{"id":13203,"date":"2020-01-25T08:11:20","date_gmt":"2020-01-25T07:11:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13203"},"modified":"2024-01-18T08:47:04","modified_gmt":"2024-01-18T07:47:04","slug":"ueberleitungssystem-soll-klimafit-bleiben-ausgekluegeltes-management-sichert-wasserversorgung-in-trockenzeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13203","title":{"rendered":"\u00dcberleitungssystem soll &#8222;klimafit&#8220; bleiben Ausgekl\u00fcgeltes Management sichert Wasserversorgung in Trockenzeiten"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Glauber: \u00dcberleitungssystem soll &#8222;klimafit&#8220; bleiben<br \/>\nAusgekl\u00fcgeltes Management sichert Wasserversorgung in Trockenzeiten<\/p>\n<p>Das \u00dcberleitungssystem im Fr\u00e4nkischen Seenland versorgt Bayerns trockenen Norden mit Wasser &amp;ndash; eine besondere Aufgabe im Hinblick auf Klimaschutz und Niedrigwassersituationen vor allem in Nordbayern. Daneben bewahrt sie das Altm\u00fchltal vor Hochwasser. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte dazu heute bei der Besichtigung der Betriebszentrale in Gunzenhausen: &#8222;Wasser ist der Grundstoff des Lebens. Der Klimawandel wird in Zukunft zu l\u00e4ngeren Trockenphasen f\u00fchren &amp;ndash; gerade in Nordbayern. Das \u00dcberleitungssystem ist ein meisterhafter Wasserspender f\u00fcr Frankens Fl\u00fcsse. \u00dcber 230 Millionen Kubikmeter Wasser wurden 2019 \u00fcbergeleitet. Das ist Rekord. Die \u00dcberleitung hat bisher alle Stresstests bestanden. Wir wollen das System weiter fit halten und f\u00fcr die Herausforderungen des Klimawandels r\u00fcsten. Daf\u00fcr investieren wir jedes Jahr 6 Millionen Euro in Betrieb und Unterhaltung des Systems.&#8220; Seit Inbetriebnahme der \u00dcberleitung im Jahr 1993 flossen bereits 3,5 Milliarden Kubikmeter Wasser aus dem Donauraum nach Nordbayern, das entspricht dem doppelten Volumen des Ammersees. Vor allem Rednitz, Regnitz und Main werden mit dem Wasser gef\u00fcllt. Insgesamt zeichnet sich seit einigen Jahren eine Steigerung der \u00dcberleitungsmengen ab.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=9033\" rel=\"attachment wp-att-9033\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-9033\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/P1000137-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/P1000137-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/P1000137.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aufgrund des Klimawandels gewinnen die 25 staatlichen Talsperren und R\u00fcckhaltebecken zunehmend an Bedeutung, im Hochwasserschutz und vor allem auch f\u00fcr Niedrigwassersituationen. Damit sie f\u00fcr die steigenden Anspr\u00fcche ger\u00fcstet sind, werden die Bauwerke regelm\u00e4\u00dfig einer umfassenden \u00dcberpr\u00fcfung und einem &#8222;Klimacheck&#8220; unterzogen. Glauber: &#8222;Wir brauchen ein ausgekl\u00fcgeltes Management f\u00fcr Niedrigwasser. Wassermanagement ist eine hoch komplexe Angelegenheit. Wir suchen schon heute nach Antworten f\u00fcr die Herausforderungen von morgen. Daf\u00fcr spielen wir Extremsituationen gedanklich durch, um die Ressourcen in Zukunft flexibel einzusetzen und zu verteilen.&#8220; Bei der Optimierung des Niedrigwassermanagements werden auch der hohe Freizeitwert und die vielf\u00e4ltige Nutzung der Speicherseen im Blick behalten. In Phasen von Niedrigwasser f\u00fchren die Wasserwirtschafts\u00e4mter laufend Prognoseberechnungen durch, um die Speicherabgabe optimal anzupassen und so die Auswirkungen von Trockenzeiten bestm\u00f6glich zu kompensieren. Ein wichtiger Aspekt in D\u00fcrrezeiten ist zudem die Wasserqualit\u00e4t. Um auf Ver\u00e4nderungen von Sauerstoffgehalt, Temperatur und Wasserstand angemessen reagieren zu k\u00f6nnen, wurde aktuell der Alarmplan Donau entwickelt. Er wird in diesem Jahr aktiviert und erg\u00e4nzt den bereits bestehenden Alarmplan Main.<\/p>\n<p>Bayern hat reiche Wasservorr\u00e4te, die aber nicht gleichm\u00e4\u00dfig im Land verteilt sind: W\u00e4hrend das s\u00fcdliche Bayern \u00fcber gen\u00fcgend Wasser verf\u00fcgt, ist es in Nordbayern vergleichsweise trocken. Diese Entwicklung versch\u00e4rft sich durch den Klimawandel. Schon 1970 hat der Bayerische Landtag den Bau des \u00dcberleitungssystems beschlossen. Die Bauzeit dauerte insgesamt von 1972 bis 1999. Altm\u00fchlsee, Brombachsee und Rothsee sind heute ein beliebtes Ferien- und Freizeitparadies. In erster Linie sind die drei Seen jedoch Teil dieses Wasser\u00fcberleitungssystems, das einerseits f\u00fcr den Hochwasserschutz im Altm\u00fchltal und andererseits f\u00fcr die Aufh\u00f6hung von Niedrigwasser in Trockenzeiten sorgt. Die \u00dcberleitung st\u00fctzt auch die Grundwasservorkommen in Nordbayern und erm\u00f6glicht so landwirtschaftliche Beregnung. Mit Gesamtkosten von rund 460 Millionen Euro ist die \u00dcberleitung Bayerns gr\u00f6\u00dftes abgeschlossenes wasserbauliches Projekt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Glauber: \u00dcberleitungssystem soll &#8222;klimafit&#8220; bleiben Ausgekl\u00fcgeltes Management sichert Wasserversorgung in Trockenzeiten Das \u00dcberleitungssystem im Fr\u00e4nkischen Seenland versorgt Bayerns trockenen Norden mit Wasser &amp;ndash; eine besondere Aufgabe im Hinblick auf Klimaschutz und Niedrigwassersituationen vor allem in Nordbayern. Daneben bewahrt sie das Altm\u00fchltal vor Hochwasser. 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