{"id":1615,"date":"2012-05-16T15:13:52","date_gmt":"2012-05-16T13:13:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=1615"},"modified":"2012-05-16T15:13:52","modified_gmt":"2012-05-16T13:13:52","slug":"polizeiliche-kriminalstatistik-2011","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=1615","title":{"rendered":"Polizeiliche Kriminalstatistik 2011"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Polizeiliche Kriminalstatistik 2011 vorgestellt: Erneut unter 6 Millionen Straftaten und weniger Tatverd\u00e4chtige.<br \/>\nBundesinnenminister <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Hans-Peter Friedrich und der Vorsitzende der St\u00e4ndigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der L\u00e4nder, Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier, haben heute in Berlin die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) f\u00fcr das Jahr 2011 vorgestellt.<\/p>\n<p>Wie bereits im Vorjahr hat die Polizei auch 2011 weniger als sechs Millionen Straftaten registriert. Allerdings stieg die Kriminalit\u00e4t gegen\u00fcber dem Vorjahr geringf\u00fcgig um einen Prozentpunkt an (2010: 5,93 <abbr title=\"Millionen\">Mio.<\/abbr> Straftaten; 2011: 5,99 <abbr title=\"Millionen\">Mio.<\/abbr> Straftaten). Die Aufkl\u00e4rungsquote lag bei 54,7 % (2010: 56 %).<\/p>\n<p>Die r\u00fcckl\u00e4ufigen Tatverd\u00e4chtigenzahlen aus dem Vorjahr setzen sich fort, hier gibt es einen erfreulichen R\u00fcckgang um 1,9 % (2.112.843 Tatverd\u00e4chtige). \u00dcber ein Viertel hiervon (27 %) sind Mehrfachtatverd\u00e4chtige, das hei\u00dft, die im Berichtsjahr mehr als zweimal als Tatverd\u00e4chtige polizeilich erfasst wurden<\/p>\n<p>Bundesinnenminister <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Friedrich erkl\u00e4rte dazu: <q>&#8222;Dass sich diese positive Gesamttendenz fortsetzt, verdanken wir wesentlich der hervorragenden Arbeit unserer Polizei. Mein Dank gilt allen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten, die bei Bundespolizei, <abbr title=\"Bundeskriminalamt\">BKA<\/abbr> und in den L\u00e4ndern unter schweren Bedingungen, h\u00e4ufig unter Einsatz ihrer Gesundheit oder gar ihres Lebens Straftaten aufkl\u00e4ren oder verhindern. Besonders verurteile ich in diesem Zusammenhang die Gewalt gegen unsere Vollzugsbeamten. Der leichte R\u00fcckgang bei den Widerstandsdelikten (- 1,8%) darf nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass wir uns mit 22.839 F\u00e4llen auf einem sehr hohen Niveau bewegen. Angriffe auf Bundespolizisten sind sogar um 12,1% gestiegen. Die von der Bundesregierung angesto\u00dfene Verbesserung des strafrechtlichen Schutzes von Vollstreckungsbeamten, die im November 2011 in Kraft getreten ist, ist hier ein wichtiger Schritt. Wir lassen unsere Beamten nicht im Stich!&#8220;<\/q><\/p>\n<p>Eine positive Entwicklung zeigt sich unter anderem im R\u00fcckgang der Zahl der Betrugsdelikte (-3,4 % auf 934.882 F\u00e4lle), der Kfz-Diebst\u00e4hle (-2, 2 % auf 41.057 F\u00e4lle) und der Gewaltkriminalit\u00e4t (-2,1 % auf 197.030 F\u00e4lle). Bei den Gewaltdelikten sind insbesondere Raubdelikte (-0,3 % auf 48.021) sowie gef\u00e4hrliche und schwere K\u00f6rperverletzung (-2,7 % auf 139.091 F\u00e4lle) r\u00fcckl\u00e4ufig.<\/p>\n<p>\u00dcberproportional zur\u00fcckgegangen ist erneut die Zahl tatverd\u00e4chtiger Jugendlicher (14 bis unter 18 Jahre) \u2013 um 7,3 % auf 214.736 (2010: 231.543). Die Jugendgewaltkriminalit\u00e4t, die bis 2008 stark anstieg, ist dieses Jahr erneut um 10,7 % zur\u00fcckgegangen. Bei den gef\u00e4hrlichen und schweren K\u00f6rperverletzungsdelikten in dieser Altersgruppe sanken die Zahlen sogar um 11,4 %.<\/p>\n<p>Bundesinnenminister <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Friedrich: <q>&#8222;Obwohl sich bei der Jugendkriminalit\u00e4t die positive Tendenz der letzten Jahre verfestigt, k\u00f6nnen wir nach wie vor nicht von einer Trendwende sprechen. Der R\u00fcckgang setzt an einem viel zu hohen Niveau an.&#8220;<\/q><\/p>\n<p>Den leichten Anstieg der insgesamt erfassten Straftaten f\u00fchren die Sicherheitsbeh\u00f6rden vor allem auf einen Anstieg der Diebstahlsdelikte um 4,6 % zur\u00fcck, die allein 40,1 % der Gesamtkriminalit\u00e4t ausmachen.<\/p>\n<p>Als besorgniserregend sieht der Bundesinnenminister dabei den Anstieg bei Wohnungseinbruchsdiebst\u00e4hlen um 9,3 % gegen\u00fcber dem Vorjahr. Durch Einbr\u00fcche entstehen j\u00e4hrlich Sch\u00e4den in H\u00f6he von rund 600 <abbr title=\"Millionen\">Mio.<\/abbr> Euro. <q>&#8222;Auch die psychischen Folgen f\u00fcr die Opfer, in deren Privatsph\u00e4re eingedrungen wurde, wiegen schwer. Daher m\u00fcssen wir diese Entwicklung kritisch im Auge behalten. Wir nehmen die damit verbundenen Belastungen f\u00fcr die Menschen sehr ernst&#8220;<\/q>, betonte Bundesminister <abbr title=\"Doktor\">Dr.<\/abbr> Friedrich.<\/p>\n<p>Der Vorsitzende der St\u00e4ndigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der L\u00e4nder, Mecklenburg-Vorpommerns Minister f\u00fcr Inneres und Sport Lorenz Caffier, sieht die Sorgen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger im Zusammenhang mit der Kriminalit\u00e4tsentwicklung in den Grenzregionen als berechtigt an. Dennoch \u00fcberwiegt nach seiner Auffassung mit dem Wegfall der station\u00e4ren Grenzkontrollen der Zuwachs an Freiheit. <q>&#8222;Nationale Grenzen haben in den vergangenen Jahren ihre Bedeutung als Trennlinien verloren. Die damit gewonnene Freiz\u00fcgigkeit, von der wir alle profitieren, hat vor allem dazu beigetragen, dass sich die Menschen immer mehr ann\u00e4hern. Es sind vielf\u00e4ltige Kontakte auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene gekn\u00fcpft worden. Die Chancen und M\u00f6glichkeiten in einem grenzenlosen Europa \u00fcberwiegen also bei weitem.&#8220;<\/q><\/p>\n<p>Die Polizeien in Ost und West, in Bund und L\u00e4ndern haben sich gut aufgestellt, bew\u00e4hrte Formen der grenz\u00fcberschreitenden Zusammenarbeit ausgebaut und intensiviert. <q>&#8222;Aus den bisherigen Erfahrungen der langj\u00e4hrigen Zusammenarbeit und aus den j\u00fcngsten Gespr\u00e4chen mit dem polnischen Innenminister in Frankfurt\/Oder wissen wir auch, dass sich sowohl die polnische als auch die tschechische Seite der gemeinsamen Verantwortung f\u00fcr die L\u00f6sung der anstehenden Probleme bewusst sind\u201c, sagte der IMK-Vorsitzende Lorenz Caffier. \u201eDerzeit werden jeweils mit der Republik Polen und der Tschechischen Republik Polizeikooperationsvertr\u00e4ge erarbeitet, mit denen die bestehenden Abkommen fortentwickelt und ausgebaut werden.&#8220;<\/q><\/p>\n<p>Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist f\u00fcr das vergangene Jahr einen &#8211; wenn auch moderaten &#8211; Anstieg im Bereich der Computerkriminalit\u00e4t um 0,7 % auf 84.981 Straftaten (2010: 84.377) aus. Gestiegen sind dabei insbesondere die F\u00e4lle der F\u00e4lschung beweiserheblicher Daten und der T\u00e4uschung im Rechtsverkehr bei der Datenverarbeitung (+12 % auf 7.671 F\u00e4lle) sowie die F\u00e4lle der Datenver\u00e4nderung und Computersabotage ( <abbr title=\"zum Beispiel\">z.B.<\/abbr> Angriffe auf einen <span lang=\"en-GB\" xml:lang=\"en-GB\">Computer<\/span> mit dem Ziel, durch \u00dcberlastung dessen Verf\u00fcgbarkeit au\u00dfer Kraft zu setzen (DoS oder DDoS-Angriffe) mit +84 % auf 4.644 F\u00e4lle). Hierbei handelt es sich um Deliktfelder, in denen wir aufgrund der besonderen Beweisanforderungen auch bei den Strafverfolgungsbeh\u00f6rden spezielles Fachwissen ben\u00f6tigen. Der IMK-Vorsitzende Lorenz Caffier wies hier auf die intensiven Anstrengungen von Bund und L\u00e4ndern zur effektiven Bek\u00e4mpfung dieser Ph\u00e4nomene hin. Die Innenministerkonferenz hat bereits im Fr\u00fchjahr 2010 eine Strategie zur Bek\u00e4mpfung der IuK-Kriminalit\u00e4t beschlossen, die derzeit umgesetzt wird. Die Zusammenarbeit der Sicherheitsbeh\u00f6rden sowie die Zusammenarbeit mit anderen betroffenen Beh\u00f6rden, Unternehmen und Institutionen sowie der Informationsaustausch konnten verbessert werden, im vergangenen Jahr hat das Nationale Cyber-Abwehr-Zentrum seine T\u00e4tigkeit aufgenommen. Gemeinsam wurde ein abgestimmtes Aus- und Fortbildungskonzept erarbeitet. In fast allen Bundesl\u00e4ndern wurden zwischenzeitlich zentrale Fachdienststellen zur ausschlie\u00dflichen Bearbeitung von qualifizierten Delikten der sogenannten Cybercrime eingerichtet, die auch als zentrale Ansprechstelle f\u00fcr die Wirtschaft und andere Stellen fungieren..<\/p>\n<p>Quelle:bmi.bund.de<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1616\" rel=\"attachment wp-att-1616\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1616\" title=\"Bundespolizei\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/pks-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/pks-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/pks-220x146.jpg 220w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/pks.jpg 474w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>@Bundespolizei<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Polizeiliche Kriminalstatistik 2011 vorgestellt: Erneut unter 6 Millionen Straftaten und weniger Tatverd\u00e4chtige. 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