{"id":15509,"date":"2023-01-16T08:53:43","date_gmt":"2023-01-16T07:53:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15509"},"modified":"2023-11-06T09:27:38","modified_gmt":"2023-11-06T08:27:38","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-20231-und-vorlaeufige-zahlen-zum-bip-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15509","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2023[1] und vorl\u00e4ufige Zahlen zum BIP 2022"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2023[1] und vorl\u00e4ufige Zahlen zum BIP 2022<\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr angesichts der<br \/>\nEnergiekrise und der Lieferkettenprobleme als erfreulich widerstandsf\u00e4hig erwiesen. Nach ersten<br \/>\nvorl\u00e4ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt<br \/>\nim Gesamtjahr um 1,9 % zu. Damit ist die deutsche Wirtschaft trotz Ukraine-Krieg,<br \/>\nLieferkettenengp\u00e4ssen und Energiepreiskrise gewachsen. Gr\u00fcnde f\u00fcr den positiven Verlauf sind<br \/>\nNachholeffekte nach der Corona-Pandemie sowie nachlassende Lieferengp\u00e4sse. So hat der private<br \/>\nKonsum mit einer Wachstumsrate von +4,6 % stark expandiert, da wieder Reisen, Restaurantbesuche,<br \/>\ngro\u00dfe Kulturveranstaltungen, Feste und Messen m\u00f6glich waren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1457\" rel=\"attachment wp-att-1457\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1457\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/StatPressCN-\u2039-frankensicht.de-\u2014-WordPress_1336737358340.jpeg\" alt=\"\" width=\"235\" height=\"119\" \/><\/a><br \/>\nDie Bundesregierung ver\u00f6ffentlicht mit der Jahresprojektion am 25. Januar 2023 ihre n\u00e4chste<br \/>\nEinsch\u00e4tzung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung f\u00fcr das laufende Jahr.<br \/>\nBundesminister Habeck: \u201eWir haben durch entschlossenes Handeln im vergangenen Jahr die Krise<br \/>\nbeherrschbar gemacht. Wir haben in kurzer Zeit Gesetzespakete geschn\u00fcrt, gro\u00dfe Geldmengen<br \/>\nmobilisiert, um die Wirtschaft zu st\u00fctzen und die Verbraucherinnen und Verbraucher zu entlasten.<br \/>\nDie Inflation ist zwar immer noch hoch, hat sich zuletzt aber merklich abgeschw\u00e4cht. Die<br \/>\nwirtschaftliche Abschw\u00e4chung \u00fcber das Winterhalbjahr wird nach den Daten, die wir aktuell haben,<br \/>\nmilder und k\u00fcrzer sein als erwartet. Damit zeigt dieses Land, was es kann. So entschlossen werden<br \/>\nwir auch in diesem Jahr vorangehen, damit wir ein starker und wettbewerbsf\u00e4higer Standort bleiben.\u201c<\/p>\n<p>Zur wirtschaftlichen Lage im Januar 2023 im Einzelnen: Die wirtschaftliche Entwicklung in<br \/>\nDeutschland hat sich im vergangenen Jahr angesichts der Energiekrise und der Lieferkettenprobleme<br \/>\nals erfreulich widerstandsf\u00e4hig erwiesen. Nach ersten vorl\u00e4ufigen Ergebnissen des Statistischen<br \/>\nBundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 1,9 % zu.<br \/>\nWachstums\u00adimpulse kamen dabei vor allem vom privaten Konsum und den Investitionen. Es mehren sich<br \/>\ndie Anzeichen daf\u00fcr, dass die wirtschaftliche Abschw\u00e4chung im Winter\u00adhalbjahr milder ausf\u00e4llt als<br \/>\nbislang erwartet worden ist. Dennoch d\u00fcrften die zunehmend bei den Verbrauchern ankommenden hohen<br \/>\nPreissteigerungen die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zu Jahresbeginn 2023 noch<br \/>\nbelasten. Au\u00dferdem sorgen Unsicherheiten \u00fcber die wirtschaftlichen Perspektiven aktuell noch f\u00fcr<br \/>\nInvestitionszur\u00fcckhaltung. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich gem\u00e4\u00df den ifo Umfragen<br \/>\nim Dezember sp\u00fcrbar aufgehellt. Fast alle Wirtschaftsbereiche waren zuversichtlicher als zuvor. Das<br \/>\nist ein weiteres Indiz daf\u00fcr, dass eine Rezession im Winterhalbjahr 2022\/23 ausbleiben k\u00f6nnte. Die<br \/>\nIndustrieproduktion stabilisierte sich im November nach einem schwachen Start ins vierte Quartal.<br \/>\nDie Nachfrage im Verarbeitenden Gewerbe ging im November kr\u00e4ftig zur\u00fcck, war aber stark von<br \/>\nausbleibenden Gro\u00dfauftr\u00e4gen aus dem Ausland im sonsti\u00adgen Fahrzeugbau gepr\u00e4gt. Die deutsche<br \/>\nIndustrie durchl\u00e4uft einen schwierigen Winter, auch wenn sich die Gesch\u00e4ftserwartungen der<br \/>\nUnternehmen zuletzt verbessert haben. Die Ums\u00e4tze im Einzelhandel erh\u00f6hten sich im November wieder<br \/>\netwas. Die Stimmung unter den privaten Verbrauchern stabilisierte sich weiter, lag allerdings immer<br \/>\nnoch auf einem niedrigen Niveau. Die Inflationsrate hat sich im Dezember um 1,4 Prozentpunkte auf<br \/>\nvoraussichtlich 8,6 % verringert. Im Jahresdurchschnitt 2023 lagen die Verbraucherpreise damit um<br \/>\n7,9 % \u00fcber dem Vorjahresniveau. Die Dezember-Soforthilfe f\u00fcr Gas und W\u00e4rme d\u00fcrfte f\u00fcr den R\u00fcckgang<br \/>\nim Dezember eine entscheidende Rolle gespielt haben. Die Teuerung der Energietr\u00e4ger fiel sp\u00fcrbar<br \/>\nschw\u00e4cher aus als in den Vormonaten. Der Anstieg der Preise f\u00fcr Nahrungsmittel hat sich leicht<br \/>\nabgeschw\u00e4cht. Auch zum Jahresende erweist sich der Arbeitsmarkt nach wie vor als widerstandsf\u00e4hig.<br \/>\nDie Inanspruchnahme der Kurzarbeit d\u00fcrfte zwar nochmals zugelegt haben, sich aber weiterhin auf<br \/>\nvergleichsweise niedrigem Niveau bewegen. Die Arbeitskr\u00e4fteknappheit wird allerdings zunehmend zur<br \/>\nWachstumsbremse. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen stieg im Jahr 2022 auf ein H\u00f6chstniveau.<br \/>\nInsbesondere im Dienstleistungssektor suchen fast alle Branchen nach neuen Mitarbeitenden. Die<br \/>\nbeantragten Unternehmensinsolvenzen nehmen von einem niedrigen Niveau aus wieder zu. Im Oktober<br \/>\nlagen sie um 17,9 % \u00fcber ihrem Stand von einem Jahr zuvor. Fr\u00fchindikatoren deuten auf einen<br \/>\nweiteren leichten Anstieg hin, eine \u201eInsolvenzwelle\u201c ist jedoch nicht in Sicht.<br \/>\nG\u00dcNSTIGER JAHRESAUSGANG 2022, ABER SCHWACHER START INS JAHR 2023<br \/>\nNach ersten vorl\u00e4ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes legte das preisbereinigte<br \/>\nBruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 1,9 % zu. Damit befand sich die deutsche Wirtschaft<br \/>\ntrotz des Krieges in der Ukraine und der damit zusammenh\u00e4ngenden Energiepreiskrise auf<br \/>\nWachstumskurs. Gr\u00fcnde f\u00fcr den vergleichsweise positiven Verlauf waren vor allem Nachholeffekte beim<br \/>\nprivaten Konsum und der Produktion nach dem Corona-Einbruch sowie im Jahresverlauf nachlassende<br \/>\nLieferengp\u00e4sse. Dennoch d\u00fcrften die zunehmend bei den Verbrauchern ankommenden Preissteigerungen<br \/>\ninfolge der damit verbundenen Kaufkraftverluste die Aussichten f\u00fcr den privaten Konsum noch<br \/>\nd\u00e4mpfen. Auch wenn die Industrie im Durchschnitt bislang vergleichsweise gut mit den gestiegenen<br \/>\nEnergiepreisen klarkommt, sind die Auswirkungen der Energiepreiskrise insbesondere in den<br \/>\nenergieintensiven Bereichen sichtbar. So lag die Produktion in der besonders betroffenen chemischen<br \/>\nIndustrie im November rund 20 % unter dem durchschnittlichen Niveau des Jahres 2021. Zus\u00e4tzlich<br \/>\nsorgten die unsicheren wirtschaftlichen Perspektiven und steigende Zinsen daf\u00fcr, dass viele<br \/>\nInvestitionsprojekte zun\u00e4chst zur\u00fcckgestellt wurden. Insbesondere am Bau verlief die Entwicklung im<br \/>\nletzten Vierteljahr schwach, weil die Finanzierung deutlich teurer geworden ist.<br \/>\nDie Lage in der Industrie stellt sich zuletzt aber g\u00fcnstiger dar. So stabilisierte sich die<br \/>\nIndustrieproduktion nach einem schwachen Start ins vierte Quartal im November wieder. Das ifo<br \/>\nGesch\u00e4ftsklima hat sich im Dezember weiter aufgehellt, auch weil sich in den kommenden Monaten die<br \/>\nMaterialengp\u00e4sse weiter abbauen d\u00fcrften. Ebenso haben die Beschl\u00fcsse der Bundesregierung zur Gas-<br \/>\nund Strompreisbremse dazu beigetragen, dass sich die Stimmung in den Unternehmen, aber auch bei den<br \/>\nVerbraucherinnen und Verbrauchern weiter verbessert hat. Der Ausblick auf die Industriekonjunktur<br \/>\nim ersten Quartal des neuen Jahres bleibt aber angesichts einer weiterhin schwachen Nachfrage<br \/>\nverhalten. Die Weltwirtschaft hat sich zuletzt wieder abgek\u00fchlt, was die heimische Industrie in<br \/>\nForm deutlich nachlassender Auftr\u00e4ge aus dem Ausland zu sp\u00fcren bekommt.<br \/>\nABK\u00dcHLUNG IN DER WELTWIRTSCHAFT<br \/>\nAktuelle Indikatoren zeigen eine insgesamt schwache Entwicklung des globalen Umfeldes. Der<br \/>\nWelthandel nahm im Oktober sp\u00fcrbar um 1,6 % gegen\u00fcber dem Vormonat ab. Die weltweite<br \/>\nIndustrieproduktion verringerte sich um 0,6 %, nachdem sie in den beiden Vormonaten noch zugelegt<br \/>\nhatte. Auch die Stimmungsindikatoren am aktuellen Rand sprechen f\u00fcr eine schwache Entwicklung \u00fcber<br \/>\ndie Wintermonate. Der Index von S&amp;P Global (ehemals IHS Markit) lag im Dezember weiter unter der<br \/>\nWachstumsschwelle von 50 Punkten und notierte zuletzt bei 48,2 Punkten.<br \/>\nR\u00dcCKGANG DER NOMINALEN IMPORTE DURCH FALLENDE PREISE<br \/>\nDer nominale Wert aller Einfuhren von Waren und Dienstleistungen hat sich im Berichtsmonat November<br \/>\ngegen\u00fcber dem Vormonat deutlich verringert (-4,5 %). Hinter dem nominalen R\u00fcckgang verbirgt sich<br \/>\njedoch eine reale Seitw\u00e4rtsbewegung, da auch die Importpreise im gleichen Zeitraum um 4,5 %<br \/>\ngefallen sind. Hier haben vor allem die r\u00fcckl\u00e4ufigen Energiepreise eine Rolle gespielt. Der<br \/>\nnominale Wert aller Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen verringerte sich im Vormonatsvergleich<br \/>\nmit einem R\u00fcckgang von 0,7 % deutlich schw\u00e4cher. Auch die Ausfuhrpreise gaben im November leicht<br \/>\nnach (-0,5 %), wenn auch in deutlich geringerem Umfang als die Importpreise.<br \/>\nHinter der schwachen Entwicklung der wertm\u00e4\u00dfigen Im- und Exporte in den letzten Monaten steckt<br \/>\nsomit auch eine gute Nachricht: In Folge der \u00fcberproportional fallenden Importpreise verbessern<br \/>\nsich die Terms of Trade der deutschen Volkswirtschaft wieder langsam.<br \/>\nDies macht sich auch im monatlichen Handelsbilanz\u00fcberschuss bemerkbar. Im November lag er mit 9,5<br \/>\nMrd. Euro im Plus. Dies ist der h\u00f6chste Wert seit 10 Monaten. Auf dem H\u00f6hepunkt der<br \/>\nEnergiepreiskrise im August lag der Handelsbilanz\u00fcberschuss noch bei -1,6 Mrd. Euro. Seitdem hat er<br \/>\nsich jedoch stetig erholt und liegt nun auf dem Niveau des Vorjahresmonats.<br \/>\nDer Ausblick f\u00fcr den Au\u00dfenhandel bleibt aufgrund des weltwirtschaftlichen Abschwungs verhalten. Im<br \/>\nVerarbeitenden Gewerbe war die Stimmung etwas besser als im Dienstleistungsbereich. Die ifo<br \/>\nExporterwartungen konnten im Dezember auf niedrigem Niveau leicht zulegen. Sie liegen jetzt bei<br \/>\n+1,6 Saldenpunkten. Zum Vergleich: Vor Ausbruch des Kriegs in der Ukraine lag der Index noch bei<br \/>\nrund 15 Saldenpunkten. Eine positive Nachricht ist, dass sich die Erholung vom Materialmangel<br \/>\nweiter fortsetzt. So gaben in der monatlichen ifo-Umfrage nur noch 50,7 % der Unternehmen an, von<br \/>\nKnappheiten bei Vorprodukten betroffen zu sein. Im Vormonat waren es noch 59,3 %. Auch die<br \/>\nContainerfrachtraten auf der Verbindung Asien \u2013 Europa sind mittlerweile fast wieder auf<br \/>\nVorkrisenniveau gefallen. Allerdings f\u00fchrt die Abkehr der Zero-Covid-Politik in China zur<br \/>\nBef\u00fcrchtung pandemiebedingter Produktionsausf\u00e4lle mit erneuten Engp\u00e4ssen bei bestimmten<br \/>\nLieferketten, was die Unsicherheit f\u00fcr die n\u00e4chsten Monate erh\u00f6ht.<br \/>\nDIE INDUSTRIEKONJUNKTUR STABILISIERT SICH, DIE KURZFRISTIGEN AUSSICHTEN BLEIBEN EHER TR\u00dcB<br \/>\nDie Produktion im Produzierenden Gewerbe hat sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im<br \/>\nNovember gegen\u00fcber dem Vormonat kaum ver\u00e4ndert (+0,2 %). W\u00e4hrend der Aussto\u00df in der Industrie<br \/>\nleicht um 0,5 % zunahm, kam es im Baugewerbe zu einem sp\u00fcrbaren Minus von 2,2 %. Der Bereich<br \/>\nEnergie konnte sich nach seinem kr\u00e4ftigen R\u00fcckgang im Vormonat etwas erholen und legte um 3,0 % zu.<br \/>\nIn den einzelnen Industriebranchen verlief die Entwicklung der Produktion unterschiedlich: Der<br \/>\ngewichtige Bereich Kfz und Kfz-Teile konnte kr\u00e4ftig um 5,6 % expandieren, w\u00e4hrend die Ausbringung<br \/>\nim \u00e4hnlich gro\u00dfe Maschinenbau unver\u00e4ndert blieb. Bei den besonders energieintensiven<br \/>\nWirtschaftszweigen konnten sich die Bereiche Chemische Erzeugnisse (+3,3 %) sowie Kokerei und<br \/>\nMineral\u00f6lverarbeitung (+5,0 %) erholen. Die Bereiche Papier und Pappe (-2,5 %), Metallerzeugung und<br \/>\n-bearbeitung (-2,3 %) sowie Glas, Glaswaren und Keramik (-2,5 %) verzeichneten hingegen erneut<br \/>\nR\u00fcckg\u00e4nge.<br \/>\nDie Auftragseing\u00e4nge im Verarbeitenden Gewerbe sind im November gegen\u00fcber dem Vormonat<br \/>\nsaisonbereinigt um 5,3 % gesunken. Damit setzten die Bestellungen ihren seit Februar letzten Jahres<br \/>\nzu beobachtendem Abw\u00e4rtstrend wieder verst\u00e4rkt fort, nachdem es im Oktober zu einer kurzen<br \/>\nStabilisierung gekommen war (+0,6 %). Die Nachfrage beim Verarbeitenden Gewerbe war im November<br \/>\nstark von ausbleibenden Gro\u00dfauftr\u00e4gen im sonstigen Fahrzeugbau gepr\u00e4gt. Ohne Gro\u00dfauftr\u00e4ge liegt der<br \/>\nR\u00fcckgang bei 2,9 %. Das deutliche Minus im Vormonatsvergleich ist vor allem auf einen kr\u00e4ftigen<br \/>\nR\u00fcckgang bei der Auslandsnachfrage um 8,1 % zur\u00fcckzuf\u00fchren (Euroraum: -10,3 %, Nicht-Euroraum: -6,8<br \/>\n%). Die Bestellungen aus dem Inland verringerten sich dagegen nur um 1,1 %.<br \/>\nDie Industrieproduktion stabilisierte sich im November nach dem schwachen Start ins vierte Quartal.<br \/>\nDie Stimmung in den Unternehmen hellte sich zuletzt auf und in den kommenden Monaten k\u00f6nnten die<br \/>\nnachlassenden Lieferengp\u00e4sse die Industriekonjunktur weiter st\u00fctzen. Dennoch bleibt der Ausblick<br \/>\nauf die Industriekonjunktur im ersten Quartal verhalten, darauf deuten die zuletzt schwachen<br \/>\nAuftragseing\u00e4nge sowie die sich abk\u00fchlende Weltwirtschaft hin.<br \/>\nEINZELHANDELSUMSATZ ZULETZT WIEDER ETWAS ST\u00c4RKER<br \/>\nDie Ums\u00e4tze im Einzelhandel ohne Kfz haben sich im November gegen\u00fcber dem Vormonat um 1,1 % erh\u00f6ht.<br \/>\nIm Vergleich zum November 2021 meldete der Einzelhandel ein (reales) Umsatzminus von 5,9 %, was zu<br \/>\neinem betr\u00e4chtlichen Teil auch die hohen Preissteigerungen im Einzelhandel widerspiegelt. So kam es<br \/>\nin nominaler Rechnung, also ohne Preisbereinigung, binnen Jahresfrist zu einem Umsatzplus von 4,8<br \/>\n%. Der Handel mit Lebensmitteln verzeichnete im November im Vergleich zum Vormonat ein reales<br \/>\nUmsatzminus von 1,3 % (gg\u00fc. Vorjahresmonat -5,7 %). Der Handel ohne Nahrungsmittel meldete einen<br \/>\nAnstieg seines Umsatzes von 2,1 % (gg\u00fc. Vorjahresmonat -6,1 %). Der Internet- und Versandhandel<br \/>\nverbuchte im November eine Abnahme um 1,3 % (gg\u00fc. Vorjahresmonat -9,2 %). Im Gesamtjahr 2022 gingen<br \/>\ndie Ums\u00e4tze im Einzelhandel gegen\u00fcber dem Vorjahr um 0,3 % zur\u00fcck. Besonders kr\u00e4ftig fiel das<br \/>\nUmsatzminus im Internet- und Versandhandel aus (-8,1 %), der allerdings im Jahr 2021<br \/>\npandemiebedingt einen Umsatzzuwachs von 12,3 % erzielt hatte. Die Neuzulassungen von Pkw durch<br \/>\nprivate Halter sind im Dezember kr\u00e4ftig um 22,0 % gestiegen, nachdem sie bereits im November um<br \/>\n14,6 % zugelegt hatten. Die Entwicklung zum Jahresende hin d\u00fcrfte allerdings stark durch die<br \/>\nReduzierung bzw. das Auslaufen der F\u00f6rderung von E-Autos und Pkw mit Hybrid-Antrieb gepr\u00e4gt worden<br \/>\nsein.<br \/>\nDas Klima bei den privaten Verbrauchern d\u00fcrfte sich zum Jahresende 2022 weiter stabilisiert haben.<br \/>\nLaut dem GfK Konsumklima ist im Januar mit der dritten Verbesserung in Folge zu rechnen. Es wird<br \/>\nerneut ein kleiner Anstieg des Indikators prognostiziert, der aber nach wie vor auf einem niedrigen<br \/>\nNiveau liegt. Als Gr\u00fcnde nennt GfK moderatere Energiepreise und die Entlastungspakete der<br \/>\nBundesregierung. Auch die ifo Gesch\u00e4ftserwartungen im Einzelhandel haben sich im Dezember erneut<br \/>\naufgehellt. Der Saldo der Meldungen liegt hier auf einem nicht mehr so niedrigem Niveau wie im<br \/>\nSeptember und Oktober. Auch die Beurteilung der Gesch\u00e4ftslage hat sich im Einzelhandel weiter<br \/>\nverbessert.<br \/>\nDEZEMBER-SOFORTHILFE DR\u00dcCKT INFLATIONSRATE SP\u00dcRBAR NACH UNTEN<br \/>\nBei den Verbraucherpreisen war im Dezember eine deutliche Verlangsamung des Auftriebs zu<br \/>\nbeobachten. So verringerte sich die Inflationsrate, d. h. der Anstieg des Preisniveaus binnen<br \/>\nJahresfrist, voraussichtlich um 1,4 Prozentpunkte auf 8,6 %. Eine ma\u00dfgebliche Rolle d\u00fcrfte dabei<br \/>\ndie Dezember-Soforthilfe, also die \u00dcbernahme der Monatsabschl\u00e4ge f\u00fcr Gas und W\u00e4rme durch den Bund,<br \/>\ngespielt haben. So verringerten sich die Preise f\u00fcr Energietr\u00e4ger gegen\u00fcber dem Vormonat kr\u00e4ftig.<br \/>\nDie Kerninflationsrate (ohne Nahrungsmittel und Energie) lag mit voraussichtlich +5,1 % mehr als<br \/>\nhalb so hoch wie die Gesamtrate.<br \/>\nIm Vormonatsvergleich fielen die Verbraucherpreise im November den zweiten Monat in Folge. Sie<br \/>\nsanken um voraussichtlich 0,8 %. Bei steigenden Preisen f\u00fcr Nahrungsmittel (+0,8 %) ist diese<br \/>\nEntwicklung in erster Linie auf geringere Energiepreise zur\u00fcckzuf\u00fchren (\u201111,6 %). Die Kernrate ist<br \/>\nim Vergleich zum Vormonat voraussichtlich um 0,9 % gestiegen.<br \/>\nDie Teuerung der Energietr\u00e4ger fiel im Dezember im Vorjahresvergleich mit 24,4 % sp\u00fcrbar schw\u00e4cher<br \/>\naus als in den Vormonaten (Nov.: +38,7 %; Okt.: 43,0 %). Der Anstieg der Preise f\u00fcr Nahrungsmittel<br \/>\nhat sich mit 20,7 % nur leicht abgeschw\u00e4cht (Nov.: +21,1%). Auch auf den vorgelagerten Absatzstufen<br \/>\ndeutet sich wegen der nicht mehr ganz so hohen Energiepreise eine gewisse Entspannung an. So hat<br \/>\nsich der Preisauftrieb auf Erzeugerebene im November im Vormonatsvergleich zum zweiten Mal in Folge<br \/>\nabgeschw\u00e4cht (\u20113,9 %; Okt.: -4,2 %), vor allem weil die Energiepreise zur\u00fcckgegangen sind (-9,6 %;<br \/>\nOkt.: -10,4 %). Die Gro\u00dfhandelsverkaufspreise verringerten sich im November ebenfalls im Vergleich<br \/>\nzum Oktober (\u20110,9 %). Im Vorjahresvergleich stiegen sie aber noch um 14,9 %. \u00c4hnlich verhielt es<br \/>\nsich mit den Importpreisen im November (-4,5 % gg\u00fc. Vormonat; +14,5 % gg\u00fc. Vorjahr).<br \/>\nDurch die ab Januar wirksam werdenden Gas- und Strompreisbremsen sollten die H\u00f6chstst\u00e4nde aus dem<br \/>\nletzten Jahr mit Inflationsraten von \u00fcber 10 % aber \u00fcberwunden sein. Daf\u00fcr spricht auch, dass auf<br \/>\nden vorgelagerten Absatzstufen in den letzten Monaten in Anbetracht nachlassender Energiepreise<br \/>\neine gewisse Entspannung zu beobachten war.<br \/>\nARBEITSMARKT WEITER WIDERSTANDSF\u00c4HIG<br \/>\nAuch zum Jahresende 2022 hat sich der Arbeitsmarkt weiterhin als widerstandsf\u00e4hig erwiesen. Die<br \/>\nregistrierte Arbeitslosigkeit nahm im Dezember saisonbereinigt (sb) um 13.000 Personen ab. Dies ist<br \/>\nder erste R\u00fcckgang seit sieben Monaten. Die Erwerbst\u00e4tigkeit legte im November kr\u00e4ftig zu (+50.000<br \/>\nPersonen). Bei der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung gab es im Oktober ein leichtes Plus<br \/>\n(sb +9.000 Personen). Auch die geringf\u00fcgige Besch\u00e4ftigung stieg in diesem Monat um +15.000<br \/>\nPersonen. Die Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro zum 1.Oktober 2022 f\u00fchrte somit nicht zu einem<br \/>\nBesch\u00e4ftigungsr\u00fcckgang in diesem Bereich. Die Inanspruchnahme der Kurzarbeit erh\u00f6hte sich im<br \/>\nOktober auf rund 160 Tausend Personen. Sie d\u00fcrfte im November nochmals zulegen. Die Fr\u00fchindikatoren<br \/>\nhaben sich stabilisiert. Zwar k\u00f6nnte es im Januar saisonbedingt wieder zu einem leichten Anstieg<br \/>\nder Arbeitslosigkeit kommen. Allerdings deuten die Besch\u00e4ftigungsbarometer von IAB und ifo darauf<br \/>\nhin, dass sich der Aufw\u00e4rtstrend bei der Besch\u00e4ftigung im ersten Quartal fortsetzen d\u00fcrfte. Das im<br \/>\nJahr 2022 erreichte H\u00f6chstniveau bei den gemeldeten offenen Stellen von 845.000 zeigt, dass die<br \/>\nArbeitskr\u00e4fteknappheit zunehmend zur Wachstumsbremse der deutschen Wirtschaft wird. Insbesondere im<br \/>\nDienstleistungssektor suchen fast alle Branchen nach neuen Mitarbeitern.<br \/>\nUNTERNEHMENSINSOLVENZEN NEHMEN VON NIEDRIGEM NIVEAU WIEDER ZU<br \/>\nIm Oktober 2022 haben die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit<br \/>\n1.245 beantragten Unternehmensinsolvenzen 17,9 % mehr als im Oktober 2021 gemeldet. Im Zeitraum<br \/>\nJanuar bis Oktober 2022 lag die Gesamtzahl der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen um 1,3 Prozent<br \/>\n\u00fcber dem Vorjahresniveau. Die meisten Insolvenzen gab es im Oktober 2022 im Baugewerbe (251 F\u00e4lle)<br \/>\nund im Handel einschlie\u00dflich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (206 F\u00e4lle).<br \/>\nAls Fr\u00fchindikator gibt die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen Hinweise auf die k\u00fcnftige<br \/>\nEntwicklung der Unternehmensinsolvenzen. Diese sind nach vorl\u00e4ufigen Angaben des Statistischen<br \/>\nBundesamtes im Dezember 2022 um 3,1 % gegen\u00fcber November 2022 gestiegen, nach einer Zunahme im<br \/>\nNovember um 1,2 %. Im weiteren Verlauf ist mit einem leichten Anstieg der Unternehmensinsolvenzen<br \/>\nzu rechnen, allerdings ausgehend von einem im langfristigen Vergleich sehr niedrigen Niveau. Die<br \/>\nFolgen des Kriegs in der Ukraine und die drastisch gestiegenen Energiepreise stellen f\u00fcr viele<br \/>\nUnternehmen Belastungen dar, deren Auswirkungen auf das Insolvenzgeschehen in den n\u00e4chsten Monaten<br \/>\nnur schwer abzusch\u00e4tzen sind.<br \/>\nMit dem Jahreswirtschaftsbericht, der am 25. Januar 2023 ver\u00f6ffentlicht wird, legt die<br \/>\nBundesregierung ihre neue Jahresprojektion zu den wirtschaftlichen Aussichten im kommenden Jahr<br \/>\nvor.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\n[1] In diesem Bericht werden Daten genutzt, die bis zum 13. Januar 2023 vorlagen. Soweit nicht<br \/>\nanders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber der jeweiligen Vorperiode auf Basis<br \/>\npreisbereinigter sowie kalender- und saisonbereinigter Daten.<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmwk.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/Wirtschaftliche-Lage\/2023\/20230113-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2023.html<\/p>\n<p>Quelle: abo-bmwi.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2023[1] und vorl\u00e4ufige Zahlen zum BIP 2022 Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr angesichts der Energiekrise und der Lieferkettenprobleme als erfreulich widerstandsf\u00e4hig erwiesen. Nach ersten vorl\u00e4ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 1,9 % zu. 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