{"id":15621,"date":"2023-03-06T08:49:16","date_gmt":"2023-03-06T07:49:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15621"},"modified":"2023-03-06T08:49:16","modified_gmt":"2023-03-06T07:49:16","slug":"jeder-vierte-deutsche-betrieb-hatte-bereits-kontakt-zu-gefluechteten-aus-der-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15621","title":{"rendered":"Jeder vierte deutsche Betrieb hatte bereits Kontakt zu Gefl\u00fcchteten aus der Ukraine"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Jeder vierte deutsche Betrieb hatte bereits Kontakt zu Gefl\u00fcchteten aus der Ukraine<\/p>\n<p>Mehr als 25 Prozent der deutschen Unternehmen hatte bereits Kontakt mit Gefl\u00fcchteten aus der<br \/>\nUkraine. Dies bescheinigt eine repr\u00e4sentative Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft<br \/>\n(IW), die im Auftrag des NETZWERKs Unternehmen integrieren Fl\u00fcchtlinge durchgef\u00fchrt wurde. Anlass<br \/>\nist die einj\u00e4hrige Geltungsdauer europ\u00e4ischer Regeln vom 4. M\u00e4rz 2022, den Ukrainern und<br \/>\nUkrainerinnen vor\u00fcbergehenden Schutz bieten und die Aufnahme einer Erwerbst\u00e4tigkeit erm\u00f6glichen.<br \/>\nDie Befragung unter Personalverantwortlichen deutscher Betriebe zeigt: Der pers\u00f6nliche Kontakt der<br \/>\nMitarbeitenden zu betroffenen Ukrainerinnen und Ukrainern ist der h\u00e4ufigste Weg, um mit<br \/>\nKandidatinnen und Kandidaten aus der Ukraine ins Gespr\u00e4ch zu kommen (47 Prozent). Dar\u00fcber hinaus<br \/>\nsind viele Gefl\u00fcchtete selbst aktiv geworden und kommen direkt mit einer Besch\u00e4ftigungsanfrage auf<br \/>\ndie Unternehmen zu (37 Prozent).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=14815\" rel=\"attachment wp-att-14815\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-14815\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Ukraine-300x200.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Ukraine-300x200.png 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Ukraine-768x512.png 768w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Ukraine-220x146.png 220w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Ukraine.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nDavid Etmenan, langj\u00e4hriges Mitglied im NETZWERK Unternehmen integrieren Fl\u00fcchtlinge und<br \/>\ngesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter und Inhaber der Hotelgruppe NOVUM Hospitality: \u201eWir hatten sehr<br \/>\nschnell und unb\u00fcrokratisch erste Gespr\u00e4che gef\u00fchrt und mittlerweile sind 48 Ukrainerinnen und<br \/>\nUkrainer in unseren Hotelbetrieben besch\u00e4ftigt. Es ist eine gro\u00dfartige Bereicherung f\u00fcr unser Team<br \/>\nund hilft uns, offene Stellen mit engagierten und gastfreundlichen Mitarbeitenden zu besetzen.<br \/>\nDurch die bestehenden Kontakte und Arbeitsverh\u00e4ltnisse erhalten wir immer wieder neue Anfragen von<br \/>\ngefl\u00fcchteten Ukrainerinnen und freuen uns sehr \u00fcber die unkomplizierte Zusammenarbeit.\u201c<br \/>\nMichael Kellner, Parlamentarischer Staatssekret\u00e4r beim Bundesminister f\u00fcr Wirtschaft und<br \/>\nKlimaschutz, sagt dazu: \u201eIch bin den zahlreichen Unternehmen, die diesen Weg so engagiert gehen,<br \/>\nsehr dankbar. Viele Gefl\u00fcchtete aus der Ukraine k\u00f6nnen sich ein l\u00e4ngerfristiges Leben in<br \/>\nDeutschland vorstellen \u2013 Arbeit ist daf\u00fcr ein wesentlicher Baustein. Die Bundesregierung hat mit<br \/>\ndem \u201evor\u00fcbergehenden Schutz\u201c daf\u00fcr wichtige Voraussetzungen geschaffen: Ein sicherer Aufenthalt,<br \/>\nZugang zu Sprachkursen und eine schnelle Arbeitserlaubnis erleichtern den Zugang zu Besch\u00e4ftigung.<br \/>\nUnd auch f\u00fcr Betriebe deutschlandweit haben wir damit sichergestellt, dass sie Gefl\u00fcchtete aus der<br \/>\nUkraine rechtssicher und unb\u00fcrokratisch einstellen k\u00f6nnen.&#8220;<br \/>\nW\u00e4hrend ukrainische Gefl\u00fcchtete und deutsche Unternehmen an vielen Stellen bereits im Gespr\u00e4ch<br \/>\nsind, kommt eine Besch\u00e4ftigung nicht in jedem Fall zustande: Etwa ein Drittel der Unternehmen, die<br \/>\nmit Gefl\u00fcchteten in Kontakt standen, gab an, dass aus den Bewerbungen eine Anstellung entstanden<br \/>\nist. Dabei dominiert der direkte Einstieg in eine Besch\u00e4ftigung: Bei mehr als drei Vierteln (78<br \/>\nProzent) der entstandenen Arbeitsverh\u00e4ltnisse handelt es sich um Arbeitsvertr\u00e4ge. Der Einstieg \u00fcber<br \/>\nein Praktikum (21 Prozent) oder eine Ausbildung (1 Prozent) spielt bislang eine deutlich kleinere<br \/>\nRolle.<br \/>\nEin Grund daf\u00fcr, dass die \u00dcbernahme in Besch\u00e4ftigung aktuell noch schwierig ist, sehen die<br \/>\nPersonalverantwortlichen in erster Linie in der Sprachbarriere: 71 Prozent bewerten deren Abbau als<br \/>\nwesentliche Voraussetzung f\u00fcr eine Besch\u00e4ftigung ukrainischer Gefl\u00fcchteter. Den Wunsch nach einer<br \/>\nsicheren Rechtslage thematisiert mit 64 Prozent eine Mehrzahl der Befragten. Die stark<br \/>\nvereinfachten Bedingungen f\u00fcr Aufenthalt und Arbeitsmarktzugang, die f\u00fcr ukrainische Gefl\u00fcchtete im<br \/>\nRahmen des \u201evor\u00fcbergehenden Schutzes\u201c geschaffen wurden, werden offensichtlich von vielen Betrieben<br \/>\nals wichtige Voraussetzung f\u00fcr eine Besch\u00e4ftigung wahrgenommen. Auch die Bleibeabsichten der<br \/>\nukrainischen Gefl\u00fcchteten selbst schaffen es unter die Top Drei der wichtigsten Voraussetzungen f\u00fcr<br \/>\neine Besch\u00e4ftigung: 48 Prozent der Betriebe w\u00fcnschen sich hier Klarheit.<br \/>\nAchim Dercks, stellvertretender Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Deutschen Industrie- und Handelskammer<br \/>\n(DIHK), erkl\u00e4rt: \u201eEs ist wichtig, die Sprachf\u00f6rderangebote fl\u00e4chendeckend auszubauen. 2022 ist es<br \/>\ngelungen, in k\u00fcrzester Zeit eine gro\u00dfe Zahl an Integrationskursangeboten zu schaffen. Im laufenden<br \/>\nJahr ist es nun wichtig, dieses Angebot um berufssprachliche Kurse zu erg\u00e4nzen. Wir brauchen<br \/>\nAngebote f\u00fcr unterschiedliche Berufsgruppen und die Kursformen m\u00fcssen mit der Arbeitszeit vereinbar<br \/>\nsein.\u201c<br \/>\nDie Umfrage wurde im Zuge des IW-Personalpanels durchgef\u00fchrt. Hier werden dreimal j\u00e4hrlich rund<br \/>\n1.000 Personalverantwortliche befragt. Der Erhebungszeitraum war von Mitte Oktober bis Ende<br \/>\nDezember 2022. Insgesamt haben sich 849 Personen daran beteiligt. Die Ergebnisse sind gewichtet und<br \/>\ngelten somit als repr\u00e4sentativ f\u00fcr die deutsche Wirtschaft.<br \/>\nAlle Ergebnisse der Befragung \u201eKontakte deutscher Betriebe zu ukrainischen Gefl\u00fcchteten\u201c finden Sie<br \/>\nunter: http:\/\/www.nuif.de\/Befragung-Ukraine\/Auswertung.<br \/>\nWeitere Beispiele des Engagements der NETZWERK-Unternehmen finden Sie unter: www.nuif.de\/engagement<br \/>\nWeitere Informationen<br \/>\nDer \u201evor\u00fcbergehende Schutz\u201c f\u00fcr ukrainische Gefl\u00fcchtete<br \/>\nAm 4. M\u00e4rz 2022 hat der Rat der Europ\u00e4ischen Union den Beschluss zur Aufnahme von<br \/>\nKriegsfl\u00fcchtlingen aus der Ukraine in Kraft gesetzt und damit einen pauschalen Schutzstatus in<br \/>\nallen EU-Staaten etabliert. Diese Richtlinie existiert bereits seit 2001, im Zuge des<br \/>\nAngriffskrieges auf die Ukraine wurde sie jedoch erstmalig angewandt. In Deutschland wird dieses<br \/>\nRecht in Form des \u201evor\u00fcbergehenden Schutzes\u201c (\u00a7 24 Aufenthaltsgesetz) umgesetzt: Ukrainische<br \/>\nStaatsangeh\u00f6rige sowie Personen, die in der Ukraine internationalen Schutz genossen haben, konnten<br \/>\numgehend eine entsprechende Aufenthaltserlaubnis beantragen. Sie m\u00fcssen nicht das Asylverfahren<br \/>\ndurchlaufen und erhalten einen Schutz f\u00fcr ein Jahr \u2013 er kann auf bis zu 3 Jahre verl\u00e4ngert werden.<br \/>\nBereits mit dem Antrag auf vor\u00fcbergehenden Schutz wird in aller Regel eine uneingeschr\u00e4nkte<br \/>\nArbeitserlaubnis erteilt. Dar\u00fcber hinaus garantiert dieser Status Zugang zu Sozialleistungen,<br \/>\nmedizinischer Versorgung, Sprachkursen und Bildungsangeboten.<br \/>\nDas NETZWERK Unternehmen integrieren Fl\u00fcchtlinge wurde 2016 als gemeinsame Initiative der Deutschen<br \/>\nIndustrie- und Handelskammer und des Bundeswirtschaftsministeriums gegr\u00fcndet. Mit aktuell \u00fcber<br \/>\n3.400 Mitgliedern ist es deutschlandweit der gr\u00f6\u00dfte Zusammenschluss von Unternehmen, die sich f\u00fcr<br \/>\ndie Ausbildung und Besch\u00e4ftigung von Gefl\u00fcchteten engagieren. Die Angebote des NETZWERKs wie<br \/>\nInformationsmaterialien, Webinare, Workshops und Veranstaltungen sind wie die Mitgliedschaft<br \/>\nkostenlos.<br \/>\nWeitere Information unter www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de.<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmwk.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/2023\/03\/20230303-jeder-vierte-deutsche-betrieb-hatte-bereits-kontakt-zu-gefluechteten-aus-der-ukraine.html<\/p>\n<p>Quelle:abo-bmwi.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Jeder vierte deutsche Betrieb hatte bereits Kontakt zu Gefl\u00fcchteten aus der Ukraine Mehr als 25 Prozent der deutschen Unternehmen hatte bereits Kontakt mit Gefl\u00fcchteten aus der Ukraine. 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