{"id":14364,"date":"2021-05-19T08:16:07","date_gmt":"2021-05-19T06:16:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=14364"},"modified":"2021-05-19T08:16:07","modified_gmt":"2021-05-19T06:16:07","slug":"mit-forschung-bienen-und-insekten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=14364","title":{"rendered":"Mit Forschung Bienen und Insekten"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Mit Forschung Bienen und Insekten<br \/>\nBundesministerin Julia Kl\u00f6ckner besucht zum Weltbienentag das Institut f\u00fcr Bienenschutz am Julius K\u00fchn-Institut &#8211; \u00dcbergabe von F\u00f6rderbescheid<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des diesj\u00e4hrigen vierten internationalen Weltbienentages am 20. Mai hat die Bundesministerin f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, Julia Kl\u00f6ckner, das vom Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) gegr\u00fcndete Institut f\u00fcr Bienenschutz am Julius K\u00fchn-Institut (JKI) in Braunschweig besucht. Das JKI ist das Bundesforschungsinstitut f\u00fcr Kulturpflanzen in Deutschland und geh\u00f6rt zum BMEL.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=10059\" rel=\"attachment wp-att-10059\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10059\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/radieschen3-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/radieschen3-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/radieschen3.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Julia Kl\u00f6ckner: &#8222;Bienen und andere Best\u00e4uber haben eine gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr unser \u00d6kosystem. Sie tragen ma\u00dfgeblich zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei und dazu, dass es eine gro\u00dfe Auswahl an Obst, Gem\u00fcse und Blumen gibt. Ohne sie w\u00fcrde unsere Supermarktregale leer aussehen: Rund 80 Prozent aller Pflanzen sind auf Fremdbest\u00e4ubung angewiesen &#8211; und wieder 80 Prozent dieser Pflanzen werden auch durch Wild- und Honigbienen best\u00e4ubt. Unsere Ern\u00e4hrung h\u00e4ngt also auch von der Bienengesundheit ab. Deshalb haben wir das Institut f\u00fcr Bienenschutz gegr\u00fcndet und investieren in die Forschung, um Bienen bestm\u00f6glich zu verstehen und zu sch\u00fctzen. Wir schlie\u00dfen Wissensl\u00fccken und sorgen damit f\u00fcr wissenschaftsbasierten und nachhaltigen Insekten- und Bienenschutz.&#8220;<\/p>\n<p>Die Bundesministerin verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass der Bestand der Honigbienen in Deutschland gerade auch aufgrund des Engagements der Imker in den vergangenen Jahren sogar zugenommen habe. Die Vielfalt und Zahl der Wildbienen nehme dagegen leider ab. Die Ursachen hierf\u00fcr seien vielf\u00e4ltig.<\/p>\n<p>In Braunschweig \u00fcbergab die Bundesministerin einen F\u00f6rderbescheid f\u00fcr das Projekt &#8222;NutriBee&#8220; &#8211; ein Verbundvorhaben, das das Bundesministerium insgesamt mit \u00fcber einer Millionen Euro unterst\u00fctzt. Das Projekt erforscht, wie sich Jungv\u00f6lker im Vergleich zu Wirtschaftsv\u00f6lkern unter Stress &#8211; etwa Nahrungsmangel, Pflanzenschutzmittel und deren Kombination &#8211; entwickeln und welche Faktoren ma\u00dfgeblichen Einfluss auf die Bienengesundheit haben.<\/p>\n<p>Zudem informierte sich die Ministerin \u00fcber aktuelle Forschungsprojekte des Bieneninstituts zum Schutz von Bienen und weiteren Best\u00e4uberinsekten in der Agrarlandschaft.<\/p>\n<p>ABO-Projekt &#8211; Apis (Honigbienen), Bombus (Hummeln) und Osmien (Wildbienen):<br \/>\nDas Projekt umfasst eine vergleichende Untersuchung mit Honigbienen, Wildbienen, Hummeln. Unter anderem werden Verhalten und Entwicklung der verschiedenen Bienenarten in einem Labor- und Freilandversuch untersucht. Um alle Bienen zu sch\u00fctzen, wird untersucht, ob und inwieweit andere Bienenarten auf dem Feld st\u00e4rker gef\u00e4hrdet sind als Honigbienen. Die Honigbiene ist ein gut erforschter Modellorganismus. Soziale Hummeln und solit\u00e4r lebende Wildbienen unterscheiden sich von ihr jedoch grundlegend in Biologie und Verhalten.<\/p>\n<p>Beecheck &amp; VIBEE-Verbundprojekt:<br \/>\nEine wichtige, bisher nur schwer messbare Kenngr\u00f6\u00dfe f\u00fcr die Vitalit\u00e4t und Aktivit\u00e4t eines Bienenvolks ist die Erfassung der Flugaktivit\u00e4t. Der &#8222;BeeCheck&#8220; ist ein elektronisches, mit Sensoren arbeitendes-Messsystem zur genauen Z\u00e4hlung aller Flugbienen eines Volks \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume. Das Ger\u00e4t analysiert &#8211; nicht-invasiv &#8211; langfristig und f\u00fcr die V\u00f6lker st\u00f6rungsfrei die Geschwindigkeiten und Bewegungsrichtungen der einzelnen Bienen, um auch bei Verweilen im Flugloch, engem Hintereinander, Begegnungen oder Stau die Anzahl und das Flugaktivit\u00e4tsmuster ein- und ausfliegender Bienen pr\u00e4zise zu dokumentieren.<br \/>\nDas digitale Bienenvolk steht im Zentrum des VIBee Verbundprojekts. Hierbei sollen \u00fcber Einflussfaktoren wie Wetter, Volksgewicht und vor allen Dingen die Flugaktivit\u00e4t R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Bienengesundheit abgeleitet werden. Mit diesen Daten lassen sich \u00fcber eine pr\u00e4zise Landschaftsanalyse mittels modernster Drohnentechnik Verkn\u00fcpfungen zum Bl\u00fchangebot im Flugradius von Bienenv\u00f6lkern herstellen. Alle Daten flie\u00dfen dann zusammen in ein virtuelles Bienenvolk-Modell, das eine realistische Volksentwicklung unter den genannten Einfl\u00fcssen darstellen kann. Es ist so m\u00f6glich, gewisse Ereignisse vorhersagen. Der Wissenschaft dient das f\u00fcr eine umfangreiche Absch\u00e4tzung von Folgen etwa im Bereich der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln.<\/p>\n<p>Projekte Wildbienenhauptstadt Braunschweig, MonVIA:<br \/>\nAm Institut f\u00fcr Bienenschutz wird Status, Entwicklung und Verbreitung der Honigbienenpopulation und die Vielfalt an Wildbienen unter dem Einfluss der landwirtschaftlichen Produktion, des Landnutzungs- und Agrarstrukturwandels erforscht. Die Wissenschaftler entwickeln ein Honigbienen-Trendmonitoring auf nationaler Ebene, das mit Hilfe einer Sammlung von historischen Bienenvolkdaten sowie aktuellen Daten von Imkern mit modernen Messtechniken Langzeitanalysen erm\u00f6glicht. Diese Daten werden mit einer Vielfalt anderer Daten wie etwa zu R\u00fcckst\u00e4nden, dem Nahrungsangebot oder Krankheiten erg\u00e4nzt. Mit einer App zur Bienenerkennung (auf Basis K\u00fcnstlicher Intelligenz) werden Daten zum Wildbienenvorkommen parallel zu den Honigbienen erfasst. Im Projekt Bienenstadt werden in Kooperation mit der Stadt im gesamten Stadtgebiet Bl\u00fchfl\u00e4chen f\u00fcr Bienen geschaffen, und die Wirksamkeit der F\u00f6rderma\u00dfnahmen evaluiert und optimiert.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Jeder kann den Bienen helfen und eigene &#8222;Bienenbuffets&#8220; im Garten oder auf dem Balkon anlegen. Wie das geht, zeigt die Initiative www.bienenfuettern.de&lt;http:\/\/www.bienenfuettern.de\/&gt; des Bundeslandwirtschaftsministeriums gemeinsam mit mehreren Partnern. Denn nur wo etwas bl\u00fcht, k\u00f6nnen Bienen auch etwas sammeln.<\/p>\n<p>Eine Zusammenstellung der Ma\u00dfnahmen des BMEL zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Bienen und anderen Insekten finden Sie hier:<br \/>\nBiologische Vielfalt: Bienen und Insekten sch\u00fctzen&lt;https:\/\/www.bmel.de\/DE\/themen\/landwirtschaft\/artenvielfalt\/insekten-biologische-vielfalt.html;jsessionid=95D8F49D4E2CB429545EFF4CB3BFA69E.internet2831&gt;<\/p>\n<p>Quellle:bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Mit Forschung Bienen und Insekten Bundesministerin Julia Kl\u00f6ckner besucht zum Weltbienentag das Institut f\u00fcr Bienenschutz am Julius K\u00fchn-Institut &#8211; \u00dcbergabe von F\u00f6rderbescheid Anl\u00e4sslich des diesj\u00e4hrigen vierten internationalen Weltbienentages am 20. 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