{"id":14159,"date":"2021-02-27T08:33:28","date_gmt":"2021-02-27T07:33:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=14159"},"modified":"2021-02-28T08:36:03","modified_gmt":"2021-02-28T07:36:03","slug":"__trashed-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=14159","title":{"rendered":"Der Waldzustand besorgt mich!"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Kl\u00f6ckner: Der Waldzustand besorgt mich!<br \/>\nBundesministerin legt Waldzustandserhebung 2020 vor: W\u00e4lder in Deutschland massiv gesch\u00e4digt, 1,5-Milliarden-Unterst\u00fctzungsprogramm wird gut angenommen<\/p>\n<p>Die Bundeswaldministerin Julia Kl\u00f6ckner hat heute die Waldzustandserhebung 2020 des Bundesministeriums vorgestellt. Der Bericht zeigt: Die vergangenen drei D\u00fcrrejahre, der massive Borkenk\u00e4ferbefall, St\u00fcrme und vermehrte Waldbr\u00e4nde haben in den W\u00e4ldern langfristig massive Sch\u00e4den angerichtet. Die jetzigen Ergebnisse geh\u00f6ren zu den schlechtesten seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1984, die meisten B\u00e4ume haben lichte Kronen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=10003\" rel=\"attachment wp-att-10003\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10003\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/baeume-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/baeume-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/baeume-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/baeume-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/baeume.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zentrale Ergebnisse<br \/>\n\u2022 Noch nie waren so viele Erhebungs-B\u00e4ume abgestorben wie 2020.<br \/>\n\u2022 Vier von f\u00fcnf B\u00e4umen haben lichte Kronen, konkret:<br \/>\no 79 Prozent der Fichten.<br \/>\no 80 Prozent der Kiefern.<br \/>\no 80 Prozent der Eichen.<br \/>\no 89 Prozent der Buchen.<br \/>\n\u2022 37 Prozent aller B\u00e4ume weisen deutliche Verlichtungen auf<br \/>\no Das hei\u00dft: Bei diesen B\u00e4umen sind mindestens 26 Prozent der Bl\u00e4tter oder Nadeln vorzeitig abgefallen.<\/p>\n<p>Julia Kl\u00f6ckner: \u201eDer Kronenzustand ist wie ein Fieberthermometer \u2013 er zeigt an, wie es den B\u00e4umen geht. Die Waldzustandserhebung zeigt: Unsere W\u00e4lder sind krank. Wer im Wald unterwegs ist, der sieht die massiven Sch\u00e4den, die Bilder gro\u00dffl\u00e4chig abgestorbener W\u00e4lder haben sich bei vielen eingebrannt. Umso wichtiger, dass wir als Ministerium fr\u00fch und entschlossen gehandelt haben: Mit dem gr\u00f6\u00dften Unterst\u00fctzungsprogramm der Geschichte \u2013 insgesamt 1,5 Milliarden Euro stehen zur Verf\u00fcgung. Wir helfen den Waldbesitzern und Forstwirten effektiv, unkompliziert und schnell, Sch\u00e4den zu r\u00e4umen, neue resiliente und standortangepasste B\u00e4ume zu pflanzen, die W\u00e4lder weiter umzubauen und damit besser an den Klimawandel anzupassen. Damit werden wir unserer Verantwortung f\u00fcr den Wald und die kommenden Generationen gerecht. Denn wir brauchen unsere B\u00e4ume und W\u00e4lder in Deutschland: Als Klimasch\u00fctzer, Lebensraum f\u00fcr eine vielf\u00e4ltige Fauna und Flora, Luft- und Wasserreiniger, CO2-Speicher, Arbeitgeber oder zur Erholung f\u00fcr uns Menschen. Uns ist es gelungen, passgenaue Hilfsprogramme aufzulegen: Die Mittel flie\u00dfen sehr gut ab und kommen zielgenau dort an, wo sie gebraucht werden.\u201c<\/p>\n<p>Bei der Vorstellung des Berichts nannte die Bundesministerin auch aktuelle Zahlen zu den entstandenen Sch\u00e4den der vergangenen drei Jahre: Die wieder zu bewaldende Fl\u00e4che liegt bei 277.000 Hektar (Stichtag: 31.12.2020). Hier sei ein leicht positiver Trend erkennbar, so die Ministerin. Denn innerhalb von sechs Monaten ist diese Schadfl\u00e4che um 8.000 Hektar zur\u00fcckgegangen (zum Stichtag 30.6.2020: 285.000 Hektar). Beim Schadholz betr\u00e4gt die Gesamtmenge nach aktuellem Stand 171 Millionen Kubikmeter.<\/p>\n<p>Was das Bundeswaldministerium tut und wie es wirkt<\/p>\n<p>Bund-L\u00e4nder-Paket<br \/>\nIn 2019 hatte Bundesministerin Julia Kl\u00f6ckner alle Beteiligten beim \u201aNationalen Waldgipfel\u2018 zusammengebracht und erreicht, dass der Bund \u2013 zusammen mit der Ko-Finanzierung der L\u00e4nder \u2013 in der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und K\u00fcstenschutz (GAK) rund 800 Millionen Euro als Hilfen zur Verf\u00fcgung stellt. Die Gelder werden den privaten und kommunalen Waldeigent\u00fcmern zur Bew\u00e4ltigung der Waldsch\u00e4den, f\u00fcr Wiederaufforstungen sowie zur Anpassung der W\u00e4lder an den Klimawandel zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p>Voraussetzung f\u00fcr die Anpassung ist die Vorbereitung der Fl\u00e4chen f\u00fcr die Wiederbewaldung. Deshalb liegt hier aktuell auch der Fokus der Waldbesitzer: Hierf\u00fcr wurde 2020 mehr Geld zur Bew\u00e4ltigung der Waldsch\u00e4den beantragt als vorgesehen war. Damit kein Antrag verloren geht, k\u00f6nnen Gelder, die f\u00fcr 2021 vorgesehen sind, auch f\u00fcr die bereits gestellten Antr\u00e4ge verwendet werden. Zudem besteht die M\u00f6glichkeit, Gelder zwischen den Bundesl\u00e4ndern umzuschichten. Auch die Ma\u00dfnahmen zur Anpassung der W\u00e4lder sind gut angelaufen. Sie werden sich verst\u00e4rken, sobald mehr Schadfl\u00e4chen ger\u00e4umt und wiederbewaldet sind.<\/p>\n<p>Konjunkturpaket des Bundes<br \/>\nZudem hatte sich die Bundesministerin erfolgreich daf\u00fcr eingesetzt, dass f\u00fcr Wald und Holz im Konjunkturpaket der Bundesregierung zus\u00e4tzlich insgesamt 700 Millionen Euro Bundesmittel vorgesehen sind.<\/p>\n<p>500 Millionen Euro gehen davon in die Bundeswaldpr\u00e4mie. Mit dem Programm bietet das Bundesministerium schnelle und unb\u00fcrokratische Hilfe f\u00fcr den Kommunal- und Privatwald. Denn viele Forstbetriebe haben massive wirtschaftliche Sch\u00e4den erlitten oder sind sogar in der Existenz bedroht. Die F\u00f6rderrichtlinie wurde Ende November 2020 ver\u00f6ffentlicht. Bis Jahresende 2020 sind bereits 56,6 Millionen Euro ausgezahlt worden. Die Auszahlung hat das Ministerium dabei an klare Kriterien gekn\u00fcpft:<br \/>\n\u2022 Die Waldfl\u00e4chen m\u00fcssen eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung nach den Programmen PEFC oder FSC haben, wobei die nachzuweisende Zertifizierung zehn Jahre zu halten ist. Ansonsten ist die Pr\u00e4mie ganz oder teilweise zur\u00fcckzu\u00adzahlen.<br \/>\n\u2022 Auf Grund der Pr\u00e4mie ist die zertifizierte Waldfl\u00e4che bereits jetzt um \u00fcber 550.000 Hektar im Privat- und Kommunalwald angestiegen. Das sind fast 11 Prozent mehr Waldfl\u00e4che, die nach einem h\u00f6heren Standard bewirtschaftet werden. Eine Fl\u00e4che, doppelt so gro\u00df wie das Saarland.<\/p>\n<p>Die weiteren 200 Millionen Euro sind f\u00fcr das Investitionsprogramm Wald und zwei Programme im Holzbereich vorgesehen. Die Holz-Programme werden demn\u00e4chst gestartet.<\/p>\n<p>Den Waldzustandsbericht 2020 finden Sie unter:<br \/>\nhttps:\/\/www.bmel.de\/SharedDocs\/Downloads\/DE\/Broschueren\/ergebnisse-waldzustandserhebung-2020.html<\/p>\n<p>Quelle: bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Kl\u00f6ckner: Der Waldzustand besorgt mich! Bundesministerin legt Waldzustandserhebung 2020 vor: W\u00e4lder in Deutschland massiv gesch\u00e4digt, 1,5-Milliarden-Unterst\u00fctzungsprogramm wird gut angenommen Die Bundeswaldministerin Julia Kl\u00f6ckner hat heute die Waldzustandserhebung 2020 des Bundesministeriums vorgestellt. 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