{"id":15550,"date":"2023-02-02T08:45:59","date_gmt":"2023-02-02T07:45:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15550"},"modified":"2023-02-02T08:45:59","modified_gmt":"2023-02-02T07:45:59","slug":"sichere-versorgung-mit-strom-bis-ende-des-jahrzehnts-gewaehrleistet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15550","title":{"rendered":"Sichere Versorgung mit Strom bis Ende des Jahrzehnts gew\u00e4hrleistet"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Sichere Versorgung mit Strom bis Ende des Jahrzehnts gew\u00e4hrleistet<\/p>\n<p>Die Versorgung mit Strom ist mit den aktuellen Planungen der Bundesregierung auch im Zeitraum 2025<br \/>\nbis 2031 auf weiterhin hohem Niveau gew\u00e4hrleistet. Dies zeigt der Bericht zum Monitoring der<br \/>\nVersorgungssicherheit Elektrizit\u00e4t den die Bundesnetzagentur der Bundesregierung vorgelegt hat und<br \/>\nden das Bundeskabinett heute verabschiedet hat. Der Bericht basiert auf den Vorgaben der \u00a7\u00a7 51 Abs.<br \/>\n3, 63 Abs. 2 Nr. 2 Energiewirtschaftsgesetz. Die Bundesnetzagentur betrachtet darin die Entwicklung<br \/>\ndes Strommarktes mit dem gesetzlich geplanten Ausbau der erneuerbaren Energien, dem Umbau des<br \/>\nKraftwerksparks und dem Netzausbau. Die Versorgung mit Strom ist dabei auch bei einem Kohleausstieg<br \/>\n2030 sicher. Zum Bericht legt die Bundesregierung gemeinsame Handlungsempfehlungen vor, die sie aus<br \/>\nden Ergebnissen ableitet. Der Bericht wird in einem n\u00e4chsten Schritt dem Bundestag zugeleitet.<br \/>\nBundeswirtschaftsminister Habeck: \u201eEs ist zentral, dass die Verbraucher und Verbraucherinnen<br \/>\njederzeit sicher mit Strom versorgt werden. Diese Stromversorgungssicherheit werden wir auch beim<br \/>\nUmbau unseres Stromsystems auf 100 Prozent erneuerbaren Strom gew\u00e4hrleisten. Daher monitort die<br \/>\nBundesnetzagentur die einzelnen Schritte und Etappen sehr genau. Der heute im Kabinett<br \/>\nverabschiedete Bericht der Bundesnetzagentur zeigt, dass die Stromnachfrage im Zeitraum von 2025<br \/>\nbis 2031 jederzeit sicher gedeckt werden kann. Dies gilt auch, wenn der Stromverbrauch durch neue<br \/>\nVerbraucher wie Elektromobile und W\u00e4rmepumpen deutlich steigt und der Kohleausstieg bis 2030<br \/>\nerfolgt. Wir sehen: Wir sind auf dem richtigen Weg. Jetzt sind Disziplin und Konsequenz gefragt.<br \/>\nWir treiben den Umbau unserer Energieversorgung\u00a0weiter entschlossen voran. Das gilt f\u00fcr den Ausbau<br \/>\nder Erneuerbaren Energien, f\u00fcr den Netzausbau ebenso wie die Modernisierung des Kraftwerksparks.<br \/>\nDazu legen wir im ersten Halbjahr dieses Jahres eine Kraftwerksstrategie auf, damit die Kraftwerke<br \/>\ngebaut werden, die f\u00fcr ein klimaneutrales Stromsystem gebraucht werden. Neue Kraftwerke m\u00fcssen<br \/>\nwasserstoff-ready sein und so von Anfang an geplant werden. Entsprechend werden wir den Rahmen<br \/>\nsetzen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=15391\" rel=\"attachment wp-att-15391\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-15391\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/P1040775-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/P1040775-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/P1040775-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/P1040775-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/P1040775-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/P1040775-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nN\u00e4her zur Einordnung des Berichts:<br \/>\nDie Bundesnetzagentur hat den Bericht zum Monitoring der Versorgungssicherheit mit Strom vorgelegt,<br \/>\ngem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7 51 Abs. 3, 63 Abs. 2 Nr. 2 EnWG. Der Bericht untersucht die Versorgungssicherheit<br \/>\nvorausschauend f\u00fcr den Mittelfristhorizont 2025 bis 2031. Er betrachtet das marktliche Umfeld und<br \/>\ndie Entwicklung der Netze. Auf Basis des Berichtes hat die Bundesregierung Handlungsempfehlungen<br \/>\nentwickelt und verabschiedet, wie die im Bericht analysierte Versorgungssicherheit gew\u00e4hrleistet<br \/>\nwerden kann.<br \/>\nDie Bundesnetzagentur hat die laufenden Planungen der Bundesregierung f\u00fcr den Umbau des<br \/>\nStromsystems zur Grundlage ihrer Analyse gemacht. Dazu geh\u00f6ren: Die erneuerbaren Energien werden<br \/>\nentsprechend der Ziele des novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2023) und des<br \/>\nnovellierten Wind-auf-See-Gesetzes ausgebaut \u2013 bis 2030 werden die Erzeugungskapazit\u00e4ten von Wind<br \/>\nan Land, Wind auf See und Photovoltaik auf 360 GW Kapazit\u00e4t gesteigert. Gem\u00e4\u00df des<br \/>\nNetzentwicklungsplans werden die \u00dcbertragungs- und Verteilnetze ausgebaut. Laut Bericht ist das<br \/>\nStromsystem bei Umsetzung dieser Ziele sogar so robust, dass die Versorgungssicherheit weiterhin<br \/>\ngew\u00e4hrleistet w\u00e4re, wenn 10 Gigawatt (GW) Erzeugungsleistung weniger im Markt sind.<br \/>\nLaut Bericht m\u00fcssen zus\u00e4tzliche steuerbare Kraftwerke gebaut werden. Diese decken die<br \/>\nStromnachfrage, wenn die Erzeugung von Wind und Sonne nicht ausreicht. Flexible Lasten und Speicher<br \/>\nhelfen dabei, die Stromnachfrage zu regulieren. Diese flexiblen Lasten sind z. B. Elektrofahrzeuge,<br \/>\nW\u00e4rmepumpen oder Wasserstoff-Elektrolyseure. Sie k\u00f6nnen bei hoher Erzeugung Strom verst\u00e4rkt nutzen<br \/>\nund bei hoher Nachfrage den Bezug reduzieren. Der Bericht betrachtet den Umbau des Stromsystems<br \/>\nunter der Annahme eines Kohleausstiegs bis 2030, wie im Koalitionsvertrag von SPD, B\u00fcndnis 90 \/ Die<br \/>\nGr\u00fcnen und FDP angestrebt.<br \/>\nDie Bundesregierung legt zusammen mit dem Bericht der Bundesnetzagentur Handlungsempfehlungen vor.<br \/>\nUm die Versorgungssicherheit auch weiterhin auf h\u00f6chstem Niveau zu\u00a0gew\u00e4hrleisten, werden die<br \/>\nvielfach bereits begonnenen Anstrengungen der Bundesregierung weitergef\u00fchrt. Beim Ausbau von Wind-<br \/>\nund Sonnenenergie sollen weitere Anstrengungen in unterschiedlichen Rechtsbereichen unternommen<br \/>\nwerden, damit die Ma\u00dfnahmen zur Erreichung der Ausbauziele ihre volle Wirkung entfalten k\u00f6nnen und<br \/>\ndie gesetzlichen Ziele erreicht werden. Bund, L\u00e4nder und Kommunen sind auch k\u00fcnftig weiter<br \/>\ngefordert, den Ausbau der erneuerbaren Energien st\u00e4rker zu beschleunigen und die Rahmenbedingungen<br \/>\nweiter zu verbessern. Empfohlen wird auch, den Zubau steuerbarer Erzeugungsleistung weiter<br \/>\nvoranzutreiben und dazu die F\u00f6rderung neuer Wasserstoffkraftwerke, Biomethan- und<br \/>\nBiomassekraftwerke aus dem EEG 2023 z\u00fcgig umzusetzen. Das KWKG wird ist und bleibt ein wichtiger<br \/>\nBaustein f\u00fcr den Zubau im Kraftwerkspark. Au\u00dferdem sollen die Hemmnisse zur Flexibilisierung der<br \/>\nNachfrage schnellstm\u00f6glich adressiert werden.<br \/>\nDer Bericht der Bundesnetzagentur analysiert den Zeitraum von 2025 bis 2031, also die<br \/>\nmittelfristige Perspektive der Versorgungssicherheit.<br \/>\nZur Methodik des Berichts:<br \/>\nDamit eine hohe methodische Robustheit besteht, baut die Bewertung der Versorgungssicherheit im<br \/>\nBericht auf zwei unterschiedlichen Studien auf. Verfasst wurden diese wissenschaftlichen Analysen<br \/>\nvon den renommierten Energieberatungsunternehmen Consentec GmbH in Zusammenarbeit mit IER und FfE<br \/>\nsowie von r2b Energy Consulting.<br \/>\nBeide Studien berechnen jeweils ein Szenario, das die Ziele der Bundesregierung gem\u00e4\u00df<br \/>\nKoalitionsvertrag und gesetzlicher Vorgaben, z.B. zum Ausbau der erneuerbaren Energien und der<br \/>\nElektromobilit\u00e4t abbildet. Beide Studien unterstellen den Kohleausstieg in 2030, da dies eine f\u00fcr<br \/>\ndas Stromsystem zun\u00e4chst herausfordernde und deshalb zentrale Annahme ist. Trotzdem kommen beide<br \/>\nStudien zu dem Ergebnis, dass die Versorgung in einem solchen Szenario gesichert w\u00e4re.<br \/>\nZus\u00e4tzlich wurde in einer Studie untersucht, was passiert, wenn 10 GW weniger Kraftwerksleistung<br \/>\nzur Verf\u00fcgung stehen. Hier sind nur minimale Auswirkung auf das Versorgungssicherheits-Niveau im<br \/>\nStrommarkt zu beobachten.<br \/>\nUm den Erwartungswert der Versorgungssicherheit im Strommarkt bei Erreichung der Ziele der<br \/>\nBundesregierung zu ermitteln, betrachtet das Versorgungssicherheits-Monitoring eine Vielzahl<br \/>\nm\u00f6glicher Situationen\u00a0und bezieht dabei verschiedene Wetterkonstellationen und Kraftwerksausf\u00e4lle<br \/>\nein, also herausfordernde Situationen f\u00fcr das System. Diese Methodik des Monitorings des<br \/>\nStrommarkts ist auch in der EU Binnenmarktverordnung angelegt. Sie ist<br \/>\n\u201ewahrscheinlichkeitsbasiert\u201c, betrachtet also eine erwartete Entwicklung \u00fcber eine Vielzahl an<br \/>\nSituationen:\u00a0 F\u00fcr jedes betrachtete Jahr wird ein Kraftwerkspark berechnet und dann gepr\u00fcft, ob<br \/>\ndieser in unterschiedlichen Situationen die Versorgungssicherheit gew\u00e4hrleisten kann. F\u00fcr jede<br \/>\nStunde im betrachteten Jahr (8.760 Stunden) werden 350 unterschiedliche Kraftwerksausf\u00e4lle<br \/>\nangenommen. Diese werden kombiniert mit sechs unterschiedlichen Wetterjahren. Darunter sind auch<br \/>\nWetterjahre mit sehr kalten Perioden und Dunkelflauten. Insgesamt entstehen so f\u00fcr jede Stunde<br \/>\n2.100 Kombinationen aus Wetter und Kraftwerksausf\u00e4llen (insgesamt rund 18 Mio. Situationen p.a.).<br \/>\nF\u00fcr die Versorgungssicherheit im Stromnetz wird mittels eines detaillierten Netzmodells analysiert,<br \/>\nob der Strom im betrachten Jahr auch zum Verbraucher transportiert werden kann.<br \/>\nDas Monitoring der Versorgungssicherheit wird alle zwei Jahre von der Bundesregierung<br \/>\nver\u00f6ffentlicht. Die Handlungsempfehlungen sind alle vier Jahre vorzulegen. Der Bericht ist damit<br \/>\nklar zu trennen von den parallelen Bedarfs- und Systemanalysen der \u00dcbertragungsnetzbetreiber f\u00fcr<br \/>\n2023 und 2024. Gem\u00e4\u00df \u00a7 3 Netzreserveverordnung legen die \u00dcbertragungsnetzbetreiber einmal j\u00e4hrlich<br \/>\nihre Analysen vor, inwieweit der Stromtransport zwischen Erzeugern und Verbrauchern durch das<br \/>\nbestehende Netz abgebildet werden kann. Diese Analyse wird von den Netzbetreibern aktuell<br \/>\nerarbeitet und im April vorgelegt. Auf dieser Basis werden die ben\u00f6tigten Netzreservekapazit\u00e4ten<br \/>\nvon der Bundesnetzagentur bestimmt; die Bundesnetzagentur wird weiter regelm\u00e4\u00dfig die Sicherheit der<br \/>\nEnergieversorgung monitoren und aufbauend auf den Daten des Berichts der Netzbetreiber einen<br \/>\nBericht erstellen.<br \/>\nDen Bericht zum Monitoring der Versorgungssicherheit Elektrizit\u00e4t finden Sie hier; die<br \/>\nHandlungsempfehlungen finden Sie hier.<br \/>\nEin Erl\u00e4uterungspapier zum Bericht finden Sie hier.<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmwk.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/2023\/02\/20230201-sichere-versorgung-mit-strom-bis-ende-des-jahrzehnts-gewahrleistet.html<\/p>\n<p>Quelle: abo-bmwi.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Sichere Versorgung mit Strom bis Ende des Jahrzehnts gew\u00e4hrleistet Die Versorgung mit Strom ist mit den aktuellen Planungen der Bundesregierung auch im Zeitraum 2025 bis 2031 auf weiterhin hohem Niveau gew\u00e4hrleistet. 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