{"id":15446,"date":"2022-12-18T08:37:21","date_gmt":"2022-12-18T07:37:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15446"},"modified":"2022-12-18T08:37:21","modified_gmt":"2022-12-18T07:37:21","slug":"wasserstoff-bund-prueft-gruendung-einer-wasserstoffnetz-gesellschaft-aiwanger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15446","title":{"rendered":"Wasserstoff Bund pr\u00fcft Gr\u00fcndung einer Wasserstoffnetz-Gesellschaft Aiwanger: &#8222;"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Wasserstoff Bund pr\u00fcft Gr\u00fcndung einer Wasserstoffnetz-Gesellschaft Aiwanger: &#8220;<\/p>\n<p>Bestehende Erdgasnetze auf Wasserstoff umstellen anstatt neue Parallelstrukturen des Bundes aufbauen! Deutschland braucht noch in diesem Jahrzehnt ein leistungsf\u00e4higes H2-Startnetz&#8220;<\/p>\n<p>Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger erteilt den \u00dcberlegungen des Bundes zur Gr\u00fcndung einer staatlichen Wasserstoffnetzgesellschaft in Konkurrenz zu den bestehenden Erdgasnetzen eine klare Absage. Aiwanger: &#8222;Der Bund ist hier auf dem Holzweg. Wir m\u00fcssen doch die bestehenden Erdgasnetze und das Fachwissen und Personal der jetzigen Erdgasnetzbetreiber nutzen und diese Strukturen Schritt f\u00fcr Schritt auf Wasserstoff umstellen anstatt zu glauben, die Bundesregierung k\u00f6nne alles besser und macht das selbst. Dieser realit\u00e4tsferne Plan der Konfrontation gegen bestehende, \u00fcber Jahrzehnte aufgebaute Strukturen w\u00fcrde zwangsl\u00e4ufig schief gehen und die Einf\u00fchrung der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland torpedieren statt bef\u00f6rdern. Wenn der Bund bei der Wasserstoffnetzplanung jetzt auf die Bremse tritt, ist ein deutschlandweites Startnetz in diesem Jahrzehnt nicht mehr zu schaffen. Dabei m\u00fcssen wir jetzt rasch Geschwindigkeit aufnehmen, um eine Wasserstoff-Infrastruktur zu schaffen. Ich kann die Bundesregierung nur dringend bitten, sich mit den Wirtschafts- und Energieministern der L\u00e4nder und der existierenden Erdgaswirtschaft schnellstm\u00f6glich an einen Tisch zu setzen und zu kl\u00e4ren, wie wir hier am sichersten zum Erfolg kommen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=7144\" rel=\"attachment wp-att-7144\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-7144\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/himmel-2-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/himmel-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/himmel-2.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wenn die derzeitigen Erdgasnetzbetreiber ihre f\u00fcr Wasserstoff vorgesehenen Netze an die neue Gesellschaft verkaufen m\u00fcssten, entfalle der Anreiz, in den Netzausbau zu investieren. Zudem w\u00fcrden sie mit dem Wegfall der Wasserstoffnetze f\u00fcr sich jegliche Perspektive hin zu einer klimaneutralen Zukunft ihres Gesch\u00e4ftsfeldes verlieren, erl\u00e4utert Aiwanger. Damit w\u00e4ren die jetzigen Erdgasnetzbetreiber ja geradezu gezwungen, ihre fossilen Gesch\u00e4ftsmodelle gegen die Umstellung auf Wasserstoff mit Z\u00e4hnen und Klauen zu verteidigen, um sich nicht selbst das Grab zu schaufeln. Der Aufbau einer neuen staatlichen Gesellschaft dieser Dimension werde zwangsl\u00e4ufig scheitern, wie die politische Realit\u00e4t auf vielen anderen Politikfeldern zeige. Das w\u00fcrde viel Zeit, Geld und Rechtsstreit in Anspruch nehmen, ohne die Ausgangssituation f\u00fcr die Netzentwicklung zu ver\u00e4ndern. Das blockiere dringend notwendige Ressourcen gerade dann, wenn es gilt, bestehende Strukturen und Kompetenzen bei den Netzbetreibern bestm\u00f6glich zu nutzen. \u00a0 \u00a0 F\u00fcr einen raschen Wasserstoffhochlauf m\u00fcssen die EU-Entflechtungsvorgaben f\u00fcr Erdgas- und Wasserstoffnetze mit Augenma\u00df gestaltet werden. Deshalb fordert Bayern einfache und praktikable Regelungen analog zu den bestehenden Vorschriften f\u00fcr das Erdgasnetz. \u00a0 Aiwanger: &#8222;Es ist nicht nachvollziehbar, warum die bislang bew\u00e4hrten Regelungen nun f\u00fcr die Wasserstoffnetze nicht mehr gelten. Zudem liegen mit den Vorschl\u00e4gen der Deutschen Energie-Agentur seit Monaten alternative Finanzierungskonzepte f\u00fcr tragbare Netzentgelte in der Markthochlaufphase auf dem Tisch. Die Pl\u00e4ne des Bundes bauen nicht auf diesen Vorschl\u00e4gen auf, sondern bremsen vielmehr die schnelle Entwicklung der Wasserstoffinfrastruktur aus der Gasinfrastruktur heraus und verhindern Synergien zwischen dem Gasnetz- und dem Wasserstoffnetzbetrieb bei den Netzbetreibern. Ein volkswirtschaftlich sinnvoller Aufbau der Wasserstofftransportinfrastruktur unter Nutzung der bestehenden Erdgasleitungen kann so nicht gelingen. F\u00fcr die Transformation hin zu einer Wasserstoffwirtschaft m\u00fcssen Planung, Ausbau und Betrieb der Wasserstoffinfrastruktur gemeinsam mit dem bestehenden Gasnetz gedacht werden.&#8220; \u00a0 Anlass f\u00fcr Aiwangers erneuten Appell an den Bund, die bestehenden Erdgasstrukturen unter Einbeziehung der jetzigen Betreiber weiterzuentwickeln anstatt diese abzuwickeln und neue Strukturen gr\u00fcnden zu wollen, ist ein aktuell bekanntgewordenes Strategiepapier des Bundes folgenden Inhalts: &#8222;Eine Wasserstoffnetzgesellschaft mit nationaler Beteiligung plant, realisiert und stellt Leitungen bereit.&#8220; &#8222;Eine zentrale Rolle bei der zuk\u00fcnftigen Planung der Wasserstoffnetze wird bei einer zu gr\u00fcndenden Wasserstoffnetzgesellschaft mit staatlicher Beteiligung liegen.&#8220; &#8222;Durch die staatliche Beteiligung an der Wasserstoffnetzgesellschaft kann die Finanzierung der notwendigen Investitionen zu g\u00fcnstigen Finanzierungsbedingungen sichergestellt werden.&#8220; &#8222;Mittelfristig soll die Wasserstoffnetzgesellschaft die bisherigen Wasserstoffleitungen sowie umzunutzende Erdgasleitungen erwerben sowie Planung und beschleunigte Umsetzung eines deutschlandweiten Zielnetzes f\u00fcr den Wasserstofftransport im Jahr 2030 umsetzen.&#8220; Dazu sagt Aiwanger: &#8222;Ich gehe davon aus, dass dieses interne Papier als Versuchsballon absichtlich in Umlauf gebracht wurde, um die Reaktion der Politik und Fachwelt zu testen. Meine Reaktion darauf ist klar: wenn man erfolgreich sein will, braucht der Aufbau der Wasserstoffwirtschaft bew\u00e4hrte Praktiker, keine theoretischen Planspiele am gr\u00fcnen Tisch. Es sei denn, man will den Karren an die Wand fahren. Dann muss man die Praktiker vom Hof jagen und mit Theoretikern sein Gl\u00fcck versuchen.&#8220;<\/p>\n<p>Quelle: stmwi.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Wasserstoff Bund pr\u00fcft Gr\u00fcndung einer Wasserstoffnetz-Gesellschaft Aiwanger: &#8220; Bestehende Erdgasnetze auf Wasserstoff umstellen anstatt neue Parallelstrukturen des Bundes aufbauen! Deutschland braucht noch in diesem Jahrzehnt ein leistungsf\u00e4higes H2-Startnetz&#8220; Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger erteilt den \u00dcberlegungen des Bundes zur Gr\u00fcndung einer staatlichen Wasserstoffnetzgesellschaft in Konkurrenz zu den bestehenden Erdgasnetzen eine klare Absage. 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