{"id":1397,"date":"2012-05-10T14:56:02","date_gmt":"2012-05-10T12:56:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=1397"},"modified":"2012-05-10T20:45:19","modified_gmt":"2012-05-10T18:45:19","slug":"15-millionen-fur-die-durre-der-sahelzone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=1397","title":{"rendered":"15 Millionen f\u00fcr die D\u00fcrre der Sahelzone"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Angesichts der anhaltenden D\u00fcrre in der Sahelzone haben Bundesau\u00dfenminister Guido Westerwelle und<br \/>\nBundesentwicklungsminister Dirk Niebel gemeinsam entschieden, weitere 15 Millionen Euro f\u00fcr die<br \/>\nbetroffenen Menschen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Mit den zus\u00e4tzlichen Mitteln werden Vorhaben der<br \/>\nNahrungsmittelhilfe (3 Millionen Euro), der Humanit\u00e4ren Hilfe f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge und Binnenvertriebene<br \/>\n(2,5 Millionen Euro) sowie der entwicklungsorientierten \u00dcbergangshilfe (9,5 Millionen Euro)<br \/>\ngef\u00f6rdert.<br \/>\nAu\u00dfenminister Westerwelle sagte heute (10.05.) in Berlin:<br \/>\nDie humanit\u00e4re Situation in weiten Teilen der Sahel-Zone ist zutiefst best\u00fcrzend. Die anhaltende<br \/>\nD\u00fcrre wird durch politische Begleitumst\u00e4nde wie den Putsch und die Gewalt in Mali, das Unwesen<br \/>\nradikaler Gruppen sowie die R\u00fcckkehr ehemaliger Gastarbeiter aus Nordafrika weiter versch\u00e4rft. Die<br \/>\ninternationale Gemeinschaft ist aufgerufen zu helfen. Deutschland nimmt seine humanit\u00e4re<br \/>\nVerantwortung wahr.<\/p>\n<p>Entwicklungsminister Niebel erkl\u00e4rte:<br \/>\nDeutschland ist der drittgr\u00f6\u00dfte bilaterale Geber f\u00fcr den Sahel. Wir m\u00fcssen alles tun, damit aus der<br \/>\nD\u00fcrrekatastrophe keine Hungerkatastrophe wird. \u00dcber die akute Nothilfe hinaus unterst\u00fctzen wir die<br \/>\nL\u00e4nder dabei, ihre Widerstandskraft gegen D\u00fcrren dauerhaft zu verbessern. Wir bauen<br \/>\nNahrungsmittelreserven auf, machen B\u00f6den wieder fruchtbar und unterst\u00fctzen Kleinbauern mit<br \/>\nKnow-how.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzliche Informationen:<br \/>\nDie Entscheidung greift Empfehlungen der Vereinten Nationen sowie einer Anfang April im Auftrag der<br \/>\nBundesregierung durchgef\u00fchrten Erkundungsmission auf. Diese hatten fortbestehenden<br \/>\nUnterst\u00fctzungsbedarf festgestellt und zugleich die Bedeutung der St\u00e4rkung von Selbsthilfekr\u00e4ften in<br \/>\nder Region hervorgehoben. Die Kombination aus humanit\u00e4rer Soforthilfe und l\u00e4ngerfristig angelegter<br \/>\n\u00dcbergangshilfe tr\u00e4gt dem Rechnung.<br \/>\nDie Umsetzung erfolgt \u00fcber das Weltern\u00e4hrungsprogramm der Vereinten Nationen (WEP), das<br \/>\nFl\u00fcchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen sowie international erfahrene deutsche<br \/>\nNichtregierungsorganisationen, wie die Deutsche Welthungerhilfe, CARE und HELP.<br \/>\nAktuell sind rund 15 Millionen Menschen von der Nahrungsmittelknappheit betroffen. Erschwerend<br \/>\nkommen die humanit\u00e4ren Folgen des Konflikts im Norden Malis hinzu; nach VN-Angaben sind fast<br \/>\n300.000 Menschen innerhalb Malis oder in die Nachbarl\u00e4nder geflohen.<br \/>\nDie Bundesregierung hat fr\u00fchzeitig auf diese Krise reagiert und seit Dezember 2011 \u00fcber 22<br \/>\nMillionen Euro insbesondere f\u00fcr pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen bereitgestellt. Mit den neuen Zusagen summiert<br \/>\nsich ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Sahelzone auf jetzt mehr als 37 Millionen Euro.<br \/>\nDeutschland ist der drittgr\u00f6\u00dfte bilaterale Geber des WEP in der Sahelkrise nach den USA und Kanada.<br \/>\nDie Region leidet unter regelm\u00e4\u00dfigen D\u00fcrreperioden. Akute Ursachen \u00fcberlagern zudem die<br \/>\nstrukturellen Probleme: Die Widerstandsf\u00e4higkeit der Bev\u00f6lkerung und die Produktions- und<br \/>\nVersorgungssysteme sind selbst bei guten Ernten gering. Jeder zus\u00e4tzliche externe Schock f\u00fchrt<br \/>\nunmittelbar zu sprunghaft ansteigender Unterern\u00e4hrung.<\/p>\n<p>Quelle:auswaertiges-amt.de<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1428\" rel=\"attachment wp-att-1428\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1428\" title=\"220px-Morocco_Africa_Flickr_Rosino_December_2005_84514010_edited_by_Buchling\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/220px-Morocco_Africa_Flickr_Rosino_December_2005_84514010_edited_by_Buchling-182x300.jpg\" alt=\"\" width=\"182\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p>@ wikipedia<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin:\u00a0 Angesichts der anhaltenden D\u00fcrre in der Sahelzone haben Bundesau\u00dfenminister Guido Westerwelle und Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel gemeinsam entschieden, weitere 15 Millionen Euro f\u00fcr die betroffenen Menschen zur Verf\u00fcgung zu stellen. 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