{"id":13501,"date":"2020-05-31T08:36:44","date_gmt":"2020-05-31T06:36:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13501"},"modified":"2020-05-31T08:36:44","modified_gmt":"2020-05-31T06:36:44","slug":"reform-des-europaeischen-emissionshandels-wirkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13501","title":{"rendered":"Reform des Europ\u00e4ischen Emissionshandels wirkt"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Emissionshandel: Deutsche Anlagen stie\u00dfen 2019 14 Prozent weniger CO2 aus<\/p>\n<p>Reform des Europ\u00e4ischen Emissionshandels wirkt<\/p>\n<p>Im Jahr 2019 emittierten die rund 1.850 im Europ\u00e4ischen<br \/>\nEmissionshandelssystem (EU-ETS) erfassten station\u00e4ren Anlagen in<br \/>\nDeutschland etwa 363 Millionen Tonnen Kohlendioxid-\u00c4quivalente (CO2-\u00c4q).<br \/>\nDies entspricht einem R\u00fcckgang um 14 Prozent gegen\u00fcber 2018. Das<br \/>\nberichtet die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt<br \/>\n(UBA) detailliert in ihrem diesj\u00e4hrigen Bericht \u00fcber die<br \/>\nTreibhausgasemissionen der emissionshandelspflichtigen station\u00e4ren Anlagen<br \/>\nund im Luftverkehr f\u00fcr Deutschland im Jahr 2019 (VET-Bericht 2019). Der<br \/>\nR\u00fcckgang der Emissionen geht ma\u00dfgeblich auf Minderungen in der<br \/>\nEnergiewirtschaft zur\u00fcck. Aber auch die Emissionen der energieintensiven<br \/>\nIndustrie gingen erstmalig im Verlauf der dritten Handelsperiode zur\u00fcck.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=4796\" rel=\"attachment wp-att-4796\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4796\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/steckdose1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/steckdose1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/steckdose1.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bundesumweltministerin Svenja Schulze: \u201eDie erfolgreiche Reform des<br \/>\neurop\u00e4ischen Emissionshandels zeigt Wirkung. Der stark gestiegene Preis<br \/>\nf\u00fcr CO2-Zertifikate hat zu einem deutlichen R\u00fcckgang der Emissionen<br \/>\ngef\u00fchrt. Kohlestrom verschwindet zunehmend aus dem Markt und macht so<br \/>\nPlatz f\u00fcr Strom aus Wind und Sonne. Das zeigt: Wo die Politik den<br \/>\n\u00dcbergang zu den Zukunftstechnologien aktiv gestaltet, haben wir Erfolg.<br \/>\nDas macht Mut f\u00fcr die gro\u00dfen Aufgaben, die noch vor uns liegen.\u201c<\/p>\n<p>Dirk Messner, Pr\u00e4sident des UBA: \u201eDie aktuellen Entwicklungen im<br \/>\nEnergiesektor zeigen eindrucksvoll, dass ein gest\u00e4rkter Emissionshandel<br \/>\ndie in ihn gesetzten Erwartungen als Klimaschutzinstrument voll erf\u00fcllt.<br \/>\nGleichwohl muss insbesondere im Industriesektor noch mehr erreicht werden.<br \/>\nDaf\u00fcr brauchen wir eine intelligente Dekarbonisierungsstrategie. Der neue<br \/>\neurop\u00e4ische Innovationsfonds ist hierf\u00fcr ein zentraler Baustein. Denn er<br \/>\nf\u00f6rdert k\u00fcnftige europaweit innovative klimaschonende Technologien im<br \/>\nIndustriesektor mit Auktionserl\u00f6sen aus dem Emissionshandel.\u201c<\/p>\n<p>Energie: Im Jahr 2019 gingen die Emissionen der deutschen Energieanlagen um<br \/>\netwa 18 Prozent auf 244 Millionen Tonnen Kohlendioxid zur\u00fcck. Damit<br \/>\nverst\u00e4rkt sich der r\u00fcckl\u00e4ufige Trend des Vorjahres noch einmal deutlich<br \/>\n(2018: minus 4,5 Prozent). In Folge stark gestiegener Preise im EU-ETS und<br \/>\ngleichzeitig gesunkener Erdgaspreise war der Betrieb von Gaskraftwerken<br \/>\n2019 h\u00e4ufig wirtschaftlicher als der von Kohlekraftwerken. Ein weiterer<br \/>\nTreiber ist der deutlich gestiegene Beitrag der erneuerbaren Energien an<br \/>\nder Stromproduktion. Zudem wurden weitere Kraftwerksbl\u00f6cke in die<br \/>\nSicherheitsbereitschaft \u00fcberf\u00fchrt.<\/p>\n<p>Industrie: Die Emissionen der energieintensiven Industrie bewegten sich in<br \/>\nden Jahren 2013 bis 2018 kaum und schwankten jeweils zwischen rund 123 und<br \/>\n126 Millionen Tonnen CO2-\u00c4q. 2019 sanken sie erstmals in der dritten<br \/>\nHandelsperiode des EU-ETS deutlich um 4 Prozent auf 119 Millionen Tonnen<br \/>\nCO2-\u00c4q und lagen damit unter dem Niveau von 2013. Die Emissionen waren<br \/>\n2019 in fast allen Industriebranchen r\u00fcckl\u00e4ufig, lediglich die Emissionen<br \/>\nder Zementindustrie zeigen sich im Jahresvergleich nahezu unver\u00e4ndert.<br \/>\nDies spiegelt in etwa auch die Produktionsentwicklung in den einzelnen<br \/>\nBranchen wider.<\/p>\n<p>Emissionen im Luftverkehr: F\u00fcr 2019 meldeten die von Deutschland<br \/>\nverwalteten emissionshandelspflichtigen Luftfahrzeugbetreiber Emissionen in<br \/>\nH\u00f6he von 9,0 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Damit sind die Emissionen im<br \/>\nVergleich zum Vorjahr um rund 4 Prozent gesunken.<\/p>\n<p>Deutschland und Europa: Die Emissionen aller am EU-ETS teilnehmenden<br \/>\nAnlagen (in den 28 EU-Mitgliedstaaten und Island, Liechtenstein, Norwegen)<br \/>\nsanken 2019 ebenfalls, jedoch in geringerem Ma\u00dfe als in Deutschland: Nach<br \/>\nAngaben der Europ\u00e4ischen Kommission gingen die Emissionen im Jahr 2019 um<br \/>\nneun Prozent zur\u00fcck und beliefen sich auf rund 1,53 Milliarden Tonnen<br \/>\nCO2-\u00c4q. Gegen\u00fcber 2005 sind die ETS-Emissionen europaweit mit rund 36<br \/>\nProzent allerdings st\u00e4rker zur\u00fcckgegangen als in Deutschland mit etwa 30<br \/>\nProzent. Das Europ\u00e4ische Klimaziel f\u00fcr die vom EU-ETS umfassten Bereiche,<br \/>\nminus 21 Prozent im Jahr 2020 gegen\u00fcber 2005, wird damit bereits erreicht.<\/p>\n<p>Emissionshandel und Gesamtemissionen: Der relative R\u00fcckgang der Emissionen<br \/>\nim Emissionshandelssektor f\u00e4llt st\u00e4rker aus als der R\u00fcckgang der<br \/>\ngesamten deutschen Treibhausgasemissionen. Die Vorjahressch\u00e4tzung des UBA<br \/>\nvom M\u00e4rz weist einen R\u00fcckgang von rund 54 Millionen Tonnen CO2-\u00c4q bzw.<br \/>\n6,3 Prozent aus. Mit den nun vorliegenden Angaben der DEHSt ist eine<br \/>\nvorl\u00e4ufige Berechnung der deutschen Emissionen au\u00dferhalb des EU-ETS f\u00fcr<br \/>\n2019 m\u00f6glich. Demnach haben die deutschen Emissionen innerhalb des<br \/>\nEurop\u00e4ischen Lastenteilungsverfahrens die zugewiesenen Emissionsrechte im<br \/>\nJahr 2019 um rund 21,6 Millionen Tonnen CO2-\u00c4q \u00fcberschritten. Auch die in<br \/>\nden Vorjahren angesparten Emissionsrechte reichen voraussichtlich nicht<br \/>\nmehr aus, um diese L\u00fccke f\u00fcr 2019 zu decken. Die Mitgliedstaaten sind<br \/>\nzwar rechtlich nicht verpflichtet, ihr jeweiliges Ziel punktgenau zu<br \/>\nerreichen. Sie m\u00fcssen aber nachweisen, dass sie f\u00fcr jedes Jahr zwischen<br \/>\n2013 und 2020 \u00fcber ausreichende Emissionszuteilungen aus der<br \/>\nEU-Lastenteilungsentscheidung verf\u00fcgen. Hierf\u00fcr k\u00f6nnen nicht genutzte<br \/>\nZuteilungen aus fr\u00fcheren Jahren des Geltungszeitraums oder von anderen<br \/>\nMitgliedstaaten \u00fcbertragene Emissionsrechte genutzt werden.<\/p>\n<p>Weitere Informationen:<\/p>\n<p>Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt): Die DEHSt ist die nationale<br \/>\nBeh\u00f6rde f\u00fcr die Umsetzung des EU-ETS. Zu ihren Aufgaben geh\u00f6ren die<br \/>\nZuteilung und Ausgabe kostenloser Emissionsberechtigungen, die Pr\u00fcfung der<br \/>\nEmissionsberichte und der \u00dcberwachungspl\u00e4ne sowie die Verwaltung von<br \/>\nKonten im EU-Emissionshandelsregister. Sie steuert die Auktionen und<br \/>\ninformiert die \u00d6ffentlichkeit und Marktteilnehmer \u00fcber die<br \/>\nVersteigerungsergebnisse. Sie ist zudem zust\u00e4ndig f\u00fcr die administrativen<br \/>\nBelange bei der Nutzung der projektbasierten Mechanismen, Joint<br \/>\nImplementation und Clean Development Mechanism. Die DEHSt ist zudem die<br \/>\nnationale Bewilligungsbeh\u00f6rde f\u00fcr die Zahlung von Beihilfen f\u00fcr<br \/>\nstromintensive Unternehmen zur Kompensation indirekter CO2-Kosten<br \/>\n(Strompreiskompensation). Die DEHSt ist au\u00dferdem zust\u00e4ndig f\u00fcr die<br \/>\nUmsetzung des 2021 startenden nationalen Emissionshandels f\u00fcr Brennstoffe.<\/p>\n<p>Detaillierte Informationen finden Sie unter:<\/p>\n<p>Vollst\u00e4ndiger VET Bericht 2019<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmu.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=nIOxTpSl4e2+uFTWKJ4toxSYpWpYXf6oiQ\/hAJc6FT+BuBNZyf9roKSsg41K6FIQ<\/p>\n<p>Executive Summary (Deutsch und Englisch)<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmu.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=1MP6S+EuaFSX+2uvtCHVghSYpWpYXV6oiQ\/hAJc6FT+BuBNZyf9roKSsg41K6FIQ<br \/>\n(Deutsch)<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmu.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=pYBGsOOL+5+DEW4WdoBJhxSYpWpYXe6oiQ\/hAJc6FT+BuBNZyf+boKSsg41K6FIQ<br \/>\n(Englisch)<\/p>\n<p>Vorjahressch\u00e4tzung der Treibhausgasemissionen in Deutschland f\u00fcr das Jahr<br \/>\n2019:<\/p>\n<p>https:\/\/www.bmu.de\/presseverteiler\/lt.php?tid=n+neurH\/xZicrUCchrzoNxSYpWpYXb6oiQ\/hAJc6FT+BuBNZyf97oKSsg41K6FIQ<\/p>\n<p>Quelle:bmu.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Emissionshandel: Deutsche Anlagen stie\u00dfen 2019 14 Prozent weniger CO2 aus Reform des Europ\u00e4ischen Emissionshandels wirkt Im Jahr 2019 emittierten die rund 1.850 im Europ\u00e4ischen Emissionshandelssystem (EU-ETS) erfassten station\u00e4ren Anlagen in Deutschland etwa 363 Millionen Tonnen Kohlendioxid-\u00c4quivalente (CO2-\u00c4q). Dies entspricht einem R\u00fcckgang um 14 Prozent gegen\u00fcber 2018. Das berichtet die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":4796,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[44,3],"tags":[3152],"class_list":["post-13501","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-deutschland-2","category-news","tag-klimaschutz-positiv"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13501","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13501"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13501\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13502,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13501\/revisions\/13502"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4796"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13501"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13501"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.frankensicht.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13501"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}