{"id":15233,"date":"2022-09-26T08:23:23","date_gmt":"2022-09-26T06:23:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15233"},"modified":"2022-09-26T08:23:23","modified_gmt":"2022-09-26T06:23:23","slug":"kartoffelernte-2022-geringere-ernte-wegen-hitze-und-trockenheit-folgen-der-klimakrise-wirken-sich-auf-landwirtschaft-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15233","title":{"rendered":"Kartoffelernte 2022: Geringere Ernte wegen Hitze und Trockenheit Folgen der Klimakrise wirken sich auf Landwirtschaft aus"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Kartoffelernte 2022: Geringere Ernte wegen Hitze und Trockenheit<br \/>\nFolgen der Klimakrise wirken sich auf Landwirtschaft aus<\/p>\n<p>Die Folgen der Klimakrise f\u00fchren zu einer geringeren Kartoffelernte in Deutschland. Nach ersten Auswertungen sinkt die Erntemenge 2022 auf rund 10,3 Millionen Tonnen und damit um voraussichtlich neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr bzw. um f\u00fcnf Prozent im Vergleich zum mehrj\u00e4hrigen Durchschnitt. Laut vorl\u00e4ufiger Zahlen konnten im bundesdeutschen Durchschnitt etwa 38 Tonnen pro Hektar geerntet werden, das entspricht einem R\u00fcckgang von zw\u00f6lf Prozent im Vergleich zum Vorjahr und acht Prozent im Vergleich zum mehrj\u00e4hrigen Durchschnitt. Die Ursache liegt in den \u00fcberdurchschnittlich hei\u00dfen und trockenen Sommermonaten. Vor allem bei Kartoffeln, die nicht bew\u00e4ssert wurden, kam es zu Ernteeinbu\u00dfen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=12359\" rel=\"attachment wp-att-12359\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12359\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/getreide-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/getreide-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/getreide.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Obwohl die Anbaufl\u00e4che 2022 um rund 8000 Hektar auf 266 800 Hektar stieg, konnten damit die Ertragsr\u00fcckg\u00e4nge nicht kompensiert werden. Auch in Niedersachsen, dem mit 46 Prozent Fl\u00e4chenanteil bedeutendsten deutschen Anbaugebiet, bauten die Landwirte auf einer gr\u00f6\u00dferen Fl\u00e4che Kartoffeln an. Die Erntemenge liegt mit rund 5,2 Millionen Tonnen voraussichtlich nur knapp \u00fcber der des Vorjahres.<\/p>\n<p>Die Fr\u00fchkartoffelernte, die bereits Ende Mai begann und am 10. August endete, war in vielen Regionen noch zufriedenstellend. Nach \u00fcberwiegend guten Pflanzbedingungen im Fr\u00fchjahr reichten die Bodenwasservorr\u00e4te bei den fr\u00fchen Sorten vielerorts f\u00fcr einen guten Knollenansatz, zudem wurde nach M\u00f6glichkeit bew\u00e4ssert. Mittelfr\u00fche und sp\u00e4te Sorten litten hingegen sehr unter den ununterbrochen hochsommerlichen Bedingungen. Ohne Bew\u00e4sserung kam es landesweit, insbesondere im Osten, aber auch in Mittel- und S\u00fcddeutschland zu erheblichen Ertragseinbu\u00dfen durch Trocken- und Hitzestress. Bew\u00e4sserte Best\u00e4nde litten zumindest unter der Hitze, teilweise waren auch Wasserkontingente nicht ausreichend. Allein in Schleswig-Holstein k\u00f6nnen vorrausichtlich leicht \u00fcberdurchschnittliche Ertr\u00e4ge geerntet werden.<\/p>\n<p>Auch wenn viele Best\u00e4nde fr\u00fchzeitig abreiften, konnte die Ernte aufgrund der hart getrockneten B\u00f6den und der zu hohen Temperaturen vielerorts nicht direkt erfolgen. Eine Besch\u00e4digung der Knollen und Qualit\u00e4tsprobleme bei der Einlagerung w\u00e4ren die Folge gewesen. Aber auch die reifen Kartoffeln in der Erde zu belassen, kann Qualit\u00e4tsprobleme verursachen. Zuletzt gab es Berichte \u00fcber Drahtwurmbefall. Die j\u00fcngsten Niederschl\u00e4ge kommen zwar f\u00fcr Ertragszuw\u00e4chse zu sp\u00e4t, f\u00fchren jedoch vielerorts zu verbesserten Erntebedingungen.<\/p>\n<p>Hintergrund:<br \/>\nDie Besondere Ernte- und Qualit\u00e4tsermittlung (BEE) hat in Verbindung mit der Bodennutzungshaupterhebung die Aufgabe, zu einem m\u00f6glichst fr\u00fchen Zeitpunkt Angaben \u00fcber die Menge und die Qualit\u00e4t der Ernte ausgew\u00e4hlter Fruchtarten f\u00fcr das gesamte Bundesgebiet und f\u00fcr die L\u00e4nder zu liefern. Mithilfe der von den L\u00e4ndern ermittelten Ertr\u00e4gen von repr\u00e4sentativ ausgew\u00e4hlten Probefl\u00e4chen auf landwirtschaftlichen Betrieben wird das Ergebnis der Kartoffelernte berechnet. Da bislang erst 44 Prozent der insgesamt \u00fcber 700 Probefl\u00e4chen aus der BEE ausgewertet wurden, k\u00f6nnen sich beim endg\u00fcltigen Ergebnis der Kartoffelernte noch deutliche Abweichungen ergeben.<\/p>\n<p>Quelle: bmel.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Kartoffelernte 2022: Geringere Ernte wegen Hitze und Trockenheit Folgen der Klimakrise wirken sich auf Landwirtschaft aus Die Folgen der Klimakrise f\u00fchren zu einer geringeren Kartoffelernte in Deutschland. 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