{"id":13326,"date":"2020-03-14T08:30:34","date_gmt":"2020-03-14T07:30:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13326"},"modified":"2020-03-14T08:30:42","modified_gmt":"2020-03-14T07:30:42","slug":"mehr-schutz-fuer-weidetiere-neue-regelungen-zum-umgang-mit-dem-wolf-treten-in-kraft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13326","title":{"rendered":"Mehr Schutz f\u00fcr Weidetiere \u2013 neue Regelungen zum Umgang mit dem Wolf treten in Kraft"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Mehr Schutz f\u00fcr Weidetiere \u2013 neue Regelungen zum Umgang mit dem Wolf treten in Kraft<\/p>\n<p>Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Kl\u00f6ckner will Entwicklung der Population und Nutztierrisse intensiv beobachten<\/p>\n<p>Morgen tritt eine \u00c4nderung des Bundesnaturschutzgesetzes in Kraft, die die Entnahme von problematischen W\u00f6lfen zu leichteren Bedingungen m\u00f6glich macht. Denn mit der Ausbreitung des Wolfsbestandes in Deutschland haben auch die wolfsbedingten Nutztierrisse deutlich zugenommen. Die Anzahl von Nutztiersch\u00e4den \u2013 diese umfassen verwundete und get\u00f6tete Tiere \u2013 steigerte sich von 40 Tieren im Jahr 2006 auf rund 2050 Tiere im Jahr 2018. Darunter leiden die Weidetiere und die Weidetierhalter haben mit starken wirtschaftliche Einbu\u00dfen zu k\u00e4mpfen, sie sind massiv verunsichert sowie teils in ihrer Existenz bedroht \u2013 einige Sch\u00e4fer mussten bereits aufgeben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=12573\" rel=\"attachment wp-att-12573\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12573\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1-384x217.jpg 384w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/kuh1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Um Weidetierhaltung weiter zu erm\u00f6glichen, sieht die Novellierung, die heute verk\u00fcndet wurde, daher vor, dass f\u00fcr Nutztierhalter als Grundlage f\u00fcr eine Abschussgenehmigung zuk\u00fcnftig ausreicht, dass ihnen ernste wirtschaftliche Sch\u00e4den drohen. Das soll es auch Hobbysch\u00e4fern erm\u00f6glichen, Entsch\u00e4digungen zu bekommen. Bisher musste der betroffene Tierhalter in seiner Existenz bedroht sein. Zudem ist nun ein Abschuss auch dann m\u00f6glich, wenn unklar ist, welcher Wolf genau f\u00fcr Nutztierrisse verantwortlich ist. Es d\u00fcrfen so lange einzelne Rudelmitglieder in der jeweiligen Gegend entnommen werden, bis es keine Angriffe auf Nutztiere mehr gibt.<\/p>\n<p>Die R\u00fcckkehr des Wolfes nach Deutschland sei zwar ein Erfolg des Artenschutzes, so Bundeslandlandwirtschaftsministerin Julia Kl\u00f6ckner. Das d\u00fcrfe aber nicht zu einer Einstellung der Weidetierhaltung in einigen Regionen f\u00fchren. Zudem m\u00fcsse der Schutz des Menschen Priorit\u00e4t haben, immer \u00f6fter w\u00fcrden W\u00f6lfe in unmittelbarer N\u00e4he zu Siedlungen gesichtet:<\/p>\n<p>\u201eDie Gesetzes\u00e4nderung ist ein erster, wichtiger Schritt. Aufgrund der schwierigen Lage in vielen l\u00e4ndlichen R\u00e4umen war er dringend notwendig. Insbesondere auch f\u00fcr den Schutz der Weidetiere \u2013 die Nutztierrisse nehmen massiv zu. Um die Tierhalter zu unterst\u00fctzen, haben wir bereits die F\u00f6rderung von Schutzma\u00dfnahmen mit Herdenschutzhunden und -z\u00e4unen verbessert. Klar ist: Wir werden die Entwicklung der Wolfspopulationen und der Angriffe auf Tiere und Herden weiterhin intensiv beobachten. Sollte sich die Lage nicht verbessern, brauchen wir in einigen Regionen ein aktives Bestandsmanagement.\u201c<\/p>\n<p>Als weitere Neuerung ist vorgesehen, dass auch nachgewiesene Wolf-Hund-Hybriden durch die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden zu entnehmen sind. Das Gesetz erkennt daneben die wichtige Rolle der J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger bei beh\u00f6rdlich angeordneten Entnahmen an und trifft Regelungen zu deren freiwilliger Mitwirkung. Nicht zuletzt aus Sicherheitsgr\u00fcnden wird eine vorherige Information der J\u00e4ger \u00fcber entsprechende beh\u00f6rdliche Ma\u00dfnahmen in ihrem Jagdrevier vorgeschrieben.<\/p>\n<p>Um eine Gew\u00f6hnung von W\u00f6lfen an den Menschen von vornherein zu vermeiden, wird zudem das F\u00fcttern und Anlocken wildlebender W\u00f6lfe ausdr\u00fccklich verboten und als Ordnungswidrigkeit geahndet.<\/p>\n<p>Quelle: bmel.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Mehr Schutz f\u00fcr Weidetiere \u2013 neue Regelungen zum Umgang mit dem Wolf treten in Kraft Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Kl\u00f6ckner will Entwicklung der Population und Nutztierrisse intensiv beobachten Morgen tritt eine \u00c4nderung des Bundesnaturschutzgesetzes in Kraft, die die Entnahme von problematischen W\u00f6lfen zu leichteren Bedingungen m\u00f6glich macht. 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