{"id":13082,"date":"2019-12-10T08:16:59","date_gmt":"2019-12-10T07:16:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13082"},"modified":"2019-12-10T08:16:59","modified_gmt":"2019-12-10T07:16:59","slug":"aiwanger-und-huml-legen-ergebnisse-des-bayerischen-pharmagipfels-2019-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13082","title":{"rendered":"Aiwanger und Huml legen Ergebnisse des Bayerischen Pharmagipfels 2019 vor"},"content":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen:<\/p>\n<p>Aiwanger und Huml legen Ergebnisse des Bayerischen Pharmagipfels 2019 vor<\/p>\n<p>Aiwanger: &#8222;Wir st\u00e4rken Forschung und Herstellung in Bayern nachhaltig&#8220;<\/p>\n<p>Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Gesundheitsministerin Melanie Huml haben am Montag zusammen mit Vertretern der pharmazeutischen Industrie die Ergebnisse des Bayerischen Pharmagipfels vorgelegt. Huml betonte: &#8222;Der Bayerische Pharmagipfel ist auch 2019 wieder ein Erfolg.&#8220; Aiwanger, der an der Abschlussveranstaltung nicht teilnehmen konnte und durch Staatssekret\u00e4r Roland Weigert vertreten wurde, unterstrich: &#8222;Die Gemeinsame Erkl\u00e4rung des Bayerischen Pharmagipfels 2019 ist das Ergebnis eines intensiven Dialogprozesses mit der pharmazeutischen Industrie in Bayern.&#8220;<\/p>\n<p>Huml erl\u00e4uterte: &#8222;Unsere Gemeinsame Erkl\u00e4rung enth\u00e4lt unter anderem Forderungen und Initiativen zur Sicherstellung der Versorgung mit sicheren und innovativen Arzneimitteln. So soll beispielsweise die Versorgung mit Arzneimitteln f\u00fcr neuartige Therapien wie Gentherapeutika oder biotechnologisch bearbeitete Gewebeprodukte durch interdisziplin\u00e4re Teams, gezielte Vernetzung und Abbau von unn\u00f6tigen Regulierungen verbessert werden.&#8220;<\/p>\n<p>Aiwanger erg\u00e4nzte: &#8222;Damit der Zugang der Patientinnen und Patienten zu Innovationen im Arzneimittelbereich auch vor dem Hintergrund eines solidarisch finanzierten Gesundheitssystems auch k\u00fcnftig finanzierbar bleibt und die Rahmenbedingungen f\u00fcr die pharmazeutische Industrie verl\u00e4sslich sind, fordern wir die Einf\u00fchrung neuer Erstattungsmechanismen wie beispielsweise Pay-for-Performance-Modelle oder annualisierte Zahlungen. Zugleich sind die Regularien f\u00fcr Generika und Biosimilars so zu entwickeln, dass auch in diesem Bereich das Potenzial f\u00fcr eine nachhaltige und innovative Versorgung der B\u00fcrger weiter ausgesch\u00f6pft wird.&#8220;<\/p>\n<p>Aiwanger f\u00fcgte hinzu: &#8222;Wesentlich war f\u00fcr uns auch, die Arzneimittelforschung und die Herstellung von Arzneimitteln in Bayern nachhaltig zu st\u00e4rken. Deshalb fordern wir im Bereich der Rabattvertr\u00e4ge f\u00fcr Generika, dass Mehrfachvergaben erfolgen sollen, wobei ein weiterer Anbieter regelhaft dann bezuschlagt werden soll, wenn er den Wirkstoff aus EU-Produktionsst\u00e4tten bezieht.&#8220; Huml betonte: &#8222;Zudem wollen wir beispielsweise weitere Verbesserungen bei Forschungskooperationen erreichen und fordern, dass der Patentschutz in seiner aktuellen Form als zentraler Innovationsanreiz erhalten bleibt.&#8220;<\/p>\n<p>Der Bayerische Pharmagipfel 2019 setzt den zuletzt mit dem Pharmagipfel 2015 initiierten intensiven Dialogprozess zwischen dem bayerischen Gesundheits- und Wirtschaftsministerium und der pharmazeutischen Industrie fort. Vereinbart wurde eine Gemeinsame Erkl\u00e4rung mit den daraus resultierenden Forderungen und Initiativen unter anderem an den Bund und die EU.<\/p>\n<p>Huml erkl\u00e4rte: &#8222;F\u00fcr die Partner des Pharmagipfels 2019 ist eine gesicherte Versorgung mit innovativen Arzneimitteln essentiell. Dazu fordern sie neben einem flexibleren Verfahren, das die Preise f\u00fcr besonders innovative Medikamente, sogenannte Advanced Therapy Medicinal Products (ATMP), in der gesetzlichen Krankenversicherung festlegt auch die Abschaffung von Doppel- und Mehrfachregulierungen und eine Anpassung von Rabattvertr\u00e4gen im Sinn einer guten Patientenversorgung.&#8220; Die Ministerin erl\u00e4uterte: &#8222;Denn es besteht die Gefahr, dass das bisherige AMNOG-Verfahren f\u00fcr besondere Therapien, Nischen-Indikationen und OrphanDrugs (Arzneimittel f\u00fcr seltene Leiden) zu einer Innovationsbarriere wird und Patienten in Deutschland k\u00fcnftig nicht mehr so vorbildlich rasch wie bisher von innovativen Therapien profitieren. Zwar kann der globale Trend einer Verengung auf nur wenige Wirkstoffhersteller nicht allein mit Ma\u00dfnahmen in Deutschland bek\u00e4mpft werden. Ein wichtiger Schritt um im generikaf\u00e4higen Bereich Lieferengp\u00e4ssen entgegenzuwirken, ist aber, die bisherige Architektur der Rabattvertr\u00e4ge anzupassen.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=13084\" rel=\"attachment wp-att-13084\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-13084\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/P1020592-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/P1020592-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/P1020592-rotated.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Gesundheitsministerin Huml unterstrich: &#8222;Wir fordern nachdr\u00fccklich die Abschaffung der Importf\u00f6rderklausel. Sie ist \u00fcberfl\u00fcssig und stellt letztendlich ein Einfallstor f\u00fcr Arzneimittelf\u00e4lschungen dar. Bayern wird sich daher auch weiterhin massiv f\u00fcr ihre Abschaffung einsetzen. Bundesgesundheitsminister Spahn fordere ich auf, im Rahmen der aktuellen Gesetzgebungsvorhaben im Arzneimittelbereich endlich eine entsprechende Regelung vorzuschlagen. Auch darf der Marktzugang von Innovationen nicht durch \u00dcberregulierung auf europ\u00e4ischer Ebene erschwert oder verz\u00f6gert werden. Hier sehe ich vor allem die neu besetzte EU-Kommission in der Verantwortung.&#8220;<\/p>\n<p>Weiter gest\u00e4rkt werden soll dar\u00fcber hinaus der Pharmastandort Bayern. Wirtschaftsminister Aiwanger betonte: &#8222;Der Bayerische Pharmagipfel 2019 war ein wichtiger Schritt, um Wertsch\u00f6pfung, Besch\u00e4ftigung und Wohlstand in Bayern zu sichern und zu st\u00e4rken. Ich freue mich, dass wir einen so erfolgreichen Dialog zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der gesamten pharmazeutischen Industrie f\u00fchren konnten. Der gemeinsame Dialog war und ist ein Paradebeispiel konstruktiver und ergebnisreicher Zusammenarbeit.&#8220;<\/p>\n<p>Aiwanger f\u00fcgte hinzu: &#8222;So konnten wir beispielsweise zentrale Stellschrauben und Ma\u00dfnahmen identifizieren, um weitere Potentiale im Rahmen von Kooperationen zwischen Unternehmen und Hochschulen sowie Unternehmen und Uni-Kliniken zu heben. Wesentliche Ergebnisse unserer Arbeit bestehen zudem darin, wie wir die Digitalisierung in der Pharmabranche ganz gezielt vorantreiben k\u00f6nnen und wollen. Die in der Gemeinsamen Erkl\u00e4rung aufgezeigten Ansatzpunkte m\u00fcssen nun auf bayerischer, nationaler und europ\u00e4ischer Ebene konsequent angegangen werden.&#8220;<\/p>\n<p>Heinrich Moisa, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Novartis Deutschland, betonte f\u00fcr den Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa): &amp;bdquo;Bayern ist ein starker Pharmastandort mit einer vielf\u00e4ltigen pharmazeutischen Industrie, die im Schulterschluss mit der Wissenschaft innovative Arzneimittel entwickelt und Arzneimittel f\u00fcr die Versorgung von Patientinnen und Patienten herstellt. Eine wesentliche Grundlage f\u00fcr den Erfolg des Pharmastandorts Bayern ist, dass die Bayerische Staatsregierung die volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der in Bayern ans\u00e4ssigen Unternehmen der pharmazeutischen Industrie wertsch\u00e4tzt und f\u00f6rdert. Die Bayerische Staatsregierung und die in Bayern ans\u00e4ssigen Unternehmen der pharmazeutischen Industrie arbeiten seit 2014 gemeinsam an der Verbesserung der Rahmenbedingungen f\u00fcr Arzneimittelforschung, Arzneimittelherstellung und Arzneimittelversorgung. Die beteiligten Firmen und Verb\u00e4nde der pharmazeutischen Industrie in Bayern danken f\u00fcr den intensiven Dialog und die vielen guten, gemeinsam erzielten Ergebnisse.&#8220;<\/p>\n<p>Er erg\u00e4nzte: &#8222;Die Gemeinsame Erkl\u00e4rung des Bayerischen Pharmagipfels 2019 gibt nun einen klaren Fahrplan, wie Bayern auch in Zukunft eine gute Heimat f\u00fcr Unternehmen der pharmazeutischen Industrie sein kann, zum Beispiel mittels konsequenter Digitalisierung in der Gesundheitsforschung und Versorgung. Gemeinsam stehen wir f\u00fcr enge Allianzen aller relevanten Akteure &amp;ndash; wir freuen uns auf die weitere gemeinsame Arbeit!&#8220;<\/p>\n<p>Der Bayerische Pharmagipfel 2019 wurde mit dem Ziel initiiert, an die Erfolge des Pharmagipfels 2015 anzukn\u00fcpfen und Antworten auf neue Herausforderungen f\u00fcr Politik und Wirtschaft zu finden. Teilnehmer der Dialogplattform waren Vertreterinnen und Vertreter der Bayerischen Staatsregierung sowie Vertreterinnen und Vertreter der pharmazeutischen Industrie in Bayern und deren Verb\u00e4nden.<\/p>\n<p>Quelle: stmwi.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Aiwanger und Huml legen Ergebnisse des Bayerischen Pharmagipfels 2019 vor Aiwanger: &#8222;Wir st\u00e4rken Forschung und Herstellung in Bayern nachhaltig&#8220; Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Gesundheitsministerin Melanie Huml haben am Montag zusammen mit Vertretern der pharmazeutischen Industrie die Ergebnisse des Bayerischen Pharmagipfels vorgelegt. 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