{"id":14256,"date":"2021-04-03T08:31:19","date_gmt":"2021-04-03T06:31:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=14256"},"modified":"2021-04-03T08:31:19","modified_gmt":"2021-04-03T06:31:19","slug":"besserer-schutz-von-weidetieren-vor-dem-wolf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=14256","title":{"rendered":"Besserer Schutz von Weidetieren vor dem Wolf"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Besserer Schutz von Weidetieren vor dem Wolf<br \/>\nBundesministerin etabliert neues \u201aBundeszentrum Weidetiere und Wolf\u2018 in Eberswalde<\/p>\n<p>In Eberswalde (Brandenburg) hat die Bundesministerin f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, Julia Kl\u00f6ckner, heute das von ihr neu gegr\u00fcndete \u201aBundeszentrum Weidetiere und Wolf\u2018 er\u00f6ffnet. Es geht zur\u00fcck auf eine parlamentarische Initiative der Gro\u00dfen Koalition. Aufgabe des Zentrums ist es, praxisgerechte L\u00f6sungen und M\u00f6glichkeiten der Koexistenz von Weidetieren und Wolf zu erarbeiten und Konflikte zu verringern.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=9934\" rel=\"attachment wp-att-9934\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-9934\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/P1020523-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/P1020523-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/P1020523.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die R\u00fcckkehr des Wolfes nach Deutschland ist ein Erfolg des Artenschutzes. Doch alle drei bis vier Jahre verdoppelt sich der Wolfsbestand. Durch die vermehrte Ausbreitung nehmen auch Wolfsrisse zu: Die Anzahl von verwundeten und get\u00f6teten Tiere ist von 40 Tieren im Jahr 2006 auf rund 2.900 Tiere im Jahr 2019 angestiegen. Mit 86 Prozent \u00fcberwiegen dabei Angriffe auf Schafe und Ziegen.<\/p>\n<p>Julia Kl\u00f6ckner: \u201eW\u00f6lfe und Nutztiere \u2013 beide haben Anspruch auf Schutz. Und deshalb darf die R\u00fcckkehr des Wolfs nicht dazu f\u00fchren, dass die Weidetierhaltung in einigen Regionen Deutschlands in Frage gestellt wird. Wir brauchen sie f\u00fcr die Pflege und Erhaltung unserer Kulturlandschaften. Sie steht au\u00dferdem f\u00fcr eine nachhaltige Nutztierhaltung, die von der Gesellschaft akzeptiert ist. Doch die Anzahl der Wolfsangriffe nimmt drastisch zu \u2013 trotz Herdenschutzma\u00dfnahmen. Das verunsichert auch die Menschen vor Ort. Um diesen Konflikt zu entsch\u00e4rfen, habe ich das neue \u201aBundeszentrum Weidetiere und Wolf\u2018 gegr\u00fcndet. Es soll L\u00f6sungen und effektive Ma\u00dfnahmen erarbeiten, wie ein gutes Nebeneinander und ein besserer Schutz von Nutztieren vor dem Wolf m\u00f6glich ist \u2013 im Dialog auch mit allen Beteiligten. \u201c<\/p>\n<p>Wesentliche Aufgaben des \u201aBundeszentrums Weidetiere und Wolf\u2018 sind unter anderem:<br \/>\n\u2022 Erstellung einer j\u00e4hrlichen, l\u00e4nder\u00fcbergreifenden \u00dcbersicht der angewandten Herdenschutzma\u00dfnahmen (Zaun, Herdenschutzhunde) insbesondere in Wolfsgebieten, einschlie\u00dflich der Erfassung der bei diesen Ma\u00dfnahmen dennoch stattgefundenen \u00dcbergriffe \u2013 mit Ursachenforschung.<br \/>\n\u2022 Optimierung von angewandten Schutzma\u00dfnahmen unter anderem durch R\u00fcckkopplung mit Vertretern der Wissenschaft, Wirtschaft, betroffenen Praktikern und Verb\u00e4nden.<br \/>\n\u2022 Entwicklung neuer Forschungsprojekte zu Herdenschutzma\u00dfnahmen, auch unter Nutzung der Digitalisierung.<br \/>\n\u2022 Optimierung von Abl\u00e4ufen nach einem Wolfs\u00fcbergriff sowie Verbesserung der Verfahren der Entsch\u00e4digungspraxis in Zusammenarbeit mit den L\u00e4ndern.<br \/>\n\u2022 Kl\u00e4rung von Finanzierungsfragen des Herdenschutzes.<br \/>\n\u2022 F\u00f6rderung des Dialogs zwischen Weidetierhaltern, den Verb\u00e4nden des Naturschutzes und der \u00d6ffentlichkeit.<br \/>\n\u2022 Rechtliche Kl\u00e4rung der naturschutzrechtlichen Einstufung des Wolfes sowie strategische \u00dcberlegungen zur Regulierung.<\/p>\n<p>Das Bundeszentrum ist Teil der Bundesanstalt f\u00fcr Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung (BLE). Das Zentrum wird f\u00fcr 2021 und 2022 mit jeweils 300.000 Euro und drei Vollzeitstellen ausgestattet.<\/p>\n<p>BLE-Pr\u00e4sident Dr. Hanns-Christoph Eiden erg\u00e4nzt: \u201eDie BLE setzt im \u201aBundeszentrum Wolf und Weidetiere\u2018 drei Arbeitsschwerpunkte: Vernetzung und Dialog, Wissenstransfer und die Identifikation von Forschungsbedarf. Wir schaffen eine Plattform, die praxisgerechte L\u00f6sungen entwickelt \u2013 inklusive Angaben zu Kosten und F\u00f6rderm\u00f6glichkeiten. Wir setzen dabei auf die Kooperation mit den Bundesl\u00e4ndern und ihre Erfahrungen aus regionalen Beratungsstellen.\u201c<\/p>\n<p>Quelle:bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Besserer Schutz von Weidetieren vor dem Wolf Bundesministerin etabliert neues \u201aBundeszentrum Weidetiere und Wolf\u2018 in Eberswalde In Eberswalde (Brandenburg) hat die Bundesministerin f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, Julia Kl\u00f6ckner, heute das von ihr neu gegr\u00fcndete \u201aBundeszentrum Weidetiere und Wolf\u2018 er\u00f6ffnet. Es geht zur\u00fcck auf eine parlamentarische Initiative der Gro\u00dfen Koalition. 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