{"id":13796,"date":"2020-09-28T08:13:24","date_gmt":"2020-09-28T06:13:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13796"},"modified":"2020-09-28T08:13:24","modified_gmt":"2020-09-28T06:13:24","slug":"arbeitsstipendien-fuer-sechs-schriftstellerinnen-und-schriftsteller-aus-bayern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13796","title":{"rendered":"Arbeitsstipendien f\u00fcr sechs Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Bayern"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Arbeitsstipendien f\u00fcr sechs Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Bayern<\/p>\n<p>Kunstminister Bernd Sibler gibt Stipendiatinnen und Stipendiaten bekannt: \u201eZeichen der hohen Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr wichtige Kulturleistung der Literatur f\u00fcr unsere Gesellschaft\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern f\u00fcr Schriftstellerinnen und Schriftsteller erhalten in diesem Jahr Martin Beyer aus Bamberg, die M\u00fcnchner Bj\u00f6rn Bicker und Sascha Chaimowicz sowie Pauline F\u00fcg aus F\u00fcrth, Slata Roschal aus Sauerlach und Andreas Thamm aus N\u00fcrnberg. Das gab Kunstminister Bernd Sibler heute in M\u00fcnchen bekannt. Er betonte: \u201eIn der zeitgen\u00f6ssischen Literatur finden wir einen Spiegel unserer Zeit, sie vermittelt andere Kulturen, l\u00e4sst uns Empathie f\u00fcr Figuren entwickeln \u2013 kurz: Literatur weitet unseren Blick. Mit dem Arbeitsstipendium f\u00fcr Schriftstellerinnen und Schriftsteller wollen wir ein Zeichen der hohen Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die wichtige Kulturleistung der Literatur f\u00fcr unsere Gesellschaft setzen und auf das Werk bereits etablierter wie auch deb\u00fctierender Autorinnen und Autoren aufmerksam machen.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=3801\" rel=\"attachment wp-att-3801\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3801\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/buch1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/buch1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/buch1.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auszeichnung mit je 7.000 Euro dotiert<\/p>\n<p>Das Arbeitsstipendium f\u00fcr Schriftstellerinnen und Schriftsteller wurde auf Initiative von Kunstminister Sibler um 1.000 Euro erh\u00f6ht und ist \u2013 dieses Jahr erstmals \u2013 mit jeweils 7.000 Euro dotiert. Es wird zum sechsten Mal vom Freistaat vergeben. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten werden von einer Fachjury vorgeschlagen. Dieser geh\u00f6ren in diesem Jahr die Schriftstellerin Katharina Adler, der Inhaber des Lehrstuhls f\u00fcr Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universit\u00e4t Regensburg Prof. Dr. J\u00fcrgen Daiber, die Publizistin und Journalistin Christine Kn\u00f6dler, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Stiftung Lyrik Kabinett Dr. Holger Pils sowie die Literaturvermittlerin und -p\u00e4dagogin Tina Rausch an. \u201eWelch unterschiedliche Ans\u00e4tze und Anliegen Literatur entwickelt, zeigen die diesj\u00e4hrigen Vorschl\u00e4ge der Fachjury f\u00fcr die Stipendiatinnen und Stipendiaten deutlich. Mir als Kunstminister ist es ein gro\u00dfes Anliegen, Literatur in Bayern in ihrer ganzen Vielfalt zu f\u00f6rdern. Gerade in herausfordernden Zeiten wie diesen wollen wir jungen Talenten mit dem Arbeitsstipendium R\u00fcckenwind f\u00fcr ihr literarisches Schaffen geben und sie in ihrem Tun best\u00e4rken\u201c, so Sibler.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Informationen zu den Autorinnen und Autoren und deren Vorhaben:<\/p>\n<p>Martin Beyer, geboren 1976, wohnhaft in Bamberg, erh\u00e4lt das Arbeitsstipendium f\u00fcr sein Romanvorhaben Tante Helene und das Buch der Kreise. Der Text schl\u00e4gt den Bogen von den Revolten der 1960er Jahre bis hinein in die Gegenwart der Future-Bewegungen und Blockchain-Technologie. Die Jury w\u00fcrdigte vor allem die Lebendigkeit der Figurenzeichnungen, \u00fcber deren Verhaltensmuster der Autor generationen\u00fcbergreifend die f\u00fcr unsere Gesellschaft immer dringlicher werdende Frage stellt, inwieweit sich pers\u00f6nliche Freiheit, Verantwortung f\u00fcr das Gemeinwohl und die Anforderungen des famili\u00e4ren und sozialen Umfelds in unserem beschleunigten Jahrhundert noch miteinander in Einklang bringen lassen.<\/p>\n<p>Bj\u00f6rn Bicker, geboren 1970, aus M\u00fcnchen, wird bei seinem geplanten Erz\u00e4hlungsband Boutheinas L\u00e4cheln mit dem Arbeitsstipendium unterst\u00fctzt. Dieser vereint Stories aus der Perspektive von Protagonistinnen und Protagonisten, die noch immer zu wenig Geh\u00f6r in unserer Gesellschaft finden. Es sind Geschichten, die die g\u00e4ngigen Schlagworte von Ausgrenzung, Armut, Fremdheit und Vereinzelung verlebendigen, aber auch verkomplizieren. Jede Figur ist den Machtstrukturen unserer Gesellschaft ausgesetzt. Das literarische Erz\u00e4hlen nutzt er kunstvoll, um weitere Fragen zu stellen: Wer darf erz\u00e4hlen und in welcher Form?<\/p>\n<p>Der geb\u00fcrtige M\u00fcnchner Sascha Chaimowicz, Jahrgang 1984, erh\u00e4lt das Stipendium f\u00fcr sein literarisches Deb\u00fct Entfernte Verwandte. Das autofiktionale Projekt soll (s)eine Familiengeschichte aufbl\u00e4ttern, die nach Guyana, Trinidad, Lodz, Auschwitz, F\u00f6hrenwald, M\u00fcnchen, London und Tel Aviv f\u00fchrt. Dem starken, lebensnahen Stoff n\u00e4hert sich der Autor in einer klaren, souver\u00e4nen Sprache. Dass es hier auch um die Auseinandersetzung mit Zuschreibungen geht, l\u00e4sst er mal en passant aufblitzen, mal komisch \u2013 und mal wie einen Messerstich.<\/p>\n<p>Pauline F\u00fcg, geboren 1983, aus F\u00fcrth, erh\u00e4lt das Arbeitsstipendium f\u00fcr ihren geplanten Gedichtband nach der illusion. Darin stellt sie die seit 100 Jahren aktuelle Frage nach der \u201eEntzauberung der Welt\u201c und spielt mit dem immerw\u00e4hrenden Gegenzauber: den Illusionen, mit denen wir uns alle umgeben \u2013 immer noch und immer wieder. Die zwei gro\u00dfen Zyklen von Gedichten sind poetische Suchbewegungen durch Labyrinthe von Gedanken, Gef\u00fchlen und unmittelbarer Anschauung. An entscheidenden Stellen tauchen in den Versen wissenschaftliche Begriffe auf, die die Welt und Wirklichkeit kippen lassen, den Boden der Existenz ins Wanken bringen und gepr\u00fcft werden m\u00fcssen. Klar wird dabei eines: Auch das Leben, jedes Leben, ist ein Experiment \u2013 mit offenem Ausgang.<\/p>\n<p>Slata Roschal, geboren 1992, aus Sauerlach wird bei ihrem geplanten zweiten Lyrik-Band mit einem Arbeitsstipendium des Freistaats gef\u00f6rdert. Darin besucht sie Orte, die sich scheinbar ganz konkret benennen lassen. Dort angekommen, tun sich aber neue Gegens\u00e4tze und Distanzen auf. Tats\u00e4chliche R\u00e4ume und gegenw\u00e4rtige Erfahrungen werden \u2013 h\u00e4ufig assoziativ \u2013 an historische, mythologische und religi\u00f6se Erz\u00e4hlungen r\u00fcckgebunden, wie an das Osterfest oder den Auszug des Volkes Israel aus \u00c4gypten. Orientierung suchen die Gedichte auch im uns umgebenden verwirrenden Sprachgewirr des Alltags und der Werbung. Durch viele Verweise entstehen so offene, zugleich atmosph\u00e4risch dichte und klangsch\u00f6ne Texte.<\/p>\n<p>Andreas Thamm, geboren 1990, aus N\u00fcrnberg, wird bei seinem Jugendromanvorhaben Verschwunden mit einem Arbeitsstipendium des Freistaats unterst\u00fctzt. In dieser Sohn-Vater-Geschichte hat die Suche nach dem Vater und nach geplatzten W\u00fcnschen ebenso ihren Platz wie das Thema Depression. Dabei gelingt dem Autor ein unpr\u00e4tenti\u00f6ser Blick aus der Perspektive einer ungew\u00f6hnlichen Jungen-Figur. Diese setzt auf F\u00fcrsorge, Zusammenhalt, Liebe \u2013 und auf das Recht auf eine eigene Zukunft: Selbst(er)findung unter Extrembedingungen.<\/p>\n<p>Quelle:stmwk.bayern.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Arbeitsstipendien f\u00fcr sechs Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus Bayern Kunstminister Bernd Sibler gibt Stipendiatinnen und Stipendiaten bekannt: \u201eZeichen der hohen Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr wichtige Kulturleistung der Literatur f\u00fcr unsere Gesellschaft\u201c &nbsp; Das Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern f\u00fcr Schriftstellerinnen und Schriftsteller erhalten in diesem Jahr Martin Beyer aus Bamberg, die M\u00fcnchner Bj\u00f6rn Bicker und Sascha Chaimowicz sowie [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":3404,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[78,71],"tags":[3254],"class_list":["post-13796","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bayern","category-menue","tag-auslandsstipemdien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13796","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13796"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13796\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13797,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13796\/revisions\/13797"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/3404"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13796"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13796"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13796"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}