{"id":14576,"date":"2021-08-06T07:43:43","date_gmt":"2021-08-06T05:43:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=14576"},"modified":"2021-08-07T08:40:18","modified_gmt":"2021-08-07T06:40:18","slug":"14576","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=14576","title":{"rendered":"Erstmals liegen Zahlen zu Post-COVID-Erkrankten in Bayern vor"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Holetschek: Erstmals liegen Zahlen zu Post-COVID-Erkrankten in Bayern vor &#8211; Bayerns Gesundheitsminister in Post-COVID-Spitzengespr\u00e4ch: Bayern macht gemeinsam mobil gegen Post-COVID &#8211; Bund sollte Post-COVID oben auf die Agenda setzen<\/p>\n<p>Erstmals liegen dem Bayerischen Gesundheitsministerium konkrete Daten \u00fcber Post-COVID-Erkrankungen im Freistaat vor. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat daher am Donnerstag in einem Spitzengespr\u00e4ch mit Vertretern des Gesundheitssektors darauf gedrungen, das sogenannte Post-COVID-Syndrom in allen Bereichen verst\u00e4rkt in den Fokus zu nehmen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=14430\" rel=\"attachment wp-att-14430\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-14430\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1020542-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1020542-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/P1020542.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Holetschek sagte in M\u00fcnchen: &amp;bdquo;Im ersten Quartal 2021 wurden in Bayern rund 18.500 Patientinnen und Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung mit einer Post-COVID-Diagnose behandelt. Hinzu kommen 13.500 weitere Behandlungen nach einer akuten COVID-19-Erkrankung sowie etwa 500 Patientinnen und Patienten mit einem multisystemischen Entz\u00fcndungssyndrom in Verbindung mit COVID-19. Das geht aus aktuellen Daten der Kassen\u00e4rztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) hervor.<\/p>\n<p>Die Zahlen sind nur bedingt aussagekr\u00e4ftig, weil es bislang keine offizielle Definition der Erkrankung gibt, es sich allein um Daten zur ambulanten Versorgung handelt und etwa Privatpatienten in der Aufstellung nicht erfasst sind. Die Dunkelziffer der Betroffenen d\u00fcrfte daher h\u00f6her liegen. Basierend auf Studien sch\u00e4tzen Experten, dass etwa zehn Prozent der Erkrankten mit Sp\u00e4tfolgen zu k\u00e4mpfen haben. In Bayern entspr\u00e4che das derzeit rund 65.000 Betroffenen, bundesweit etwa 370.000 Menschen.<\/p>\n<p>BAYERISCHES B\u00dcNDNIS GEGEN POST-COVID<\/p>\n<p>Der Minister betonte: Die Zahlen sollten Anlass genug sein, das Post-COVID-Syndrom ernst zu nehmen. Bayern geht hier voran und hat mit dem Bayerischen Aktionsplan Post-COVID-Syndrom wichtige Schritte eingeleitet, um die Versorgung der Betroffenen zu verbessern. Zudem haben wir in der Gesundheitsministerkonferenz einen Leitantrag verabschiedet, um mit einem Nationalen Aktionsplan alle Bereiche der Gesundheitsversorgung und der Arbeitswelt f\u00fcr die Thematik zu sensibilisieren.&amp;ldquo;<\/p>\n<p>Das Spitzengespr\u00e4ch fand als Videokonferenz statt. Beteiligt haben sich Spitzenvertreter aus den Bereichen der medizinischen Versorgung, Therapie, Pflege, Nachsorge und Rehabilitation. Der Minister betonte: Unser heutiges Fazit: Bayern macht gemeinsam mobil gegen Post-COVID. Wir haben im Spitzengespr\u00e4ch ein B\u00fcndnis aller Gesundheitsbereiche gesehen, das dieser Krankheit mit vereinten Kr\u00e4ften etwas entgegensetzen will. Alle Beteiligten arbeiten daran, ein gutes Zusammenspiel von Haus- und Fach\u00e4rzten sowie Reha- und Therapieeinrichtungen zu erm\u00f6glichen. Mir ist zudem wichtig, dass wir gerade auch mit Blick auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen Post-COVID-Forschung, -Pr\u00e4vention und Versorgung vorantreiben.<\/p>\n<p>Zudem warb Holetschek mit Nachdruck f\u00fcr Corona-Impfungen. Der Minister bekr\u00e4ftigte: Auch wenn die Forschung noch vielen offenen Fragen zum Thema Post-COVID nachgeht, werbe ich angesichts der nun bekannten Fallzahlen f\u00fcr eine Corona-Schutzimpfung. Die Impfung sch\u00fctzt vor schweren Verl\u00e4ufen einer Erkrankung, und das ist entscheidend. Ich hoffe, dass wir bald auch mehr dar\u00fcber erfahren, wie hoch der Schutz gegen das Post-COVID-Syndrom ist.<\/p>\n<p>Als Post-COVID-Syndrom beziehungsweise Long-COVID-Syndrom werden Symptome bezeichnet, die sich w\u00e4hrend oder nach einer COVID-19-Erkrankung entwickeln, l\u00e4nger andauern und nicht durch eine alternative Diagnose erkl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. Zu den Symptomen k\u00f6nnen unter anderem Kopfschmerzen, Konzentrationsst\u00f6rungen, Ersch\u00f6pfung (Fatigue) und psychische Beschwerden, aber auch andauernde Atembeschwerden und Herz-Kreislauf-Beschwerden geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>BUND SOLLTE POST-COVID OBEN AUF AGENDA SETZEN<\/p>\n<p>Der Minister erg\u00e4nzte: Post-COVID ist die Krankheit nach der Krankheit. Experten schlie\u00dfen nicht aus, dass das Post-COVID-Syndrom das Potenzial f\u00fcr eine neue Volkskrankheit hat. Die Folgen f\u00fcr die Betroffenen aber auch f\u00fcr das Gesundheitssystem und die Volkswirtschaft k\u00f6nnten weitreichend sein. Deswegen m\u00fcssen wir fr\u00fchzeitig gegensteuern. Ich bin \u00fcberzeugt, dass auch der Bund dieses Thema st\u00e4rker vorantreiben sollte. Post-COVID muss sp\u00e4testens nach der Bundestagswahl einen zentralen Platz auf der Agenda des Bundesgesundheitsministeriums bekommen.<\/p>\n<p>Quelle: stmpg.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Holetschek: Erstmals liegen Zahlen zu Post-COVID-Erkrankten in Bayern vor &#8211; Bayerns Gesundheitsminister in Post-COVID-Spitzengespr\u00e4ch: Bayern macht gemeinsam mobil gegen Post-COVID &#8211; Bund sollte Post-COVID oben auf die Agenda setzen Erstmals liegen dem Bayerischen Gesundheitsministerium konkrete Daten \u00fcber Post-COVID-Erkrankungen im Freistaat vor. 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