{"id":15842,"date":"2023-06-07T08:31:20","date_gmt":"2023-06-07T06:31:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15842"},"modified":"2023-06-07T08:31:20","modified_gmt":"2023-06-07T06:31:20","slug":"lemke-nur-mit-besserem-schutz-kann-sich-die-oder-regenerieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15842","title":{"rendered":"Lemke: Nur mit besserem Schutz kann sich die Oder regenerieren"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Lemke: Nur mit besserem Schutz kann sich die Oder regenerieren<\/p>\n<p>BMUV-Oderkonferenz zeigt Ma\u00dfnahmen zur Regeneration des sensiblen<br \/>\n\u00d6kosystems auf<\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat auf der vom Bundesumweltministerium<br \/>\n(BMUV) in Schwedt\/Oder ausgerichteten Oderkonferenz gefordert, angesichts<br \/>\nder massiven Sch\u00e4digungen des \u00d6kosystems Salzeinleitungen in Polen so<br \/>\nanzupassen, dass sich die Oder regenerieren kann. Bei der Konferenz, die<br \/>\nBundesumweltministerin Steffi Lemke zusammen mit dem EU-Umweltkommissar<br \/>\nVirginijus Sinkevi\u010dius (Videobotschaft), dem brandenburgischen<br \/>\nUmweltminister Axel Vogel und Vertretern der polnischen Seite er\u00f6ffnete,<br \/>\nnehmen regionale Politiker*innen, Beh\u00f6rdenvertreter*innen sowie<br \/>\nVertreter*innen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft aus Deutschland und<br \/>\nPolen teil. Gemeinsam tauschen sie sich \u00fcber die Bedeutung der Oder f\u00fcr<br \/>\ndie Region, die Auswirkungen des Fischsterbens sowie die erforderlichen<br \/>\nMa\u00dfnahmen aus, um die Renaturierung des Flusses voranzubringen.<\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Steffi Lemke: \u201eWie wichtig ein besserer Schutz der<br \/>\nOder ist, machen die aktuellen Messwerte mit anhaltend hohem Salzgehalt<br \/>\ndeutlich. Wenn die Salzeinleitungen nicht verringert werden, habe ich die<br \/>\nSorge, dass es in den kommenden Monaten bei hohen Temperaturen und<br \/>\nniedrigen Wasserst\u00e4nden erneut zu einer massenhaften Vermehrung der<br \/>\ngiftigen Alge und damit zu einem weiteren Fischsterben kommen k\u00f6nnte. Wir<br \/>\nm\u00fcssen deshalb alle zus\u00e4tzlichen Belastungen der Oder verhindern und<br \/>\nalles daf\u00fcr tun, damit sich dieses sensible \u00d6kosystem erholen kann. Dazu<br \/>\nf\u00fchre ich Gespr\u00e4che mit allen politischen Ebenen: Gestern habe ich mich<br \/>\nmit den Landesumweltministern aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern<br \/>\nausgetauscht, morgen reise ich nach S\u0142ubice, um mit meiner polnischen<br \/>\nAmtskollegin zu sprechen. Denn trotz zum Teil unterschiedlicher<br \/>\nAuffassungen braucht es das stetige Gespr\u00e4c. Auf der heutigen Konferenz<br \/>\nmit deutscher und polnischer Beteiligung steht die Renaturierung der Oder<br \/>\nim Mittelpunkt, um das stark gesch\u00e4digte \u00d6kosystem widerstandsf\u00e4higer zu<br \/>\nmachen. Denn dar\u00fcber sind wir uns alle einig: Wir m\u00fcssen sinnvolle<br \/>\nMa\u00dfnahmen ergreifen, damit es nicht wieder zu einer Umweltkatastrophe wie<br \/>\nim vergangenen Sommer kommt.\u201c<\/p>\n<p>Um die Regeneration der Oder zu unterst\u00fctzen, hat das<br \/>\nBundesumweltministerium Anfang 2023 das Leibniz-Institut f\u00fcr<br \/>\nGew\u00e4sser\u00f6kologie und Binnenfischerei (IGB) mit einem<br \/>\nSonderforschungsprogramm zum Zustand der Oder<br \/>\n&lt;file:\/\/\/C:\/Users\/JekelH\/AppData\/Local\/Microsoft\/Windows\/INetCache\/Content.Outlook\/5D1OBO4L\/BMUV%20f\u00f6rdert%20Forschungsvorhaben%20des%20Leibniz-Instituts%20f\u00fcr%20Gew\u00e4sser\u00f6kologie%20und%20Binnenfischerei%20(IGB)%20mit%20mehr%20als%204,8%20Millionen%20Euro&gt;<br \/>\nbeauftragt. Das dreij\u00e4hrige Modellvorhaben wird mit rund 4,8 Millionen<br \/>\nEuro gef\u00f6rdert. Das Projekt soll die Gesundung des Flusses erfassen und<br \/>\nEmpfehlungen ableiten, wie die Oder renaturiert und damit<br \/>\nwiderstandsf\u00e4higer werden kann. Gemeinsam mit den L\u00e4ndern Brandenburg und<br \/>\nMecklenburg-Vorpommern unterst\u00fctzt das Bundesumweltministerium au\u00dferdem<br \/>\ndas Wiederansiedlungsprogramm f\u00fcr den Baltischen St\u00f6r<br \/>\n&lt;https:\/\/www.bmuv.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=RKTRy8gZCDyL6c4G8CHRocx22prEFU6Fmy8JXDWWQSyBuBNZyf+boKSsg41K6FIQ&gt;<br \/>\n. Anfang Mai wurden rund 2.000 Jungtiere im Nationalpark Unteres Odertal<br \/>\nbei St\u00fctzkow in die Freiheit entlassen, damit diese Art auch nach den<br \/>\nSch\u00e4den durch die Umweltkatastrophe vom Sommer 2022 wieder dauerhaft in<br \/>\nder Oder heimisch wird.<\/p>\n<p>Thema auf der Konferenz werden auch weitere F\u00f6rderprogramme des<br \/>\nBundesumweltministeriums sein, aus denen Mittel f\u00fcr Ma\u00dfnahmen an und in<br \/>\nder Oder beantragt werden k\u00f6nnen: unter anderem \u00fcber das F\u00f6rderprogramm<br \/>\nAuen im Rahmen des Bundesprogramms Blaues Band Deutschland und zuk\u00fcnftig<br \/>\nim Aktionsprogramm Nat\u00fcrlicher Klimaschutz.<\/p>\n<p>Auf der regional ausgerichteten Veranstaltung \u201eDie Oder &#8211; wertvolles<br \/>\n\u00d6kosystem unter Stress\u201c kommen Vertreter*innen aus Politik,<br \/>\nZivilgesellschaft und Wissenschaft aus Deutschland und aus Polen zu Wort.<br \/>\nIn Mittelpunkt zweier Panels stehen die Bedeutung der Oder f\u00fcr die Region<br \/>\nund die Auswirkungen der Umweltkatastrophe vom vergangenen Sommer sowie die<br \/>\nFrage, wie das \u00d6kosystem Oder gesch\u00fctzt werden kann. Hier spricht neben<br \/>\nder Staatssekret\u00e4rin im Bundesumweltministerium, Dr. Christiane Rohleder,<br \/>\nauch der Leiter der polnischen Zentralen Umweltaufsichtsbeh\u00f6rde, Krzysztof<br \/>\nGo\u0142\u0119biewski.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=10666\" rel=\"attachment wp-att-10666\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10666\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/trinkwasser-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/trinkwasser-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/trinkwasser-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/trinkwasser-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/trinkwasser.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hintergrundinformationen:<\/p>\n<p>Nach der Umweltkatastrophe in der Oder im Sommer 2022 ist das \u00d6kosystem<br \/>\nschwer gesch\u00e4digt. Mehrere hundert Tonnen toter Fische und anderer<br \/>\nLebewesen wurden aus der Oder geborgen. Seitdem steht die Revitalisierung<br \/>\nund Erholung der Oder im Fokus, um das Fluss\u00f6kosystem als Lebensader f\u00fcr<br \/>\nMensch und Natur in der Region dauerhaft zu erhalten. Aus dem Bericht der<br \/>\ndeutschen Expertengruppe zu den Ursachen des Fischsterbens, der im<br \/>\nSeptember 2022 ver\u00f6ffentlicht wurde, geht hervor, dass sich die f\u00fcr<br \/>\nBinnengew\u00e4sser untypische giftige Brackwasseralge Prymnesium Parvum<br \/>\nmassenhaft vermehren konnte, weil die Oder zu wenig Wasser hatte, zu warm<br \/>\nund vor allem zu salzhaltig war. Polen hat im September 2022 einen<br \/>\nvorl\u00e4ufigen und im M\u00e4rz 2023 einen abschlie\u00dfenden Bericht vorgelegt, der<br \/>\nzu denselben Schlussfolgerungen gelangt.<\/p>\n<p>Deutschland und Polen arbeiten auf verschiedenen Ebenen zusammen. So wurden<br \/>\nauf dem deutsch-polnischen Umweltrat 2022 zwei bilaterale Workshops zu der<br \/>\nBrackwasseralge und zur Revitalisierung der Oder vereinbart. Diese haben am<br \/>\n13. April 2023 (Algenworkshop) und am 31. Mai 2023<br \/>\n(Revitalisierungsworkshop) stattgefunden.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen:<\/p>\n<p>Informationen zur BMUV-Oderkonferenz \u201eDie Oder &#8211; wertvolles \u00d6kosystem<br \/>\nunter Stress\u201c am 6. Juni in Schwedt (Oder) und das Programm finden Sie<br \/>\nhier<br \/>\n&lt;https:\/\/www.bmuv.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=LD7iewnTdI6dqJc355IKBcx22prEFc6Fmy8JXDWWQSyBuBNZyf+roKSsg41K6FIQ&gt;<br \/>\n. Die Konferenz wird auf der BMUV-Website in deutscher und polnischer<br \/>\nSprache live \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Eine gemeinsame Pressemitteilung mit den Umweltministerien der L\u00e4ndern<br \/>\nBrandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zum Besuch im Nationalpark Unteres<br \/>\nOdertal vom 5. Juni 2023 finden Sie hier.<br \/>\n&lt;https:\/\/www.bmuv.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=JPQ9MSkEBCy0jfk9WrgDIMx22prEFf6Fmy8JXDWWQSyBuBNZyf+7oKSsg41K6FIQ&gt;<\/p>\n<p>Ein BMUV-FAQ zum Fischsterben in der Oder vom Sommer 2022 finden Sie hier<br \/>\n&lt;https:\/\/www.bmuv.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=3KkOgml\/dUKwXM7NWMJeIMx22prEFV6Fmy8JXDWWQSyBuBNZyf9boKSsg41K6FIQ&gt;<br \/>\n.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: bmuv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Lemke: Nur mit besserem Schutz kann sich die Oder regenerieren BMUV-Oderkonferenz zeigt Ma\u00dfnahmen zur Regeneration des sensiblen \u00d6kosystems auf Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat auf der vom Bundesumweltministerium (BMUV) in Schwedt\/Oder ausgerichteten Oderkonferenz gefordert, angesichts der massiven Sch\u00e4digungen des \u00d6kosystems Salzeinleitungen in Polen so anzupassen, dass sich die Oder regenerieren kann. 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