{"id":15971,"date":"2023-08-05T08:25:09","date_gmt":"2023-08-05T06:25:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15971"},"modified":"2023-08-05T08:25:09","modified_gmt":"2023-08-05T06:25:09","slug":"umweltbewusstseinsstudie-mehrheit-der-deutschen-haelt-anpassung-an-bereits-deutlich-spuerbare-klimakrise-fuer-notwendig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15971","title":{"rendered":"Umweltbewusstseinsstudie: Mehrheit der Deutschen h\u00e4lt Anpassung an bereits deutlich sp\u00fcrbare Klimakrise f\u00fcr notwendig"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Umweltbewusstseinsstudie: Mehrheit der Deutschen h\u00e4lt Anpassung an bereits<br \/>\ndeutlich sp\u00fcrbare Klimakrise f\u00fcr notwendig<\/p>\n<p>Umwelt- und Klimaschutz sind trotz vielf\u00e4ltiger Krisen weiterhin wichtig<\/p>\n<p>Die \u00fcberwiegende Mehrheit der Deutschen sp\u00fcrt die negativen Folgen der<br \/>\nKlimakrise bereits deutlich und h\u00e4lt Ma\u00dfnahmen zur Anpassung f\u00fcr<br \/>\nerforderlich. Das zeigt die Umweltbewusstseinsstudie 2022 von<br \/>\nUmweltbundesamt (UBA) und Bundesumweltministerium (BMUV). Auch wenn andere<br \/>\nKrisen, wie der Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Inflation, st\u00e4rker<br \/>\nim Vordergrund stehen, bleibt der Schutz von Umwelt und Klima ein wichtiges<br \/>\nThema f\u00fcr die Menschen in Deutschland. Eine sehr klare Mehrheit<br \/>\nbef\u00fcrwortet zudem den umwelt- und klimafreundlichen Umbau der deutschen<br \/>\nWirtschaft. Wichtig ist den Befragten dabei aber, dass die Transformation<br \/>\nsozialvertr\u00e4glich erfolgt und besonders betroffene Regionen gezielt<br \/>\nunterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=12574\" rel=\"attachment wp-att-12574\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12574\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/fisch-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/fisch-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/fisch.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Folgen der Klimakrise, die inzwischen auch in Deutschland stark<br \/>\nsp\u00fcrbar sind, machen den Menschen in Deutschland gro\u00dfe Sorgen. So nehmen<br \/>\n85 Prozent der Befragten bereits sehr starke oder starke Auswirkungen des<br \/>\nKlimawandels in Form von anhaltender Trockenheit, Niedrigwasser und D\u00fcrren<br \/>\nwahr. Entsprechend hoch ist der Stellenwert von Anpassungs- und<br \/>\nSchutzma\u00dfnahmen: Gut zwei Drittel der Befragten sehen es etwa als sehr<br \/>\nwichtig an, W\u00e4lder zu Mischw\u00e4ldern umzubauen, die gegen Trockenheit<br \/>\nrobust sind. Bei der Frage nach m\u00f6glichen Gesundheitsgefahren zeigt sich<br \/>\nim Zeitvergleich eine deutliche Zunahme: Sagten 2016 noch 59 Prozent der<br \/>\nBefragten, dass die Klimafolgen ihrer Gesundheit \u00e4u\u00dferst stark oder stark<br \/>\nschaden k\u00f6nnen, sind es im Jahr 2022 bereits 73 Prozent.<\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Steffi Lemke: \u201eDie vergangenen Jahre zeigen sehr<br \/>\ndeutlich: Die Wetterextreme nehmen zu &#8211; mit erheblichen negativen Wirkungen<br \/>\nauf die Umwelt, die Wirtschaft und auch auf die Gesundheit der Menschen.<br \/>\nDas zwingt uns, vorzusorgen und uns an die Folgen der Klimakrise<br \/>\nanzupassen. Deshalb hat die Bundesregierung das erste bundesweite<br \/>\nKlimaanpassungsgesetz auf den Weg gebracht. Es soll erstmals einen<br \/>\nverbindlichen Rahmen f\u00fcr Bund, L\u00e4nder und Kommunen schaffen und uns zum<br \/>\nBeispiel durch Strategien f\u00fcr k\u00fchlere St\u00e4dte und mehr Beschattung<br \/>\nsch\u00fctzen. Mit dem Nationalen Hitzeschutzplan, der Wasserstrategie und dem<br \/>\nAktionsprogramm Nat\u00fcrlicher Klimaschutz gibt es drei weitere Bausteine,<br \/>\ndie uns helfen, die negativen Folgen der Klimakrise f\u00fcr Mensch und Umwelt<br \/>\nzu mildern.\u201c<\/p>\n<p>Bei den umweltpolitischen Handlungsbedarfen steht f\u00fcr die Befragten das<br \/>\nThema Plastikm\u00fcll ganz oben auf der Liste: Eine gro\u00dfe Mehrheit von 75<br \/>\nProzent h\u00e4lt die Verringerung von Plastikm\u00fclleintr\u00e4gen in die Natur f\u00fcr<br \/>\neine zentrale Aufgabe der Politik. 72 Prozent der Befragten finden es zudem<br \/>\nsehr wichtig, die Kreislaufwirtschaft zu f\u00f6rdern, also Rohstoffe und<br \/>\nG\u00fcter st\u00e4rker wiederzuverwerten und eine lange Produktnutzung zu<br \/>\nf\u00f6rdern. Dazu Steffi Lemke: \u201eGegen die weltweite Plastikverm\u00fcllung<br \/>\nwollen wir international bis 2024 ein rechtlich verbindliches Abkommen<br \/>\nerreichen. National habe ich bereits ein Gesetz vorgestellt, das<br \/>\n\u00fcberfl\u00fcssige Verpackungen vermeiden und \u00f6kologisch vorteilhafte<br \/>\nMehrwegverpackungen st\u00e4rken soll &#8211; unter anderem durch verbesserte<br \/>\nR\u00fcckgabem\u00f6glichkeiten f\u00fcr Mehrwegflaschen und ein gr\u00f6\u00dferes<br \/>\nMehrwegangebot f\u00fcr To-Go-Verpackungen.\u201c<\/p>\n<p>Beim Schwerpunktthema der Studie, dem umwelt- und klimafreundlichen Umbau<br \/>\nder deutschen Wirtschaft, zeigt sich, dass eine \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit<br \/>\nvon 91 Prozent der Befragten dieses Ziel unterst\u00fctzt. Dazu sagt<br \/>\nUBA-Pr\u00e4sident Dirk Messner: \u201eEs ist enorm wichtig, dass eine so<br \/>\ndeutliche Mehrheit den \u00f6kologischen Wirtschaftsumbau grunds\u00e4tzlich<br \/>\nbef\u00fcrwortet. Die Dekarbonisierung der Wirtschaft ist unerl\u00e4sslich, wenn<br \/>\nwir die Klimaschutzziele einhalten und unseren Beitrag dazu leisten wollen,<br \/>\neinen gef\u00e4hrlichen Klimawandel jenseits der Zwei-Grad-Grenze zu<br \/>\nverhindern.\u201c<\/p>\n<p>Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass der Wirtschaftsumbau zum Schutz der<br \/>\nnat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen bei vielen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern<br \/>\nUnsicherheit, Sorgen um den gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie Angst vor<br \/>\neinem sozialen Abstieg hervorruft. So bef\u00fcrchten drei Viertel der<br \/>\nBefragten, dass die \u00f6kologische Transformation die Schere zwischen Arm und<br \/>\nReich in Deutschland vergr\u00f6\u00dfert. Rund 40 Prozent haben Angst vor einem<br \/>\nsozialen Abstieg aufgrund des Umbaus der Wirtschaft.<\/p>\n<p>\u201eDer \u00f6kologische Wirtschaftsumbau muss sozialvertr\u00e4glich erfolgen, wenn<br \/>\nwir die Menschen auf dem Weg dorthin nicht verlieren wollen\u201c, sagt Dirk<br \/>\nMessner. \u201eKonkret bedeutet das zum Beispiel, die CO2-Bepreisung durch ein<br \/>\nKlimageld sozial auszugestalten oder auch berufliche Perspektiven f\u00fcr<br \/>\nMenschen aus unteren Einkommensgruppen und aus strukturschwachen Gebieten<br \/>\nzu schaffen. Wir m\u00fcssen deutlicher machen, dass nachhaltigen Wirtschaften<br \/>\neine Job-Maschine werden kann. \u201c<\/p>\n<p>Die Befragungsergebnisse unterstreichen dies: Jeweils mehr als 80 Prozent<br \/>\nder Befragten sind daf\u00fcr, dass der Staat stark betroffene Regionen beim<br \/>\nUmbau zu einer umwelt- und klimafreundlichen Wirtschaft unterst\u00fctzt und<br \/>\nerforderliche Weiterbildungen und Umschulungen finanziert. Dirk Messner:<br \/>\n\u201eDen Umbau sollte der Staat auch aus \u00f6konomischen Gr\u00fcnden forcieren. Je<br \/>\nl\u00e4nger wir die notwendigen Ma\u00dfnahmen hinausz\u00f6gern, umso mehr w\u00e4chst die<br \/>\nGefahr, dass die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit der deutschen<br \/>\nWirtschaft auf wichtigen Zukunftsm\u00e4rkten weiter sinkt, etwa bei der<br \/>\nElektromobilit\u00e4t oder bei den erneuerbaren Energien.\u201c<\/p>\n<p>Weitere Informationen:<\/p>\n<p>Die Umweltbewusstseinsstudie erhebt im Auftrag des BMUV und des UBA seit<br \/>\n1996 alle zwei Jahre repr\u00e4sentative Daten \u00fcber umweltbezogene<br \/>\nEinstellungen und Verhaltensweisen der Bev\u00f6lkerung in Deutschland. F\u00fcr<br \/>\ndie aktuelle Studie wurde im Sommer 2022 eine repr\u00e4sentative Befragung bei<br \/>\n2.073 B\u00fcrger*innen ab 14 Jahren online durchgef\u00fchrt. Die Konzeption und<br \/>\nAuswertung der Studie nahmen das ConPolicy Institut sowie das Institut f\u00fcr<br \/>\n\u00f6kologische Wirtschaftsforschung (I\u00d6W) vor. Mit der Feldarbeit war das<br \/>\nforsa Institut beauftragt.<\/p>\n<p>Links:<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmuv.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=xNV41Jx3PAaOG0U3M2iH5ab9OSXcolf5ldX+qadDfd6BuBNZyf87oKSsg41K6FIQ<\/p>\n<p>Quelle: bmuv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Umweltbewusstseinsstudie: Mehrheit der Deutschen h\u00e4lt Anpassung an bereits deutlich sp\u00fcrbare Klimakrise f\u00fcr notwendig Umwelt- und Klimaschutz sind trotz vielf\u00e4ltiger Krisen weiterhin wichtig Die \u00fcberwiegende Mehrheit der Deutschen sp\u00fcrt die negativen Folgen der Klimakrise bereits deutlich und h\u00e4lt Ma\u00dfnahmen zur Anpassung f\u00fcr erforderlich. Das zeigt die Umweltbewusstseinsstudie 2022 von Umweltbundesamt (UBA) und Bundesumweltministerium (BMUV). Auch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":12574,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[44,3],"tags":[4049],"class_list":["post-15971","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-deutschland-2","category-news","tag-umweltbewusstseinsstudie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15971","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15971"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15971\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15972,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15971\/revisions\/15972"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/12574"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15971"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15971"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15971"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}