{"id":15859,"date":"2023-06-14T08:44:59","date_gmt":"2023-06-14T06:44:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15859"},"modified":"2023-06-14T08:44:59","modified_gmt":"2023-06-14T06:44:59","slug":"neues-naturschutzgrossprojekt-soll-artenreiche-kulturlandschaft-im-mittleren-erzgebirge-sichern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15859","title":{"rendered":"Neues Naturschutzgro\u00dfprojekt soll artenreiche Kulturlandschaft im mittleren Erzgebirge sichern"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Neues Naturschutzgro\u00dfprojekt soll artenreiche Kulturlandschaft im<br \/>\nmittleren Erzgebirge sichern<\/p>\n<p>Zukunftsweisendes Projekt f\u00fcr biologische Vielfalt, Klima und<br \/>\nRegionalentwicklung gestartet<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=10589\" rel=\"attachment wp-att-10589\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10589\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/blume-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/blume-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/blume-220x146.jpg 220w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/blume.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit einer gro\u00dfen Auftaktveranstaltung im s\u00e4chsischen Marienberg startet<br \/>\nheute das Naturschutzgro\u00dfprojekt \u201eLebensr\u00e4ume verbinden &#8211;<br \/>\nNaturschutzgro\u00dfprojekt Erzgebirgskreis\u201c. Ziel ist es, den hohen Arten-<br \/>\nund Strukturreichtum dieser einmaligen Kulturlandschaft im Erzgebirge mit<br \/>\nBergwiesen, Feuchtgebieten und Bergmischw\u00e4ldern in ihrer Vielfalt zu<br \/>\nbewahren, zu entwickeln und naturnahe Lebensr\u00e4ume besser miteinander zu<br \/>\nverbinden. F\u00fcr die Finanzierung der ersten Projektphase \u00fcberreichen<br \/>\nBundesumweltministerin Steffi Lemke und Matthias Herbert, Abteilungsleiter<br \/>\nim Bundesamt f\u00fcr Naturschutz (BfN), den F\u00f6rderbescheid in H\u00f6he von 1,5<br \/>\nMillionen Euro an Landrat Rico Anton.<\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Steffi Lemke: \u201eVon diesem Naturschutzgro\u00dfprojekt<br \/>\nwerden nicht nur seltene Arten wie der Sonnentau, der Bergmolch oder die<br \/>\nBekassine im Erzgebirge profitieren. Das Ziel, die biologische Vielfalt zu<br \/>\nerhalten, wird vor Ort auch in besonderer Weise mit den Zielen des<br \/>\nnat\u00fcrlichen Klimaschutzes gekoppelt. Denn eine wichtige Aufgabe im Projekt<br \/>\nwird es sein, den Wasserr\u00fcckhalt in der Landschaft zu verbessern. Nur im<br \/>\nZusammenspiel mit ausreichendem Wasserangebot k\u00f6nnen die \u00d6kosysteme<br \/>\nKohlenstoff binden und langfristig speichern.\u201c<\/p>\n<p>BfN-Abteilungsleiter Matthias Herbert: \u201eNicht allein Lebensr\u00e4ume gilt es<br \/>\n\u00fcber das Projekt zu verbinden, sondern auch Menschen &#8211; etwa indem eine<br \/>\nf\u00fcr den Tourismus ausgesprochen attraktive Landschaft gesichert und<br \/>\nweiterentwickelt wird. Das Naturschutzgro\u00dfprojekt im Erzgebirgskreis wird<br \/>\nhier als wichtiger Impulsgeber fungieren, nicht zuletzt f\u00fcr die<br \/>\nLandwirtschaft, die in Zeiten der Klimakrise in hohem Ma\u00dfe von einer<br \/>\nresilienten, wasserr\u00fcckhaltenden Landschaft profitieren kann.\u201c<\/p>\n<p>Im Naturschutzgro\u00dfprojekt sollen insbesondere die bl\u00fctenbunten Bergwiesen<br \/>\nsowie die in vielf\u00e4ltiger Auspr\u00e4gung vorhandenen Feuchtgebiete im<br \/>\nmittleren Erzgebirge durch naturvertr\u00e4gliche, extensive Bewirtschaftung<br \/>\ngesichert werden. Bestehendes artenreiches Gr\u00fcnland soll erhalten, neues<br \/>\nentwickelt und als Biotopverbund f\u00fcr den Artenaustausch besser miteinander<br \/>\nvernetzt werden. Weiterhin soll Wasser l\u00e4nger in der Landschaft gehalten<br \/>\nwerden, etwa indem kleinere Gew\u00e4sser angelegt, begradigte Flie\u00dfgew\u00e4sser<br \/>\nrenaturiert und Entw\u00e4sserungssysteme gezielt zur\u00fcckgebaut werden. Nur so<br \/>\nk\u00f6nnen die besonders artenreichen Feuchtwiesen und Moore langfristig<br \/>\ngesichert werden.<\/p>\n<p>Im Zeitraum von 2023 bis 2025 werden zun\u00e4chst die Planungsgrundlagen<br \/>\nerarbeitet. Von den Gesamtkosten von ca. 1,7 Millionen Euro stellt das<br \/>\nBundesumweltministerium rund 1,3 Millionen Euro und das S\u00e4chsische<br \/>\nStaatsministerium f\u00fcr Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft 0,2<br \/>\nMillionen Euro zur Verf\u00fcgung. Das Vorhaben wird durch den Erzgebirgskreis<br \/>\nkoordiniert und durch das Bundesamt f\u00fcr Naturschutz begleitet.<\/p>\n<p>Hintergrund<\/p>\n<p>Das Naturschutzgro\u00dfprojekt geh\u00f6rt zum F\u00f6rderprogramm \u201echance.natur &#8211;<br \/>\nBundesf\u00f6rderung Naturschutz\u201c der Bundesregierung, welches bereits seit<br \/>\n1979 besteht und seitdem \u00fcber 500 Millionen Euro an Bundesmitteln f\u00fcr die<br \/>\nSicherung und Entwicklung bundesweit bedeutsamer Landschaftsausschnitte mit<br \/>\neiner Gesamtfl\u00e4che von rund 4.300 Quadratkilometern eingesetzt hat.<\/p>\n<p>Das Bundesf\u00f6rderprogramm \u201echance.natur\u201c hat sich zum Ziel gesetzt, die<br \/>\nherausragenden repr\u00e4sentativen Landschaften Deutschlands zu f\u00f6rdern und<br \/>\nzu sichern, wenn akute Gef\u00e4hrdungen vorliegen und weitere zentrale<br \/>\nF\u00f6rderkriterien wie Gro\u00dffl\u00e4chigkeit, Naturn\u00e4he, Repr\u00e4sentanz und<br \/>\nBeispielhaftigkeit erf\u00fcllt werden.<\/p>\n<p>\u201eLebensr\u00e4ume verbinden &#8211; Naturschutzgro\u00dfprojekt Erzgebirgskreis\u201c: Im<br \/>\nProjekt I werden im Zeitraum von 2023 bis 2025 ein Pflege- und<br \/>\nEntwicklungsplan, ein Besucherlenkungskonzept, eine Sozio\u00f6konomische<br \/>\nStudie sowie ein Konzept f\u00fcr nachhaltige Nutzungsformen erarbeitet. Die<br \/>\nGesamtkosten von ca. 1,7 Mio. Euro werden zu 75 Prozent vom Bundesamt f\u00fcr<br \/>\nNaturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums f\u00fcr Umwelt, Naturschutz,<br \/>\nnukleare Sicherheit und Verbraucherschutz und zu 15 Prozent vom Freistaat<br \/>\nSachsen, vertreten durch das S\u00e4chsische Staatsministerium f\u00fcr Energie,<br \/>\nKlimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, getragen. Projekttr\u00e4ger des<br \/>\nVorhabens ist der Erzgebirgskreis mit den Projektpartnern Stadt Marienberg<br \/>\nund den Gemeinden Crottendorf sowie Sehmatal. Sie \u00fcbernehmen gemeinsam 10<br \/>\nProzent der Kosten.<\/p>\n<p>Nach einem erfolgreichen Abschluss des Projekt I und den dann vorliegenden<br \/>\nPlanungsunterlagen soll im Anschluss im Projekt II die Umsetzung folgen.<br \/>\nDaf\u00fcr ist ein Zeitraum von 10 Jahren mit einem F\u00f6rdervolumen von \u00fcber 20<br \/>\nMillionen Euro vorgesehen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p>Bundesf\u00f6rderprogramm \u201echance.natur\u201c<\/p>\n<p>Quelle: bmuv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Neues Naturschutzgro\u00dfprojekt soll artenreiche Kulturlandschaft im mittleren Erzgebirge sichern Zukunftsweisendes Projekt f\u00fcr biologische Vielfalt, Klima und Regionalentwicklung gestartet Mit einer gro\u00dfen Auftaktveranstaltung im s\u00e4chsischen Marienberg startet heute das Naturschutzgro\u00dfprojekt \u201eLebensr\u00e4ume verbinden &#8211; Naturschutzgro\u00dfprojekt Erzgebirgskreis\u201c. 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