{"id":16142,"date":"2023-10-25T08:44:35","date_gmt":"2023-10-25T06:44:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=16142"},"modified":"2023-10-25T08:44:35","modified_gmt":"2023-10-25T06:44:35","slug":"kommunale-strategien-fuer-mehr-biologische-vielfalt-im-staedtischen-raum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=16142","title":{"rendered":"Kommunale Strategien f\u00fcr mehr biologische Vielfalt im st\u00e4dtischen Raum"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Kommunale Strategien f\u00fcr mehr biologische Vielfalt im st\u00e4dtischen Raum<\/p>\n<p>Bundesumweltministerium und Bundesamt f\u00fcr Naturschutz f\u00f6rdern Stadtnatur<br \/>\nin Darmstadt, Neuburg und Remscheid<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=12582\" rel=\"attachment wp-att-12582\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12582\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/rebhuhn-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/rebhuhn-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/rebhuhn.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Kommunen k\u00f6nnen einen erheblichen Beitrag dazu leisten, den R\u00fcckgang der<br \/>\nbiologischen Vielfalt zu stoppen: Die Grundlage daf\u00fcr bilden<br \/>\nBiodiversit\u00e4tsstrategien, mit denen artenreiche Lebensr\u00e4ume mit<br \/>\nnat\u00fcrlicher Dynamik geschaffen werden k\u00f6nnen. Das Bundesamt f\u00fcr<br \/>\nNaturschutz (BfN) und das Bundesumweltministerium (BMUV) f\u00f6rdern daher im<br \/>\nBundesprogramm Biologische Vielfalt die Entwicklung von kommunalen<br \/>\nBiodiversit\u00e4tsstrategien (KBS) in Neuburg am Inn, Darmstadt und Remscheid<br \/>\nsowie die Umsetzung beispielhafter Ma\u00dfnahmen mit insgesamt 472.000 Euro.<\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Steffi Lemke: \u201eLebenswerte St\u00e4dte mit besserer<br \/>\nLuft, artenreichen Gr\u00fcnfl\u00e4chen und attraktiven Erholungsr\u00e4umen sind f\u00fcr<br \/>\nMensch und Natur gleicherma\u00dfen wichtig. Damit eine lebendige und<br \/>\nvielf\u00e4ltige Stadtnatur entstehen und bewahrt werden kann, f\u00f6rdern wir<br \/>\nkommunale Biodiversit\u00e4tsstrategien. So k\u00f6nnen alle Akteur*innen vor Ort<br \/>\neingebunden und Ma\u00dfnahmen strategisch geplant werden. Gleichzeitig leisten<br \/>\nkommunale Biodiversit\u00e4tsstrategien einen Beitrag zum nat\u00fcrlichen<br \/>\nKlimaschutz, indem sie gezielt vor Ort ansetzen, zum Beispiel beim<br \/>\nGr\u00fcnfl\u00e4chenmanagement, durch die Neuanlage von Kleingew\u00e4ssern oder das<br \/>\nPflanzen von Stadt- und Obstb\u00e4umen.\u201c<\/p>\n<p>BfN-Pr\u00e4sidentin Sabine Riewenherm: \u201eKommunale Biodiversit\u00e4tsstrategien<br \/>\nsind gleich doppelt wertvoll f\u00fcr den Schutz der biologischen Vielfalt:<br \/>\nKonkrete Ma\u00dfnahmen wie die Verkn\u00fcpfung von Biotopverb\u00fcnden zwischen<br \/>\nst\u00e4dtischen R\u00e4umen und dem Umland erh\u00f6hen die Biodiversit\u00e4t insgesamt.<br \/>\nGleichzeitig werden durch den Einsatz von Kommunen f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t<br \/>\nauch Menschen miteinander \u201everkn\u00fcpft\u201c und zu eigenem Engagement f\u00fcr<br \/>\nmehr Biodiversit\u00e4t motiviert.\u201c<\/p>\n<p>Hintergrundinformationen:<\/p>\n<p>F\u00f6rderschwerpunkt Stadtnatur<\/p>\n<p>Mit dem F\u00f6rderschwerpunkt Stadtnatur im Bundesprogramm Biologische<br \/>\nVielfalt wird eine zentrale Ma\u00dfnahme des Masterplans Stadtnatur umgesetzt,<br \/>\nden die Bundesregierung im Jahr 2019 als Ma\u00dfnahmenprogramm f\u00fcr lebendige<br \/>\nund attraktive St\u00e4dte verabschiedet hat. Ziel ist es, im Sinne der<br \/>\nNationalen Strategie zur biologischen Vielfalt den Anteil an naturnahen,<br \/>\narten- und strukturreichen Gr\u00fcn- und Freifl\u00e4chen im Siedlungsbereich<br \/>\ndurch ein \u00f6kologisches Gr\u00fcnfl\u00e4chenmanagement zu erh\u00f6hen und die<br \/>\nbiodiversit\u00e4tsf\u00f6rdernde Durchgr\u00fcnung von St\u00e4dten und Gemeinden zu<br \/>\nverbessern. Auf lokaler Ebene werden unter anderem die Erstellung<br \/>\nkommunaler Fachkonzepte und \u00fcbergreifender kommunaler Strategien zur<br \/>\nbiologischen Vielfalt (KBS) sowie die Umsetzung beispielhafter Ma\u00dfnahmen<br \/>\ngef\u00f6rdert. Im Zentrum einer KBS stehen die Themenfelder Arten- und<br \/>\nBiotopschutz, Landwirtschaft\/ Offenland-Biotope, Forstwirtschaft\/ Wald,<br \/>\nGew\u00e4sser\/ Auen, Biotope im besiedelten Bereich, Planungsinstrumente und<br \/>\nUmweltbildung\/ \u00d6ffentlichkeitsarbeit.<\/p>\n<p>KBS Neuburg a. Inn: \u201eNatur dahoam!\u201c<\/p>\n<p>Die im l\u00e4ndlichen Raum liegende Gemeinde Neuburg am Inn verf\u00fcgt \u00fcber<br \/>\neine hohe Vielfalt an Lebensr\u00e4umen und Arten, die aber bisher noch nicht<br \/>\nausreichend strategisch und querschnittsorientiert bei kommunalen<br \/>\nAngelegenheiten ber\u00fccksichtigt werden. Mit einer kommunalen<br \/>\nBiodiversit\u00e4tsstrategie (KBS) macht Neuburg am Inn den Schutz der<br \/>\nbiologischen Vielfalt zu einem priorit\u00e4ren Ziel der kommunalen<br \/>\nEntwicklung. Die anschlie\u00dfende Umsetzung der KBS \u201eNatur dahoam\u201c soll<br \/>\nden Zustand und die Perspektive der biologischen Vielfalt konkret<br \/>\nverbessern und die B\u00fcrger*innen zu eigenem Engagement motivieren. Neben<br \/>\nder Entwicklung der KBS sind im Projekt bereits konkrete Ma\u00dfnahmen<br \/>\ngeplant: So sollen Nisthilfen f\u00fcr Geb\u00e4udebr\u00fcter und Flederm\u00e4use an<br \/>\nkommunalen Liegenschaften errichtet, kostenlose Pflanzpakete mit heimischen<br \/>\nStauden f\u00fcr Privatg\u00e4rten angeboten und Musterfl\u00e4chen mit autochthonem<br \/>\nartenreichem Saatgut und heimischen Stauden angelegt werden. Au\u00dferdem ist<br \/>\nein Biodiversit\u00e4tsweg entlang \u00f6kologisch hochwertiger Wiesen- und<br \/>\nWaldlebensr\u00e4ume geplant.<\/p>\n<p>Das Projekt in Bayern erh\u00e4lt rund 70.000 Euro F\u00f6rderung durch das<br \/>\nBundesumweltministerium und hat eine Laufzeit bis Mai 2025.<\/p>\n<p>KBS Remscheid: Werkzeuge f\u00fcr die biologische Vielfalt<\/p>\n<p>Remscheid ist Teil des bergischen St\u00e4dtedreiecks und z\u00e4hlt mit rund<br \/>\n111.000 Einwohnern zu den Gro\u00dfst\u00e4dten. Knapp zehn Prozent des<br \/>\nStadtgebietes sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen und rund 50 Prozent<br \/>\nals Landschaftsschutzgebiete. Viele f\u00fcr die Artenvielfalt besonders<br \/>\nwertvolle, extensiv genutzte Offenland-Biotope kommen in Remscheid dennoch<br \/>\nnur noch sehr selten vor, einige Amphibien- und Reptilien-Arten sind<br \/>\nausgestorben. Negative Bestandsentwicklungen gibt es auch hier vor allem<br \/>\nbei den Vogelarten der Agrarlandschaft. Um die biologische Vielfalt zu<br \/>\nerhalten und zu f\u00f6rdern, erstellt Remscheid im Rahmen des Projektes nun<br \/>\neine kommunale Biodiversit\u00e4tsstrategie (KBS) und setzt erste beispielhafte<br \/>\nMa\u00dfnahmen um, zum Beispiel die Neuanlage von Kleingew\u00e4ssern, Pflanzungen<br \/>\nvon Stadt- und Obstb\u00e4umen und die Bek\u00e4mpfung invasiver Arten. Wenn es<br \/>\ndarum geht, konkrete Ma\u00dfnahmen festzulegen, sollen die Anregungen bereits<br \/>\naktiver oder interessierter B\u00fcrger*innen ber\u00fccksichtigt werden. Auch bei<br \/>\nder Realisierung setzt die Stadt auf die tatkr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung<br \/>\nFreiwilliger. Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, realistische,<br \/>\nmachbare Naturschutz-Ma\u00dfnahmen der KBS zu ermitteln und bewerten.<\/p>\n<p>Das Bundesumweltministerium f\u00f6rdert das Projekt in Nordrhein-Westfalen,<br \/>\ndas bis September 2025 l\u00e4uft, mit insgesamt rund 270.000 Euro.<\/p>\n<p>KBS Darmstadt:<\/p>\n<p>Eine der Hauptursachen f\u00fcr den fortschreitenden Verlust der biologischen<br \/>\nVielfalt in Darmstadt sieht die Stadt in den \u00c4nderungen der<br \/>\nFl\u00e4chennutzung. Durch die Lage Darmstadts in einer Metropolregion mit<br \/>\nkontinuierlichem Anstieg von Arbeitspl\u00e4tzen und Bev\u00f6lkerungszahlen hat<br \/>\ndie Fl\u00e4chenverf\u00fcgbarkeit eine besondere Bedeutung und kann modellhaft<br \/>\nf\u00fcr andere St\u00e4dte betrachtet werden. Mit den aktuellen Erkenntnissen aus<br \/>\nForschungsprojekten will die Stadt nun eine zeitgem\u00e4\u00dfe kommunale<br \/>\nBiodiversit\u00e4tsstrategie (KBS) erarbeiten. Langfristiges Ziel ist es, auf<br \/>\nden Artenr\u00fcckgang und die Bedeutung von Biodiversit\u00e4t auf allen Ebenen<br \/>\naufmerksam zu machen und das b\u00fcrgerliche Engagement zu f\u00f6rdern. Parallel<br \/>\nzur Strategie werden Umsetzungsprojekte entwickelt, die anschaulich und<br \/>\nfassbar das Thema biologische Vielfalt behandeln und B\u00fcrgerinnen und<br \/>\nB\u00fcrger aktiv einbeziehen. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise<br \/>\nCitizen-Science-Ans\u00e4tze zur Erfassung der Vogelfauna, Ma\u00dfnahmen zur<br \/>\nF\u00f6rderung ausgew\u00e4hlter Vogel- oder Fledermausarten und Schutzma\u00dfnahmen<br \/>\nf\u00fcr durch den Klimawandel gef\u00e4hrdete Feuchtstandorte. Das Projekt in<br \/>\nHessen hat eine Laufzeit bis September 2025 und wird mit 132.000 Euro durch<br \/>\ndas Bundesumweltministerium gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>F\u00f6rderung kommunaler Biodiversit\u00e4tsstrategien<\/p>\n<p>Bis zum 1. Februar 2024 k\u00f6nnen interessierte Kommunen Projektskizzen f\u00fcr<br \/>\ndie Erstellung einer kommunalen Biodiversit\u00e4tsstrategie im Bundesprogramm<br \/>\nBiologische Vielfalt f\u00fcr den F\u00f6rderschwerpunkt Stadtnatur einreichen.<br \/>\nBesonders erfolgversprechende und modellhafte Skizzen werden ausgew\u00e4hlt<br \/>\nund zur Antragsstellung aufgefordert:<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmuv.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=CwGcodo\/mlOHoDHkw0b3KOGrnUHsxcmGh7UCWPR\/FdyBuBNZyf+roKSsg41K6FIQ<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p>**Projekt-Steckbriefe:**<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmuv.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=HfBs0nluIrSzoEWayIlrWuGrnUHsxYmGh7UCWPR\/FdyBuBNZyf+LoKSsg41K6FIQ<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmuv.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=Ou1BMYLEY7e\/sGCXOlbeB+GrnUHsxemGh7UCWPR\/FdyBuBNZyf+LoKSsg41K6FIQ<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmuv.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=fH6Kf\/i65\/2cIf0Jap+gweGrnUHsxRmGh7UCWPR\/FdyBuBNZyf+7oKSsg41K6FIQ<\/p>\n<p>**Bundesprogramm Biologische Vielfalt<br \/>\n&lt;https:\/\/www.bmuv.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=GXyRw+eEQXmVNmQtB1ijaeGrnUHsxXmGh7UCWPR\/FdyBuBNZyf+roKSsg41K6FIQ&gt;<\/p>\n<p>Quelle:bmuv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Kommunale Strategien f\u00fcr mehr biologische Vielfalt im st\u00e4dtischen Raum Bundesumweltministerium und Bundesamt f\u00fcr Naturschutz f\u00f6rdern Stadtnatur in Darmstadt, Neuburg und Remscheid Kommunen k\u00f6nnen einen erheblichen Beitrag dazu leisten, den R\u00fcckgang der biologischen Vielfalt zu stoppen: Die Grundlage daf\u00fcr bilden Biodiversit\u00e4tsstrategien, mit denen artenreiche Lebensr\u00e4ume mit nat\u00fcrlicher Dynamik geschaffen werden k\u00f6nnen. 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