{"id":15758,"date":"2023-05-03T08:42:58","date_gmt":"2023-05-03T06:42:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15758"},"modified":"2023-05-03T08:42:58","modified_gmt":"2023-05-03T06:42:58","slug":"weitere-amtsgerichte-in-bayern-fuehren-die-elektronische-akte-regulaer-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15758","title":{"rendered":"Weitere Amtsgerichte in Bayern f\u00fchren die elektronische Akte regul\u00e4r ein"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Aschaffenburg:<\/span><\/p>\n<p>Weitere Amtsgerichte in Bayern f\u00fchren die elektronische<br \/>\nAkte regul\u00e4r ein \/ Justizminister Eisenreich: &#8222;Die Amtsgerichte Aschaffenburg<br \/>\nund Obernburg a. M. f\u00fchren die E-Akte im Regelbetrieb in Zivilsachen ein.<br \/>\nDie Justiz treibt die Digitaloffensive voran.&#8220; Die<br \/>\nRegeleinf\u00fchrung der E-Akte an den Landgerichten in Zivilsachen erster<br \/>\nInstanz und an den Oberlandesgerichten in Zivilsachen ist abgeschlossen.<br \/>\nAlle bayerischen Landgerichte und Oberlandesgerichte setzen die E-Akte<br \/>\nin Zivilsachen ein. Bis heute wurden ca. 206.000 Verfahren<br \/>\nrein elektronisch gef\u00fchrt. Der bayerische Justizminister<br \/>\nEisenreich: &#8222;Wir m\u00fcssen bis Ende 2025 127 Standorte<br \/>\nmit etwa 15.000 Arbeitspl\u00e4tzen mit der elektronischen Akte ausstatten.<br \/>\nWir wollen und werden das fr\u00fcher schaffen.&#8220; Bei den Amtsgerichten<br \/>\nwurde die elektronische Aktenf\u00fchrung in Zivil- und Familiensachen<br \/>\nzun\u00e4chst bei den Amtsgerichten Straubing, Dachau und Regensburg pilotiert.<br \/>\nAufgrund der guten Erfahrungen im Rahmen der Pilotierung hat zwischenzeitlich<br \/>\nauch die Regeleinf\u00fchrung bei den Amtsgerichten in diesen Bereichen<br \/>\nbegonnen: Am 2. Mai 2023 stellen die Amtsgerichte Aschaffenburg und Obernburg<br \/>\na. M. auf die elektronische Akte in Zivilsachen um. Bayerns Justizminister<br \/>\nGeorg\u00a0Eisenreich: &#8222;Die Welt<br \/>\nwird immer digitaler. Die Justiz treibt die Digitaloffensive voran. Die<br \/>\nAmtsgerichte Aschaffenburg (einschlie\u00dflich der Zweigestelle Alzenau)<br \/>\nund Obernburg a. M. (einschlie\u00dflich der Zweigestelle Miltenberg)<br \/>\nf\u00fchren die E-Akte im Regelbetrieb in Zivilsachen ein. Das verk\u00fcrzt<br \/>\nVerfahren und erspart Wartezeiten.&#8220; In den n\u00e4chsten Monaten<br \/>\nwerden weitere Amtsgerichte die elektronische Akte in Zivil- und Familiensachen<br \/>\nim Regelbetrieb einf\u00fchren. Im Zuge dessen erfolgt sukzessive auch<br \/>\ndie Umstellung der Landgerichte auf eine elektronische Aktenf\u00fchrung<br \/>\nin zweitinstanzlichen Zivilsachen, so dass durchg\u00e4ngig elektronisch<br \/>\ngearbeitet werden kann. Zudem wird die elektronische Akte derzeit<br \/>\nan f\u00fcnf Amtsgerichten in besonderen Rechtsgebieten erprobt: Beim Amtsgericht<br \/>\nKelheim in Grundbuchsachen, beim Amtsgericht Erlangen in Betreuungs- und<br \/>\nGrundbuchsachen, beim Amtsgericht Regensburg in Immobiliarvollstreckungssachen,<br \/>\nbeim Amtsgericht Ingolstadt in Insolvenzsachen und beim Amtsgericht F\u00fcrth<br \/>\nin Nachlasssachen. Im Laufe dieses Jahres wird in Betreuungs-, Grundbuch-<br \/>\nund Immobiliarvollstreckungssachen der Regelbetrieb beginnen und weitere<br \/>\nAmtsgerichte werden auch in diesen Fachbereichen mit der elektronischen<br \/>\nAkte ausgestattet. Der elektronische Rechtsverkehr<br \/>\nist bereits bei allen Gerichten im Freistaat eingef\u00fchrt. Im Jahr 2022<br \/>\nwurden \u00fcber 10 Millionen Nachrichten elektronisch mit Verfahrensbeteiligten<br \/>\nausgetauscht. Der Freistaat Bayern setzt neben der E-Akte auch<br \/>\nauf Videotechnik. Minister Eisenreich: &#8222;Tausende<br \/>\nZivilprozesse werden an Bayerns Gerichten inzwischen digital als Videokonferenz<br \/>\ngef\u00fchrt. Unser Ziel war es, die Gerichte fl\u00e4chendeckend mit mobilen<br \/>\nVideokonferenzanlagen auszustatten. Im Juli 2021 haben<br \/>\nwir unser Ziel erreicht: Seit Juli 2021 haben alle 99 bayerischen Gerichte<br \/>\nZugang zu einer Anlage. Insgesamt wurden hierf\u00fcr 151 Videokonferenzanlagen<br \/>\nbeschafft. Zum Ausbau der Videoverhandlungen setzt die Justiz neben der<br \/>\nAusstattung der Gerichte mit Videokonferenzanlagen auch auf ein Video-Konferenz-Tool.<br \/>\nNach einer erfolgreichen Pilotphase wurde der Einsatz bayernweit freigegeben.<br \/>\nAllein im Jahr 2022 gab es 12.056 Videoverhandlungen und -anh\u00f6rungen<br \/>\nim Freistaat. Ob sich ein Verfahren f\u00fcr eine Videoverhandlung anbietet,<br \/>\nentscheidet der jeweilige Richter\/die jeweilige Richterin.&#8220; Auf<br \/>\ndem Weg zu einem modernen Zivilprozess sieht der bayerische Justizminister<br \/>\naber noch erheblichen rechtspolitischen Handlungsbedarf.<\/p>\n<p>com<a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=3481\" rel=\"attachment wp-att-3481\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3481\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/computer-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/computer-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/computer.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Vorschl\u00e4ge zur Modernisierung des Zivilprozesses liegen vor. Er fordert<br \/>\ndas Bundesjustizministerium zu grundlegendem Handeln auf. Eisenreich:<br \/>\n&#8222;Die Zivilprozessordnung ist f\u00fcr die Papierakte gemacht, nicht<br \/>\nf\u00fcr die elektronische Akte. Eine Modernisierung des Zivilprozesses<br \/>\nist daher notwendig. Der Bund muss jetzt t\u00e4tig werden. Wir brauchen<br \/>\neine breit gef\u00fchrte Diskussion, die alle Akteure einbezieht: Gerichte,<br \/>\nRechtsanw\u00e4lte, Wissenschaftler, Wirtschaft, Verbraucherverb\u00e4nde.&#8220;<br \/>\nUnd auch grenz\u00fcberschreitend will Bayern das Verhandeln erleichtern.<br \/>\nAuf bayerische Initiative hat die Justizministerkonferenz im Fr\u00fchjahr<br \/>\n2021 das Bundesjustizministerium aufgefordert, sich f\u00fcr eine umfassende<br \/>\nRechtsgrundlage auf europ\u00e4ischer Ebene einzusetzen. Eisenreich: &#8222;Der<br \/>\nReformprozess ist dringend notwendig. Die Justiz will die Chancen der Digitalisierung<br \/>\nnutzen. Jetzt sind Berlin und Br\u00fcssel gefordert.&#8220; Eisenreich<br \/>\nbedankte sich abschlie\u00dfend bei Dr. Sabine Lange, der Direktorin des<br \/>\nAmtsgericht Aschaffenburg, und Matthias Wienand, dem Direktor des Amtsgerichts<br \/>\nObernburg a. M.: &#8222;F\u00fcr Ihr gro\u00dfes Engagement bei der Digitalisierung<br \/>\nder Justiz in Aschaffenburg und Obernburg a. M. \u00a0darf ich mich bei<br \/>\nIhnen und Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich bedanken.&#8220;<br \/>\nQuelle:stmj.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aschaffenburg: Weitere Amtsgerichte in Bayern f\u00fchren die elektronische Akte regul\u00e4r ein \/ Justizminister Eisenreich: &#8222;Die Amtsgerichte Aschaffenburg und Obernburg a. M. f\u00fchren die E-Akte im Regelbetrieb in Zivilsachen ein. 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