. Ende des Jahres 2021 wurden bei<br \/>\nallen 22 bayerischen Staatsanwaltschaften Ansprechpartner Antisemitismus<br \/>\netabliert. Seit Oktober 2021 hat die bayerische Justiz daneben einen Zentralen<br \/>\nAntisemitismusbeauftragten. Auf Initiative<br \/>\nBayerns hat sich die Justizministerkonferenz im Fr\u00fchjahr 2022<br \/>\ndaf\u00fcr eingesetzt, die Strukturen und die Vernetzung der L\u00e4nderjustiz<br \/>\nim Kampf gegen Antisemitismus weiter zu verst\u00e4rken. Zum Schutz des<br \/>\nj\u00fcdischen Lebens in Deutschland sollen die L\u00e4nder pr\u00fcfen,<br \/>\nAntisemitismus-beauftragte bei den (General-)Staatsanwaltschaften oder<br \/>\nvergleichbare Strukturen zu etablieren. Im<br \/>\nJanuar 2020 wurde Deutschlands erster Hate-Speech-Beauftragter<br \/>\nvom bayerischen Justizminister bei der Zentralstelle zur Bek\u00e4mpfung<br \/>\nvon Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der Generalstaatsanwaltschaft<br \/>\nM\u00fcnchen zentral f\u00fcr ganz Bayern bestellt. Parallel dazu wurden<br \/>\nSonderdezernate f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung von Hate Speech<br \/>\nbei allen 22 bayerischen Staatsanwaltschaften eingerichtet.<br \/>\nDamit antisemitische Motive nicht im Dunkeln bleiben, haben die<br \/>\ndrei Antisemitismus-Beauftragten der bayerischen Generalstaatsanwaltschaften<br \/>\neinen Leitfaden f\u00fcr Staatsanw\u00e4lte entwickelt.<br \/>\nMit dem auch international beachteten Leitfaden k\u00f6nnen antisemitische<br \/>\nMotive leichter entschl\u00fcsselt werden (z.B. anhand von Nazi-Jahrestagen<br \/>\noder Codes). Bayern hat als erstes Bundesland in Deutschland<br \/>\ndie Arbeitsdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance<br \/>\n(IHRA) angenommen. Von Seiten der Justiz<br \/>\nwurde gemeinsam mit der Bayerischen Polizei eine Informationskarte<br \/>\nf\u00fcr Gesch\u00e4digte von Hasskriminalit\u00e4t, insbesondere Antisemitismus<br \/>\nerstellt, welche bayernweit, insbesondere an j\u00fcdische Haushalte verteilt<br \/>\nwurde. Durch diese sollen insbesondere Gesch\u00e4digte von antisemitischen<br \/>\nStraftaten zur Anzeigenerstattung ermutigt werden. Zudem sollen Hilfsangebote<br \/>\nunterbreitet werden. Bayern hat sich auch rechtspolitisch<br \/>\nin Berlin eingesetzt: Eine judenfeindliche Motivation wird im Gesetz ausdr\u00fccklich<\/p>\n<p>Quelle:stmj.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Gemeinsamer Austausch im M\u00fcnchner Justizpalast Bayerns Justizminister Eisenreich trifft Botschafterin Deborah Lipstadt, Sonderbeauftragte der US-Regierung f\u00fcr die Beobachtung und Bek\u00e4mpfung von Antisemitismus \/ Eisenreich: &#8222;Wir stehen unverbr\u00fcchlich an der Seite Israels und der j\u00fcdischen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger unseres Landes.&#8220; Bayerns Justizminister Georg Eisenreich hat heute (6. 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