{"id":15146,"date":"2022-08-16T08:28:21","date_gmt":"2022-08-16T06:28:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15146"},"modified":"2022-08-16T08:28:21","modified_gmt":"2022-08-16T06:28:21","slug":"sicherung-der-energie-und-waermeversorgung-hoehe-der-gas-umlage-steht-fes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15146","title":{"rendered":"Sicherung der Energie- und W\u00e4rmeversorgung: H\u00f6he der Gas-Umlage steht fes"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Sicherung der Energie- und W\u00e4rmeversorgung: H\u00f6he der Gas-Umlage steht fest &#8211; Bundesminister Habeck:<br \/>\n\u201eDie Umlage muss und wird mit gezielten Entlastungen einhergehen.\u201c<\/p>\n<p>Um die W\u00e4rme- und Energieversorgung in der kommenden K\u00e4lteperiode zu sichern, wird von Oktober an<br \/>\neine befristete Gas-Sicherungsumlage erhoben. Diese liegt zu Beginn des Umlagezeitraums (ab dem 1.<br \/>\nOktober) bei 2,4 Cent, wie der Marktgebietsverantwortliche Trading Hub Europe (THE) heute bekannt<br \/>\ngab. Ziel ist es, in der durch den russischen Angriff auf die Ukraine bewusst ausgel\u00f6sten deutschen<br \/>\nund europ\u00e4ischen Energiekrise die Gasversorgung f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger und die Wirtschaft<br \/>\nzu sichern. Um die Energiekosten mindestens teilweise zu d\u00e4mpfen, soll die befristete Umlage durch<br \/>\nweitere, zielgenaue Entlastungen f\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger und eine Verl\u00e4ngerung der<br \/>\nHilfsprogramme f\u00fcr die Wirtschaft flankiert werden.<br \/>\nDer Bundesminister f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, erkl\u00e4rte: \u201eDie Umlage ist eine<br \/>\nFolge von Putins v\u00f6lkerrechtswidrigem Angriffskrieg auf die Ukraine und die von russischer Seite<br \/>\nverursachte k\u00fcnstliche Energieknappheit. Sie ist bei weitem kein einfacher Schritt, aber notwendig,<br \/>\num die W\u00e4rme- und Energieversorgung in den privaten Haushalten und der Wirtschaft<br \/>\naufrechtzuerhalten. Sonst w\u00e4re die Versorgungssicherheit gef\u00e4hrdet. Aber erstens: Die Umlage muss<br \/>\nund wird von einem weiteren Entlastungspaket begleitet werden. Die Energiepreise sind durch den<br \/>\nrussischen Angriffskrieg insgesamt enorm gestiegen. Gerade f\u00fcr diejenigen, die nicht viel haben,<br \/>\nist das eine hohe Belastung, die nicht oder nur schwer zu tragen ist. Die Bundesregierung hat sich<br \/>\nschon auf erste Schritte wie eine Ausweitung des Wohngeldes mit einem Heizkostenzuschuss<br \/>\nverst\u00e4ndigt. Ich meine aber, dass weitere zielgenaue Entlastungen n\u00f6tig sind. In dieser Krise<br \/>\nm\u00fcssen wir den demokratischen Konsens sozialpolitisch absichern. Zweitens ist f\u00fcr die<br \/>\nBundesregierung v\u00f6llig klar, dass der Staat \u00fcber die Umlage letztlich keine h\u00f6heren<br \/>\nMehrwertsteuereinnahmen erzielen soll. Wir werden einen Weg finden, um sicherzustellen, dass es da<br \/>\nnicht noch zu einer zus\u00e4tzlichen Belastung kommt.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=4845\" rel=\"attachment wp-att-4845\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4845\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/1euro.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nHintergrund f\u00fcr die Umlage ist die von Russland k\u00fcnstlich geschaffene Energieknappheit. So wurden<br \/>\ndie Gasfl\u00fcsse durch die Pipeline Nord Stream 1 ohne belastbare technische Gr\u00fcnde reduziert.<br \/>\nGasimportunternehmen m\u00fcssen nun zu deutlich h\u00f6heren Preisen als vereinbart am so genannten<br \/>\nSpotmarkt Ersatz beschaffen, damit die Privathaushalte sowie die Wirtschaft weiter mit ausreichend<br \/>\nGas versorgt werden k\u00f6nnen. Dadurch w\u00fcrden zum Teil hohe und nicht zu deckende Verluste entstehen,<br \/>\nwodurch Insolvenzen und gro\u00dffl\u00e4chige Lieferausf\u00e4lle in der Gasversorgung wahrscheinlich w\u00fcrden. Um<br \/>\nein solches Szenario zu verhindern, soll der Gro\u00dfteil dieser Ersatzbeschaffungskosten ab Oktober<br \/>\nsolidarisch von allen Gasversorgern getragen werden, die diese dann auf die Endkunden \u2013<br \/>\nPrivathaushalte und Wirtschaft \u2013 umlegen k\u00f6nnen. Bis Ende September tragen die Gasimporteure die<br \/>\nKosten praktisch allein. Die Umlage dient explizit nicht dazu, die Eigent\u00fcmerinnen und Eigent\u00fcmer<br \/>\nder Energieversorgungsunternehmen vor Wertverlusten zu sch\u00fctzen. Die Umlage ist per<br \/>\nRechtsverordnung von der Bundesregierung beschlossen worden; Rechtsgrundlage ist \u00a7 26 des<br \/>\nnovellierten Energiesicherungsgesetzes.<br \/>\nInsgesamt unternimmt die Bundesregierung umfangreiche Anstrengungen, um die Gasversorgung zu<br \/>\nstabilisieren und so die Versorgungssicherheit zu gew\u00e4hrleisten. So k\u00fcmmert sie sich um den z\u00fcgigen<br \/>\nAufbau einer Infrastruktur f\u00fcr Fl\u00fcssigerdgas, um russisches Gas zu ersetzen. Sie sorgt f\u00fcr die<br \/>\nausreichende Bef\u00fcllung der Gasspeicher in der kommenden Heizperiode und f\u00fcr die Ersatzbeschaffung<br \/>\nvon Gas. Dar\u00fcber hinaus sichert die Bundesregierung die Funktionsf\u00e4higkeit des Gasmarktes ab, um<br \/>\ndie Gasversorgung aufrechtzuerhalten, unter anderem durch Kreditprogramme sowie durch die<br \/>\nstaatliche Beteiligung an Uniper, dem gr\u00f6\u00dften Gasimportunternehmen am deutschen Markt.<br \/>\nN\u00e4heres zur Umlage<br \/>\nDie Umlage ist bis zum 1. April 2024 befristet. Sie kann alle drei Monate anhand der tats\u00e4chlichen<br \/>\nKostenh\u00f6he aktualisiert werden. Ihre H\u00f6he wird jeweils von dem Marktgebietsverantwortlichen THE<br \/>\nermittelt. Wirtschaftspr\u00fcfer oder andere in der Verordnung genannte Pr\u00fcfer m\u00fcssen die Richtigkeit<br \/>\nder Kostenberechnungen testieren. Die Bundesnetzagentur begleitet als unabh\u00e4ngige Beh\u00f6rde das<br \/>\nVerfahren und pr\u00fcft die Berechnungen auf Plausibilit\u00e4ten, einschlie\u00dflich einer genauen \u00dcberpr\u00fcfung<br \/>\nim Rahmen der sogenannten Endabrechnung.<br \/>\nDiejenigen Gasimporteure, die wegen ihrer hohen Ersatzbeschaffungskosten f\u00fcr ausfallendes<br \/>\nrussisches Gas die Umlage in Anspruch nehmen wollen, konnten bei THE 90 Prozent ihrer<br \/>\nvoraussichtlichen Mehrbeschaffungskosten geltend machen. Daf\u00fcr gelten zwei zentrale Bedingungen.<br \/>\nErstens darf es nur um Ersatzbeschaffungen f\u00fcr physische Gaslieferungen in den deutschen Markt<br \/>\ngehen; zweitens d\u00fcrfen nur Mengen angerechnet werden, die in Bestandsvertr\u00e4gen in Bezug auf<br \/>\nrussische Erdgaslieferungen zugesichert wurden. Das hei\u00dft, die Liefervertr\u00e4ge m\u00fcssen vor dem 1. Mai<br \/>\n2022 abgeschlossen worden sein.<br \/>\nInsgesamt haben zw\u00f6lf Gasimporteure ihre Ersatzbeschaffungskosten bei THE angemeldet. Bezogen auf<br \/>\nden Umlagezeitraum bis Anfang April 2024 machten diese Gasimporteure 34 Milliarden Euro an Kosten<br \/>\ngeltend; dies entspricht 90 Prozent der erwarteten Ersatzbeschaffungskosten f\u00fcr diese Zeit. Aus<br \/>\ndieser Summe wurde durch ein im Rahmen der Rechtsverordnung vorgegebenes Berechnungsverfahren die<br \/>\nH\u00f6he der Umlage ermittelt. Dabei wird mit Prognosewerten gearbeitet. Am Ende des Umlagezeitraums<br \/>\nwird dann anhand der tats\u00e4chlichen Kosten abgerechnet.<br \/>\nWeitere Informationen<br \/>\nZu THE: Die Firma Trading Hub Europe ist ein Unternehmen der Fernleitungsnetzbetreiber in<br \/>\nDeutschland, das nicht gewinnorientiert arbeiten darf und f\u00fcr die technische Funktionsf\u00e4higkeit des<br \/>\ndeutschen Gasmarktes zust\u00e4ndig ist.<br \/>\nEine ausf\u00fchrliche FAQ-Liste zur Gassicherungs-Umlage finden Sie hier.<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmwk.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/2022\/08\/20220815-sicherung-der-energie-und-waermeversorgung.html<\/p>\n<p>Quelle:abo-bmwi.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Sicherung der Energie- und W\u00e4rmeversorgung: H\u00f6he der Gas-Umlage steht fest &#8211; Bundesminister Habeck: \u201eDie Umlage muss und wird mit gezielten Entlastungen einhergehen.\u201c Um die W\u00e4rme- und Energieversorgung in der kommenden K\u00e4lteperiode zu sichern, wird von Oktober an eine befristete Gas-Sicherungsumlage erhoben. 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