{"id":14074,"date":"2021-01-22T08:51:40","date_gmt":"2021-01-22T07:51:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=14074"},"modified":"2021-01-22T08:51:40","modified_gmt":"2021-01-22T07:51:40","slug":"mehrweg-wird-moeglich-im-to-go-bereich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=14074","title":{"rendered":"Mehrweg wird m\u00f6glich im To-Go-Bereich"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Kreislaufwirtschaft<\/p>\n<p>Mehrweg wird m\u00f6glich im To-Go-Bereich<\/p>\n<p>Bundeskabinett beschlie\u00dft Novelle des Verpackungsgesetzes<\/p>\n<p>Wer sich Essen zum Mitnehmen kauft, hat k\u00fcnftig die Wahl: Restaurants,<br \/>\nBistros und Caf\u00e9s m\u00fcssen in Zukunft immer auch Mehrwegbeh\u00e4lter f\u00fcr den<br \/>\nTo-Go-Kaffee und f\u00fcr Take-Away-Essen anbieten. Das hat das Bundeskabinett<br \/>\nheute auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Svenja Schulze mit einer<br \/>\n\u00c4nderung des Verpackungsgesetzes beschlossen. Weitere wichtige<br \/>\n\u00c4nderungen: Die Pfandpflicht wird ab n\u00e4chstem Jahr auf s\u00e4mtliche<br \/>\nGetr\u00e4nkeflaschen aus Einwegkunststoff sowie Getr\u00e4nkedosen erweitert.<br \/>\nAu\u00dferdem m\u00fcssen PET-Getr\u00e4nkeflaschen ab 2025 aus mindestens 25 Prozent<br \/>\nRecyclingkunststoff bestehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=10839\" rel=\"attachment wp-att-10839\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10839\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150522_163620-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150522_163620-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150522_163620-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/20150522_163620-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Svenja Schulze: \u201eEssen zum Mitnehmen geh\u00f6rt f\u00fcr<br \/>\nimmer mehr Menschen zum Alltag dazu. Die Kehrseite ist ein wachsender<br \/>\nM\u00fcllberg in vielen Haushalten. Das muss nicht so bleiben. Noch ist<br \/>\nWegwerfplastik in vielen Restaurants, Imbissen und Caf\u00e9s die Regel. Mein<br \/>\nZiel ist, dass Mehrweg-Boxen und Mehrweg-Becher f\u00fcr unterwegs der neue<br \/>\nStandard werden. Daher verpflichten wir die Gastronomie, k\u00fcnftig neben<br \/>\nEinweg- auch Mehrwegverpackungen anzubieten. \u00dcberall sollen sich die<br \/>\nVerbraucherinnen und Verbraucher f\u00fcr Mehrweg entscheiden k\u00f6nnen. Ich bin<br \/>\n\u00fcberzeugt: So werden viele gute L\u00f6sungen entstehen, auch f\u00fcr die<br \/>\nLieferdienste. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Verpackungsflut im<br \/>\nTo-Go-Bereich einzud\u00e4mmen.\u201c<\/p>\n<p>Restaurants, Bistros und Caf\u00e9s, die Essen f\u00fcr unterwegs oder<br \/>\nTo-Go-Getr\u00e4nke verkaufen, sind ab 2023 verpflichtet, ihre Produkte auch in<br \/>\nMehrwegverpackungen anzubieten. Die Mehrwegvariante darf nicht teurer sein<br \/>\nals das Produkt in der Einwegverpackung. Au\u00dferdem m\u00fcssen f\u00fcr alle<br \/>\nAngebotsgr\u00f6\u00dfen eines To-Go-Getr\u00e4nks entsprechende Mehrwegbecher zur<br \/>\nVerf\u00fcgung stehen. Von der Pflicht ausgenommen sind z.B. Imbisse,<br \/>\nSp\u00e4tkauf-L\u00e4den und Kioske, in denen insgesamt f\u00fcnf Besch\u00e4ftigte oder<br \/>\nweniger arbeiten und die eine Ladenfl\u00e4che von nicht mehr als 80<br \/>\nQuadratmetern haben. Aber sie m\u00fcssen den Kundinnen und Kunden<br \/>\nerm\u00f6glichen, deren eigene Mehrwegbeh\u00e4lter zu bef\u00fcllen.<\/p>\n<p>Ab 2022 ist zudem ein Pfand auf alle Einweg-Getr\u00e4nkeflaschen aus<br \/>\nKunststoff verpflichtend. Au\u00dferdem m\u00fcssen dann s\u00e4mtliche Getr\u00e4nkedosen<br \/>\nmit einem Pfand belegt werden. Die Gesetzesnovelle beendet die bisherigen<br \/>\nAusnahmeregelungen f\u00fcr bestimmte Getr\u00e4nke in Plastikflaschen und Dosen.<br \/>\nBislang waren z.B. Fruchtsaftschorlen mit Kohlens\u00e4ure pfandpflichtig, ein<br \/>\nFruchtsaft ohne Kohlens\u00e4ure hingegen nicht. K\u00fcnftig gilt grunds\u00e4tzlich:<br \/>\nIst eine Getr\u00e4nkeflasche aus Einwegplastik, dann wird sie mit einem Pfand<br \/>\nbelegt. Ausnahmen f\u00fcr Fruchts\u00e4fte oder alkoholische Mischgetr\u00e4nke in<br \/>\nEinwegkunststoff-Getr\u00e4nkeflaschen oder Getr\u00e4nkedosen fallen weg. F\u00fcr<br \/>\nMilch oder Milcherzeugnisse gilt eine \u00dcbergangsfrist bis 2024.<\/p>\n<p>Neue Kunststoffflaschen sollen k\u00fcnftig m\u00f6glichst nicht mehr aus Erd\u00f6l,<br \/>\nsondern zunehmend aus altem Plastik hergestellt werden. Daher sieht die<br \/>\nNovelle des Verpackungsgesetzes erstmals einen Mindestrezyklat-Anteil f\u00fcr<br \/>\nGetr\u00e4nkeflaschen aus Einwegkunststoff vor. Ab 2025 m\u00fcssen<br \/>\nPET-Einweggetr\u00e4nkeflaschen mindestens 25 Prozent Recycling-Kunststoff<br \/>\nenthalten, ab 2030 erh\u00f6ht sich diese Quote auf mindestens 30 Prozent und<br \/>\ngilt dann f\u00fcr alle Einwegkunststoffflaschen. Die Hersteller k\u00f6nnen selbst<br \/>\nentscheiden, ob sie diese Quote pro Flasche oder \u00fcber ein Jahr verteilt in<br \/>\nBezug auf ihre gesamte Flaschenproduktion erf\u00fcllen m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Schulze: \u201eAlte Getr\u00e4nkeflaschen aus Einwegplastik sind nicht blo\u00df<br \/>\nAbfall, sondern wertvoller Rohstoff f\u00fcr neue Flaschen. Wenn man sie<br \/>\nsortenrein sammelt, wird das Recycling einfacher. Und mit einem Pfand wird<br \/>\nauch das Sammeln leichter. Deshalb hei\u00dft es k\u00fcnftig bei allen<br \/>\nGetr\u00e4nkedosen und Flaschen aus Plastik: Pfand zur\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p>Weiterer Inhalt der Gesetzesnovelle: Betreiberinnen und Betreiber von<br \/>\nOnline-Marktpl\u00e4tzen sowie Fulfillment-Dienstleister m\u00fcssen k\u00fcnftig<br \/>\npr\u00fcfen, dass die Hersteller von verpackten Waren auf ihrer Plattform im<br \/>\nVerpackungsregister der Zentralen Stelle verzeichnet sind und sich an das<br \/>\nVerpackungsgesetz halten.<\/p>\n<p>Nach dem Beschluss des Bundeskabinetts muss die Novelle des<br \/>\nVerpackungsgesetzes vom Bundestag verabschiedet werden und den Bundesrat<br \/>\npassieren.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen<\/p>\n<p>Gesetzesentwurf zur Umsetzung von Vorgaben der Einwegkunststoffrichtlinie<br \/>\nund der Abfallrahmenrichtlinie im Verpackungsgesetz und in anderen Gesetzen<br \/>\n&lt;https:\/\/www.bmu.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=kiL2+N3eV5mM8eN\/kqZIWmjYS\/5ZB744rIHOpe28RGGBuBNZyf8roKSsg41K6FIQ&gt;<\/p>\n<p>F\u00dcR H\u00d6RFUNK: O-Ton der Ministerin zur Novelle des Verpackungsgesetzes<br \/>\n&lt;https:\/\/www.bmu.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=KVGLID1WTaGoSemn7v\/VE2jYS\/5ZB044rIHOpe28RGGBuBNZyf8roKSsg41K6FIQ&gt;<\/p>\n<p>\u201eEssen in Mehrweg\u201c, vom BMU gef\u00f6rderte Initiative<br \/>\n&lt;https:\/\/www.bmu.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=zXqvmdETT8WxnuVEciImqGjYS\/5ZBw44rIHOpe28RGGBuBNZyf8roKSsg41K6FIQ&gt;<\/p>\n<p>Quelle:bmu.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Kreislaufwirtschaft Mehrweg wird m\u00f6glich im To-Go-Bereich Bundeskabinett beschlie\u00dft Novelle des Verpackungsgesetzes Wer sich Essen zum Mitnehmen kauft, hat k\u00fcnftig die Wahl: Restaurants, Bistros und Caf\u00e9s m\u00fcssen in Zukunft immer auch Mehrwegbeh\u00e4lter f\u00fcr den To-Go-Kaffee und f\u00fcr Take-Away-Essen anbieten. 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