{"id":15111,"date":"2022-08-02T08:31:54","date_gmt":"2022-08-02T06:31:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15111"},"modified":"2022-08-02T08:31:54","modified_gmt":"2022-08-02T06:31:54","slug":"mehr-flaechen-fuer-windenergie-an-land-flugsicherung-verkleinert-anlagenschutzbereiche-ihrer-drehfunkfeuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15111","title":{"rendered":"Mehr Fl\u00e4chen f\u00fcr Windenergie an Land: Flugsicherung verkleinert Anlagenschutzbereiche ihrer Drehfunkfeuer"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Mehr Fl\u00e4chen f\u00fcr Windenergie an Land: Flugsicherung verkleinert Anlagenschutzbereiche ihrer<br \/>\nDrehfunkfeuer<br \/>\nAb dem 1. August 2022 verkleinert die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ihre Anlagenschutzbereiche<br \/>\nrund um Drehfunkfeuer. So schafft man weiteres Potential f\u00fcr mehr Fl\u00e4chen f\u00fcr Windenergieanlagen in<br \/>\nDeutschland und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende. M\u00f6glich wurde dies durch die<br \/>\nintensive Zusammenarbeit von BMDV, BMWK, BAF, PTB und DFS.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=12574\" rel=\"attachment wp-att-12574\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12574\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/fisch-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/fisch-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/fisch.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zur besseren Vereinbarkeit von Flugsicherung und Windenergie haben das Bundesministerium f\u00fcr<br \/>\nDigitales und Verkehr (BMDV), das Bundesaufsichtsamt f\u00fcr Flugsicherung (BAF) und die DFS Deutsche<br \/>\nFlugsicherung GmbH in den vergangenen Monaten umfangreiche Ma\u00dfnahmen auf den Weg gebracht. Das<br \/>\ngemeinsame Ziel war es, den st\u00f6rungsfreien Betrieb von Flugsicherungsanlagen zu sichern und dabei<br \/>\nso weit wie m\u00f6glich energiepolitische Belange zu ber\u00fccksichtigen, um im Ergebnis mehr Fl\u00e4chen f\u00fcr<br \/>\nWind an Land zur Verf\u00fcgung zu stellen. Wesentliche Aspekte wurden durch die<br \/>\nPhysikalisch-Technische-Bundesanstalt (PTB) im Rahmen des vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und<br \/>\nKlimaschutz (BMWK) gef\u00f6rderten Forschungsprojekts WERAN (Wechselwirkung Windenergieanlagen und<br \/>\nRadar\/Navigation) entwickelt. Zugleich werden mit den jetzt von der Flugsicherung ergriffenen<br \/>\nMa\u00dfnahmen wichtige Teile der Eckpunkte vom 5. April 2022 umgesetzt, auf die sich das<br \/>\nBundesverkehrs- und das Bundeswirtschaftsministerium verst\u00e4ndigt hatten.<br \/>\nBundesminister Dr. Volker Wissing: \u201eDie Windkraft hat eine gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr eine<br \/>\nklimafreundliche Energieversorgung unseres Landes. Um schneller ausbauen zu k\u00f6nnen, haben wir in<br \/>\nk\u00fcrzester Zeit auf Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse geringere Abst\u00e4nde von<br \/>\nWindkraftr\u00e4dern zu flugsicherungstechnischen und meteorologischen Anlagen erm\u00f6glicht. Damit haben<br \/>\nwir ein erhebliches Hindernis beim Windkraftausbau an Land aus dem Weg ger\u00e4umt. Mein Dank gilt<br \/>\nallen Beteiligten, die mit gro\u00dfem Engagement und konstruktivem Austausch die unterschiedlichen<br \/>\nAnforderungen unter einen Hut gebracht haben.\u201c<br \/>\nBundesminister Dr. Robert Habeck: \u201eMehr Fl\u00e4chen f\u00fcr Windenergie bei gleicher Sicherheit der<br \/>\nFunknavigation: Das ist ein Riesenschritt und entscheidend f\u00fcr den Ausbau der Windkraft. Die<br \/>\nerfolgreiche Zusammenarbeit mit den Luftverkehrsbeh\u00f6rden und dem Verkehrsministerium ist ein sehr<br \/>\ngutes Beispiel daf\u00fcr, wie wir auf allen Ebenen Hemmnisse abbauen, um den Ausbau der erneuerbaren<br \/>\nEnergien zu beschleunigen.\u201c<br \/>\nAnlagenschutzbereiche werden verkleinert<br \/>\nBMWK und BMDV hatten sich im April 2022 darauf verst\u00e4ndigt, auf Grundlage der im Projekt WERAN neu<br \/>\ngewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse die Schutzbereiche von Flugsicherungsanlagen zu<br \/>\n\u00fcberpr\u00fcfen. Auf Grundlage neuer Kriterien hat die DFS nun die M\u00f6glichkeit, die<br \/>\nAnlagenschutzbereiche der Doppler-Drehfunkfeuer (DVOR) neu zu bewerten und festzulegen, ob diese<br \/>\nauf den von der PTB vorgeschlagenen Radius von sieben Kilometer verkleinert werden k\u00f6nnen. Nur<br \/>\ninnerhalb dieses Radius m\u00fcssen bei Bauvorhaben Flugsicherungsaspekte ber\u00fccksichtigt werden. Diese<br \/>\nNeubewertung beginnt am 1. August 2022 und soll bis Ende 2022 abgeschlossen werden. Die schon<br \/>\nvorliegenden Ergebnisse erlauben die Verkleinerung der Anlagenschutzbereiche der DVOR Klasdorf,<br \/>\nDVOR Gedern und DVOR Fulda bereits zum 1. August 2022. Die DFS erwartet, dass in vielen weiteren<br \/>\nF\u00e4llen die Verkleinerung erfolgen kann und somit eines der Hemmnisse f\u00fcr die Planung von<br \/>\nWindenergieanlagen entf\u00e4llt.<br \/>\nNeue Berechnungsformel f\u00fcr CVOR<br \/>\nDie m\u00f6gliche St\u00f6rung der vom Funkfeuer bereitgestellten Navigationsinformationen durch<br \/>\nWindenergieanlagen, der sogenannte Winkelfehler, wird anhand einer Berechnungsformel ermittelt. DFS<br \/>\nund PTB konnten eine neue Formel entwickeln, die pr\u00e4zisere Vorhersagen erm\u00f6glicht. F\u00fcr die<br \/>\nrobusteren Doppler-Drehfunkfeuer wird eine ebenfalls gemeinsam entwickelte Formel bereits seit 2020<br \/>\nangewendet, seitdem hat sich die Zustimmungsquote auf \u00fcber 90 Prozent erh\u00f6ht. Mit der<br \/>\nvoraussichtlich ab Ende September 2022 einsatzf\u00e4higen neuen CVOR-Berechnungsformel ist auch f\u00fcr<br \/>\nFunkfeuer herk\u00f6mmlicher Bauart (CVOR) eine h\u00f6here Zustimmungsquote absehbar.<br \/>\nAkzeptanz h\u00f6herer Winkelfehler<br \/>\nDurch eine Neubewertung der f\u00fcr die Fl\u00e4chennavigation erforderlichen Leistungsanforderungen<br \/>\neinerseits und technische Modifikationen an den Navigationsanlagen andererseits kann ab sofort ein<br \/>\nh\u00f6herer, zum Beispiel durch Windenergieanlagen hervorgerufener Winkelfehler akzeptiert und damit<br \/>\ndas zur Verf\u00fcgung stehende Fehlerbudget von heute 1,0\u00b0 auf &#8211; je nach Anlagentyp &#8211; 1,5\u00b0 bzw. 2,1\u00b0<br \/>\nteilweise mehr als verdoppelt werden. Dies erlaubt den Aufbau zus\u00e4tzlicher Windenergieanlagen in<br \/>\nden Anlagenschutzbereichen von Drehfunkfeuern.<br \/>\nR\u00fcckbau und Umbau von Drehfunkfeuern<br \/>\nIm Zuge der Einf\u00fchrung moderner, vermehrt satellitengest\u00fctzter Navigationsverfahren \u00fcberpr\u00fcft die<br \/>\nDFS aktuell die rund 2.600 Flugverfahren im gesamten deutschen Luftraum. Die neuen Verfahren<br \/>\nerm\u00f6glichen vielerorts den Abbau von Funkfeuern. Seit 2002 wurden bereits 17 Anlagen abgebaut; von<br \/>\nden heute 51 im Eigentum der DFS befindlichen Anlagen werden bis 2032 voraussichtlich weitere 20<br \/>\nAnlagen zur\u00fcckgebaut.<br \/>\nAu\u00dferdem wurde durch Unterst\u00fctzung des BMWK die Umr\u00fcstung von acht CVOR in weniger st\u00f6ranf\u00e4llige<br \/>\nDVOR erm\u00f6glicht.<br \/>\nAnsprechpartner:<br \/>\nDFS, Kristina Kelek,\u00a0presse@dfs.de, Tel.: 06103-707-4161<br \/>\nBAF, Eva Ramos, presse@baf.bund.de, Tel.: 06103-8043145<br \/>\nBMDV, Tim Alexandrin,\u00a0tim.alexandrin@bmdv.bund.de\u00a0, Tel.: 030-18300-7200<br \/>\nBMWK, Susanne Ungrad,\u00a0susanne.ungrad@bmwk.bund.de; Tel.: 030-18615-6133<br \/>\nPTB, Jens Simon,\u00a0jens.simon@ptb.de, Tel.: 0531-592-3005<\/p>\n<p>Die\u00a0DFS Deutsche Flugsicherung GmbH\u00a0ist ein bundeseigenes, privatrechtlich organisiertes<br \/>\nUnternehmen mit rund 5.600 Mitarbeitern (Stand: 31.12.2021). Die DFS sorgt f\u00fcr einen sicheren und<br \/>\np\u00fcnktlichen Flugverlauf. Die rund 2.200 Fluglotsen haben in Spitzenjahren mehr als drei Millionen<br \/>\nFl\u00fcge durch den deutschen Luftraum geleitet, t\u00e4glich bis zu 10.000. Das Unternehmen betreibt<br \/>\nKontrollzentralen in Bremen, Karlsruhe, Langen und M\u00fcnchen sowie Tower an den 15 internationalen<br \/>\nVerkehrsflugh\u00e4fen in Deutschland. Die Tochtergesellschaft DFS Aviation Services GmbH vermarktet<br \/>\nflugsicherungsnahe Produkte und Dienstleistungen und ist f\u00fcr die Flugverkehrskontrolle an neun<br \/>\ndeutschen Regionalflugh\u00e4fen sowie an den Flugh\u00e4fen London-Gatwick und Edinburgh verantwortlich. Die<br \/>\nDFS arbeitet ma\u00dfgeblich an der Integration von Drohnen in den Luftverkehr und hat mit der Deutschen<br \/>\nTelekom das Joint Venture Droniq GmbH gegr\u00fcndet. Das Tochterunternehmen R. Eisenschmidt GmbH<br \/>\nvertreibt Publikationen und Produkte f\u00fcr die Allgemeine Luftfahrt, die Kaufbeuren ATM Training<br \/>\n(KAT) bildet milit\u00e4risches Flugsicherungspersonal aus, und das Joint Venture FCS Flight Calibration<br \/>\nServices bietet Flugvermessungsdienstleistungen an.<br \/>\nwww.dfs.de<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmwk.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/2022\/08\/20220801-mehr-flaechen-fuer-windenergie-an-land.html<\/p>\n<p>Quelle:abo-bmwi.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Mehr Fl\u00e4chen f\u00fcr Windenergie an Land: Flugsicherung verkleinert Anlagenschutzbereiche ihrer Drehfunkfeuer Ab dem 1. August 2022 verkleinert die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH ihre Anlagenschutzbereiche rund um Drehfunkfeuer. So schafft man weiteres Potential f\u00fcr mehr Fl\u00e4chen f\u00fcr Windenergieanlagen in Deutschland und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende. 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