{"id":15113,"date":"2022-08-03T08:27:51","date_gmt":"2022-08-03T06:27:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15113"},"modified":"2022-08-03T08:27:51","modified_gmt":"2022-08-03T06:27:51","slug":"gruenes-licht-fuer-gruene-fernwaerme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15113","title":{"rendered":"Gr\u00fcnes Licht f\u00fcr gr\u00fcne Fernw\u00e4rme"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Gr\u00fcnes Licht f\u00fcr gr\u00fcne Fernw\u00e4rme: Europ\u00e4ische Kommission genehmigt F\u00f6rderprogramm zur<br \/>\nDekarbonisierung von W\u00e4rmenetzen<\/p>\n<p>Das neue F\u00f6rderprogramm der Bundesregierung zur Umstellung der Fernw\u00e4rme auf<br \/>\nTreibhausgasneutralit\u00e4t und zum Neubau neuer klimaneutraler Netze hat heute gr\u00fcnes Licht aus<br \/>\nBr\u00fcssel bekommen. Die Europ\u00e4ische Kommission genehmigte die Bundesf\u00f6rderung f\u00fcr effiziente<br \/>\nW\u00e4rmenetze (BEW) beihilferechtlich. Die F\u00f6rderung kann damit Mitte September starten.<br \/>\nVizekanzler und Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Habeck:<br \/>\n\u201eDas ist eine gute sehr Nachricht. Gr\u00fcne Fernw\u00e4rmenetz sind ein Schl\u00fcssel f\u00fcr eine klimaneutrale<br \/>\nW\u00e4rmeversorgung und entscheidend, um unsere Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Energieimporten zu<br \/>\nreduzieren. \u00dcber sie k\u00f6nnen sich in Zukunft viele Haushalte und Betriebe effizient mit nachhaltiger<br \/>\nW\u00e4rme versorgen \u2013 gespeist aus Erneuerbaren Energien oder Abw\u00e4rme aus industriellen Prozessen. Vor<br \/>\nallem in St\u00e4dten und dicht besiedelten Gegenden ist der Anschluss an die zunehmend klimaneutrale<br \/>\nFernw\u00e4rme die beste L\u00f6sung, um von \u00d6l- und Gasheizungen wegzukommen. Viele Kommunen stehen in den<br \/>\nStartl\u00f6chern, um die W\u00e4rmeversorgung umzustellen. Mit dem Go aus Br\u00fcssel f\u00fcr das F\u00f6rderprogramm<br \/>\nk\u00f6nnen sie jetzt loslegen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=6722\" rel=\"attachment wp-att-6722\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6722\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/himmel-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/himmel-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/himmel.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nAktuell dominieren fossile Energietr\u00e4ger die W\u00e4rmeversorgung in Deutschland. Fast die H\u00e4lfte der<br \/>\ndeutschen Haushalte heizt noch mit fossilem Erdgas, ein weiteres Viertel mit Heiz\u00f6l. F\u00fcr den<br \/>\nklimaneutralen Umbau der W\u00e4rmeversorgung spielen W\u00e4rmenetze daher eine wichtige Rolle. Sie k\u00f6nnen<br \/>\nUmgebungsw\u00e4rme durch den Einsatz von Gro\u00dfw\u00e4rmepumpen nutzbar machen, erneuerbare W\u00e4rme etwa aus<br \/>\nSonnenenergie und Erdw\u00e4rme wie auch industrielle Abw\u00e4rme einbinden und an Haushalte verteilen. Vor<br \/>\nallem in St\u00e4dten, aber auch dort im l\u00e4ndlichen Raum, wo die Siedlungsdichte einen wirtschaftlichen<br \/>\nBetrieb zul\u00e4sst, ist der Anschluss an ein W\u00e4rmenetze die beste L\u00f6sung, wenn \u00d6l- und Gasheizungen<br \/>\nausgetauscht werden.<br \/>\n\u201eMit der Bundesf\u00f6rderung f\u00fcr effiziente W\u00e4rmenetze setzen wir Anreize und stellen planbare<br \/>\nfinanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr den langfristigen Umstieg bereit\u201c, sagte Habeck. Die F\u00f6rderung<br \/>\nrichtet sich unter anderem an Energieversorgungsunternehmen, Kommunen, Stadtwerke und eingetragene<br \/>\nVereine\/Genossenschaften, die \u00fcber die neue F\u00f6rderung Zusch\u00fcsse f\u00fcr Investitionen in W\u00e4rmenetze<br \/>\nerhalten k\u00f6nnen. So kann k\u00fcnftig beispielsweise eine Kommune oder eine Genossenschaft Zusch\u00fcsse<br \/>\nerhalten, wenn diese ein Nahw\u00e4rmenetz im Neubaugebiet errichtet oder ein Stadtwerk das bisher \u00fcber<br \/>\nKohle-KWK betriebene Fernw\u00e4rmenetz auf Erneuerbare Energien und Abw\u00e4rme umstellt. Der Umbau der<br \/>\nW\u00e4rmeversorgung wird neben den F\u00f6rderprogramm flankiert mit einer fl\u00e4chendeckenden kommunalen<br \/>\nW\u00e4rmeplanung als zentrales Koordinierungsinstrument f\u00fcr lokale, effiziente W\u00e4rmenutzung.<br \/>\nDie BEW setzt gezielte finanzielle Anreize f\u00fcr W\u00e4rmenetzbetreiber in neue W\u00e4rmenetze zu investieren<br \/>\nund bestehende Netze so umzubauen, dass sie zunehmend durch W\u00e4rme aus erneuerbaren Energien und<br \/>\nAbw\u00e4rme gespeist werden. Dabei werden Heizwerke und Heizkraftwerke, die Gas und Kohle verbrennen,<br \/>\nschrittweise durch erneuerbare W\u00e4rmeerzeugung ersetzt.<br \/>\nZur F\u00f6rderung im Einzelnen:<br \/>\nMit der BEW f\u00f6rdert die Bundesregierung den Neubau von W\u00e4rmenetzen mit mindestens 75-prozentiger<br \/>\nW\u00e4rmeeinspeisung aus erneuerbaren Energien und Abw\u00e4rme, die Erweiterung und Verdichtung sowie die<br \/>\nDekarbonisierung bestehender W\u00e4rmenetze.<br \/>\nGef\u00f6rdert werden in einem ersten Schritt eine Projektphase Machbarkeitsstudien f\u00fcr neue W\u00e4rmenetze<br \/>\nund Transformationspl\u00e4ne f\u00fcr die Umstellung bestehender Netze auf erneuerbare Energien und Abw\u00e4rme.<br \/>\nKernst\u00fcck der BEW ist dann in einem weiteren Schritt die F\u00f6rderung von Investitionen und teilweise<br \/>\nsogar Betriebskosten, wenn die in den Machbarkeitsstudien und Transformationspl\u00e4nen beschriebenen<br \/>\nMa\u00dfnahmen umgesetzt werden.<br \/>\nDie Investitionskostenf\u00f6rderung erfolgt in H\u00f6he von maximal 40 % der Investitionen in<br \/>\nErzeugungsanlagen und Infrastruktur. F\u00f6rdergegenst\u00e4nde sind u.a. Anlagen zur W\u00e4rmebereitstellung<br \/>\naus erneuerbaren Energien (Solarthermie, Gro\u00dfw\u00e4rmepumpen zur Nutzung von Umweltw\u00e4rme, Tiefe<br \/>\nGeothermie, Biomasse), die Einbindung von unvermeidbarer Abw\u00e4rme, sowie Infrastrukturma\u00dfnahmen zur<br \/>\nW\u00e4rmeverteilung und Optimierung des Netzbetriebs.<br \/>\nF\u00fcr die W\u00e4rmeerzeugung aus strombasierten W\u00e4rmepumpen und Solarthermieanlagen wird zus\u00e4tzlich eine<br \/>\nBetriebskostenf\u00f6rderung \u00fcber einen Zeitraum von 10 Jahren gew\u00e4hrt.<br \/>\nF\u00fcr schnell realisierbare Einzelma\u00dfnahmen, also Solarthermieanlagen, W\u00e4rmepumpen, Biomassekessel,<br \/>\nW\u00e4rmespeicher, Rohrleitungen und W\u00e4rme\u00fcbergabestationen kann zudem eine Investitionskostenf\u00f6rderung<br \/>\nnach vereinfachten Anforderungen beantragt werden, es ist also keine Machbarkeitsstudie oder kein<br \/>\nTransformationsplan erforderlich.<br \/>\nDer F\u00f6rderstart ist f\u00fcr Mitte September vorgesehen.<br \/>\nInsgesamt stehen rund 3 Mrd. \u20ac bis 2026 zur Verf\u00fcgung. Nach Inkrafttreten des F\u00f6rderrichtlinie wird<br \/>\ndie Antragsstellung beim Bundesamt f\u00fcr Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) m\u00f6glich sein.<br \/>\nWeitere Informationen:<br \/>\nNach ersten Sch\u00e4tzungen legte die W\u00e4rmenutzung aus Solarthermieanlagen (plus 9 Prozent) und<br \/>\nW\u00e4rmepumpen (plus 8 Prozent) im ersten Halbjahr 2022 gegen\u00fcber 2021 zu.<br \/>\nDie Nutzung von Holz (minus 6 Prozent) und Biogas (minus 6 Prozent) war r\u00fcckl\u00e4ufig. Insgesamt lag<br \/>\ndie Nutzung erneuerbarer Energien im W\u00e4rmebereich bei knapp 116 TWh im ersten Halbjahr 2022 \u2013<br \/>\nwitterungsbedingt etwa 4 Prozent weniger als 2021. Auch der Anteil fossiler Energietr\u00e4ger ging<br \/>\nwitterungsbedingt wegen des milden Winters zur\u00fcck. Wegen der steigenden Kosten f\u00fcr \u00d6l und Gas wird<br \/>\n2022 von einem h\u00f6heren Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch f\u00fcr W\u00e4rme<br \/>\nausgegangen.<br \/>\nHalbjahreszahlen der AG-Energiebilanzen finden Sie\u00a0hier.<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmwk.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/2022\/08\/20220802-grunes-licht-fur-grune-fernwarme.html<\/p>\n<p>Quelle:abo-bmwi.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Gr\u00fcnes Licht f\u00fcr gr\u00fcne Fernw\u00e4rme: Europ\u00e4ische Kommission genehmigt F\u00f6rderprogramm zur Dekarbonisierung von W\u00e4rmenetzen Das neue F\u00f6rderprogramm der Bundesregierung zur Umstellung der Fernw\u00e4rme auf Treibhausgasneutralit\u00e4t und zum Neubau neuer klimaneutraler Netze hat heute gr\u00fcnes Licht aus Br\u00fcssel bekommen. Die Europ\u00e4ische Kommission genehmigte die Bundesf\u00f6rderung f\u00fcr effiziente W\u00e4rmenetze (BEW) beihilferechtlich. 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