{"id":15440,"date":"2022-12-15T08:55:35","date_gmt":"2022-12-15T07:55:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15440"},"modified":"2022-12-15T08:55:35","modified_gmt":"2022-12-15T07:55:35","slug":"pflanzenschutzmittel-und-duenger-nachhaltig-einsetzen-tierschutz-europaweit-verbessern-eu-agrarministerinnen-und-minister-tagen-in-bruessel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15440","title":{"rendered":"Pflanzenschutzmittel und D\u00fcnger nachhaltig einsetzen, Tierschutz europaweit verbessern EU-Agrarministerinnen und -minister tagen in Br\u00fcssel"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Pflanzenschutzmittel und D\u00fcnger nachhaltig einsetzen, Tierschutz europaweit verbessern<br \/>\nEU-Agrarministerinnen und -minister tagen in Br\u00fcssel<\/p>\n<p>Am Montag sind die EU-Agrarministerinnen und -minister zu ihrer monatlichen Tagung in Br\u00fcssel zusammengekommen. Deutschland wurde bei der Ratstagung von der Parlamentarischen Staatssekret\u00e4rin Dr. Ophelia Nick vertreten, da Bundeslandwirtschaftsminister Cem \u00d6zdemir kurzfristig krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte.<\/p>\n<p>Zu den wichtigsten Tagesordnungspunkten der Tagung des Agrar- und Fischereirats:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=8915\" rel=\"attachment wp-att-8915\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-8915\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/angeln7-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/angeln7-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/angeln7.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>an<\/p>\n<p>Die Mitgliedstaaten berieten \u00fcber den Verordnungsvorschlag der EU-Kommission zur nachhaltigen Verwendung von Pflanzenschutzmitteln. Deutschland unterst\u00fctzt den Vorschlag der Kommission, das EU-Pflanzenschutzrecht zu harmonisieren und klares, ambitioniertes Reduktionsziel vorzugeben. Damit k\u00f6nnen Fortschritte beim Schutz der biologischen Vielfalt und der Umwelt erzielt werden\u2013 und das in der gesamten EU. Landwirtschaftliche Praxis muss gleicherma\u00dfen einer nachhaltigen, krisenresilienten Landwirtschaft und dem Schutz der \u00d6kosysteme dienen. Nur so kann die Grundlage f\u00fcr die Ern\u00e4hrungssicherung erhalten bleiben. Dennoch sind aus deutscher Sicht noch Nachbesserung erforderlich: So braucht es europaweit gleiche Vorgaben zum Schutz \u00f6kologisch sensibler Gebiete. Zudem sollten im \u00f6kologischen Landbau eingesetzte Mittel auch in sensiblen Gebieten erlaubt bleiben. Es ist essenziell, dass die Fl\u00e4chen trotz neuer Auflagen vollumf\u00e4nglich \u00fcber Agrarumweltma\u00dfnahmen oder \u00d6kolandbauf\u00f6rderung f\u00f6rderf\u00e4hig bleiben. Deutschland spricht sich f\u00fcr z\u00fcgige weitere Beratungen dieser f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t sehr wichtigen Verordnung aus und wird sich in den weiteren Verhandlungen auf EU-Ebene f\u00fcr eine zeitnahe Einigung einsetzen.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die Lage an den Agrarm\u00e4rkten, insbesondere nach dem v\u00f6lkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine, tauschten sich die Mitgliedstaaten \u00fcber die Verf\u00fcgbarkeit von D\u00fcngemitteln aus. D\u00fcngemittel haben sich auch in Deutschland infolge des Ukraine-Kriegs massiv verteuert. Grund ist vor allem der gestiegene Erdgaspreis. Auch wenn nach aktuellen Prognosen bei uns die Versorgung mit D\u00fcngemitteln bis zur n\u00e4chsten Ernte gesichert ist, ist es aus deutscher Sicht wichtig, den Bedarf an D\u00fcnger bei der landwirtschaftlichen Erzeugung langfristig und \u00f6kologisch nachhaltig zu sichern. Einer h\u00f6heren Fl\u00e4chen- und N\u00e4hrstoffeffizienz sowie der Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise kommt daher eine gro\u00dfe und wachsende Bedeutung zu.<\/p>\n<p>Die EU-Kommission informierte zudem \u00fcber die Ergebnisse eines \u201eFitness-Checks\u201c der europ\u00e4ischen Tierschutzgesetzgebung. Nach dieser Evaluation entsprechen die Rechtsvorschriften, die teilweise mehrere Jahrzehnte alt sind, nicht mehr den Erwartungen der heutigen Gesellschaft und dem Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse. Zudem f\u00fchre eine mangelnde Klarheit zu einer unterschiedlichen Umsetzung und Anwendung in den EU-Mitgliedstaaten, was wiederum ungleiche Wettbewerbsbedingungen schaffe. Deutschland unterstrich im Rat, dass die Ergebnisse der Evaluation zeigen, dass es eine moderne Tierschutzgesetzgebung in der EU braucht. Gemeinsames Ziel muss es aus deutscher Sicht sein, die Tierschutzstandards in der landwirtschaftlichen Tierhaltung europaweit ambitioniert anzuheben und die Bedingungen f\u00fcr alle Tiere nachhaltig zu verbessern \u2013 in den Betrieben, beim Transport und bei der Schlachtung. Adressiert an die Europ\u00e4ische Kommission betonte Deutschland, dass es nun zeitnah Vorschl\u00e4ge f\u00fcr EU-weit harmonisierte Regelungen braucht, auch zu einer europ\u00e4ischen Tierschutzkennzeichnung.<\/p>\n<p>Die Mitgliedstaaten tauschten zudem Gedanken aus \u00fcber die Strategiepl\u00e4ne im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vor dem Hintergrund der derzeitigen Lage in der Ukraine und der neuen Herausforderungen, die dies f\u00fcr die Landwirtschaft mit sich bringt. Nach der Genehmigung des deutschen GAP-Strategieplans wurden in Deutschland die Rechtsgrundlagen f\u00fcr den Start der neuen Agrarf\u00f6rderung angepasst. Im Jahr 2023 gilt es nun, erste Erfahrungen mit der Umsetzung der neuen GAP zu sammeln, um daraus zu lernen. Das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) hat einen nationalen Begleitausschuss eingerichtet, der die Umsetzung flankiert. Ziel ist es, die Agrarf\u00f6rderung noch in dieser F\u00f6rderperiode zielgenauer auf die Honorierung \u00f6ffentlicher Leistungen auszurichten. Damit werden zudem wichtige Vorarbeiten geleistet, um die GAP ab 2027 weiterzuentwickeln und die Direktzahlungen durch die Honorierung von Klima- und Umweltleistungen angemessen zu ersetzen. Der Begleitausschuss wird sich noch in dieser Woche konstituieren.<\/p>\n<p>Auf der Ratstagung im Dezember stand zudem die Fischereipolitik im Mittelpunkt: Die Mitgliedstaaten entschieden sowohl \u00fcber die Fangmengen im Atlantik und in der Nordsee als auch \u00fcber die Fangm\u00f6glichkeiten im Mittelmeer und im Schwarzen Meer. Zudem wurden ambitionierte Ma\u00dfnahmen zum Schutz des europ\u00e4ischen Aals beschlossen. Hier finden Sie die fischereipolitischen Ergebnisse&lt;https:\/\/www.bmel.de\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/2022\/174-fischereirat.html&gt;.<\/p>\n<p>Quelle:bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Pflanzenschutzmittel und D\u00fcnger nachhaltig einsetzen, Tierschutz europaweit verbessern EU-Agrarministerinnen und -minister tagen in Br\u00fcssel Am Montag sind die EU-Agrarministerinnen und -minister zu ihrer monatlichen Tagung in Br\u00fcssel zusammengekommen. Deutschland wurde bei der Ratstagung von der Parlamentarischen Staatssekret\u00e4rin Dr. Ophelia Nick vertreten, da Bundeslandwirtschaftsminister Cem \u00d6zdemir kurzfristig krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte. 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