{"id":13071,"date":"2019-12-06T08:19:07","date_gmt":"2019-12-06T07:19:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13071"},"modified":"2019-12-06T08:19:21","modified_gmt":"2019-12-06T07:19:21","slug":"landarztquote-ist-wichtiges-signal-fuer-die-menschen-auf-dem-land-bayerns-gesundheitsministerin-zugleich-bieten-wir-auch-jungen-leuten-ohne-einserabitur-die-moeglichkeit-eines-medizinstudiums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13071","title":{"rendered":"Landarztquote ist wichtiges Signal f\u00fcr die Menschen auf dem Land &#8211; Bayerns Gesundheitsministerin: Zugleich bieten wir auch jungen Leuten ohne Einserabitur die M\u00f6glichkeit eines Medizinstudiums"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Huml: Landarztquote ist wichtiges Signal f\u00fcr die Menschen auf dem Land &#8211; Bayerns Gesundheitsministerin: Zugleich bieten wir auch jungen Leuten ohne Einserabitur die M\u00f6glichkeit eines Medizinstudiums<\/p>\n<p>Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat die beschlossene Landarztquote als wichtiges Signal f\u00fcr die Menschen auf dem Land bezeichnet. Huml betonte am Donnerstag nach der Zustimmung des Landtags zu dem entsprechenden Gesetzesentwurf: &#8222;K\u00fcnftig werden sich mehr \u00c4rztinnen und \u00c4rzte f\u00fcr die Arbeit im l\u00e4ndlichen Raum entscheiden. Damit st\u00e4rken wir in diesem Bereich das Ziel gleicher Lebensverh\u00e4ltnisse in Bayern. Zugleich bieten wir ab dem Herbst n\u00e4chsten Jahres auch jungen Leuten ohne Einserabitur die M\u00f6glichkeit eines Medizinstudiums.&#8220;<\/p>\n<p>Die Ministerin erl\u00e4uterte: &#8222;Seit 2014 habe ich mich f\u00fcr die Einf\u00fchrung einer Landarztquote eingesetzt &amp;ndash; und jetzt ist der Weg daf\u00fcr frei. K\u00fcnftig werden bis zu 5,8 Prozent aller Medizinstudienpl\u00e4tze in Bayern f\u00fcr Studierende vorgehalten, die ein besonderes Interesse an der haus\u00e4rztlichen T\u00e4tigkeit im l\u00e4ndlichen Raum haben &amp;ndash; das sind rund 110 Studienpl\u00e4tze j\u00e4hrlich. Daf\u00fcr verpflichten sie sich, sp\u00e4ter mindestens zehn Jahre lang als Haus\u00e4rztin oder Hausarzt in einer Region zu arbeiten, die medizinisch unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht ist. Wir gehen davon aus, dass viele dabei eine enge Bindung an ihren Arbeitsort aufbauen und auch nach den zehn Jahren dort bleiben werden.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=4205\" rel=\"attachment wp-att-4205\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-4205\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/holz-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/holz-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/09\/holz.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Landesamt f\u00fcr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit wird f\u00fcr das Bewerbungs- und Auswahlverfahren, die Administration und das Monitoring zust\u00e4ndig sein. Es hat bereits mit den Vorbereitungen begonnen.<\/p>\n<p>Huml erl\u00e4uterte: &#8222;Das erste Bewerbungsverfahren soll im Februar 2020 stattfinden, das erste Auswahlverfahren dann im Fr\u00fchjahr\/Sommer 2020. Im Wintersemester 2020\/2021 k\u00f6nnen die ersten erfolgreichen Bewerberinnen und Bewerber ihr Studium beginnen.&#8220;<\/p>\n<p>Das Land- und Amtsarztgesetz (BayLArztG) sieht ein zweistufiges Auswahlverfahren vor. Die Auswahlkriterien der ersten Stufe sind das Ergebnis eines fachspezifischen Studieneignungstests, das Vorliegen einer Berufsausbildung in einem Gesundheitsberuf, die Dauer der Berufst\u00e4tigkeit in diesem Beruf und die Art und Dauer einer geeigneten freiwilligen oder ehrenamtlichen T\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p>Auf der zweiten Stufe des Auswahlverfahrens finden strukturierte und standardisierte Auswahlgespr\u00e4che statt. Daran nehmen diejenigen Bewerberinnen und Bewerber teil, die sich in der ersten Stufe des Auswahlverfahrens qualifiziert haben. Die Regelungen zur Landarztquote im Bayerischen Land- und Amtsarztgesetz sollen zum 1. Januar 2020 in Kraft treten und bilden damit die Basis f\u00fcr das anschlie\u00dfende Bewerbungs- und Auswahlverfahren. Die \u00fcber die Landarztquote ausgew\u00e4hlten Kandidatinnen und Kandidaten beginnen ihr Studium jeweils im Wintersemester an allen medizinischen Fakult\u00e4ten in Bayern.<\/p>\n<p>Huml unterstrich: &#8222;Auch die Nachwuchsgewinnung f\u00fcr den \u00d6ffentlichen Gesundheitsdienst insbesondere au\u00dferhalb von Ballungsr\u00e4umen gestaltet sich schwierig. Deshalb wird mit der Verabschiedung des Bayerischen Land- und Amtsarztgesetzes auch eine 1-Prozent-\u00d6GD-Quote zum 1. Januar 2021 eingef\u00fchrt. Denn klar ist: Wir m\u00fcssen die hohe Bedeutung des \u00d6ffentlichen Gesundheitsdienstes mehr in den Vordergrund r\u00fccken.&#8220;<\/p>\n<p>Mit der \u00d6GD-Quote wird 1 Prozent aller Medizinstudienpl\u00e4tze in Bayern f\u00fcr Studierende vorgehalten, die sich verpflichten, nach Abschluss der Weiterbildung f\u00fcr eine Dauer von zehn Jahren ausschlie\u00dflich im \u00d6ffentlichen Gesundheitsdienst in den Gebieten t\u00e4tig zu sein, f\u00fcr die ein besonderer \u00f6ffentlicher Bedarf nach Art. 7 festgestellt wurde. Die Ministerin erl\u00e4uterte: &#8222;Der \u00d6GD ist essentiell f\u00fcr die Pr\u00e4vention und den Gesundheitsschutz der Bev\u00f6lkerung. Er nimmt hier wesentliche Aufgaben in der Beratung, Untersuchung und \u00dcberwachung wahr, besonders in der Hygiene und im Infektionsschutz.&#8220;<\/p>\n<p>Huml f\u00fcgte hinzu: &#8222;Bayern hat die ersten Weichen f\u00fcr die Gewinnung von \u00c4rztenachwuchs bereits fr\u00fchzeitig gestellt und als eines der ersten Bundesl\u00e4nder ein eigenes Programm aufgelegt: das F\u00f6rderprogramm zum Erhalt und zur Verbesserung der \u00e4rztlichen Versorgung im l\u00e4ndlichen Raum. Im Doppelhaushalt sind daf\u00fcr rund 15,3 Millionen Euro vorgesehen. Damit wird unter anderem die Niederlassung von Haus\u00e4rzten und bestimmten Facharztgruppen sowie Psychotherapeuten mit bis zu 60.000 Euro gef\u00f6rdert. Dieses Programm ist sehr erfolgreich: So konnten bisher 555 Niederlassungen und Filialbildungen unterst\u00fctzt werden, darunter 446 Haus\u00e4rztinnen und Haus\u00e4rzte.&#8220;<\/p>\n<p>Die Ministerin f\u00fcgte hinzu: &#8222;Mit einem Stipendienprogramm wurden au\u00dferdem bislang 235 Medizinstudierende unterst\u00fctzt, die sich verpflichtet haben, nach dem Studium ihre fach\u00e4rztliche Weiterbildung im l\u00e4ndlichen Raum zu absolvieren und anschlie\u00dfend mindestens f\u00fcnf Jahre dort t\u00e4tig zu sein. Sie erhalten ein Stipendium in H\u00f6he von 600 Euro pro Monat f\u00fcr maximal vier Jahre.&#8220; Dar\u00fcber hinaus f\u00f6rdert das bayerische Gesundheitsministerium mit bis zu 500.000 Euro 15 innovative medizinische Versorgungskonzepte (IMV).<\/p>\n<p>Huml betonte: &#8222;Bayern schafft zudem rund 350 neue Medizinstudienpl\u00e4tze und hat damit bundesweit eine Vorreiterrolle \u00fcbernommen. Mittelfristig bis zu 252 zus\u00e4tzliche Medizinstudienpl\u00e4tze f\u00fcr Studienanf\u00e4nger j\u00e4hrlich werden an der Universit\u00e4t Augsburg geschaffen. Hinzu kommen 100 neue Medizin-Studienpl\u00e4tze j\u00e4hrlich am Medizincampus Oberfranken in Bayreuth. Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass alle L\u00e4nder ihre Studienplatzkapazit\u00e4ten in \u00e4hnlicher Weise erh\u00f6hen.&#8220;<\/p>\n<p>Bundesweiter Vorreiter ist Bayern auch mit dem im Juli 2018 gestarteten Ausbildungsprogramm &#8222;Beste Landpartie Allgemeinmedizin&#8220; (BeLA) der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen und der Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg. Die Ministerin erl\u00e4uterte: &#8222;Das Programm soll zeitnah auch auf weitere Regionen des Freistaats ausgeweitet werden.&#8220;<\/p>\n<p>Bei &#8222;BeLA&#8220; arbeiten Kliniken als anerkannte Lehrkrankenh\u00e4user der beteiligten Regionen mit Hausarztpraxen zusammen. Das Programm zeichnet sich durch eine intensive Betreuung der Medizinstudierenden in den Lehrkrankenh\u00e4usern und Hausarztpraxen aus. Hervorzuheben sind auch die zus\u00e4tzlichen Angebote zur Einbindung der Studierenden in die jeweilige Region wie etwa Wohnungsangebote, Projektarbeit oder Notdienstwochenenden, praxisnahe zus\u00e4tzliche Ausbildungsinhalte und eine intensive Betreuung durch Mentoren.<\/p>\n<p>&#8222;BeLA&#8220; war zum Wintersemester 2018\/19 zun\u00e4chst an den s\u00fcdbayerischen Standorten Dillingen, M\u00fchldorf am Inn und Eichst\u00e4tt\/K\u00f6sching gestartet. Im Sommersemester 2019 begann &#8222;BeLA Nord&#8220; dann auch in den nordbayerischen Modellregionen Forchheim\/Ebermannstadt, Kulmbach\/Stadtsteinach, Wei\u00dfenburg\/Gunzenhausen und Sche\u00dflitz\/Burgebrach.<\/p>\n<p>Quelle: stmgp.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Huml: Landarztquote ist wichtiges Signal f\u00fcr die Menschen auf dem Land &#8211; Bayerns Gesundheitsministerin: Zugleich bieten wir auch jungen Leuten ohne Einserabitur die M\u00f6glichkeit eines Medizinstudiums Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat die beschlossene Landarztquote als wichtiges Signal f\u00fcr die Menschen auf dem Land bezeichnet. 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