{"id":13889,"date":"2020-11-04T08:14:15","date_gmt":"2020-11-04T07:14:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13889"},"modified":"2020-11-04T08:14:15","modified_gmt":"2020-11-04T07:14:15","slug":"bekaempfung-der-afrikanischen-schweinepest-bundeslandwirtschaftsministerium-setzt-auf-koordiniertes-vorgehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13889","title":{"rendered":"Bek\u00e4mpfung der Afrikanischen Schweinepest: Bundeslandwirtschaftsministerium setzt auf koordiniertes Vorgehen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Bek\u00e4mpfung der Afrikanischen Schweinepest: Bundeslandwirtschaftsministerium setzt auf koordiniertes Vorgehen<\/p>\n<p>Am 31. Oktober 2020 wurde in Sachsen ein positiver Befund der Afrikanischen Schweinepest (ASP) beim Wildschwein best\u00e4tigt. Neben Brandenburg ist damit nun ein zweites Bundesland an der Grenze zum Nachbarland Polen betroffen. Der Hausschweinbestand ist in Deutschland weiterhin ASP frei. In beiden Bundesl\u00e4ndern laufen die entsprechend der Schweinepestverordnung vorgezeichneten lokalen und regionalen Ma\u00dfnahmen, die zur Eind\u00e4mmung der ASP notwendig sind.<\/p>\n<p>Das aktive ASP-Geschehen aus Polen hat sich in Richtung Westen ausgebreitet. Seit Januar waren bereits F\u00e4lle von ASP in unmittelbarer Grenzn\u00e4he zu Deutschland aufgetreten. Nachdem am 10. September 2020 ein erster Fall von ASP bei einem Wildschwein in Brandenburg best\u00e4tigt wurde, gab es &#8211; wie erwartet &#8211; weitere Befunde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1410\" rel=\"attachment wp-att-1410\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-1410\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/paragraf-300x187.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/paragraf-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/paragraf.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft (BMEL) betreibt schon seit Auftreten der ersten F\u00e4lle von ASP in Europa intensiv Aufkl\u00e4rungs- und Pr\u00e4ventionsarbeit. Mehrsprachig werden zum Beispiel Reisende aus dem Osten darauf hingewiesen, Lebensmittelabf\u00e4lle ordnungsgem\u00e4\u00df zu entsorgen.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr den Ernstfall gab es Vorbereitungen: Mit \u00c4nderungen im Tiergesundheits- und im Bundesjagdgesetz sowie der Schweinepestverordnung hat Bundesministerin Julia Kl\u00f6ckner daf\u00fcr gesorgt, dass den L\u00e4ndern wirksame Instrumente zur Verf\u00fcgung stehen, um die weitere Ausbreitung zu verhindern.<\/p>\n<p>Dementsprechend hatte das Bundeslandwirtschaftsministerium die Bundesl\u00e4nder fr\u00fchzeitig informiert und aufgefordert, sich auf den Ernstfall vorzubereiten. Sachsen sieht sich gut gewappnet und kann auf die Erfahrungen in Brandenburg zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die bisher ergriffenen Ma\u00dfnahmen und das koordinierte Vorgehen zur Seuchenbek\u00e4mpfung wurde Deutschland von der Europ\u00e4ischen Kommission explizit j\u00fcngst gelobt und best\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Das BMEL steht nunmehr auch in engem Kontakt mit dem S\u00e4chsischen Staatsministerium f\u00fcr Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS).<\/p>\n<p>F\u00fcr Mittwoch, den 4. November 2020, beruft das Bundeslandwirtschaftsministerium erneut den Zentralen Krisenstab &#8222;Tierseuchen&#8220; mit Vertretern von Bund und L\u00e4ndern unter Leitung von Staatssekret\u00e4rin Beate Kasch ein.<\/p>\n<p>Der Fokus der aktuellen lokalen Ma\u00dfnahmen liegt auf der Begrenzung des Tierseuchengeschehens, auf einer Verhinderung einer weiteren Verbreitung in der Wildschweinpopulation sowie des Eintrages des Erregers in die Hausschweinebest\u00e4nde. Alle Schweinehalter sind aufgefordert, ihre Biosicherheitsma\u00dfnahmen zu \u00fcberpr\u00fcfen. Auch ist eine deutliche Reduzierung der Wildschweinpopulation erforderlich.<\/p>\n<p>Entscheidend sei auch die Reduzierung des hohen Infektionsdrucks aus Polen. Staatssekret\u00e4rin Beate Kasch: &#8222;Unser Ziel ist es, die ASP so schnell wie m\u00f6glich erfolgreich zu tilgen. Das ist eine gemeinsame Kraftanstrengung. Deshalb ist eine intensive Zusammenarbeit von Bund und L\u00e4ndern mit einer konsequenten Umsetzung der notwendigen Ma\u00dfnahmen entscheidend.&#8220; Staatssekret\u00e4rin Beate Kasch sagte auch im Namen der Bundesministerin Julia Kl\u00f6ckner die Unterst\u00fctzung des BMEL zu:<br \/>\n* Das BMEL unterst\u00fctzt den Bau des Wildschutzzaunes. Daf\u00fcr wurde der nationale Rechtsrahmen in den betroffenen Gebieten durch \u00c4nderung des Tiergesundheitsgesetzes und der Schweinepestverordnung angepasst.<br \/>\n* \u00dcber den engen Kontakt zur Europ\u00e4ischen Kommission setzt sich das BMEL f\u00fcr eine EU-Kofinanzierung f\u00fcr den Zaunbau ein.<br \/>\n* Das BMEL stellt die Expertise der Sachverst\u00e4ndigen des Friedrich-Loeffler-Institutes (FLI) zur Verf\u00fcgung.<br \/>\n* Das BMEL steht in engem Kontakt mit dem Bundesministerium der Verteidigung, dem Bundesministerium des Innern und dem Bundesverkehrsministerium. Denn f\u00fcr Seuchenbek\u00e4mpfungsma\u00dfnahmen vor Ort, wie z. B. die Kadaversuche, ist die Unterst\u00fctzung der Bundeswehr und des Technischen Hilfswerkes und auch der Autobahndirektionen unverzichtbar.<br \/>\n* Mit Polen ist das BMEL sowohl auf politischer als auch auf technischer Ebene in intensiven Gespr\u00e4chen, um u. a. die Errichtung von Wildschutzz\u00e4unen auch auf polnischer Seite voranzubringen. Dazu tauscht sich Bundesministerin Julia Kl\u00f6ckner mit ihren polnischen und tschechischen Kollegen aus.<br \/>\n* Im Rahmen der Tierseuchenbek\u00e4mpfung sind auf L\u00e4nder- Ebene Entsch\u00e4digungsma\u00dfnahmen vorgesehen f\u00fcr den Fall, dass die ASP im Hausschweinebestand ausbricht. F\u00fcr diese Ma\u00dfnahmen kann von EU-Seite eine Finanzhilfe gew\u00e4hrt werden.<br \/>\n* Durch eine Regionalisierung konnten Handelserleichterungen erreicht werden. Die Regionalisierung erm\u00f6glicht in der EU &#8211; mit Ausnahme definierter Seuchengebiete -, weiterhin deutsches Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnisse zu handeln.<\/p>\n<p>Derzeit werden intensiv Gespr\u00e4che f\u00fcr die Anerkennung der Prinzipien der ASP-Regionalisierung mit Drittl\u00e4ndern gef\u00fchrt, um den Export von Schweineerzeugnissen aus den ASP-freien Regionen zu erm\u00f6glichen. Viele asiatische Staaten haben mit dem Ausbruch der ASP die Einfuhr von Schweinefleisch aus Deutschland gestoppt -analog zum Vorgehen gegen\u00fcber anderen Europ\u00e4ischen Staaten, in denen die ASP ausgebrochen ist.<\/p>\n<p>Bisher liegen in Deutschland 124 positiv best\u00e4tigte F\u00e4lle im Wildschweinbestand vor. In Deutschland ist der Hausschweinbestand nach wie vor frei von ASP.<br \/>\nF\u00fcr Menschen und andere Tierarten ist das ASP-Virus ungef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Quelle: bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Bek\u00e4mpfung der Afrikanischen Schweinepest: Bundeslandwirtschaftsministerium setzt auf koordiniertes Vorgehen Am 31. Oktober 2020 wurde in Sachsen ein positiver Befund der Afrikanischen Schweinepest (ASP) beim Wildschwein best\u00e4tigt. Neben Brandenburg ist damit nun ein zweites Bundesland an der Grenze zum Nachbarland Polen betroffen. Der Hausschweinbestand ist in Deutschland weiterhin ASP frei. 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