{"id":16151,"date":"2023-10-29T08:58:52","date_gmt":"2023-10-29T07:58:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=16151"},"modified":"2023-10-29T08:58:52","modified_gmt":"2023-10-29T07:58:52","slug":"bund-und-hamburg-bringen-autonomes-ridepooling-auf-die-strasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=16151","title":{"rendered":"Bund und Hamburg bringen \u201eAutonomes Ridepooling\u201c auf die Stra\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Hamburg:<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bund und Hamburg bringen \u201eAutonomes Ridepooling\u201c auf die Stra\u00dfe<\/p>\n<p>Bundesverkehrsminister \u00fcbergibt F\u00f6rderurkunde \u00fcber 26 Mio. Euro.<\/p>\n<p>Bis zu 10 000 autonome Shuttles k\u00f6nnten 2030 auf Hamburgs Stra\u00dfen unterwegs sein. Das sieht eine Vereinbarung des Bundesverkehrsministeriums mit der Freien und Hansestadt Hamburg vor, die nun weiter mit Leben gef\u00fcllt wird. Mit einem modernen On-Demand-Verkehrsangebot soll in der Hansestadt eine Mobilit\u00e4tsl\u00f6sung geschaffen werden, die den klassischen \u00d6PNV aus bus und Bahn um ein neues Produkt erg\u00e4nzt und eine attraktive Alternative zum Pkw darstellt. Im Projekt ALIKE soll ein System mit bis zu 20 autonomen Shuttles erprobt werden, die einfach per App gebucht werden k\u00f6nnen und den Fahrgast direkt abholen und ans Ziel bringen. Das System erf\u00fcllt strenge Sicherheitsanforderungen und soll auch \u00fcberregional skalierbar und damit auch f\u00fcr l\u00e4ndliche Gebiete nutzbar sein. Ziel des Modellprojekts ist auch die Akzeptanz von autonomen Fahrangeboten in der Praxis zu erforschen.<\/p>\n<p>Das Bundesministerium f\u00fcr Digitales und Verkehr f\u00f6rdert das Projekt mit 26 Millionen Euro. Den F\u00f6rderbescheid \u00fcbergab heute Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing im Beisein von Hamburgs Senator f\u00fcr Verkehr und Mobilit\u00e4tswende Dr. Anjes Tjarks an das Projektkonsortium. Sechs starke Partner haben sich in diesem Konsortium zusammengefunden: die HOCHBAHN als Konsortialf\u00fchrer, der On-Demand-Dienst MOIA, die Fahrzeughersteller HOLON und Volkswagen Nutzfahrzeuge sowie das Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) als Forschungspartner und die Hamburger Beh\u00f6rde f\u00fcr Verkehr und Mobilit\u00e4tswende (BVM).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=2063\" rel=\"attachment wp-att-2063\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-2063\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/schulbus-300x89.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"89\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/schulbus-300x89.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/schulbus.jpeg 924w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Volker Wissing, Bundesminister f\u00fcr Digitales und Verkehr:<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte, dass die Menschen auch in Zukunft selbstbestimmt mobil sein k\u00f6nnen. Der Verkehr in Deutschland wird zunehmen, umso mehr brauchen wir neue, kluge Mobilit\u00e4tsformen, die helfen unsere Infrastruktur effizient zu nutzen. Autonomes Fahren kann ein Schl\u00fcssel sein, die Stra\u00dfen in Gro\u00dfst\u00e4dten zu entlasten und gleichzeitig Mobilit\u00e4t bis vor die Haust\u00fcr zu sichern. Das autonome On-Demand-Shuttle kommt genau dann, wenn ich es brauche und es bringt mich direkt an mein Ziel. Durch das voll digitale Buchungssystem ist es einfach zu bestellen, Fahrten lassen sich kombinieren und damit Wege und Kosten sparen.<br \/>\nIch freue mich, dass wir mit Hamburg einen mutigen und innovationsoffenen Partner gefunden haben, um das autonome Fahren in Deutschland zu etablieren. Ich bin sicher: diese gute Idee wird von den Hamburgern angenommen und viele Nachahmer finden.<\/p>\n<p>Anjes Tjarks; Hamburgs Senator f\u00fcr Verkehr und Mobilit\u00e4tswende:<\/p>\n<p>Mit dieser breiten Allianz f\u00fcr das autonome Fahren setzen wir einen weiteren Punkt der gemeinsamen Verabredung mit dem Bund um, mit dem wir Hamburg zur Modellregion Mobilit\u00e4t weiterentwickeln wollen. Das autonome Ridepooling ist dabei das fehlende Puzzlest\u00fcck zwischen dem klassischen \u00d6ffentlichen Nahverkehr und den individuellen Mobilit\u00e4tsbed\u00fcrfnissen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. Mit ihm schaffen wir eine ganz neue S\u00e4ule im \u00d6PNV, eine attraktive Alternative zum privaten PKW sowie eine entscheidende Voraussetzung, um den Hamburg-Takt fahren und allen Menschen in Hamburg binnen f\u00fcnf Minuten ein \u00f6ffentliches Verkehrsangebot machen zu k\u00f6nnen. So wird der \u00d6PNV der Zukunft noch komfortabler, nachhaltiger und effizienter. Passend zum sehr erfolgreichen Deutschland-Ticket sollen die autonomen Fahrzeuge k\u00fcnftig dazu beitragen, dass wir auch ein entsprechendes Deutschland-Angebot entwickeln und anbieten k\u00f6nnen. Mein Dank gilt Bundesminister Wissing f\u00fcr die Unterst\u00fctzung, in der Modellregion Hamburg die Mobilit\u00e4t der Zukunft f\u00fcr ganz Deutschland voranzubringen und weiter zu gestalten.<\/p>\n<p>Die Konsortialpartner werden erstmals ein Gesamtsystem zur Buchung und Nutzung von bis zu 20 autonom fahrenden Fahrzeugen im \u00f6ffentlichen Verkehr in Hamburg aufbauen. Die Fahrzeuge unterschiedlicher Hersteller werden in einen On-Demand-Dienst integriert, um sie im Realbetrieb zu erproben und \u00fcber Apps f\u00fcr Nutzerinnen und Nutzer digital buchbar zu machen. Die Projektergebnisse sollen die Grundlage f\u00fcr eine k\u00fcnftige kommerzielle Bereitstellung und Skalierung von Ridepooling-Diensten schaffen.<\/p>\n<p>Geb\u00fcndelte Expertise f\u00fcr Betriebskonzept und App-Entwicklung<br \/>\nIn dem Projektkonsortium schlie\u00dfen sich mit der HOCHBAHN und MOIA zwei etablierte Betreiber von Mobilit\u00e4tsl\u00f6sungen zusammen, die unter anderem Erfahrungen mit autonomen Fahrzeugen haben und mit der hvv switch-App und der MOIA-App \u00fcber leistungsf\u00e4hige und akzeptierte Plattformen f\u00fcr Buchungen verf\u00fcgen. Die Betriebs- und Ridepooling-Software wird von MOIA bereitgestellt. Das Unternehmen betreibt seit 2019 Europas gr\u00f6\u00dften vollelektrischen Ridepooling-Service mit Fahrerinnen und Fahrern in Hamburg und blickt auf umfassende Erfahrung im Aufbau und Betrieb von On-Demand-Verkehren zur\u00fcck. Die HOCHBAHN ist Deutschland zweitgr\u00f6\u00dftes Nahverkehrs-unternehmen und verantwortete bis 2020\/21 das erfolgreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekt HEAT (Hamburg Electric Autonomos Transportation), bei dem erstmals Erfahrungen im Betrieb eines autonomen Shuttles im Linienverkehr in Hamburg gesammelt wurden.<\/p>\n<p>Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der HOCHBAHN:<\/p>\n<p>ALIKE bringt ganz unterschiedliche Projektpartner mit ihren jeweiligen St\u00e4rken zusammen: Erstmals treiben Verkehrsunternehmen, Ridepooling-Anbieter, Fahrzeug-hersteller sowie Fachleute aus der Wissenschaft und der Politik das Thema autonomes Fahren gemeinsam voran. Das Ziel ist eine Mobilit\u00e4tsl\u00f6sung, die sich auch auf andere St\u00e4dte und Regionen ausweiten und \u00fcbertragen l\u00e4sst. F\u00fcr ein solches gesamtheitliches System gibt es weltweit kein Vorbild.<\/p>\n<p>Sascha Meyer, CEO MOIA:<\/p>\n<p>Im ALIKE-Projekt integriert MOIA eine autonome Flotte mit zwei Betreibern und unterschiedlichen Fahrzeugen nahtlos in einem Ridepooling-Angebot. Gerade dieses Zusammenspiel von \u00f6ffentlichen und privaten Unternehmen macht die Einzigartigkeit des Projektes aus. Das Ridepooling-System von MOIA bildet die Klammer des Projekts und f\u00fcgt die Bestandteile der Anbieter in ein attraktives Angebot zusammen. Sowohl \u00fcber die MOIA als auch hvv switch App k\u00f6nnen Menschen in Hamburg zuk\u00fcnftig autonome Mobilit\u00e4t bestellen. Mit diesem Projekt zeigen wir unser strategisches Ziel einer offenen Mobilit\u00e4tsplattformen f\u00fcr geteilte autonome Verkehre in der Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Zwei Fahrzeugtypen f\u00fcr verschiedene Bedarfe im Einsatz<br \/>\nALIKE wird mit zwei Modellen von autonom fahrenden Shuttles in den Betrieb gehen. Der eine Shuttle kommt von der BENTELER-Tochter HOLON und wurde im Januar dieses Jahres erstmals auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas pr\u00e4sentiert. Der HOLON Mover ist einer der ersten mit Automobilstandards und bietet ein Maximum an Sicherheit und Komfort f\u00fcr bis zu 15 Passagiere. Mit 60 km\/h H\u00f6chstgeschwindigkeit wird sich das Shuttle optimal in den Stadtverkehr eingliedern. Dabei ist es barrierefrei nutzbar, durch eine automatisierte Rampe, einen gesicherten Rollstuhlplatz sowie auditive und visuelle Unterst\u00fctzung der Passagiere.<\/p>\n<p>Das zweite Fahrzeug ist der ID.Buzz AD von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Es hat bereits die ersten Tests im \u00f6ffentlichen Stra\u00dfenland erfolgreich absolviert und wird das erste autonome Serienfahrzeug von Volkswagen sein. Der ID. Buzz AD bietet die ideale Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr den Betrieb in Ballungsr\u00e4umen \u2013 kompakt, wendig und mit optimaler Raumausnutzung. Beide Fahrzeuge fahren rein elektrisch und damit leise und emissionsfrei.<\/p>\n<p>Henning von Watzdorf, CEO HOLON:<\/p>\n<p>Alle ALIKE-Mitglieder eint ein Ziel: Mobilit\u00e4t zu ver\u00e4ndern. Mit unserem HOLON Mover liefern wir einen wichtigen Baustein daf\u00fcr. Das Fahrzeug wird Mobilit\u00e4t sicherer, nachhaltiger und inklusiver machen. Es ist nicht f\u00fcr Fahrer konzipiert \u2013 sondern ausschlie\u00dflich f\u00fcr Passagiere. So schaffen wir ein v\u00f6llig neues Mobilit\u00e4tserlebnis \u2013 und fangen damit hier in Hamburg an.<\/p>\n<p>Christian Senger, Vorstand f\u00fcr die Entwicklung des Autonomen Fahrens bei Volkswagen Nutzfahrzeuge:<\/p>\n<p>Mit der Produktion von autonomen und vollelektrischen Shuttles tragen wir einen entscheidenden Beitrag zum ALIKE-Projekt bei: Der VW ID. Buzz AD bietet Gro\u00dfserientechnik, ein Self-Driving-System von Mobileye sowie die ideale Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr den Einsatz in Gro\u00dfst\u00e4dten wie Hamburg. Unsere Fahrzeuge nutzen Kameras, Radare und Lidare sowie Hochleistungsrechner. Auf dieser Basis entsteht eine der menschlichen Wahrnehmung\u202f\u00fcberlegene 360\u00b0-Umfelderkennung\u202ff\u00fcr sichere Fahrbefehle. Die Fahrzeuge wurden bereits erfolgreich unter Realbedingungen in M\u00fcnchen und Austin getestet. Jetzt bringen wir den ID. Buzz AD nach Hamburg. Wir freuen uns sehr, dass heute Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing unser erster Gast f\u00fcr eine autonome Fahrt in Hamburg ist.<\/p>\n<p>Begleitforschung zu gesellschaftlicher Akzeptanz und Verkehrswirkung<br \/>\nDie wissenschaftliche Begleitung \u00fcbernimmt das Institut f\u00fcr Verkehrswesen (IfV) am Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT), das \u00fcber eine ausgewiesene Expertise in der Begleitforschung zum Ridepooling verf\u00fcgt. Das IfV am KIT befasst sich mit allen Fragen im Mobilit\u00e4tsbereich, die von gesamtgesellschaftlich begr\u00fcndeten Planungskonzepten bis hin zu technischen Entwicklungen des Verkehrs reichen. Mit einem interdisziplin\u00e4r angelegten Konzept verfolgt das IfV das Ziel, den Verkehr effizient und nachhaltig zu organisieren, die Wirkungen neuer Mobilit\u00e4tssysteme auf die Nutzende zu erforschen und eine Systemintegration zu gew\u00e4hrleisten. Die Beh\u00f6rde f\u00fcr Verkehr und Mobilit\u00e4tswende (BVM) als weiterer Konsortialpartner stellt die politische Anbindung sicher und nimmt eine wesentliche Rolle im Genehmigungsverfahren ein. Innerhalb des ALIKE-Projektes soll das SAE Automatisierungslevel 4 (hochautomatisiertes Fahren) erreicht und umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Mit dem Projekt ALIKE wird zudem die gesellschaftliche Akzeptanz des autonomen Fahrens im \u00f6ffentlichen Verkehr erforscht und das Mobilit\u00e4tsverhalten der \u00d6ffentlichkeit modelliert. Geplant sind daf\u00fcr unter anderem umfangreiche Informationsangebote und Befragungen. Die Ergebnisse flie\u00dfen dann in die Modellierung ein, um anhand verschiedener Szenarien die Wirkungen des autonomen Angebotes zu bewerten.<\/p>\n<p>Ein weiterer, assoziierter Partner ist die DRM Datenraum Mobilit\u00e4t GmbH. Diese wird das Konsortium unterst\u00fctzen, einen geeigneten Anwendungsfall f\u00fcr einen europ\u00e4ischen Datenraum f\u00fcr den Bereich Mobilit\u00e4t (Mobility Data Space) zu definieren, um das Teilen von Daten zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Mit der F\u00f6rderung durch das Bundesverkehrsministerium startet das Projekt offiziell. In den kommenden Wochen werden auf der Basis der Vorarbeiten bei den Konsortialpartnern die wesentlichen Inhalte des Projekts definiert. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und in drei Hauptphasen gegliedert: In der Vorbereitungsphase erfolgt die Projektfeinplanung sowie Softwareentwicklung. In der Integrationsphase werden die Fahrzeuge mit der Betriebssoftware verkn\u00fcpft. Zudem werden die Genehmigungen f\u00fcr Fahrzeuge und dem Betriebsbereich z.B. gem\u00e4\u00df der neuen Gesetzgebung zum autonomen Fahren eingeholt. Mit der Betriebsphase startet der autonome Ridepooling-Service in den Jahren ab 2025. Dann werden auch die ersten Fahrg\u00e4ste mit den Shuttles mitfahren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Quelle:abo-bmdv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg: &nbsp; Bund und Hamburg bringen \u201eAutonomes Ridepooling\u201c auf die Stra\u00dfe Bundesverkehrsminister \u00fcbergibt F\u00f6rderurkunde \u00fcber 26 Mio. Euro. Bis zu 10 000 autonome Shuttles k\u00f6nnten 2030 auf Hamburgs Stra\u00dfen unterwegs sein. Das sieht eine Vereinbarung des Bundesverkehrsministeriums mit der Freien und Hansestadt Hamburg vor, die nun weiter mit Leben gef\u00fcllt wird. 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