{"id":14721,"date":"2022-02-10T09:17:05","date_gmt":"2022-02-10T08:17:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=14721"},"modified":"2022-02-10T09:17:05","modified_gmt":"2022-02-10T08:17:05","slug":"donaustaaten-beschliessen-neuen-plan-zum-schutz-der-gewaesser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=14721","title":{"rendered":"Donaustaaten beschlie\u00dfen neuen Plan zum Schutz der Gew\u00e4sser"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Donaustaaten beschlie\u00dfen neuen Plan zum Schutz der Gew\u00e4sser<\/p>\n<p>Die Ministerkonferenz der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau<br \/>\n(IKSD) hat heute den Bewirtschaftungsplan f\u00fcr die kommenden sechs Jahre<br \/>\nbeschlossen. Damit wollen die Staaten im gesamten Donauraum die<br \/>\nLebensr\u00e4ume f\u00fcr wasserabh\u00e4ngige Tiere und Pflanzen verbessern und die<br \/>\nVerschmutzung der Donau weiter verringern. Gleichzeitig nahmen die<br \/>\nTeilnehmer*innen den Managementplan nach der<br \/>\nEU-Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie und eine Ministererkl\u00e4rung an.<br \/>\nNeben Deutschland nahmen hochrangige Vertreter*innen aller 15<br \/>\nVertragsparteien des Donauschutz\u00fcbereinkommens teil.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=14429\" rel=\"attachment wp-att-14429\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-14429\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1010171-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1010171-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1010171.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Parlamentarische Staatssekret\u00e4rin Dr. Bettina Hoffmann erkl\u00e4rt:<br \/>\n\u201eFl\u00fcsse und Meere zu sch\u00fctzen ist unsere zentrale Aufgabe gegen das<br \/>\nArtenaussterben und entscheidend f\u00fcr den Erhalt lebenswichtiger<br \/>\n\u00d6kosysteme. Wenn alle Staaten entlang der Donau an einem Strang ziehen,<br \/>\ndann k\u00f6nnen wir viel erreichen. Heute gelangen rund 30 Prozent weniger<br \/>\nSchadstoffe aus Kl\u00e4ranlagen in die Donau und ihre Zufl\u00fcsse als noch 2015.<br \/>\nDas gelang vor allem durch Investitionen in moderne Technik sowie eine<br \/>\nverbesserte Abwasserinfrastruktur im gesamten Donauraum. Zudem konnte der<br \/>\nEintrag an N\u00e4hrstoffen aus der Landwirtschaft in sechs Jahren um 20<br \/>\nProzent gesenkt werden. F\u00fcr die Wiederherstellung von Lebensr\u00e4umen in<br \/>\nGew\u00e4ssern haben wir in Deutschland viel erreicht. Beispielsweise ist der<br \/>\nAum\u00fchlbach wieder mit der Isar verbunden. Im baden-w\u00fcrttembergischen<br \/>\nDatthausen konnte das Ufer der Donau erfolgreich renaturiert werden. Trotz<br \/>\nvieler Fortschritte sind noch immer Anstrengungen in allen bisherigen<br \/>\nHandlungsfeldern notwendig, um das wertvolle \u00d6kosystem Donau zu<br \/>\nverbessern.\u201c<\/p>\n<p>Die Minister*innen der Donau-Staaten haben heute eine Ministererkl\u00e4rung<br \/>\nbeschlossen. Diese Erkl\u00e4rung greift die wichtigen Aspekte der<br \/>\nWasserbewirtschaftung im Flussgebiet der Donau auf und setzt sie in Bezug<br \/>\nzum IKSD-Motto, ein saubereres, ges\u00fcnderes und sichereres<br \/>\nDonaueinzugsgebiet zu erreichen (\u201ecleaner, healthier, safer\u201c). Dazu<br \/>\nz\u00e4hlt nicht nur die Verbesserung des Zustands der Gew\u00e4sser, sondern auch<br \/>\ndie Anpassung an die Auswirkungen der Klimakrise. Die Ministererkl\u00e4rung<br \/>\nbetont die Bedeutung der Interessensverb\u00e4nde, die an der Arbeit der IKSD<br \/>\naktiv teilnehmen und die Sensibilisierung der \u00d6ffentlichkeit im Donauraum.<br \/>\nAuch hier ist die IKSD beispielgebend, unter anderem durch einen Fragebogen<br \/>\nin allen Donau-Sprachen bei der Anh\u00f6rung zum neuen Bewirtschaftungsplan<br \/>\nund zum neuen Hochwasserrisikomanagementplan.<\/p>\n<p>Der neue Bewirtschaftungsplan der IKSD setzt auf weitere Modernisierung der<br \/>\nAbwasserinfrastruktur im Donauraum. In den vergangenen 15 Jahren haben die<br \/>\nDonaustaaten bereits 28 Milliarden Euro allein in die Verbesserung der<br \/>\nAbwasserinfrastruktur investiert. Dadurch konnte die an vielen Stellen noch<br \/>\nimmer hohe Wasserverschmutzung erheblich verringert werden. Diesen<br \/>\nerfolgreichen Weg wollen die Staaten im Donaueinzugsgebiet auch weiterhin<br \/>\ngehen und weitere zielf\u00fchrende Ma\u00dfnahmen ergreifen, die im<br \/>\nBewirtschaftungsplan festgehalten sind. Im Fokus steht der kontinuierliche<br \/>\nExpertenaustausch \u00fcber Erkenntnisse und neue wissenschaftliche Methoden.<br \/>\nZiel ist es, bestehende Gefahrenquellen zu reduzieren und beispielsweise<br \/>\ndie Standsicherheit von D\u00e4mmen in Absetzbecken f\u00fcr den Bergbau zu<br \/>\nverbessern. Auch soll das grenz\u00fcberschreitende Warn- und Alarmsystem von<br \/>\nExpert*innen regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcft werden. Die Donaustaaten wollen die<br \/>\nLebensr\u00e4ume f\u00fcr Tiere und Pflanzen in den Gew\u00e4ssern weiterhin verbessern<br \/>\noder wiederherstellen. In den kommenden sechs Jahren sollen zum Beispiel<br \/>\nweitere Flussauen renaturiert werden. Au\u00dferdem sollen Wanderhindernisse<br \/>\nbeseitigt werden, damit Fische und weitere Lebewesen wieder ungehindert das<br \/>\ngesamte \u00d6kosystem durchqueren k\u00f6nnen. Vor allem sollen so die<br \/>\nDonau-St\u00f6re im Flussgebiet wieder heimisch werden. Die IKSD arbeitet aktiv<br \/>\nan der \u00dcberwindung der gro\u00dfen Wanderhindernisse mit, derzeit vor allem am<br \/>\nEisernen Tor, den Staud\u00e4mmen in der Donau an der Grenze von Rum\u00e4nien und<br \/>\nSerbien.<\/p>\n<p>Die Internationale Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) ist eine<br \/>\nInternationale Organisation mit Sitz in Wien. Vertragsparteien der IKSD<br \/>\nsind die 14 Staaten Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Deutschland,<br \/>\nKroatien, Montenegro, \u00d6sterreich, Republik Moldau, Rum\u00e4nien, Serbien,<br \/>\nSlowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ukraine und Ungarn sowie die<br \/>\nEurop\u00e4ische Union. Seit der Gr\u00fcndung 1998 entwickelte sich das IKSD zu<br \/>\neinem der gr\u00f6\u00dften und aktivsten Netzwerke von Wasserexpert*innen in<br \/>\nEuropa. Die IKSD besch\u00e4ftigt sich nicht nur mit der Donau selbst, sondern<br \/>\nbezieht das gesamte Einzugsgebiet mitsamt den Nebenfl\u00fcssen und<br \/>\nGrundwasserreserven ein. Die IKSD setzt sich daher f\u00fcr einen nachhaltigen<br \/>\nUmgang mit der Ressource Wasser ein und koordiniert die<br \/>\ngrenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit. Ihre Arbeit dient auch dem Schutz des<br \/>\nSchwarzen Meeres, in das die Donau m\u00fcndet.<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p>Bewirtschaftungsplan und Hochwasserrisikomanagementplan<br \/>\n&lt;https:\/\/www.bmuv.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=AJWjPSLHpnur2imR4vw0xIgy9IWf9X8yp2FKv4OVZQOBuBNZyf9boKSsg41K6FIQ&gt;<\/p>\n<p>Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD)<br \/>\n&lt;https:\/\/www.bmuv.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=cDs\/UeZz0yewXn+JPRtUzogy9IWf9b8yp2FKv4OVZQOBuBNZyf97oKSsg41K6FIQ&gt;<\/p>\n<p>Quelle: bmu.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Donaustaaten beschlie\u00dfen neuen Plan zum Schutz der Gew\u00e4sser Die Ministerkonferenz der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) hat heute den Bewirtschaftungsplan f\u00fcr die kommenden sechs Jahre beschlossen. 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