{"id":13726,"date":"2020-08-31T08:36:19","date_gmt":"2020-08-31T06:36:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13726"},"modified":"2020-08-31T08:36:19","modified_gmt":"2020-08-31T06:36:19","slug":"kunstfoerderpreis-2020-fuer-besonders-begabte-junge-bildende-kuenstlerinnen-und-kuenstler-in-bayern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13726","title":{"rendered":"Kunstf\u00f6rderpreis 2020 f\u00fcr besonders begabte junge Bildende K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler in Bayern"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kunstf\u00f6rderpreis 2020 f\u00fcr besonders begabte junge Bildende K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler in Bayern<\/p>\n<p>Kunstminister Bernd Sibler gibt sechs Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4ger in der Sparte \u201eBildende Kunst\u201c bekannt \u2013 \u201eKreative und tiefgr\u00fcndige Werke, die Betrachter zur Auseinandersetzung herausfordern\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=7610\" rel=\"attachment wp-att-7610\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-7610\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/bayern-300x180.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/bayern-300x180.png 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/bayern.png 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Den Kunstf\u00f6rderpreis 2020 in der Sparte \u201eBildende Kunst\u201c erhalten in diesem Jahr die drei M\u00fcnchner Stephan Janitzky, Paula Leal Olloqui und Irina Ojovan sowie Lea von Wintzingerode aus Pottenstein. Der Spezialpreis \u201eGlas und Keramik\u201c geht an das K\u00fcnstlerduo Viola Relle und Raphael Weilguni aus M\u00fcnchen. Das gab Kunstminister Bernd Sibler heute in M\u00fcnchen bekannt. \u201eDie diesj\u00e4hrigen Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4ger stechen unter den jungen Bildenden K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern im Freistaat besonders hervor. Mit ihren kreativen, tiefgr\u00fcndigen, auf den ersten Blick m\u00f6glicherweise auch irritierenden Werken treten sie mit uns auf ihre ganz besondere Art in einen Dialog. F\u00fcr unser kulturelles Leben ist das eine wertvolle Bereicherung. Mit dem Bayerischen Kunstf\u00f6rderpreis wollen wir das k\u00fcnstlerische Schaffen dieser besonders begabten jungen Talente w\u00fcrdigen und sie zugleich bei ihrer kreativen Arbeit unterst\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p>Der Bayerische Kunstf\u00f6rderpreis in der Sparte \u201eBildende Kunst\u201c soll Anerkennung f\u00fcr das bisherige k\u00fcnstlerische Wirken begabter Nachwuchsk\u00fcnstlerinnen und \u2011k\u00fcnstler und Ansporn f\u00fcr ihr k\u00fcnftiges Schaffen sein. Mit dem Spezialpreis f\u00fcr Glas und Keramik w\u00fcrdigt die Jury in diesem Jahr eine der \u00e4ltesten k\u00fcnstlerischen Techniken und Disziplinen, die auch in Zeiten der Digitalisierung ihren festen Platz in der zeitgen\u00f6ssischen Kunst hat.<\/p>\n<p>Informationen zu den Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4gern der Sparte \u201eBildende Kunst\u201c des Bayerischen Kunstf\u00f6rderpreises 2020:<\/p>\n<p>Stephan Janitzky<\/p>\n<p>Der 1983 in Augsburg geborene Stephan Janitzky studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Geschichte an der Universit\u00e4t Augsburg und anschlie\u00dfend Kunstp\u00e4dagogik an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste M\u00fcnchen. Die Jury \u00fcberzeugten Janitzkys Malereien, die z. B. durch am Boden liegende Kreidest\u00fccke entstehen, welche Ausstellungsbesucherinnen und -besucher unwissentlich zertreten. Auch seine Collagen, die sich auf Details aus Werken anderer K\u00fcnstler beziehen, die \u00fcblicherweise kaum im Fokus der Betrachtung stehen, beeindruckten die Jury ebenso wie Installationen, das Schreiben und die gemeinschaftliche Herausgabe von Zeitschriften sowie performative Aktionen. Janitzkys Arbeiten setzen sich laut Jury immer auch mit der (politischen) Handlungsf\u00e4higkeit und der gesellschaftlichen Rolle als K\u00fcnstler auseinander. Jede Ausstellung wird begleitet von einem kleinen Heft, das seine \u00dcberlegungen in erg\u00e4nzendem Text- und Bildmaterial b\u00fcndelt. So schaffen es seine Arbeiten auf elegante und humorvolle Weise, die Bedingungen ihres Daseins als Kunst zu reflektieren und vorzuf\u00fchren, urteilt die Jury.<\/p>\n<p>Irina Ojovan<\/p>\n<p>Irina Ojovan, geboren 1988 in Moldawien, hat an den Akademien der Bildenden K\u00fcnste in Turin, Rom und M\u00fcnchen verschiedenste k\u00fcnstlerische Techniken studiert. Daraus resultiere laut Jury nicht nur das Arbeiten mit klaren Farben und Formen an den Grenzen zwischen matt und scheinend, Materialit\u00e4t und Durchsichtigkeit, pastos und lasierend, unsichtbar und sichtbar, gefunden und gemacht, Stille und L\u00e4rm. Die sensiblen \u00dcberg\u00e4nge zeichnen auch ein Spannungsfeld, das dem Betrachter hinter den einfachen Formen eine vertiefte Wahrnehmung er\u00f6ffnet. Laut Jury entwickle die K\u00fcnstlerin ihr Schaffen immer aus dem Kontext des gebauten und gesellschaftlich gelebten Raumes. Die Thematik werde eingehend geplant und ausgef\u00fchrt, bei den Kompositionen sei der Pinselduktus kaum noch sichtbar. Die Jury \u00fcberzeugte zudem der Entwicklungssprung ihrer Arbeiten, den die K\u00fcnstlerin j\u00fcngst und mehrfach in Ausstellungen pr\u00e4sentieren konnte.<\/p>\n<p>Paula Leal Olloqui<\/p>\n<p>Die Bildhauerin Paula Leal Olloqui, geboren 1984 in Madrid, studierte zun\u00e4chst in Madrid und anschlie\u00dfend an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste M\u00fcnchen. Dort erhielt sie 2015 ihr Diplom als Meistersch\u00fclerin. Die Jury konstatiert, dass ihre bildhauerische Auseinandersetzung gepr\u00e4gt sei von einer Auslotung der Grenzen von Materialit\u00e4t und skulpturalen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnissen. Ihre sehr pr\u00e4zisen ortsspezifischen Interventionen und Platzierungen glichen Versuchsanordnungen, bei denen sich die skulpturalen Objekte gegenseitig stabilisieren, austarieren oder \u00e4u\u00dfere Einwirkungen wie Zeit, Temperatur oder Schwerkraft das labile Gleichgewicht prozessual unterliefen, so die Jury. Neben klassischen Materialien wie Holz oder Ton setzt Olloqui Wachs, Gips oder Latex ein. Ihr skulpturaler Prozess gleiche laut Jury einem k\u00e4mpferischen Reflex aus Aktion und Reaktion auf die materiellen, technischen und r\u00e4umlichen Unw\u00e4gbarkeiten, die sie herausfordere und ausdehne.<\/p>\n<p>Lea von Wintzingerode<\/p>\n<p>Die K\u00fcnstlerin Lea von Wintzingerode wurde 1990 in Bayreuth geboren, studierte zun\u00e4chst an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste in M\u00fcnchen und schloss ihr Studium 2016 mit dem Master of Fine Arts an der Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste Hamburg ab. In ihrer Malerei reflektiere Lea von Wintzingerode das Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen Innerlichkeit und der Rolle des Subjekts als sozialem Wesen, urteilt die Jury. Ihre Gruppendarstellungen und Portr\u00e4ts wirklicher und fiktiver Personen changierten zwischen Idealisierung des Dargestellten im Sinne gesellschaftlicher Utopien und dem Leiden an den Verh\u00e4ltnissen, so wie sie seien.<\/p>\n<p>Lea von Wintzingerode gewinne ihrer mit den Stilmitteln der \u201eAmateurmalerei\u201c spielenden Malweise ein erstaunlich gro\u00dfes Spektrum an malerischer und emotionaler Nuanciertheit ab. Durch Musikperformances und Soundarbeiten, die h\u00e4ufig zusammen mit ihrer Malerei zu sehen seien, erg\u00e4nze sie diese Dialektik von Verletzlichkeit und \u00f6ffentlichem Sprechen. Die Jury beeindruckte insbesondere das hohe Ma\u00df an Selbstreflexivit\u00e4t, das Lea von Wintzingerode in ihrer k\u00fcnstlerischen Praxis herstellt: \u201eMit gro\u00dfer Leichtigkeit gelingt es ihr, eine pr\u00e4zise Selbstverortung als K\u00fcnstlerin in der Gesellschaft mit der eindringlichen Darstellung der damit verbundenen Gef\u00fchle zu verbinden.\u201c<\/p>\n<p>Viola Relle und Raphael Weilguni<\/p>\n<p>Sowohl Viola Relle, geboren 1992 in M\u00fcnchen, als auch Raphael Weilguni, geboren 1989 in Augsburg, haben ein Studium an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste M\u00fcnchen absolviert, das sie 2018 abgeschlossen haben. Mit Viola Relle und Raphael Weilguni pr\u00e4miert die Jury ein Team, das sich den Herausforderungen des zeitgen\u00f6ssischen Ansatzes traditioneller Kunst in besonderer Weise stellt. Ihre Zusammenarbeit umfasst nahezu ein Jahrzehnt. \u201eGemeinsam entwickeln sie geradezu verf\u00fchrerische, filigrane Objekte aus Porzellan, Keramik und Farbe, in denen sie stets die Grenzen technischer Machbarkeit zu \u00fcberwinden versuchen. Die einzigartigen Objekte scheinen aus einem kontrolliert-obsessivem Schaffensprozess zu erwachsen. Ihre wilde Sch\u00f6nheit ergibt sich gerade daraus, dass sie auf herk\u00f6mmliche Sch\u00f6nheitsnormen keine R\u00fccksicht nehmen. So entstehen skulpturale Keramiken von einer schier unersch\u00f6pflichen Detailvielfalt, die ein Gef\u00fcge bilden, das zerbrechlich erscheint und auf diese poetische Weise zum Sinnbild aller Verg\u00e4nglichkeit werden\u201c, so die Jury.<\/p>\n<p>Bis zu 16 Bayerische Kunstf\u00f6rderpreise in vier Sparten<\/p>\n<p>Jedes Jahr verleiht der Freistaat bis zu 16 Kunstf\u00f6rderpreise in den vier Sparten \u201eBildende Kunst\u201c, \u201eDarstellende Kunst\u201c, \u201eMusik und Tanz\u201c sowie \u201eLiteratur\u201c. Die Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4ger m\u00fcssen ihre Ausbildung abgeschlossen haben, in Bayern leben, hier ihren Schaffensmittelpunkt haben und d\u00fcrfen h\u00f6chstens 40 Jahre alt sein. Voraussetzung ist zudem, dass sie \u00fcber eine au\u00dfergew\u00f6hnliche k\u00fcnstlerische Begabung verf\u00fcgen und auf herausragende Leistungen verweisen k\u00f6nnen. Die Preise werden vom Bayerischen Staatsminister f\u00fcr Wissenschaft und Kunst auf Vorschlag von Fachjurys vergeben.<\/p>\n<p>Quelle:stmwk.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: &nbsp; Kunstf\u00f6rderpreis 2020 f\u00fcr besonders begabte junge Bildende K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler in Bayern Kunstminister Bernd Sibler gibt sechs Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4ger in der Sparte \u201eBildende Kunst\u201c bekannt \u2013 \u201eKreative und tiefgr\u00fcndige Werke, die Betrachter zur Auseinandersetzung herausfordern\u201c Den Kunstf\u00f6rderpreis 2020 in der Sparte \u201eBildende Kunst\u201c erhalten in diesem Jahr die drei M\u00fcnchner Stephan Janitzky, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":7610,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[78,71],"tags":[3229],"class_list":["post-13726","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bayern","category-menue","tag-kunstfoerderpreis-2020"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13726","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13726"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13726\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13727,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13726\/revisions\/13727"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/7610"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}