{"id":13415,"date":"2020-04-26T08:38:45","date_gmt":"2020-04-26T06:38:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13415"},"modified":"2020-04-26T08:38:45","modified_gmt":"2020-04-26T06:38:45","slug":"freier-handel-bedeutet-ernaehrungssicherung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13415","title":{"rendered":"Freier Handel bedeutet Ern\u00e4hrungssicherung"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Kl\u00f6ckner: Freier Handel bedeutet Ern\u00e4hrungssicherung \u2013 auch und gerade in Krisenzeiten<\/p>\n<p>* G20-Agrarminister beraten in Sondersitzung und wollen Handel und Lieferketten in der Corona-Krise st\u00e4rken<\/p>\n<p>Die Corona-Pandemie ist keine nationale, sondern eine globale Krise. In Deutschland sind wir gut mit Grundnahrungsmittel versorgt. Doch um die Ern\u00e4hrungslage auf der ganzen Welt zu stabilisieren, muss es gelingen, die weltweiten Lieferketten funktionsf\u00e4hig zu halten und die wirtschaftlichen Folgen der Krise f\u00fcr Landwirte und Verbraucher, gerade in den \u00e4rmeren Regionen, abzumildern. Hier ist Solidarit\u00e4t gefragt. In einer Sondersitzung berieten die Agrarministerinnen und Agrarminister der G20-Staaten sowie hochrangige Vertreter internationaler Organisationen heute, wie der Handel und damit die Ern\u00e4hrung der Menschen weltweit nachhaltig gesichert und auch f\u00fcr die Zukunft krisenfest gestaltet werden kann.<br \/>\nDie Bundesministerin f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft, Julia Kl\u00f6ckner, warnte davor, den globalen Handel mit Lebensmitteln zu beschr\u00e4nken: \u201eFreier Handel bedeutet auch und gerade in Krisenzeiten Ern\u00e4hrungssicherung.\u201c Deshalb habe sich Deutschland auch daf\u00fcr eingesetzt, dass sich alle G20-Staaten dazu bekennen, Exportrestriktionen nur im Ausnahmefall vorzunehmen. \u201eDieses Bekenntnis ist wichtig \u2013 gerade in dieser Krisensituation, in der wir alle von einer arbeitsteiligen Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft profitieren\u201c, betonte Kl\u00f6ckner. Freier Handel k\u00f6nne dabei auch einen entscheidenden Beitrag leisten, den Hunger und die Einkommenssituation in den \u00e4rmeren Regionen der Welt zu verbessern.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=12573\" rel=\"attachment wp-att-12573\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12573\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1-384x217.jpg 384w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Ministerin machte dabei deutlich: \u201eWir brauchen eine regional verankerte Landwirtschaft in Deutschland, die uns ausreichend mit guten und hochwertigen Nahrungsmitteln versorgt \u2013 genauso wie den Export und die Einfuhr von Produkten. Nur der Handel sichert die gewohnte Vielfalt auf unseren Tellern. Und ohne stabile Lieferketten kann Handel nicht funktionieren. Gerade in Krisenzeiten zeigt sich die Systemrelevanz der Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft dabei auch f\u00fcr Deutschland.\u201c<\/p>\n<p>Folgende Ziele wurden in einem gemeinsamen Kommuniqu\u00e9 vereinbart:<\/p>\n<p>\u00b7 Aufrechterhaltung der Lieferketten: Exportrestriktionen sollen nur als Notfallma\u00dfnahmen unter engen Voraussetzungen m\u00f6glich sein und nur dann, wenn sie verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig, transparent, \u00fcbergangsweise und konform zu den Regeln der Welthandelsorganisation WTO sind.<br \/>\n\u00b7 F\u00f6rderung der Markttransparenz: Das G20-Agrarmarktinformationssystem AMIS muss gest\u00e4rkt werden. Nur so kann der internationale Lebensmittelmarkt kontinuierlich beobachtet und rechtzeitig gegengesteuert werden.<\/p>\n<p>\u00b7 Sicherstellung der Lebensmittelversorgung: Engere Zusammenarbeit der G20-Agrarminister und verst\u00e4rkte Kooperation mit dem Privatsektor.<\/p>\n<p>\u00b7 Bek\u00e4mpfung von Lebensmittelverschwendung und -verlusten.<\/p>\n<p>\u00b7 Unterst\u00fctzung der Landwirte und Menschen im l\u00e4ndlichen Raum, vor allem von kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen, unter Beachtung der Ziele der Agenda 2030 f\u00fcr nachhaltige Entwicklung.<\/p>\n<p>\u00b7 Kontinuierliche Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen wie der Weltern\u00e4hrungsorganisation der Vereinten Nationen FAO.<\/p>\n<p>\u00b7 Weiterf\u00fchrung der engen Kooperation der G20-Agrarminister zur st\u00e4ndigen Anpassung der COVID-19 Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>\u00b7<br \/>\nDas Kommunique und druckf\u00e4hige Fotos finden Sie in K\u00fcrze unter http:\/\/bmel.de\/goto?id=13980492<br \/>\nHintergrund: G 20 auf einen Blick<br \/>\nDie G 20 wurden 1999 als informelles Forum f\u00fcr die internationale wirtschaftliche und w\u00e4hrungspolitische Zusammenarbeit gegr\u00fcndet. Die 20 f\u00fchrenden Industrie- und Schwellenl\u00e4nder stehen f\u00fcr fast zwei Drittel der Weltbev\u00f6lkerung, \u00fcber 80 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts und drei Viertel des Welthandels. Im Agrarbereich stehen sie f\u00fcr 60 Prozent der weltweiten Anbaufl\u00e4chen und 80 Prozent des Welthandels mit Lebensmitteln.<br \/>\nMitglieder sind:<br \/>\n[Argentinien]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Argentinien&gt; Argentinien<\/p>\n<p>[Frankreich]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frankreich&gt; Frankreich<\/p>\n<p>[Kanada]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kanada&gt; Kanada<\/p>\n<p>[S\u00fcdkorea]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%BCdkorea&gt; S\u00fcdkorea<\/p>\n<p>[Australien]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Australien&gt; Australien<\/p>\n<p>[Indien]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Indien&gt; Indien<\/p>\n<p>[Mexiko]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mexiko&gt; Mexiko<\/p>\n<p>[T\u00fcrkei]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/T%C3%BCrkei&gt; T\u00fcrkei<\/p>\n<p>[Brasilien]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Brasilien&gt; Brasilien<\/p>\n<p>[Indonesien]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Flag_of_Indonesia.svg&gt; Indonesien<\/p>\n<p>[Russland]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Russland&gt; Russland<\/p>\n<p>[Vereinigtes K\u00f6nigreich]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vereinigtes_K%C3%B6nigreich&gt; GB<\/p>\n<p>[Deutschland]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutschland&gt; Deutschland<\/p>\n<p>[Italien]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Italien&gt; Italien<\/p>\n<p>[Saudi-Arabien]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Saudi-Arabien&gt; Saudi-Arabien<\/p>\n<p>[Vereinigte Staaten]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vereinigte_Staaten&gt; USA<\/p>\n<p>[Europa]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Europa&gt; EU<\/p>\n<p>[Japan]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Japan&gt; Japan<\/p>\n<p>[S\u00fcdafrika]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S%C3%BCdafrika&gt; S\u00fcdafrika<\/p>\n<p>[Volksrepublik China]&lt;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volksrepublik_China&gt; China<\/p>\n<p>Dazu werden von der j\u00e4hrlich wechselnden Pr\u00e4sidentschaft Gastl\u00e4nder und Gastinstitutionen eingeladen. St\u00e4ndiges Gastland ist Spanien. St\u00e4ndige Gastorganisationen sind u.a. die UN (im Landwirtschaftsbereich u.a. FAO, IFAD, IFPRI, WFP), OECD, Weltbank etc.<br \/>\nSeit 2008 findet j\u00e4hrlich ein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs statt. Die Abschlusserkl\u00e4rungen werden von deutscher Seite durch den Sherpastab im Bundeskanzleramt verhandelt. Das Bundesministerium f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft wird beteiligt und liefert federf\u00fchrend Verhandlungsunterlagen f\u00fcr den Bereich Landwirtschaft und Ern\u00e4hrungssicherung zu<br \/>\nNeben den Gipfeltreffen l\u00e4dt die jeweilige Pr\u00e4sidentschaft nach ihrer Entscheidung auch zu Fachministertreffen ein. Ein Agrarministertreffen wurde erstmal unter franz\u00f6sischer Pr\u00e4sidentschaft 2011 durchgef\u00fchrt. Es wird seit der t\u00fcrkischen Pr\u00e4sidentschaft 2015 j\u00e4hrlich veranstaltet. Die Agrarministererkl\u00e4rungen finden Eingang in den Sherpa-Prozess und k\u00f6nnen damit auch das Gipfelkommuniqu\u00e9 inhaltlich beeinflussen. Auch dadurch erh\u00e4lt der Agrarstrang im Rahmen der G20 ein besonderes Gewicht.<br \/>\nKernthemen der bisherigen Agrarministererkl\u00e4rungen waren unter anderem:<br \/>\n2011 Frankreich<\/p>\n<p>Risikoreduzierung, insb. bezgl. Preisvolatilit\u00e4t, Gr\u00fcndung des Agrarmarkinformationssystems AMIS<\/p>\n<p>2015 T\u00fcrkei<\/p>\n<p>Nahrungsmittelverschwendung<\/p>\n<p>2016 China<\/p>\n<p>Neue Technologien in der Landwirtschaft<\/p>\n<p>2017 Deutschland<\/p>\n<p>Wasser, neue Technologien, Antibiotikaresistenzen,<br \/>\nEinf\u00fchrung eines Prozesses zum Nachhalten der Beschl\u00fcsse (Stocktaking)<\/p>\n<p>2018 Argentinien<\/p>\n<p>Gesunde B\u00f6den<\/p>\n<p>2019 Japan<\/p>\n<p>Nachhaltige Wertsch\u00f6pfungsketten<\/p>\n<p>Quelle: bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Kl\u00f6ckner: Freier Handel bedeutet Ern\u00e4hrungssicherung \u2013 auch und gerade in Krisenzeiten * G20-Agrarminister beraten in Sondersitzung und wollen Handel und Lieferketten in der Corona-Krise st\u00e4rken Die Corona-Pandemie ist keine nationale, sondern eine globale Krise. In Deutschland sind wir gut mit Grundnahrungsmittel versorgt. 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