{"id":14620,"date":"2021-12-22T08:20:56","date_gmt":"2021-12-22T07:20:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=14620"},"modified":"2021-12-22T08:20:56","modified_gmt":"2021-12-22T07:20:56","slug":"kreislaufwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=14620","title":{"rendered":"Kreislaufwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Kreislaufwirtschaft<\/p>\n<p>Lemke: \u201eDeutschland geht 2022 den n\u00e4chsten Schritt raus aus der<br \/>\nWegwerfgesellschaft\u201c<\/p>\n<p>Ab 2022 Plastikt\u00fctenverbot und Pfand auf alle Einwegflaschen<\/p>\n<p>Am 1. Januar 2022 treten umfangreiche Neuerungen in Kraft, um unn\u00f6tige<br \/>\nPlastikabf\u00e4lle zu vermeiden. Plastikt\u00fcten werden in Deutschland verboten,<br \/>\ndie Pfandpflicht wird auf s\u00e4mtliche Einwegflaschen aus Kunststoff und<br \/>\nGetr\u00e4nkedosen ausgeweitet. Auf diese Weise sollen Verpackungsabf\u00e4lle<br \/>\nverl\u00e4sslicher und sortenrein gesammelt werden. Dadurch eignen sie sich<br \/>\nf\u00fcr ein hochwertiges Recycling. Dar\u00fcber hinaus werden ab 2022 die<br \/>\nRecyclingquoten, die die Hersteller von Verpackungen erreichen m\u00fcssen,<br \/>\nf\u00fcr alle Verpackungsarten weiter erh\u00f6ht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=12570\" rel=\"attachment wp-att-12570\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12570\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/schildkroete-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/schildkroete-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/schildkroete.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Steffi Lemke: \u201eDeutschland geht 2022 den n\u00e4chsten<br \/>\nSchritt raus aus der Wegwerfgesellschaft. Lange haben wir \u00fcber das Aus<br \/>\nf\u00fcr Plastikt\u00fcten diskutiert, jetzt tritt das Verbot endlich in Kraft. Der<br \/>\nUmgang mit Plastikt\u00fcten ist symbolisch f\u00fcr unseren verschwenderischen<br \/>\nUmgang mit fossilen Ressourcen wie Erd\u00f6l und auch f\u00fcr die Plastikflut im<br \/>\nAlltag generell. Plastikt\u00fcten geh\u00f6ren zu den Produkten, die mit am<br \/>\nh\u00e4ufigsten in der Umwelt landen; in Parks, an Str\u00e4nden und am Ende im<br \/>\nMeer. Aber: Kunststoffe geh\u00f6ren in die Wertstofftonne oder in den<br \/>\nPfandautomaten. Deshalb weiten wir 2022 die Pfandpflicht auf s\u00e4mtliche<br \/>\nEinwegflaschen aus Plastik und Getr\u00e4nkedosen aus. Bisherige Ausnahmen<br \/>\nentfallen. So schaffen wir endlich Klarheit f\u00fcr Verbraucherinnen und<br \/>\nVerbraucher, und noch mehr Kunststoff wird sortenrein gesammelt. Das<br \/>\nerleichtert nicht zuletzt das Recycling: Mehr Kunststoff kann wieder zu<br \/>\nKunststoff werden und muss nicht aus Erd\u00f6l entstehen. Die Pfandpflicht<br \/>\nhilft uns, den Rohstoff k\u00fcnftig noch besser im Kreislauf zu f\u00fchren. Ab<br \/>\ndem Jahr 2025 muss dann au\u00dferdem fast jede Kunststoffflasche zu einem<br \/>\nwachsenden Anteil aus recyceltem Kunststoff bestehen.\u201c<\/p>\n<p>Verbot von Plastikt\u00fcten: Ab dem 1. Januar 2022 gilt in Deutschland ein<br \/>\numfassendes Verbot f\u00fcr Tragetaschen aus Kunststoff. Nur sehr leichte<br \/>\nPlastikt\u00fcten, so genannte \u201eHemdchenbeutel\u201c von weniger als 15<br \/>\nMikrometern Wandst\u00e4rke, sind weiterhin erlaubt. Sie sorgen vor allem f\u00fcr<br \/>\neinen hygienischen Umgang mit offenen und leicht verderblichen<br \/>\nLebensmitteln. F\u00fcr diesen Zweck gibt es noch keine gute Alternative. Daher<br \/>\nk\u00e4men infolge eines Verbots wom\u00f6glich mehr vorverpackte Waren auf den<br \/>\nMarkt, was zu einer Zunahme des Verpackungsm\u00fclls f\u00fchren w\u00fcrde. Viele<br \/>\nHandelsketten verzichten schon heute auf Verpackungen f\u00fcr lose Produkte,<br \/>\nwo es m\u00f6glich ist. Kunststofftragetaschen mit einer Wandst\u00e4rke von mehr<br \/>\nals 50 Mikrometern sind ebenfalls vom Verbot ausgenommen. Sie sind<br \/>\nvergleichsweise stabil und werden daher typischerweise als<br \/>\nabfallvermeidende Mehrwegtaschen verwendet. Bereits im Juli 2021 wurden<br \/>\nEU-weit bestimmte Einwegprodukte aus Kunststoff verboten, f\u00fcr die es<br \/>\n\u00f6kologisch bessere Alternativen gibt.<\/p>\n<p>Pfandpflicht wird ausgeweitet: Ab 2022 ist zudem ein Pfand auf fast alle<br \/>\nEinweggetr\u00e4nkeflaschen aus Kunststoff verpflichtend. Au\u00dferdem m\u00fcssen<br \/>\ndann s\u00e4mtliche Getr\u00e4nkedosen mit einem Pfand belegt werden. Die<br \/>\nGesetzesnovelle beendet die bisherigen Ausnahmeregelungen f\u00fcr bestimmte<br \/>\nGetr\u00e4nke in Plastikflaschen und Dosen. Bislang waren zum Beispiel<br \/>\nFruchtsaftschorlen mit Kohlens\u00e4ure pfandpflichtig, ein Fruchtsaft ohne<br \/>\nKohlens\u00e4ure hingegen nicht. K\u00fcnftig gilt grunds\u00e4tzlich: Ist eine<br \/>\nEinweggetr\u00e4nkeflasche aus Kunststoff, dann wird sie mit einem Pfand<br \/>\nbelegt. Ausnahmen f\u00fcr Fruchts\u00e4fte oder alkoholische Mischgetr\u00e4nke in<br \/>\nEinweggetr\u00e4nkeflaschen aus Kunststoff oder Getr\u00e4nkedosen fallen weg. F\u00fcr<br \/>\nMilch oder Milcherzeugnisse in Kunststoffflaschen gilt eine \u00dcbergangsfrist<br \/>\nbis 2024. Bereits in Verkehr befindliche Getr\u00e4nkeverpackungen d\u00fcrfen noch<br \/>\nbis l\u00e4ngstens 1. Juli 2022 pfandfrei verkauft werden.<\/p>\n<p>Recyclingquoten werden erh\u00f6ht: Die von Industrie und Handel finanzierten<br \/>\ndualen Systeme m\u00fcssen ab 2022 h\u00f6here Recycling-Quoten erreichen. K\u00fcnftig<br \/>\nm\u00fcssen sie daf\u00fcr sorgen, dass je 90 Prozent der verwendeten Verpackungen<br \/>\naus Eisenmetallen, Aluminium, Glas sowie Papier, Pappe und Kartons ins<br \/>\nRecycling gelangen. F\u00fcr Getr\u00e4nkekartons gilt die neue Mindestquote von 80<br \/>\nProzent, f\u00fcr Kunststoffe 63 Prozent. Das hei\u00dft: aus den jeweiligen<br \/>\nVerpackungen m\u00fcssen also wesentlich mehr Wertstoffe wiedergewonnen werden,<br \/>\naus Papier muss wieder neues Papier, aus Kunststoffen m\u00fcssen wieder neue<br \/>\nKunststoffprodukte werden. Das Verbrennen beziehungsweise die energetische<br \/>\nVerwertung der Abf\u00e4lle z\u00e4hlt nicht zum Recycling. Alle aktuellen<br \/>\nQuotenvorgaben wurden im Jahr 2020 von den dualen Systemen im Durchschnitt<br \/>\neingehalten und sogar \u00fcbertroffen. So gingen 90,6 Prozent der bei den<br \/>\nSystemen beteiligten Verpackungen aus Papier, Pappe und Karton ins<br \/>\nRecycling (Vorgabe bisher: 85 Prozent). Kunststoffverpackungen wurden zu<br \/>\n60,6 Prozent werkstofflich verwertet (Vorgabe bisher: 58,5 Prozent),<br \/>\nGetr\u00e4nkekartonverpackungen zu 76 Prozent (Vorgabe bisher 75 Prozent).<\/p>\n<p>Derzeit wird das Verpackungsgesetz von 2019 evaluiert, um es in der<br \/>\naktuellen Legislaturperiode gezielt weiterzuentwickeln. Ein Fokus wird<br \/>\ndabei auf der Verbesserung der Abstimmung zwischen den dualen Systemen und<br \/>\nden Kommunen liegen. Au\u00dferdem wird gerade untersucht, auf welche Weise<br \/>\nnoch st\u00e4rkere Anreize zur Herstellung und Verwendung von gut<br \/>\nrecyclingf\u00e4higen Verpackungen gesetzt werden k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus soll<br \/>\nschlie\u00dflich die Verwendung von \u00f6kologisch vorteilhaften<br \/>\nMehrweggetr\u00e4nkeverpackungen noch effektiver gef\u00f6rdert werden. Bereits ab<br \/>\ndem 1. Januar 2023 muss in der Gastronomie zu jeder Einwegverpackung aus<br \/>\nKunststoff und jedem Einwegbecher eine Mehrwegalternative angeboten werden.<br \/>\nDamit soll der Verbrauch solcher Verpackungen, die oft nur eine sehr kurze<br \/>\nNutzungsdauer haben, nachhaltig gesenkt werden. Verbraucherinnen und<br \/>\nVerbraucher k\u00f6nnen sich dann frei entscheiden, ob sie ihre Lebensmittel<br \/>\nund Getr\u00e4nke f\u00fcr den To-Go-Verzehr lieber in einer wiederverwendbaren<br \/>\nMehrwegverpackung erhalten wollen.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen<\/p>\n<p>\u201eWeniger ist mehr\u201c: Verbraucher-Informationen f\u00fcr weniger<br \/>\nVerpackungsm\u00fcll<br \/>\n&lt;https:\/\/www.bmu.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=tpLe5d7UPx+pAa5wKDdNutwh0vZRyHINl2M8+cn4tFuBuBNZyf9LoKSsg41K6FIQ&gt;<\/p>\n<p>Quelle:bmu.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Kreislaufwirtschaft Lemke: \u201eDeutschland geht 2022 den n\u00e4chsten Schritt raus aus der Wegwerfgesellschaft\u201c Ab 2022 Plastikt\u00fctenverbot und Pfand auf alle Einwegflaschen Am 1. Januar 2022 treten umfangreiche Neuerungen in Kraft, um unn\u00f6tige Plastikabf\u00e4lle zu vermeiden. Plastikt\u00fcten werden in Deutschland verboten, die Pfandpflicht wird auf s\u00e4mtliche Einwegflaschen aus Kunststoff und Getr\u00e4nkedosen ausgeweitet. 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