{"id":15952,"date":"2023-07-28T08:37:11","date_gmt":"2023-07-28T06:37:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15952"},"modified":"2023-07-28T08:37:11","modified_gmt":"2023-07-28T06:37:11","slug":"markthochlauf-fuer-wasserstoff-beschleunigen-bundeskabinett-beschliesst-fortschreibung-der-nationalen-wasserstoffstrategie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15952","title":{"rendered":"Markthochlauf f\u00fcr Wasserstoff beschleunigen Bundeskabinett beschlie\u00dft Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Markthochlauf f\u00fcr Wasserstoff beschleunigen<br \/>\nBundeskabinett beschlie\u00dft Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=6722\" rel=\"attachment wp-att-6722\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6722\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/himmel-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/himmel-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/himmel.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Bundeskabinett hat heute die Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie beschlossen.<br \/>\nDer Beschlussfassung im Kabinett vorausgegangen war eine politische Einigung aller Ressorts, inkl.<br \/>\nder f\u00fcnf Kernressorts f\u00fcr Wasserstoff, d.h. des Bundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz,<br \/>\ndes Bundesministeriums f\u00fcr Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, des<br \/>\nBundesentwicklungsministeriums, des Bundesverkehrsministeriums und des<br \/>\nBundesforschungsministeriums. Die Nationale Wasserstoffstrategie aus dem Jahr 2020 hat<br \/>\ngrunds\u00e4tzlich weiter Bestand, wird nun aber mit der Fortschreibung an das gesteigerte<br \/>\nAmbitionsniveau im Klimaschutz und die neuen Herausforderungen am Energiemarkt weiterentwickelt.<br \/>\nSie setzt staatliche Leitplanken f\u00fcr die Erzeugung, den Transport und die Nutzung von Wasserstoff<br \/>\nund seinen Derivaten und b\u00fcndelt die Ma\u00dfnahmen der Bundesregierung. Eine zuverl\u00e4ssige Versorgung<br \/>\nDeutschlands mit gr\u00fcnem, auf Dauer nachhaltigem Wasserstoff ist dabei erkl\u00e4rtes Ziel der<br \/>\nBundesregierung.<br \/>\nBundesminister f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck: Mit der Fortschreibung der Nationalen<br \/>\nWasserstoffstrategie setzen wir den Rahmen f\u00fcr die neue Phase im Wasserstoffmarkthochlauf, die wir<br \/>\nseit dem Regierungsantritt konsequent eingeleitet haben: Von Forschung und Demonstration hin zur<br \/>\ngro\u00dfskaligen Produktion. Investitionen in Wasserstoff sind eine Investition in unsere Zukunft. In<br \/>\nden Klimaschutz, in qualifizierte Arbeitspl\u00e4tze und die Energieversorgungssicherheit. Diesen<br \/>\nInvestitionen gibt die Fortschreibung der Wasserstoffstrategie eine verl\u00e4ssliche Grundlage und<br \/>\nstellt die Weichen f\u00fcr eine enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Europa und der Welt. Zur<br \/>\nerfolgreichen Umsetzung der Strategie arbeiten wir au\u00dferdem aktuell mit Hochdruck an der Schaffung<br \/>\nder erforderlichen Infrastruktur.<br \/>\nBundesministerin f\u00fcr Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger: Wasserstoff ist das noch<br \/>\nfehlende Puzzleteil der Energiewende. Er ist die gro\u00dfe Chance, Energiesicherheit, Klimaneutralit\u00e4t<br \/>\nund Wettbewerbsf\u00e4higkeit zu verbinden. Mit der Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie<br \/>\nschaffen wir mehr Klarheit und Planungssicherheit f\u00fcr die Wasserstoffwirtschaft im In- und Ausland.<br \/>\nBesonders wichtig war mir, dass wir den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft beschleunigen und allen<br \/>\nSektoren gleicherma\u00dfen Zugang zu Wasserstoff geben. \u00c4hnlich pragmatisch und technologieoffen haben<br \/>\nwir entschieden, dass wir zun\u00e4chst alle klimafreundlichen Wasserstoffsorten einsetzen wollen. So<br \/>\nbringen wir Deutschland auf dem Weg zur Wasserstoffrepublik voran.<br \/>\nBundesministerin f\u00fcr Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, Steffi Lemke:<br \/>\nWasserstoff ist ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende und unverzichtbar f\u00fcr einen<br \/>\nerfolgreichen Klimaschutz. Wichtig ist, dass wir den Markthochlauf von Wasserstoff von Beginn an<br \/>\nnachhaltig und umweltfreundlich ausgestalten. Zudem sollten wir Wasserstoff effizient und<br \/>\nwirtschaftlich klug dort einsetzen, wo es keine besseren M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Dekarbonisierung<br \/>\ngibt. Daher hat sich die Bundesregierung in der Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie<br \/>\ndas Ziel gesetzt, eine zuverl\u00e4ssige Versorgung Deutschlands mit gr\u00fcnem, auf Dauer nachhaltigem<br \/>\nWasserstoff zu erreichen sowie sich zu ambitionierten Nachhaltigkeitsstandards f\u00fcr Wasserstoff und<br \/>\nseine Derivate bekannt, sowohl f\u00fcr die inl\u00e4ndische Produktion, aber gerade auch f\u00fcr Importe.<br \/>\nBundesentwicklungsministerin Svenja Schulze: Die neue Nationale Wasserstoffstrategie ist eine<br \/>\nweitsichtige Weichenstellung, im eigenen Land und international. Der Weltmarkt f\u00fcr Wasserstoff muss<br \/>\nfair sein und damit anders als es die fossile Weltwirtschaft je war. Deutschlands Botschaft an<br \/>\nunsere Partnerl\u00e4nder ist: Wir wollen nicht nur verl\u00e4sslich Wasserstoff importieren, sondern<br \/>\nmithelfen, dass die neuen Wasserstoff-Lieferketten auch zu guter, nachhaltiger Entwicklung f\u00fchren.<br \/>\nDas hei\u00dft konkret: Wo Wind- und Sonnenstrom f\u00fcr Wasserstoff produziert wird, wird gleichzeitig die<br \/>\nEnergiewende vor Ort vorangetrieben und die lokale Bev\u00f6lkerung mit Strom versorgt. Und wo<br \/>\nMeerwasser f\u00fcr Wasserstoff entsalzt wird, wird auch die n\u00e4chste Stadt mit Trinkwasser versorgt. Aus<br \/>\nEntwicklungsperspektive ist dabei klar: Wasserstoff aus erneuerbaren Energien ist nicht nur die<br \/>\nbeste Wahl f\u00fcr die Umwelt, er f\u00fchrt als g\u00fcnstige heimische Energiequelle auch zu besserer<br \/>\nEntwicklung im globalen S\u00fcden. Wir werden daher unsere Partnerl\u00e4nder dabei unterst\u00fctzen, mit ihrem<br \/>\nfairen Anteil am neuen Weltmarkt f\u00fcr Wasserstoff zu partizipieren.<br \/>\nBundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing: Wasserstoff und seine Derivate sind ein wichtiger<br \/>\nBaustein f\u00fcr eine nachhaltige klimafreundliche Mobilit\u00e4t und erg\u00e4nzen sinnvoll andere alternative<br \/>\nAntriebsformen. Der Einsatz im Verkehrssektor tr\u00e4gt zur notwendigen Skalierung der<br \/>\nWasserstoffwirtschaft bei. Es ist deshalb wichtig und folgerichtig, dass der Verkehr in der<br \/>\nFortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie eine zentrale Rolle einnimmt. In der Strategie<br \/>\nsind viele wichtige Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Verkehr enthalten, wie der Aufbau eines Grundnetzes an<br \/>\nWasserstoff-Tankstellen, die F\u00f6rderungen von erneuerbaren Kraftstoffen oder die Schaffung der<br \/>\nerforderlichen Rahmenbedingungen. Wir entwickeln zudem einen Masterplan f\u00fcr Wasserstoff- und<br \/>\nBrennstoffzellentechnologie im Verkehr. Damit wollen wir den Einsatz von Wasserstoff und den daraus<br \/>\nhergestellten Kraftstoffen sowie die Verf\u00fcgbarkeit von Brennstoffzellenfahrzeugen,<br \/>\nBrennstoffzellenkomponenten und -systemen samt der ben\u00f6tigten Infrastrukturen zielgerichtet<br \/>\nvorantreiben.<br \/>\nDie Ma\u00dfnahmen der Fortschreibung umfassen die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette, wurden vielfach bereits<br \/>\nparallel zur Erarbeitung der Fortschreibung der Strategie begonnen oder sind kurzfristig f\u00fcr das<br \/>\nJahr 2023, mittelfristig f\u00fcr die Jahre 2024\/2025 sowie teilweise bereits langfristig bis 2030<br \/>\ngeplant. Mit den Ma\u00dfnahmen soll das folgende Zielbild umgesetzt werden: Beschleunigter<br \/>\nMarkthochlauf von Wasserstoff: Der Markthochlauf von Wasserstoff, seinen Derivaten und<br \/>\nWasserstoffanwendungstechnologien wird deutlich beschleunigt und das Ambitionsniveau entlang der<br \/>\ngesamten Wertsch\u00f6pfungskette massiv gesteigert. Sicherstellung ausreichender Verf\u00fcgbarkeit von<br \/>\nWasserstoff und seiner Derivate: Das Ziel f\u00fcr heimische Elektrolysekapazit\u00e4t im Jahr 2030 wird von<br \/>\n5 GW auf mindestens 10 GW erh\u00f6ht. Der restliche Bedarf wird durch Importe gedeckt. Eine gesonderte<br \/>\nImportstrategie wird entwickelt. Aufbau einer leistungsf\u00e4higen Wasserstoffinfrastruktur: Von<br \/>\nbesonderer Bedeutung ist die Schaffung der notwendigen Wasserstoffinfrastruktur. Hierf\u00fcr hat das<br \/>\nBundeskabinett Ende Mai mit der aktuellen Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) den<br \/>\nrechtlichen und regulatorischen Rahmen f\u00fcr das zuk\u00fcnftige Wasserstoff-Kernnetz f\u00fcr Deutschland als<br \/>\nerste Ausbaustufe der Wasserstoffinfrastruktur beschlossen. Bis 2027\/2028 wird \u00fcber die<br \/>\nIPCEI-F\u00f6rderung ein Wasserstoffstartnetz mit mehr als 1.800 km umgestellten und neu gebauten<br \/>\nWasserstoffleitungen in Deutschland aufgebaut; europaweit kommen ca. 4.500 km hinzu (European<br \/>\nHydrogen Backbone). Mittels Erweiterung werden bis 2030 alle gro\u00dfen Erzeugungs-, Import- und<br \/>\nSpeicherzentren mit den relevanten Abnehmern verbunden. Etablierung von Wasserstoffanwendungen in<br \/>\nden Sektoren: Bis 2030 werden Wasserstoff und seine Derivate insbesondere bei Anwendungen in der<br \/>\nIndustrie, bei schweren Nutzfahrzeugen1 sowie zunehmend im Luft- und Schiffsverkehr eingesetzt. Im<br \/>\nStromsektor tr\u00e4gt Wasserstoff zur Energieversorgungssicherheit bei; durch auf klimaneutrale Gase<br \/>\numr\u00fcstbare Gaskraftwerke (H2-ready) und durch systemdienliche Elektrolyseure, insbesondere als<br \/>\nvariable und systemdienliche Stabilisatoren bzw. flexible Lasten. Zur perspektivischen Nutzung von<br \/>\nWasserstoff bei der zentralen und dezentralen W\u00e4rmeversorgung werden die Rahmenbedingungen aktuell<br \/>\nim GEG, in der W\u00e4rmeplanung sowie im europ\u00e4ischen Gasmarktpaket weiterentwickelt. Deutschland wird<br \/>\nbis 2030 Leitanbieter f\u00fcr Wasserstofftechnologien: Deutsche Anbieter bauen ihre<br \/>\nTechnologief\u00fchrerschaft aus und bieten die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette von Wasserstofftechnologien<br \/>\nvon der Produktion (z. B. Elektrolyseure) bis hin zu den unterschiedlichen Anwendungen (z. B.<br \/>\nBrennstoffzellentechnologie) an. Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen: Koh\u00e4rente rechtliche<br \/>\nVoraussetzungen auf nationaler, europ\u00e4ischer und m\u00f6glichst auch internationaler Ebene unterst\u00fctzen<br \/>\nden Markthochlauf. Dies umfasst insbesondere effiziente Planungs- und Genehmigungsverfahren,<br \/>\neinheitliche Standards und Zertifizierungssysteme, ausreichend ausgestattete und auf allen Ebenen<br \/>\nkoordinierte Verwaltung. Importstrategie: Zudem arbeitet die Bundesregierung seit Beginn der<br \/>\nLegislaturperiode mit Nachdruck daran, die Verf\u00fcgbarkeit von Wasserstoff neben dem Hochfahren der<br \/>\nheimischen Produktion durch Importe aus Partnerl\u00e4ndern abzusichern. Hierf\u00fcr wird parallel eine<br \/>\nImportstrategie f\u00fcr Wasserstoff und seine Derivate erarbeitet. Darin werden auch<br \/>\nNachhaltigkeitskriterien im Sinne der globalen Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung ber\u00fccksichtigt.<br \/>\nDie Importstrategie wird das Signal an Partnerl\u00e4nder senden, dass Deutschland weltweit<br \/>\nKooperationen eingehen, verl\u00e4ssliche Lieferketten nach Deutschland erm\u00f6glichen, nachhaltige<br \/>\nStandards etablieren und als Technologiepartner zur Verf\u00fcgung stehen will. In diesem Fr\u00fchjahr hat<br \/>\ndie die Bundesregierung sich bereits mit Norwegen auf die langfristige Versorgung mit Wasserstoff<br \/>\nverst\u00e4ndigt.<br \/>\n________________<br \/>\n1Den gr\u00f6\u00dften Hebel bei der CO2-Reduktion bieten dabei Fahrzeuge der Klasse N3.<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmwk.de\/Redaktion\/DE\/Wasserstoff\/News\/2023-07-26-markthochlauf-fuer-wasserstoff-beschleunigen.html<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle:abo-bmwi.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Markthochlauf f\u00fcr Wasserstoff beschleunigen Bundeskabinett beschlie\u00dft Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie Das Bundeskabinett hat heute die Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie beschlossen. 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