{"id":15468,"date":"2022-12-26T08:45:35","date_gmt":"2022-12-26T07:45:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15468"},"modified":"2022-12-26T08:45:35","modified_gmt":"2022-12-26T07:45:35","slug":"einstieg-des-bundes-bei-energieversorger-uniper-se-vollzogen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15468","title":{"rendered":"Einstieg des Bundes bei Energieversorger Uniper SE vollzogen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Einstieg des Bundes bei Energieversorger Uniper SE vollzogen<\/p>\n<p>Die Beteiligung des Bundes am Energieversorger Uniper SE ist erfolgt. Wie im September 2022<br \/>\nbeschlossen, \u00fcbernimmt der Bund rund 99 % der Anteile des Unternehmens. Die staatliche Beteiligung<br \/>\ndient der Sicherstellung der Energieversorgung in Deutschland. Die Europ\u00e4ische Kommission hat die<br \/>\nHilfsma\u00dfnahme am 20. Dezember 2022 beihilferechtlich genehmigt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=4796\" rel=\"attachment wp-att-4796\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4796\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/steckdose1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/steckdose1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/steckdose1.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nIn einer au\u00dferordentlichen Hauptversammlung von Uniper SE am 19. Dezember 2022 haben die Aktion\u00e4re<br \/>\neine Kapitalerh\u00f6hung in H\u00f6he von 8 Mrd. Euro beschlossen. Nach der am 20. Dezember 2022 erfolgten<br \/>\nEU-beihilferechtlichen Genehmigung der Stabilisierungsma\u00dfnahme durch die Europ\u00e4ische Kommission<br \/>\nkonnte diese Kapitalerh\u00f6hung nun vollzogen werden. Zur Zeichnung der Aktien war ausschlie\u00dflich der<br \/>\nBund bzw. eine Bundes-Entit\u00e4t zugelassen. Hierdurch erlangt der Bund etwa 93 % der Anteile am<br \/>\nUnternehmen zum Bezugspreis von 1,70 Euro je Aktie. Weitere rund 6 % der Anteile erwirbt der Bund<br \/>\nvom bisherigen Mehrheitsaktion\u00e4r Fortum. Der Bezugspreis je Aktie betr\u00e4gt ebenfalls 1,70 Euro,<br \/>\ninsgesamt rund 500 Mio. Euro. Dar\u00fcber hinaus wurde in der au\u00dferordentlichen Hauptversammlung ein<br \/>\ngenehmigtes Kapital in H\u00f6he von 25 Mrd. Euro geschaffen. Dieses kann genutzt werden, um weitere<br \/>\nbereits entstandene sowie zuk\u00fcnftige Kapitalbedarfe zu decken. Die Inanspruchnahme des genehmigten<br \/>\nKapitals steht dabei jeweils unter dem Zustimmungsvorbehalt des Bundes.<br \/>\nDie Gew\u00e4hrung der Stabilisierungsma\u00dfnahme bedurfte als staatliche Beihilfe der Genehmigung durch<br \/>\ndie Europ\u00e4ische Kommission. Sie ist im Zuge der Genehmigung mit wettbewerblichen Auflagen verbunden<br \/>\nworden, um sicherzustellen, dass nachteilige Auswirkungen der Beihilfe auf die Handelsbedingungen<br \/>\nso weit wie m\u00f6glich abgeschw\u00e4cht werden und die positiven Folgen der Stabilisierung die<br \/>\nnachteiligen \u00fcberwiegen. Der Bund ist verpflichtet, seine Beteiligung bis sp\u00e4testens 2028 auf<br \/>\nmaximal 25% plus eine Aktie zu reduzieren. Eine Verl\u00e4ngerung dieser Frist ist nur mit Genehmigung<br \/>\nder EU Kommission m\u00f6glich. Diese Auflagen werden durch die am 19. Dezember 2022 geschlossene<br \/>\nRahmenvereinbarung zwischen Bund und Uniper SE umgesetzt. Sie umfassen sowohl strukturelle<br \/>\nMa\u00dfnahmen wie die Pflicht zur Ver\u00e4u\u00dferung einzelner Unternehmensbeteiligungen und konventioneller<br \/>\nErzeugungsanlagen als auch Verhaltensbeschr\u00e4nkungen hinsichtlich der Ausweitung der Marktposition.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus bestehen umfangreiche Berichts- und Informationspflichten sowie<br \/>\nVerg\u00fctungsbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Vorst\u00e4nde und Aufsichtsr\u00e4te der Uniper SE.<br \/>\nUniper SE betreibt kritische Infrastruktur im Bereich Energie in Deutschland und spielt eine<br \/>\nzentrale Rolle bei der Versorgung mit Strom und Gas. Infolge des russischen Angriffskrieges gegen<br \/>\ndie Ukraine und des Lieferstopps von russischem Gas ist das Unternehmen in existenzielle<br \/>\nSchwierigkeiten geraten. Die Bundesregierung hatte daher bereits im Juli 2022 ein notwendiges<br \/>\nHilfspaket f\u00fcr das Unternehmen beschlossen, das im September 2022 an die weiteren Entwicklungen<br \/>\nangepasst wurde. Uniper SE hat auf dieser Grundlage in den vergangenen Monaten bereits umfangreiche<br \/>\nHilfen in Form von \u00dcberbr\u00fcckungskrediten der Kreditanstalt f\u00fcr Wiederaufbau (KfW) erhalten. Die<br \/>\nKfW-Mittel werden nun durch Eigenkapital ersetzt und teilweise zur\u00fcckgef\u00fchrt. Die jetzt erfolgte<br \/>\nBeteiligung des Bundes am Unternehmen ist ein wesentlicher Meilenstein des Rettungspakets der<br \/>\nBundesregierung zur Stabilisierung des Unternehmens und damit einhergehend zur Gew\u00e4hrleistung der<br \/>\nVersorgungssicherheit in Deutschland.<br \/>\nDie Stabilisierungsma\u00dfnahme erfolgt auf Grundlage von \u00a7 29 Absatz 1 des Energiesicherungsgesetzes<br \/>\nund auf Basis des Befristeten Krisenrahmens der Europ\u00e4ischen Kommission f\u00fcr staatliche Beihilfen<br \/>\nzur St\u00fctzung der Wirtschaft infolge der Aggression Russlands gegen die Ukraine (sog. Ukraine-TCF).<br \/>\nAls Betreiber kritischer Infrastruktur im Bereich Energie hatte das Unternehmen beim Bund<br \/>\nStabilisierungsma\u00dfnahmen beantragt. Die Bundesregierung hatte die notwendigen Hilfen zugesagt. Die<br \/>\nEinzelheiten der Stabilisierung wurden einvernehmlich zwischen dem Bund, Uniper SE und dem<br \/>\nbisherigen Mehrheitsaktion\u00e4r Fortum vereinbart. Anders als bei den Ma\u00dfnahmen der Bundesregierung<br \/>\nf\u00fcr Securing Energy for Europe GmbH (SEFE), vormals Gazprom Germania GmbH, stand oder steht die<br \/>\nUniper SE nicht unter Treuhandverwaltung des Bundes, sondern bleibt f\u00fcr die F\u00fchrung der operativen<br \/>\nGesch\u00e4fte weiterhin selbst verantwortlich.<br \/>\nDie Finanzierung der Stabilisierungsma\u00dfnahme erfolgt durch den Wirtschaftsstabilisierungsfonds<br \/>\n(WSF). Zur Finanzierung der Ma\u00dfnahmen des wirtschaftlichen Abwehrschirms gegen die Folgen des<br \/>\nrussischen Angriffskrieges hatte die Bundesregierung den WSF im Oktober 2022 reaktiviert und auf<br \/>\ndie Abfederung der Folgen der Energiekrise neu ausgerichtet. Hierf\u00fcr wurde der WSF mit einer<br \/>\nKrediterm\u00e4chtigung in H\u00f6he von 200 Mrd. Euro ausgestattet.<br \/>\nF\u00fcr die F\u00fchrung der Beteiligung ist das Bundesministerium der Finanzen zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmwk.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/2022\/12\/20221222-einstieg-des-bundes-bei-energieversorger-uniper-se-vollzogen.html<\/p>\n<p>Quelle:abo-bmwi.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Einstieg des Bundes bei Energieversorger Uniper SE vollzogen Die Beteiligung des Bundes am Energieversorger Uniper SE ist erfolgt. Wie im September 2022 beschlossen, \u00fcbernimmt der Bund rund 99 % der Anteile des Unternehmens. Die staatliche Beteiligung dient der Sicherstellung der Energieversorgung in Deutschland. Die Europ\u00e4ische Kommission hat die Hilfsma\u00dfnahme am 20. 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