{"id":15184,"date":"2022-09-01T08:16:16","date_gmt":"2022-09-01T06:16:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15184"},"modified":"2022-09-01T08:16:16","modified_gmt":"2022-09-01T06:16:16","slug":"ruestungsexportbericht-fuer-das-vorjahr-2021-verabschiedet-vorlaeufige-genehmigungszahlen-im-jahr-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15184","title":{"rendered":"R\u00fcstungsexportbericht f\u00fcr das Vorjahr 2021 verabschiedet \u2013 vorl\u00e4ufige Genehmigungszahlen im Jahr 2022"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>R\u00fcstungsexportbericht f\u00fcr das Vorjahr 2021 verabschiedet \u2013 vorl\u00e4ufige Genehmigungszahlen im Jahr<br \/>\n2022<\/p>\n<p>Die Bundesregierung hat heute im Kabinett den R\u00fcstungsexportbericht 2021 verabschiedet. Der Bericht<br \/>\nbezieht sich auf die Genehmigungsentscheidungen f\u00fcr R\u00fcstungsexporte im vergangenen Jahr und<br \/>\nunterrichtet damit im Wesentlichen \u00fcber Entscheidungen, die vor der Amts\u00fcbernahme der jetzigen<br \/>\nBundesregierung getroffen wurden.<br \/>\nGem\u00e4\u00df dem Bericht wurden im Jahr 2021 Einzelgenehmigungen f\u00fcr die Ausfuhr von R\u00fcstungsg\u00fctern in<br \/>\nH\u00f6he von ca. 9,4 Mrd. \u20ac erteilt. Das ist der historisch h\u00f6chste j\u00e4hrliche Genehmigungswert und<br \/>\nliegt deutlich \u00fcber dem Vorjahr 2020 mit ca. 5,8 Mrd. \u20ac sowie dem Durchschnitt der vergangenen f\u00fcnf<br \/>\nJahre (6,85 Mrd. \u20ac).<br \/>\nDer H\u00f6chstwert f\u00fcr das Jahr 2021 beruht u.a. darauf, dass die vorherige Bundesregierung<br \/>\ngro\u00dfvolumigen Genehmigungen f\u00fcr \u00c4gypten im Wert von ca. 4 Mrd. \u20ac f\u00fcr den maritimen Bereich und die<br \/>\nLuftverteidigung erteilten.<br \/>\nNur etwa drei Prozent der Ausfuhrgenehmigungen (309 Mio. \u20ac) wurden im Jahr 2021 von der neuen<br \/>\nBundesregierung nach der Amts\u00fcbernahme (8. Dezember 2021) genehmigt. Hierbei handelt es sich nahezu<br \/>\nausschlie\u00dflich um Ausfuhren in EU-\/NATO- oder NATO-gleichgestellte L\u00e4nder.<br \/>\nVom Gesamtwert des Jahres 2021 entfiel ein Anteil von 36,4 % (2020: 49,9 %) auf Genehmigungen f\u00fcr<br \/>\nLieferungen in EU-\/NATO- und NATO-gleichgestellte L\u00e4nder. F\u00fcr Drittl\u00e4nder wurden<br \/>\nAusfuhrgenehmigungen in H\u00f6he von 5,95 Mrd. \u20ac (2020: 2,92 Mrd. \u20ac) erteilt. Der die Drittl\u00e4nder<br \/>\nbetreffende Wert f\u00fcr das Jahr 2021 (5,95 Mrd. \u20ac) liegt \u00fcber dem Durchschnitt der Jahreswerte f\u00fcr<br \/>\nGenehmigungen f\u00fcr Ausfuhren in Drittl\u00e4nder im Zeitraum 2017 bis 2021. Dieser betr\u00e4gt 3,74 Mrd. \u20ac.<br \/>\nDer Gesamtwert der Genehmigungen f\u00fcr Kleinwaffen und Kleinwaffenteile belief sich im Jahr 2021 auf<br \/>\n43,9 Mio. \u20ac (2020: 37,6 Mio. \u20ac). Davon entfielen 43,46 Mio. \u20ac und damit ca. 99 % des<br \/>\nGenehmigungswertes auf EU-\/NATO- und NATO-gleichgestellte L\u00e4nder.<br \/>\nGenehmigungen f\u00fcr Leichtwaffen und Leichtwaffenteile wurden im Jahr 2021 im Wert von ca. 15,6 Mio.<br \/>\n\u20ac erteilt. Davon entfielen ca. 14,5 Mio. \u20ac und damit 93 % des Genehmigungswertes auf EU-\/NATO- und<br \/>\nNATO-gleichgestellte L\u00e4nder.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=4845\" rel=\"attachment wp-att-4845\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4845\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nDen R\u00fcstungsexportbericht 2021 finden Sie hier.<br \/>\nR\u00fcstungsexportgenehmigungen im Jahr 2022<br \/>\nIn diesem Jahr wurden bislang (Stichtag 30.08.) nach vorl\u00e4ufigen Zahlen Einzelgenehmigungen f\u00fcr die<br \/>\nAusfuhr von R\u00fcstungsg\u00fctern im Wert von 5,28 Mrd. \u20ac erteilt (anteilig: 2,72 Mrd. \u20ac Kriegswaffen und<br \/>\n2,56 Mrd. \u20ac sonstige R\u00fcstungsg\u00fcter). Davon entfielen mit 4,01 Mrd. \u20ac bislang 76,1 % (Jahreswert<br \/>\n2021: 36,4 %) auf Genehmigungen f\u00fcr Lieferungen in EU-\/NATO- und NATO-gleichgestellte L\u00e4nder<br \/>\n(anteilig: 2,28 Mrd. \u20ac Kriegswaffen und 1,73 Mrd. \u20ac sonstige R\u00fcstungsg\u00fcter). Ma\u00dfgeblichen Anteil<br \/>\nhieran hat ein gro\u00dfvolumiges und auf mehrere Jahre angelegtes Beschaffungsvorhaben der Niederlande.<br \/>\nIn Bezug auf den Wert f\u00fcr Ausfuhrgenehmigungen an Drittl\u00e4nder zeigt sich, dass die Unterst\u00fctzung<br \/>\nDeutschlands f\u00fcr die Ukraine einen signifikanten Anteil daran hat. Insgesamt wurden f\u00fcr Drittl\u00e4nder<br \/>\nbisher Ausfuhrgenehmigungen in H\u00f6he von 1,26 Mrd. \u20ac erteilt (anteilig: 436,66 Mio. \u20ac Kriegswaffen<br \/>\nund 827,14 Mio. \u20ac sonstige R\u00fcstungsg\u00fcter). Davon entfielen Genehmigungen im Wert von ca. 724,5 Mio.<br \/>\n\u20ac auf die Ukraine. Dies entspricht einem Wertanteil von 57,3 % an allen bislang 2022 erteilten<br \/>\nGenehmigungen f\u00fcr die Ausfuhr von R\u00fcstungsg\u00fctern in Drittl\u00e4nder.<br \/>\nIm Vergleich liegt der Drittl\u00e4nderanteil bei 23,9 % (2021: 63,6 %; 2020: 50,1 %). Wird der Wert der<br \/>\nf\u00fcr die Ukraine sowie f\u00fcr den Wertepartner S\u00fcdkorea erteilten Ausfuhrgenehmigungen getrennt<br \/>\nbetrachtet, entf\u00e4llt auf alle anderen Drittl\u00e4nder im Jahr 2022 mit 392 Mio. \u20ac bislang ein Anteil<br \/>\nvon 7,4 % am Gesamtgenehmigungswert (2021: 61,6 %). Die Genehmigungen f\u00fcr EU-\/NATO- und<br \/>\nNATO-gleichgestellte L\u00e4nder sowie die Ukraine und S\u00fcdkorea machen damit zusammen ca. 92,6 % der<br \/>\nWerte aller erteilten Einzelgenehmigungen aus.<br \/>\nF\u00fcr Entwicklungsl\u00e4nder[i] liegt der Anteil am Wert der Gesamtgenehmigungen (ohne Ukraine) in 2022<br \/>\nbislang mit 29,08 Mio. \u20ac bei nur 0,6 % (Jahreswert 2021: 48,9 %; 2020: 18,0 %).<br \/>\nDer Gesamtwert der Genehmigungen f\u00fcr Kleinwaffen und Kleinwaffenteile belief sich nach vorl\u00e4ufigen<br \/>\nZahlen im laufenden Jahr auf 77,3 Mio. \u20ac. Davon entfielen 76,3 Mio. \u20ac und damit ca. 98,7 % des<br \/>\nGenehmigungswertes auf EU-\/NATO- und NATO-gleichgestellte L\u00e4nder. Lieferungen von Kleinwaffen und<br \/>\nKleinwaffenteilen wurden damit fast ausschlie\u00dflich f\u00fcr den L\u00e4nderkreis der EU- und B\u00fcndnispartner<br \/>\ngenehmigt.<br \/>\nGenehmigungen f\u00fcr Leichtwaffen und Leichtwaffenteile wurden im laufenden Jahr im Wert von 166,35<br \/>\nMio. \u20ac erteilt. Davon entfielen Genehmigungen im Wert von ca. 143,9 Mio. \u20ac und damit 86,5 % auf die<br \/>\nUkraine sowie Genehmigungen im Wert von ca. 21,76 Mio. \u20ac und damit 13,1 % auf EU-\/NATO- und<br \/>\nNATO-gleichgestellte L\u00e4nder.<br \/>\nWeitere Informationen zur Unterst\u00fctzung der Ukraine mit R\u00fcstungsg\u00fctern bei der Selbstverteidigung<br \/>\ngegen den russischen Angriffskrieg finden Sie hier.<br \/>\nR\u00fcstungsexportkontrollgesetz<br \/>\nAuf Grundlage des Koalitionsvertrages erarbeitet die Bundesregierung unter Federf\u00fchrung des BMWK<br \/>\nderzeit ein R\u00fcstungsexportkontrollgesetz. Mit dem Gesetz soll erstmalig die R\u00fcstungsexportkontrolle<br \/>\nder Bundesregierung ausdr\u00fccklich gesetzlich festgeschrieben werden.<br \/>\nStaatssekret\u00e4r Giegold: \u201eZiel der Bundesregierung ist eine gesetzlich geregelte, restriktive und<br \/>\ntransparente R\u00fcstungsexportpolitik. Hierauf haben sich die Regierungsparteien als ein wichtiges<br \/>\nVorhaben f\u00fcr die aktuelle Legislaturperiode auf die Verabschiedung eines<br \/>\nR\u00fcstungsexportkontrollgesetzes verst\u00e4ndigt. Das Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz<br \/>\nbeabsichtigt, die Eckpunkte f\u00fcr das R\u00fcstungsexportgesetz zum Anfang des Herbstes vorlegen.<br \/>\nR\u00fcstungsexporte an Verb\u00fcndete und Wertepartner sollen vereinfacht werden. Die Kontrolle von<br \/>\nWaffenexporten in Drittstaaten wird verbindlicher geregelt und der Beachtung der Menschenrechte ein<br \/>\nbesonderes Gewicht beigemessen. Dazu kodifizieren wir den gemeinsamen Standpunkt der EU mit seinen<br \/>\nacht Kriterien sowie die Politischen Grunds\u00e4tze der Bundesregierung f\u00fcr den Export von Waffen und<br \/>\nsonstigen R\u00fcstungsg\u00fctern. Die Bundesregierung verfolgt bereits jetzt eine restriktive<br \/>\nExportpolitik, wie sich in den deutlich geringeren Zahlen f\u00fcr Drittl\u00e4nder im laufenden Jahr zeigt.<br \/>\nZugleich hilft Deutschland der Ukraine mit Ausr\u00fcstungs- und Waffenlieferungen, damit diese sich<br \/>\ngegen den v\u00f6lkerrechts-widrigen Angriffskrieg Russlands verteidigen kann. Die Bundesregierung hat<br \/>\nim R\u00fcstungsexportbericht 2021 zudem bereits erste Verbesserungen f\u00fcr mehr Transparenz vorgenommen<br \/>\nworden, indem die Werte der Genehmigungen von Leichten Waffen transparenter als bisher ausgewiesen<br \/>\nwerden.\u201c<br \/>\nWeitere Informationen zum R\u00fcstungsexportkontrollgesetz finden Sie hier.<br \/>\n[i] Entwicklungsl\u00e4nder und -gebiete entsprechend der Liste des Entwicklungsausschusses<br \/>\n(Development Assistance Committee = DAC) der OECD ohne die L\u00e4nder der mittleren Einkommensgruppe,<br \/>\noberer Bereich (vierte Spalte der genannten Liste).<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmwk.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/2022\/08\/20220831-ruestungsexportbericht-fuer-2021-verabschiedet-vorlaeufige-genehmigungszahlen-2022.html<\/p>\n<p>Quelle: abo-bmwi.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: R\u00fcstungsexportbericht f\u00fcr das Vorjahr 2021 verabschiedet \u2013 vorl\u00e4ufige Genehmigungszahlen im Jahr 2022 Die Bundesregierung hat heute im Kabinett den R\u00fcstungsexportbericht 2021 verabschiedet. 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