{"id":15686,"date":"2023-04-02T08:47:52","date_gmt":"2023-04-02T06:47:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15686"},"modified":"2023-04-02T08:47:52","modified_gmt":"2023-04-02T06:47:52","slug":"haertefallhilfen-fuer-privathaushalte-kommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15686","title":{"rendered":"H\u00e4rtefallhilfen f\u00fcr Privathaushalte kommen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>H\u00e4rtefallhilfen f\u00fcr Privathaushalte kommen \u2013 Bund stellt 1,8 Mrd. Euro bereit \u2013 Bund und L\u00e4nder<br \/>\neinigen sich auf Verwaltungsvereinbarungen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bund und L\u00e4nder haben sich auf die Details einer H\u00e4rtefallregelung f\u00fcr Privathaushalte, die nicht<br \/>\nleitungsgebundene Energietr\u00e4ger nutzen, verst\u00e4ndigt. Die hierf\u00fcr notwendigen<br \/>\nVerwaltungsvereinbarungen zwischen Bund und L\u00e4ndern sind geeint und werden jetzt im n\u00e4chsten<br \/>\nSchritt unterzeichnet. Der Bund stellt f\u00fcr die H\u00e4rtefallregelung bis zu 1,8 Mrd. Euro \u00fcber den<br \/>\nWirtschaftsstabilisierungsfonds zur Verf\u00fcgung. Die Aufstellung der konkreten Programme und die<br \/>\nAuszahlung erfolgen durch die L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Nach der Einf\u00fchrung der Gaspreisbremse f\u00fcr Gas- und Fernw\u00e4rmekunden k\u00f6nnen damit auch Haushalte,<br \/>\ndie mit Heiz\u00f6l oder Holzpellets heizen, entlastet werden, wenn sie von besonders starken<br \/>\nPreissteigerungen betroffen waren. In Anlehnung an den Mechanismus der Strom- und Gaspreisbremse<br \/>\nsollen Haushalte r\u00fcckwirkend f\u00fcr das Jahr 2022 finanzielle Unterst\u00fctzung erhalten, wenn sie durch<br \/>\ndie Energiekrise deutliche Mehrausgaben hatten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=4845\" rel=\"attachment wp-att-4845\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4845\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit der Verst\u00e4ndigung zwischen Bund und L\u00e4ndern zur Entlastung von Privathaushalten bei der Nutzung<br \/>\nvon nicht leitungsgebundenen Energietr\u00e4gern sollen die Mehrkosten bei diesen Energietr\u00e4gern im Jahr<br \/>\n2022 abgefedert werden, die \u00fcber eine Verdopplung des Preisniveaus aus dem Jahr 2021 hinausgehen.<br \/>\nEntscheidend sind dabei nicht die individuellen Beschaffungskosten, sondern eine Betrachtung der<br \/>\nKosten gegen\u00fcber dem Durchschnittswert des Jahres 2021, dem sog. Referenzpreis. Die Referenzpreise<br \/>\nf\u00fcr die einzelnen Energietr\u00e4ger wurden gemeinsam von Bund und L\u00e4ndern ermittelt.<\/p>\n<p>Betroffene k\u00f6nnen Rechnungen aus dem Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 01.12.2022 einreichen und so<br \/>\neinen direkten Zuschuss von max. 2.000 Euro pro Haushalt erhalten. Erstattet werden 80% der \u00fcber<br \/>\neine Verdopplung hinausgehenden Mehrkosten f\u00fcr die gef\u00f6rderten Energietr\u00e4ger. Voraussetzung ist ein<br \/>\nErstattungsbetrag von mindestens 100 Euro pro Haushalt (h\u00f6chstens allerdings 1.000 Euro bei<br \/>\nAntragstellung durch einen Zentralantragsteller\/in, in der Regel einen Vermieter f\u00fcr mehrere<br \/>\nHaushalte).<\/p>\n<p>Nach der politischen Einigung auf die Verwaltungsvereinbarung haben die L\u00e4nder die notwendigen<br \/>\nZustimmungsverfahren in die Wege geleitet. Gleichzeitig laufen die Arbeiten an den IT-basierten<br \/>\nAntragsverfahren mit Hochdruck. Die Freischaltung der notwendigen Portale und der Antragstellungen<br \/>\nbei den L\u00e4ndern wird schnellstm\u00f6glich erfolgen, hierbei k\u00f6nnen sich zwischen den L\u00e4ndern zeitliche<br \/>\nUnterschiede ergeben. Die Bundesl\u00e4nder informieren dazu \u00fcber die zust\u00e4ndigen Landesministerien und<br \/>\nihre jeweiligen Bewilligungsstellen.<br \/>\nN\u00e4here Informationen zu den H\u00e4rtefallhilfen<br \/>\nDie Rahmendaten der H\u00e4rtefallhilfen f\u00fcr Privathaushalte im Einzelnen: Es sollen die Mehrkosten bei<br \/>\nnicht leitungsgebundenen Energietr\u00e4gern im Jahr 2022 abgefedert werden, die \u00fcber eine Verdopplung<br \/>\ndes Preisniveaus aus dem Jahr 2021 hinausgehen. Es geht also nicht um die Verdoppelung der<br \/>\nindividuellen Beschaffungskosten, sondern um eine Verdoppelung gegen\u00fcber dem Durchschnittswert<br \/>\n2021, dem sog. Referenzpreis. Folgende Energietr\u00e4ger sind umfasst: Heiz\u00f6l, Fl\u00fcssiggas (LPG),<br \/>\nHolzpellets, Holzhackschnitzel, Holzbriketts, Scheitholz und Kohle\/Koks. Bund und L\u00e4nder haben f\u00fcr<br \/>\n2021 gemeinsam Referenzpreise f\u00fcr die vom Programm umfassten Energietr\u00e4ger ermittelt. Diese werden<br \/>\nf\u00fcr den Vergleich der Kosten des Jahres 2021 mit jenen des Jahres 2022 herangezogen. F\u00fcr eine<br \/>\nAntragsberechtigung muss mindestens eine Verdopplung erreicht werden. Die Referenzpreise f\u00fcr die<br \/>\neinzelnen Energietr\u00e4ger lauten wie folgt:<br \/>\nHeiz\u00f6l: 71 ct\/l (inkl. USt.)<br \/>\nFl\u00fcssiggas: 57 ct\/l (inkl. USt.)<br \/>\nHolzpellets: 24 ct\/kg (inkl. USt.)<br \/>\nHolzhackschnitzel: 11 ct\/kg (inkl. USt.)<br \/>\nHolzbriketts: 28 ct\/kg (inkl. USt.)<br \/>\nScheitholz: 85 Euro\/Raummeter (inkl. USt.)<br \/>\nKohle\/Koks: 36 ct\/kg (inkl. USt.) Von den Kosten, die \u00fcber eine Verdopplung der Kosten gegen\u00fcber<br \/>\n2021 hinausgehen, bekommen betroffene Privathaushalte f\u00fcr den jeweiligen Energietr\u00e4ger 80%<br \/>\nerstattet. Die F\u00f6rderh\u00f6he berechnet sich anhand der folgenden Formel (Beispiele s. unten):<br \/>\nh=0,8 (h 2022\u22122<br \/>\n) Die Bagatellgrenze betr\u00e4gt 100 Euro pro Haushalt (h\u00f6chstens allerdings<br \/>\n1.000 Euro bei Antragstellung durch einen Zentralantragsteller\/in also einen Vermieter f\u00fcr mehrere<br \/>\nHaushalte), der maximale Gesamtentlastungsbetrag bel\u00e4uft sich auf 2.000 Euro pro Haushalt. Es<br \/>\nk\u00f6nnen Rechnungen im Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 01.12.2022 ber\u00fccksichtigt werden. Mehrkosten<br \/>\nberechnen sich auf Grundlage des tats\u00e4chlich gezahlten Preises, der f\u00fcr die Beschaffungsmenge in<br \/>\ndiesem Zeitraum gezahlt wurde. Ma\u00dfgeblich daf\u00fcr, ob die Kosten im Entlastungszeitraum angefallen<br \/>\nsind, ist das Lieferdatum. Erg\u00e4nzend hierzu k\u00f6nnen die L\u00e4nder ausnahmsweise auf das Bestelldatum<br \/>\nabstellen, sofern nachgewiesen wird, dass die Bestellung im Entlastungszeitraum aufgegeben wurde,<br \/>\ndie Lieferung des nicht leitungsgebundenen Energietr\u00e4gers aber erst sp\u00e4ter (bis 31. M\u00e4rz 2023)<br \/>\nerfolgte Entlastet werden k\u00f6nnen Eigent\u00fcmer von Heizungsanlagen (\u201eFeuerst\u00e4ttenbetreiber\u201c), aber<br \/>\nauch Mieter, deren Mietwohnung mit Heiz\u00f6l oder anderen nicht leitungsgebundenen Energietr\u00e4gern<br \/>\nbeheizt wird. Eigent\u00fcmer k\u00f6nnen dabei als Direktantragstellende selber die Hilfen beantragen. Wenn<br \/>\ndie Feuerst\u00e4tte(n) zum Heizen der Privathaushalte zentral durch einen Vermieter\/ -in oder eine<br \/>\nWohnungseigentumsgemeinschaft (WEG) betrieben wird bzw. werden, sind diese\/r Vermieter\/in bzw.<br \/>\ndiese WEG antragsberechtigt. Dabei muss der Vermieter erkl\u00e4ren, dass er die erhaltene F\u00f6rderung an<br \/>\nseine Mieter weiterleitet. Die Mieter\/innen m\u00fcssen nicht selber t\u00e4tig werden. Die Antragstellung<br \/>\nerfolgt \u00fcber die L\u00e4nder bzw. deren Bewilligungsstellen unter Nutzung der Online-Plattform des<br \/>\njeweiligen Landes. Es wird sich um ein schlankes und unb\u00fcrokratisches IT-basiertes Antragsverfahren<br \/>\nhandeln. Im Antragsverfahren sind im Regelfall lediglich folgende Nachweise vorzulegen: Rechnungen,<br \/>\nKontoausz\u00fcge und\/oder Belege f\u00fcr Zahlungen, strafbewehrte Eigenerkl\u00e4rungen der Antragstellenden<br \/>\nu.a. \u00fcber Antragsvoraussetzungen. Diese werden durch die Vollzugshinweise einheitlich vorgegeben.<br \/>\nBeispiele: Ein Haushalt bezieht 3.000 Liter Heiz\u00f6l. Im Jahr 2022 musste er daf\u00fcr einen Preis von<br \/>\n1,60 Euro\/l zahlen. Die Kosten haben sich gegen\u00fcber 2021 mehr als verdoppelt (Referenzpreis=0,71<br \/>\nEuro\/l). F\u00fcr den Haushalt ergibt sich eine F\u00f6rderh\u00f6he von 0,8*((3.000*1,6)- 2*(3.000*0,71))=432<br \/>\nEuro. Ein Haushalt heizt mit Holzpellets und ben\u00f6tigt hiervon 4.000 kg im Jahr. Im Jahr 2022 musste<br \/>\ner daf\u00fcr 0,70 Euro\/kg zahlen. F\u00fcr den Haushalt ergibt sich eine F\u00f6rderh\u00f6he von 0,8*((4.000*0,7)-<br \/>\n2*(4.000*0,24))= 704 Euro.<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmwk.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/2023\/03\/20230330-hartefallhilfen-fur-privathaushalte-kommen.html<\/p>\n<p>Quelle:abo-bmwi.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: H\u00e4rtefallhilfen f\u00fcr Privathaushalte kommen \u2013 Bund stellt 1,8 Mrd. Euro bereit \u2013 Bund und L\u00e4nder einigen sich auf Verwaltungsvereinbarungen &nbsp; Bund und L\u00e4nder haben sich auf die Details einer H\u00e4rtefallregelung f\u00fcr Privathaushalte, die nicht leitungsgebundene Energietr\u00e4ger nutzen, verst\u00e4ndigt. 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