{"id":15095,"date":"2022-07-23T07:53:33","date_gmt":"2022-07-23T05:53:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15095"},"modified":"2022-07-23T07:53:33","modified_gmt":"2022-07-23T05:53:33","slug":"weiter-niedrige-gasfluesse-durch-nord-stream-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=15095","title":{"rendered":"Weiter niedrige Gasfl\u00fcsse durch Nord Stream 1"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Weiter niedrige Gasfl\u00fcsse durch Nord Stream 1 &#8211; Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz<br \/>\nlegt zus\u00e4tzliches Energiesicherungspaket vor \u2013 Habeck: \u201eWir m\u00fcssen uns f\u00fcr den Winter wappnen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=12570\" rel=\"attachment wp-att-12570\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12570\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/schildkroete-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/schildkroete-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/schildkroete.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Gasversorgungslage in Deutschland ist weiterhin angespannt. Deshalb verst\u00e4rkt die<br \/>\nBundesregierung die Vorsorge f\u00fcr den Winter. Der Bundesminister f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz,<br \/>\nRobert Habeck, legte heute ein weiteres Energiesicherungs-Paket vor, das die bereits ergriffenen,<br \/>\nbreit angelegten Ma\u00dfnahmen erg\u00e4nzt. Im Mittelpunkt des neuen Pakets stehen Gaseinsparung und die<br \/>\nBef\u00fcllung der Speicher. Hintergrund ist, dass auch nach der Wartung der Nord Stream 1 Pipeline die<br \/>\nGasfl\u00fcsse aus Russland deutlich reduziert sind, obwohl einer vollen Auslastung technisch nichts<br \/>\nentgegensteht und Lieferpflichten seitens Russlands bestehen.<br \/>\n\u201eDurch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine befindet sich Deutschland in einer<br \/>\nEnergiekrise, die vom Aggressor Wladimir Putin bewusst gesch\u00fcrt wird. Es spr\u00e4che technisch nichts<br \/>\ndagegen, Nord Stream 1 nach der abgeschlossenen Wartung wieder voll auszulasten. Die geringere<br \/>\nAuslastung bei rund 40 Prozent spricht daher eine klare politische Sprache und best\u00e4tigt, dass wir<br \/>\nuns auf Lieferungen nicht verlassen k\u00f6nnen. Putins Ziel ist es, zu verunsichern, Preise zu treiben,<br \/>\ndie Gesellschaft zu spalten und die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine zu schw\u00e4chen. Dem beugen wir uns<br \/>\nnicht, sondern setzen dem konzentriertes und konsequentes Handeln entgegen. Wir treffen Vorsorge,<br \/>\ndamit wir durch den Winter kommen\u201c, sagte Bundesminister Robert Habeck.<br \/>\nBereits in den letzten Monaten hat die Bundesregierung zahlreiche strukturelle Ma\u00dfnahmen auf den<br \/>\nWeg gebracht, um die Abh\u00e4ngigkeit von russischem Gas zu reduzieren und die Versorgungssicherheit zu<br \/>\nst\u00e4rken. Dazu geh\u00f6rt der Aufbau einer eigenen LNG-Infrastruktur inklusive der Beschaffung von<br \/>\nschwimmenden Terminals, die Diversifizierung der Gaslieferungen, Bef\u00fcllung der Gasspeicher,<br \/>\nMa\u00dfnahmen zur Senkung des Gasverbrauchs im Stromsektor und der Industrie, die Beschleunigung des<br \/>\nAusbaus der erneuerbaren Energien und die Absicherung von Unternehmen der Energieversorgung. (siehe<br \/>\nDritter Fortschrittsbericht Energiesicherheit vom 20.07.2022).<br \/>\n\u201eWir sind gut vorangekommen, auch, weil Wirtschaft und Gesellschaft mitziehen. Darauf k\u00f6nnen wir<br \/>\naufbauen \u2013 und das tun wir jetzt. Die Lage bleibt angespannt, deshalb verst\u00e4rken wir noch mal die<br \/>\nAnstrengungen. Der Gasverbrauch muss weiter runter, die Speicher m\u00fcssen voll werden. Daran sollten<br \/>\nwir mit vereinten Kr\u00e4ften arbeiten\u201c, sagte Habeck. Er betonte: \u201eWir werden einen langen Atem<br \/>\nbrauchen. Denn wir m\u00fcssen nicht nur diesen Winter, sondern auch den folgenden mitdenken. Zwar sind<br \/>\nwir in gro\u00dfen Schritten dabei, die Abh\u00e4ngigkeit von russischem Gas zu reduzieren, aber es ist jetzt<br \/>\nschon absehbar, dass das Jahr 2023 noch anspruchsvoll sein wird. Gas bleibt ein knappes Gut und<br \/>\nentsprechend sorgsam sollten wir damit umgehen.\u201c<br \/>\nEnergiesicherungspaket mit drei Elementen<br \/>\nDas Energiesicherungspaket hat im Kern drei Elemente: Die Bef\u00fcllung der Gasspeicher wird noch<br \/>\neinmal gest\u00e4rkt, der Erdgasverbrauch in der Stromerzeugung gesenkt sowie Effizienz- und<br \/>\nEinsparma\u00dfnahmen ausgeweitet. Die Ma\u00dfnahmen werden in den kommenden Wochen und nach der Sommerpause<br \/>\nSchritt f\u00fcr Schritt in enger Abstimmung innerhalb der Bundesregierung umgesetzt.<br \/>\nI. Bef\u00fcllung der Gasspeicher:<br \/>\nUm die Speicherbef\u00fcllung sicherzustellen, werden die gesetzlich vorgesehen F\u00fcllst\u00e4nde bei den<br \/>\nGasspeichern noch mal erweitert. Konkret wird f\u00fcr den 1. September 2022 ein neues Zwischenziel von<br \/>\n75% eingef\u00fcgt. Die Vorgaben zielen darauf, dass auch bei geringen Gasfl\u00fcssen nicht ausgespeichert<br \/>\nwird, sondern die Speicher kontinuierlich weiter bef\u00fcllt werden. Daneben werden die bisherigen<br \/>\nF\u00fcllstandsvorgaben nochmal erh\u00f6ht, zum 1. Oktober von 80 % auf 85 % , zum 1. November von 90 % auf<br \/>\n95 %. Die zus\u00e4tzlichen 5 Prozentpunkte bedeuten im Maximum zum 1. November eines Kalenderjahres ca.<br \/>\n1. Milliarde Kubikmeter Gas (ca. 12 TWh). Die hierf\u00fcr notwendige Ministerverordnung ist in der<br \/>\nRessortabstimmung und wird in den n\u00e4chsten Tagen in Kraft treten.<br \/>\nII. Reduktion von Erdgas f\u00fcr die Stromerzeugung<br \/>\nUm den Erdgasverbrauch in der Stromerzeugung zu senken, hat die Bundesregierung bereits<br \/>\nbeschlossen, mehr Kohlekraftwerke einzusetzen. So k\u00f6nnen Steinkohlekraftwerke aus der Netzreserve<br \/>\nzur\u00fcckkehren. Eine entsprechende Verordnung ist bereits in Kraft. Neu hinzu kommt nun eine<br \/>\nVerordnung, mit der eine Braunkohlereserve zum 1. Oktober aktiviert wird. Die Braunkohlekraftwerke<br \/>\nk\u00f6nnen dann auch an den Strommarkt zur\u00fcckkehren und Erdgaskraftwerke ersetzen. Flankiert wird die<br \/>\ndurch eine Gaseinsparverordnung, die die unn\u00f6tige Verstromung von Erdgas verhindert. Diese<br \/>\nVerordnung wird aktuell vorbereitet und tritt dann in Kraft, wenn sich abzeichnet, dass noch mehr<br \/>\nEinsparung von Gas bei der Stromerzeugung erforderlich ist. Systemrelevante Gaskraftwerke werden<br \/>\nnicht erfasst.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus sollen Transportkapazit\u00e4ten f\u00fcr die Brennstoffversorgung auf der Schiene<br \/>\nsichergestellt werden. Dazu erkl\u00e4rte der Bundesminister f\u00fcr Digitales und Verkehr, Volker Wissing:<br \/>\n\u201eAngesichts der aktuellen Herausforderungen im Bereich der Energieversorgung arbeiten wir mit<br \/>\nHochdruck an verschiedenen Handlungsoptionen, mit denen die Transportkapazit\u00e4ten auf der Schiene<br \/>\nsichergestellt und erh\u00f6ht werden k\u00f6nnen. Im ersten Schritt passen wir dazu kurzfristig die<br \/>\nNutzungsbedingungen des Netzes an, um Mineral\u00f6l- und Kohletransporte auf der Ebene der Disposition,<br \/>\nalso bei der Vergabe freier Trassen, zu priorisieren. Falls das nicht ausreicht, k\u00f6nnen wir im<br \/>\nRahmen des Energiesicherungsgesetzes per Rechtsverordnung die Bevorzugung von Verkehren auf Ebene<br \/>\nder Kapazit\u00e4tszuweisung regeln. Dabei w\u00fcrden dann auch bereits vergebene Slots f\u00fcr<br \/>\nEnergie-Transporte bereitgestellt werden.\u201c Hier arbeiten das Bundesverkehrsministerium und das<br \/>\nBundeswirtschaftsministerium eng zusammen.<br \/>\nAuch die erneuerbaren Energien sollen einen st\u00e4rkeren Beitrag leisten, um Erdgas aus dem<br \/>\nStrombereich zu verdr\u00e4ngen. So soll insbesondere die Biogaserzeugung ausgeweitet werden, indem<br \/>\nunter anderem die vorgegebenen j\u00e4hrliche Maximalproduktion der Anlagen ausgesetzt wird. Damit<br \/>\nSolaranlagen ebenfalls mehr Strom einspeisen k\u00f6nnen, ist angestrebt, die 70 Prozent-Kappungsregel<br \/>\nf\u00fcr Bestandsanlagen zu streichen. F\u00fcr Neuanlagen gilt das schon ab dem 1.1.2023. Derartige<br \/>\nMa\u00dfnahmen verlangen gesetzliche \u00c4nderungen, die eng innerhalb der Bundesregierung abgestimmt<br \/>\nwerden.<br \/>\nIII. Effizienz- und Einsparma\u00dfnahmen<br \/>\nEs ist wichtig, dass der Gasverbrauch auch in Betrieben, B\u00fcrogeb\u00e4uden und privaten Haushalten<br \/>\nsinkt. Dazu plant das BMWK neue Regelungen auf der Grundlage des novellierten<br \/>\nEnergiesicherungsgesetzes (\u00a7 30 EnSiG). Ein Teil der Ma\u00dfnahmen wird auf sechs Monate befristet<br \/>\nsein, ein Teil auf zwei Jahre, um auch schon den kommenden Winter mit in den Blick zu nehmen.<br \/>\nEnergieeinsparungen in Unternehmen sollen verbessert werden. Unternehmen, die ein Energie- und<br \/>\nUmweltmanagementsystem eingef\u00fchrt haben, sollen solche Energiespar-Ma\u00dfnahmen umsetzen, die sich<br \/>\ninnerhalb von zwei Jahren wirtschaftlich rechnen. Betroffen w\u00e4ren hiervon grunds\u00e4tzlich gro\u00dfe<br \/>\nUnternehmen mit hohen Energieverbr\u00e4uchen von mehr als 10 GWh, die beispielsweise gesetzliche<br \/>\nPrivilegien beim Spitzenausgleich im Rahmen der Stromsteuer oder zur Vermeidung von Carbon-Leakage<br \/>\nin Anspruch nehmen.<br \/>\nDamit der Energieverbrauch sinkt, ist es sinnvoll, R\u00e4ume, in denen man sich nicht regelm\u00e4\u00dfig<br \/>\naufh\u00e4lt, etwa Flure, gro\u00dfe Hallen, Foyers oder Technikr\u00e4ume, nicht mehr zu heizen, au\u00dfer, es gibt<br \/>\ndaf\u00fcr sicherheitstechnische Anforderungen. F\u00fcr \u00f6ffentliche Einrichtungen und B\u00fcrogeb\u00e4ude soll das<br \/>\nin Verordnungen geregelt werden. F\u00fcr diese Ma\u00dfnahme ist eine Laufzeit von 6 Monaten vorgesehen.<br \/>\nZudem wird das BMWK mit den Sozialpartnern \u00fcber weitere Einsparm\u00f6glichkeiten im Arbeits- und<br \/>\nBetriebsbereich sprechen &#8211; dies in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitsministerium.<br \/>\nAuch in Wohngeb\u00e4uden l\u00e4sst sich noch mehr Energie einsparen. Hier informiert das BMWK bereits<br \/>\nintensiv \u00fcber freiwillige, kleine und dabei wirksame Ma\u00dfnahmen (Heizung ein wenig runterdrehen,<br \/>\nSto\u00dfl\u00fcften statt das Fenster bei voller Heizung auf Kipp stellen und nur die R\u00e4ume heizen, in denen<br \/>\nman sich aufh\u00e4lt). Damit kann man schon mal im Herbst und Winter zur Senkung des Verbrauchs<br \/>\nbeitragen und Kosten sparen (siehe Energiewechsel- Kampagne). Zudem gibt es f\u00fcr die energetische<br \/>\nSanierung (zum Beispiel f\u00fcr den Austausch von Fenstern) derzeit staatliche F\u00f6rderungen.<br \/>\nNun kommen noch ein paar Dinge dazu, damit der Verbrauch noch besser reduziert werden kann. So<br \/>\nsollen Mieterinnen und Mieter mehr Spielraum bekommen, Energie einzusparen. Derzeit gibt es n\u00e4mlich<br \/>\nzum Teil vertragliche Verpflichtungen, eine Mindesttemperatur in gemieteten R\u00e4umen<br \/>\naufrechtzuerhalten \u2013 das hei\u00dft, wenn diese Mieterinnen und Mieter weniger heizen wollen, versto\u00dfen<br \/>\nsie gegen ihre Mietvertr\u00e4ge. Deshalb sollen diese vertraglichen Verpflichtungen &#8211; in enger<br \/>\nAbstimmung mit den betroffenen Ressorts der Bundesregierung &#8211; vor\u00fcbergehend ausgesetzt werden, so<br \/>\ndass Mieterinnen und Mieter, die Energie einsparen und die Heizung herunterdrehen wollen, dies auch<br \/>\ntun d\u00fcrfen.<br \/>\nWer die Heizungen einem Check unterzieht und sie optimiert, kann damit Energie und Geld sparen.<br \/>\nDazu geh\u00f6rt zum Beispiel die Vorlauftemperaturen zu senken oder nachts weniger zu heizen. Diesen<br \/>\nHeizungscheck sollten alle Eigent\u00fcmer und Eigent\u00fcmerinnen von Gasheizungen durchf\u00fchren. Damit das<br \/>\ngelingt, wird er k\u00fcnftig vorgegeben \u2013 mit ausreichenden Fristen. \u00dcber die Umsetzung sind Gespr\u00e4che<br \/>\nmit Zentralverband Sanit\u00e4r Heizung Klima (ZVSHK) angelaufen.<br \/>\nMehr Effizienz l\u00e4sst sich auch \u00fcber den hydraulischen Abgleich erzielen, weil dann das Heizwasser<br \/>\noptimal verteilt wird. Ihn sollen k\u00fcnftig alle Eigent\u00fcmer von Geb\u00e4uden mit zentraler<br \/>\nW\u00e4rmeversorgung &#8211; also in der Regel Mehrfamilienh\u00e4user \u2013 machen, wenn sie ihn nicht in den letzten<br \/>\nJahren schon durchgef\u00fchrt haben. Da es sich hierbei um eine Instandhaltungsma\u00dfnahme handelt, tr\u00e4gt<br \/>\nhierf\u00fcr der Eigent\u00fcmer bzw. der Vermieter die Kosten. Ebenfalls f\u00fcr Geb\u00e4ude mit zentraler<br \/>\nW\u00e4rmeversorgung soll der Austausch ineffizienter, ungesteuerter Heizungspumpen verbindlich werden \u2013<br \/>\nauch das ist eine Investition, die sich rechnet. Denn ungesteuerte Heizungspumpen, wie<br \/>\nHeizkreispumpen oder Zirkulationspumpen, sind gro\u00dfe Energiefresser. Der Austausch von<br \/>\nHeizungspumpen refinanziert sich innerhalb der Nutzungsdauer, teilweise mehrfach.<br \/>\nSchlie\u00dflich soll es k\u00fcnftig untersagt werden, dass Hausbesitzer private Pools mit Gas beheizen.<br \/>\nNeben hohem Energiebedarf f\u00fcr die Heizung k\u00f6nnen durch den Wegfall der Beheizung auch Einsparungen<br \/>\nbei der Umw\u00e4lzung und Filteranlagen erreicht werden.<br \/>\nMinister Habeck erkl\u00e4rte: \u201eDie Ma\u00dfnahmen sind notwendig, angemessen und zielgenau. Wir werden sie<br \/>\nin enger Abstimmung mit den fachlich zust\u00e4ndigen Ressortkolleginnen und Kollegen ausbuchstabieren.<br \/>\nErste Gespr\u00e4che haben bereits begonnen, und ich danke den Kolleginnen und Kollegen ausdr\u00fccklich\u201c,<br \/>\nsagte Bundesminister Habeck.<br \/>\nDie Bundesministerin f\u00fcr Wohnen, Stadtentwicklung und Bauen, Klara Geywitz, erkl\u00e4rte: \u201eIn der<br \/>\nOptimierung der Technik steckt wie so oft gro\u00dfes Potential. Ich habe von Anfang an gesagt: Zuerst<br \/>\nm\u00fcssen die Heizungssysteme optimiert werden. Wir m\u00fcssen alles aus den technischen Reserven der<br \/>\nGeb\u00e4ude holen. Das war mir in der Abstimmung mit dem BMWK bei diesen Ma\u00dfnahmen besonders wichtig.<br \/>\nAls BMWSB werden wir ab Ende Juli mit einem gro\u00dfen Sanierungsf\u00f6rderprogramm unter anderem<br \/>\nSchwimmb\u00e4der und Jugendeinrichtungen auf den neuesten Klimastand bringen.\u201c<br \/>\nHabeck k\u00fcndigt Gespr\u00e4che mit B\u00fcndnis f\u00fcr Energieeinsparung an<br \/>\nMinister Habeck wird erneut das im Juni geschmiedete B\u00fcndnis f\u00fcr Energieeinsparung, bestehend aus<br \/>\nVerb\u00e4nden aus Zivilgesellschaft, Verbraucherschutz, Wirtschaft und St\u00e4dten und Kommunen einladen,<br \/>\num \u00fcber zus\u00e4tzliche Effizienzma\u00dfnahmen zu sprechen.<br \/>\n\u201eWir konnten in den letzten Wochen schon sehen, wie viele Ideen es in St\u00e4dten und Gemeinden,<br \/>\nWirtschaft und Gesellschaft gibt, um Energie einzusparen. Alle haben den Ernst der Lage erkannt.<br \/>\nKommunen reduzieren die Temperatur in Freib\u00e4dern und Hallenb\u00e4der, \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude sollen<br \/>\nweniger beheizt werden, die Heizungen auszutauschen, steht auf dem Zettel. Es passiert schon sehr<br \/>\nviel, und jetzt geht es darum, die Ideen zu b\u00fcndeln, weiter in die Fl\u00e4che zu tragen, neue zu<br \/>\nschmieden. Es ist eine Phase, in der alle Bereiche etwas beitragen k\u00f6nnen. Wir als Politik, indem<br \/>\nwir die n\u00f6tigen strukturellen Ma\u00dfnahmen konsequent umsetzen, die Wirtschaft, die L\u00e4nder und die<br \/>\nKommunen und die Gesellschaft. Die Summe aller Beitr\u00e4ge wird helfen, damit wir durch diesen Winter<br \/>\nkommen und auf den n\u00e4chsten vorbereitet sind. Es wird eine anspruchsvolle, steinige Strecke, aber<br \/>\nwir k\u00f6nnen sie bew\u00e4ltigen\u201c, sagte Habeck.<br \/>\nEnergie einzusparen sei auch eine wichtige Antwort auf die hohen Preise, machte der Minister<br \/>\ndeutlich. \u201eDer Kostendruck ist enorm, gerade f\u00fcr Menschen, die eher niedrige Einkommen haben. Wir<br \/>\nhaben schon zwei Entlastungspakete auf den Weg gebracht, die wirken. Dennoch m\u00fcssen wir zus\u00e4tzlich<br \/>\nentlasten, und zwar erst recht, wenn die Preise noch weiter steigen. Dazu ist die Bundesregierung<br \/>\nim Gespr\u00e4ch.\u201c<br \/>\nDas Vorgehen der Bundesregierung zu mehr Energieeinsparung reiht sich ein in das Bestreben der<br \/>\nEU-Kommission, den Energieverbrauch in allen EU-Staaten zu reduzieren. Die Mitgliedstaaten sollen<br \/>\ndemnach ihre Gasnachfrage freiwillig um 15 % senken. Die Europ\u00e4ische Kommission erh\u00e4lt aber die<br \/>\nM\u00f6glichkeit, einen \u201eUnion Alert\u201c auszurufen, der diese Nachfragereduktion verpflichtend machen<br \/>\nw\u00fcrde. \u201eDie Energieversorgung funktioniert nur europ\u00e4isch. Es ist daher folgerichtig, dass alle<br \/>\nEU-Mitgliedstaaten ihren Verbrauch senken und gleichzeitig bereit sind, einander unter die Arme zu<br \/>\ngreifen\u201c, sagte Habeck. Die EU benennt eine Reihe von m\u00f6glichen Ma\u00dfnahmen, die die Mitgliedstaaten<br \/>\nergreifen k\u00f6nnen, um ihre Gasnachfrage zu senken. Dazu z\u00e4hlen Ma\u00dfnahmen zum Brennstoffwechsel<br \/>\nebenso wie die Entwicklung von Auktionsverfahren in der Industrie oder Informationskampagnen zum<br \/>\nGas- und Energiesparen f\u00fcr Verbraucherinnen und Verbraucher.<br \/>\nDas Energiesicherungspaket finden Sie hier.<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmwk.de\/Redaktion\/DE\/Pressemitteilungen\/2022\/07\/20220721-bundesministerium-fur-wirtschaft-und-klimaschutz-legt-zusatzliches-energiesicherungspaket-vor.html<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle:abo-bmwi.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Weiter niedrige Gasfl\u00fcsse durch Nord Stream 1 &#8211; Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Klimaschutz legt zus\u00e4tzliches Energiesicherungspaket vor \u2013 Habeck: \u201eWir m\u00fcssen uns f\u00fcr den Winter wappnen.\u201c Die Gasversorgungslage in Deutschland ist weiterhin angespannt. Deshalb verst\u00e4rkt die Bundesregierung die Vorsorge f\u00fcr den Winter. 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