{"id":14499,"date":"2021-07-07T08:18:24","date_gmt":"2021-07-07T06:18:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=14499"},"modified":"2021-07-07T08:18:24","modified_gmt":"2021-07-07T06:18:24","slug":"welt-zoonosentag-internationale-allianz-soll-gesundheitsrisiken-im-handel-mit-wildtieren-reduzieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=14499","title":{"rendered":"Welt-Zoonosentag: Internationale Allianz soll Gesundheitsrisiken im Handel mit Wildtieren reduzieren"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Welt-Zoonosentag: Internationale Allianz soll Gesundheitsrisiken im Handel<br \/>\nmit Wildtieren reduzieren<\/p>\n<p>Jedes Jahr sterben fast drei Millionen Menschen an Krankheiten, die vom<br \/>\nTier auf den Menschen \u00fcberspringen &#8211; so genannten Zoonosen. Dazu z\u00e4hlen<br \/>\nAIDS, Ebola aber auch das Corona-Virus. Am heutigen Welt-Zoonosentag<br \/>\nstellen das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) und das<br \/>\nBundesumweltministerium (BMU) zusammen mit internationalen Partnern und<br \/>\nNichtregierungsorganisationen eine neue internationale Allianz gegen<br \/>\nGesundheitsrisiken im Wildtierhandel vor, die sich f\u00fcr die Vermeidung<br \/>\nneuer Zoonosen engagiert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=12585\" rel=\"attachment wp-att-12585\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12585\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/schildkroeten-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/schildkroeten-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/schildkroeten.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die \u201eInternationale Allianz gegen Gesundheitsrisiken im Wildtierhandel\u201c<br \/>\nwurde von BMZ und BMU initiiert. In einem ersten Schritt haben sich<br \/>\nVertreterinnen und Vertreter von mehr als 50 Organisationen aus so<br \/>\nunterschiedlichen Bereichen wie Human- und Tiergesundheit, Naturschutz,<br \/>\nErn\u00e4hrung und Landwirtschaft zusammengetan und gemeinsame Ziele<br \/>\nfestgelegt. Dazu geh\u00f6ren Regierungen, UN-Organisationen,<br \/>\nNichtregierungsorganisationen und Wissenschaftseinrichtungen, darunter der<br \/>\nWWF, der NABU, die Wildlife Conservation Society und die Zoologische<br \/>\nGesellschaft Frankfurt. Erste Ma\u00dfnahmen sind bereits in Umsetzung.<\/p>\n<p>Bundesentwicklungsminister Gerd M\u00fcller: \u201eDie Botschaft am<br \/>\nWelt-Zoonosentag ist klar: Wir stehen vor einer gr\u00f6\u00dferen Gefahr, als<br \/>\nvielen bewusst ist. Drei Viertel aller neu auftretenden<br \/>\nInfektionskrankheiten sind Zoonosen. Es gibt 1,7 Millionen nicht erkannte<br \/>\nViren in S\u00e4ugetieren und V\u00f6geln. Experten haben Dutzende zoonotische<br \/>\nViren identifiziert, die Pandemiepotenzial haben. Je enger der Kontakt<br \/>\nzwischen Wild-, Nutztieren und Menschen ist, desto wahrscheinlicher ist<br \/>\neine \u00dcbertragung auf den Menschen. Im weltweiten Kampf gegen die Wilderei<br \/>\nund den illegalen Wildtierhandel ist Deutschland deshalb einer der<br \/>\ngr\u00f6\u00dften Geldgeber. Der Schutz der biologischen Vielfalt ist ein<br \/>\nSchwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit. Deutschland ist der<br \/>\nzweitgr\u00f6\u00dfte bilaterale Geber f\u00fcr den Schutz von Biodiversit\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Svenja Schulze: \u201eNaturzerst\u00f6rung erh\u00f6ht das<br \/>\nRisiko, dass Viren von Tieren auf Menschen \u00fcbertragen werden und so neue<br \/>\nPandemien entstehen. Das ist der Stand der Wissenschaft, wie ihn der<br \/>\nWeltbiodiversit\u00e4tsrat im vergangenen Jahr weltweit zusammengetragen hat.<br \/>\nDer illegale Wildtierhandel, der ungez\u00e4hlte Arten bedroht und inzwischen<br \/>\nzu den lukrativsten Formen der grenz\u00fcberschreitenden organisierten<br \/>\nKriminalit\u00e4t geh\u00f6rt, muss entschlossen bek\u00e4mpft werden. Au\u00dferdem muss<br \/>\nder legale Wildtierhandel besser kontrolliert werden. F\u00fcr diese globalen<br \/>\nKraftanstrengungen gilt es, neue Allianzen zu schmieden. Darum ist es gut,<br \/>\nwenn Naturschutz, Entwicklungszusammenarbeit und Gesundheitsschutz hier an<br \/>\neinem Strang ziehen.\u201c<\/p>\n<p>Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland: \u201eDer Handel mit<br \/>\nWildtieren muss in vielen Bereichen weltweit eine grunds\u00e4tzliche<br \/>\nNeuaufsetzung erfahren. Die vorherrschenden Handelsstrukturen m\u00fcssen<br \/>\nhinsichtlich ihrer Risiken analysiert und entsprechende Gegenma\u00dfnahmen<br \/>\nentworfen und umgesetzt werden. Dazu kommt: Je mehr wir \u00d6kosysteme<br \/>\nzerst\u00f6ren und ins Ungleichgewicht bringen, je enger der Mensch und sein<br \/>\nVieh mit Wildtieren in Kontakt kommen, desto h\u00f6her ist das Risiko f\u00fcr den<br \/>\nSprung von Krankheiten von Tier auf Mensch. Am Ende kann nur ein gesunder<br \/>\nPlanet eine sichere Lebensgrundlage f\u00fcr uns Menschen bilden.\u201c<\/p>\n<p>J\u00f6rg-Andreas Kr\u00fcger, Nabu-Pr\u00e4sident: \u201eWenn wir Pandemien zuk\u00fcnftig<br \/>\nvermeiden m\u00f6chten, m\u00fcssen wir auch zu Wildtieren \u201eDistancing\u201c<br \/>\nbetreiben. Viren unterscheiden nicht, ob Tiere legal oder illegal,<br \/>\nnachhaltig, f\u00fcr den Verzehr, die traditionelle Medizin oder andere Zwecke<br \/>\ngefangen, gez\u00fcchtet, gehandelt und get\u00f6tet wurden. Sie brauchen nur<br \/>\neines: Kontakt. Und den liefern wir ihnen durch das Eindringen in ihren<br \/>\nLebensraum, Ausbeutung und Massentierhaltung. Wissenschaftler schwenken<br \/>\nschon lange die roten Fahnen, doch Politik und \u00d6ffentlichkeit sind bisher<br \/>\nnicht ausreichend aufgewacht und viele notwendige Schritte blieben aus.<br \/>\nGerade deshalb ist die Initiative des BMZ und des BMU so wichtig.\u201c<\/p>\n<p>Seit 2013 stellt Deutschland international j\u00e4hrlich mindestens 500<br \/>\nMillionen Euro f\u00fcr den Schutz und die nachhaltige Nutzung von W\u00e4ldern und<br \/>\nanderen \u00d6kosystemen bereit, davon rund 80 Prozent aus dem BMZ-Haushalt und<br \/>\nca. 20 Prozent aus dem BMU. Zudem baut das BMZ seinen Arbeitsbereich \u201eOne<br \/>\nHealth\u201c aus, in dem die Gesundheit von Mensch, Tier und Natur<br \/>\nganzheitlich betrachtet wird.<\/p>\n<p>Quelle:bmu.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Welt-Zoonosentag: Internationale Allianz soll Gesundheitsrisiken im Handel mit Wildtieren reduzieren Jedes Jahr sterben fast drei Millionen Menschen an Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen \u00fcberspringen &#8211; so genannten Zoonosen. Dazu z\u00e4hlen AIDS, Ebola aber auch das Corona-Virus. 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