{"id":13046,"date":"2019-11-28T08:41:51","date_gmt":"2019-11-28T07:41:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13046"},"modified":"2019-11-28T08:41:51","modified_gmt":"2019-11-28T07:41:51","slug":"bayerischer-wirtschaftsminister-stellt-im-landtag-aktionsplan-mit-ueber-70-konkreten-massnahmen-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13046","title":{"rendered":"Bayerischer Wirtschaftsminister stellt im Landtag Aktionsplan mit \u00fcber 70 konkreten Ma\u00dfnahmen vor"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Bayerischer Wirtschaftsminister stellt im Landtag Aktionsplan mit \u00fcber 70 konkreten Ma\u00dfnahmen vor<\/p>\n<p>Aiwanger: &#8222;Neuer Schwung f\u00fcr die Energiewende in Bayern&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=7610\" rel=\"attachment wp-att-7610\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-7610\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/bayern-300x180.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/bayern-300x180.png 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2014\/09\/bayern.png 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Bayerische Staatsminister f\u00fcr Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger, hat in seiner Regierungserkl\u00e4rung im Landtag das ;Bayerische Aktionsprogramm Energie&amp;ldquo; vorgestellt. Aiwanger:Mit 73 konkreten Einzelma\u00dfnahmen in 13 Handlungsfeldern werden wir der Energiewende neuen Schwung verleihen.<\/p>\n<p>Der Ausstieg aus der Kernenergie- und Kohlestromnutzung sei beschlossen. &#8222;Wir wollen unsere Klimaziele und zus\u00e4tzliche Wertsch\u00f6pfung durch erneuerbare Energien erreichen. Die Versorgung von Morgen soll dezentral und nachhaltig sein. Es wird mehr erneuerbare Energie aus der Heimat genutzt. Wir wollen die Menschen in Bayern mitnehmen. Mein Ziel ist eine B\u00fcrger-Energiewende, die nicht spaltet, sondern von der Breite der Bev\u00f6lkerung unterst\u00fctzt wird, sagte Aiwanger.<\/p>\n<p>Die 73 konkreten Einzelma\u00dfnahmen sind auf der Internetseite des Bayerischen Wirtschaftsministeriums abrufbar:<\/p>\n<p>www.stmwi.bayern.de\/energiepolitik\/<\/p>\n<p>Solarenergie: Das Potenzial der Sonne nutzen<\/p>\n<p>Geplant ist ein kraftvoller Zubau von Photovoltaik (PV) mit einer Zubauleistung in H\u00f6he von 3.200 Megawattpeak (MWp) bis 2022. Das entspricht einem durchschnittlichen Zubau von 800 MWp pro Jahr. Nach der bereits umgesetzten Ausweitung des Kontingents f\u00fcr PV-Freifl\u00e4chen in benachteiligten Gebieten von 30 auf 70 Projekte in diesem Jahr, wird beabsichtigt, das Freifl\u00e4chen-Kontingent nun weiter zu erh\u00f6hen. 2018 lag die PV-Leistung in Bayern insgesamt bei 12,5 Gigawattpeak (GWp). Mit dem nun geplanten Zubau um 3,2 GWp soll die Leistung im Sonnenland Bayern auf 15,7 GWp bis 2022 gesteigert werden. Vergangenes Jahr lag der Anteil der Solarenergie an der Bruttostromerzeugung in Bayern bei 15,9 Prozent.<\/p>\n<p>Wasserkraft: Ausbau vollenden<\/p>\n<p>Ziel ist es, den Stromertrag aus der Wasserkraft ausgehend vom langj\u00e4hrigen Mittel von 12,5 Terawattstunden (TWh) um eine zus\u00e4tzliche TWh zu steigern. Mit einem F\u00f6rderprogramm sollen Wasserkraftanlagen bei Ausbau und Modernisierung unterst\u00fctzt werden. Neben der Solarenergie ist die Wasserkraft einer der Spitzenreiter bei den regenerativen Energiequellen zur Stromerzeugung in Bayern. Rund 4.200 Laufwasser- und Speicherwasserkraftwerke versorgen rechnerisch durchschnittlich rund 3,5 Millionen Haushalte in Bayern. Vergangenes Jahr lag der Anteil der Wasserkraft an der Bruttostromerzeugung in Bayern bei 14,5 Prozent.<\/p>\n<p>Bioenergie: Allesk\u00f6nner f\u00fcr die Strom- und W\u00e4rmeerzeugung<\/p>\n<p>Bis 2022 soll die Stromerzeugung aus Bioenergie in Bayern von rund 9,2 TWh in 2018 auf etwa 10 TWh gesteigert werden. Der Einsatz von Holz, Mais, G\u00fclle und alternativen Energiepflanzen soll optimiert und es sollen bestm\u00f6gliche Voraussetzungen f\u00fcr den Weiterbetrieb bestehender Biogasanlagen und den Bau neuer Biogasanlagen in Bayern geschaffen werden. Die Forschungsmittel werden auf rund vier Millionen Euro im Jahr verdoppelt. Vergangenes Jahr lag der Anteil der Bioenergie an der Bruttostromerzeugung in Bayern bei 12,4 Prozent.<\/p>\n<p>Mehr Windenergie: Gemeinsam mit den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern<\/p>\n<p>Die Windenergie in Bayern soll unter Einbindung der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ausgebaut werden. Ziel ist es, 300 neue Anlagen bis Ende 2022 auf den Weg zu bringen. Das entspricht etwa 1 GW neu installierter Leistung. 2018 lag die Leistung bei 2,5 GW. Im diesem Zeitraum erreichte die Windenergie einen Anteil von 6,1 Prozent an der Bruttostromerzeugung in Bayern.<\/p>\n<p>Geothermie: Mehr W\u00e4rme aus der Tiefe unserer Heimat<\/p>\n<p>Dank guter geologischer Gegebenheiten hat die Geothermie in Bayern gro\u00dfes Potenzial. Mit einem Masterplan wird die weitere Erschlie\u00dfung der Tiefenw\u00e4rme erm\u00f6glicht. Bis 2029 soll die Vernetzung der Geothermie in Bayern durch drei neue Transportleitungen verbessert werden.<\/p>\n<p>Versorgung: Sicherheit gew\u00e4hrleisten<\/p>\n<p>Die Versorgungssicherheit ist in Bayern gemeinsam mit der Wirtschaftlichkeit und der Umweltvertr\u00e4glichkeit das wichtigste energiepolitische Ziel. Die Gew\u00e4hrleistung der Versorgungssicherheit soll durch Gaskraftwerke garantiert werden. Die Vorteile von Pumpspeicherwerken &#8211; wie zum Beispiel in Riedl bei Passau &#8211; sollen st\u00e4rker genutzt werden.<\/p>\n<p>Netze: Intelligent statt \u00fcberdimensioniert<\/p>\n<p>Beim Ausbau der Stromnetze darf die Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung nicht au\u00dfer Acht gelassen werden. Daher wird das Ziel verfolgt: &amp;bdquo;So wenig Netzausbau wie m\u00f6glich und nur so viel, wie unbedingt n\u00f6tig.&amp;ldquo; Wirtschaftsminister Aiwanger hat vom Bund die Zusicherung erhalten, dass die Stromtrasse P44 von Altenfeld in Th\u00fcringen nach Grafenrheinfeld in Unterfranken nicht weiterverfolgt wird. Der Ansatz des Ministeriums lautet: Es braucht digitale und innovative Konzepte f\u00fcr eine effizientere Verteilung des Stroms, um den Netzausbaubedarf zu senken.<\/p>\n<p>Kraft-W\u00e4rme-Kopplung (KWK): Stabilit\u00e4tsanker der Energiewende<\/p>\n<p>Geplant ist in Bayern, bis 2022 den Bau von 3000 neuen KWK-Anlagen anzusto\u00dfen. Damit soll ein Zubau von 500 MWel erreicht werden. KWK ist durch die gleichzeitige Erzeugung von Strom und W\u00e4rme besonders energieeffizient und stellt gesicherte Leistung zur Verf\u00fcgung. Daher gilt sie als Stabilit\u00e4tsanker der Energiewende und schafft Versorgungssicherheit in Bayern.<\/p>\n<p>Flexibilit\u00e4t und Sektorenkopplung<\/p>\n<p>Durch die effektive Verzahnung der Bereiche Strom, W\u00e4rmeversorgung und Mobilit\u00e4t sollen die Schwankungen erneuerbarer Energien besser ausgeglichen und somit gr\u00fcner Strom besser nutzbar gemacht werden. Deshalb unterst\u00fctzt das Wirtschaftsministerium die Forschung und Entwicklung neuer Ans\u00e4tze wie innovativer Energiespeicher und Power-to-X-Technologien.<\/p>\n<p>Wasserstoff: Energietr\u00e4ger der Zukunft<\/p>\n<p>Bayern wird Technologief\u00fchrer im Bereich Wasserstoff. \u00dcber das neu gegr\u00fcndete Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B) werden Strategien erarbeitet und Kompetenzen vernetzt. Mit insgesamt etwa 100 Millionen Euro werden Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben in Bayern gef\u00f6rdert und ein Netz von 100 H2-Tankstellen ausgebaut. Gerade im Bereich der Wasserstoff-Speichertechnologien ist Bayern bereits ein weltweit f\u00fchrender Forschungsstandort.<\/p>\n<p>Effizienz im Geb\u00e4udebereich: Effizienz erh\u00f6hen, Energiebedarf senken<\/p>\n<p>Ziel ist es, die Energieeffizienz von Geb\u00e4uden zu verbessern. Bis 2030 soll fast ein Viertel der Endenergie eingespart werden. Bayern hat bereits eine Bundesratsinitiative gestartet, um die steuerliche F\u00f6rderung der Geb\u00e4udemodernisierung zu verbessern. Im Freistaat werden Beratungs- und F\u00f6rderangebote ausgebaut.<\/p>\n<p>Am 6. Dezember 2019 gr\u00fcndet Staatsminister Aiwanger in Regensburg die Landesagentur f\u00fcr Energie und Klimaschutz. Sie soll lokale Initiativen vernetzen sowie die Beratung von Unternehmen und B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern ausbauen.<\/p>\n<p>Energieeffizienz bei Unternehmen: Innovationen anregen, Wettbewerbsf\u00e4higkeit steigern<\/p>\n<p>Bayerische Unternehmen haben bereits massiv in die Energieeffizienz investiert. Das Wirtschaftsministerium wird &amp;ndash; auch \u00fcber die neue Landesagentur &amp;ndash; Innovationen und neue Investitionen anregen. Ziel ist es, Einsparpotenziale von ca. 30 Prozent in Gewerbe, Handel und bei Dienstleistungen sowie 18 Prozent in der Industrie zu erreichen.<\/p>\n<p>Energieforschung: Technologiekompetenz st\u00e4rken<\/p>\n<p>Bayerns Wirtschaftsministerium wird bis 2023 etwa 100 Millionen in die Energieforschung investieren. Sie nimmt eine Schl\u00fcsselrolle f\u00fcr eine erfolgreiche Energie- und Mobilit\u00e4tswende ein. Darunter fallen: 60 Millionen Euro f\u00fcr die St\u00e4rkung des Bayerischen Energieforschungsprogramms, 20 Millionen Euro f\u00fcr die Batterieforschung, 13 Millionen Euro f\u00fcr Energieforschung am Helmholtz-Institut Erlangen-N\u00fcrnberg, Energiecampus N\u00fcrnberg und am Bayerischen Zentrum f\u00fcr Angewandte Energieforschung (ZAE) sowie f\u00fcnf Millionen f\u00fcr das Segment Verteilnetze.<\/p>\n<p>Quelle: stmwi.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Bayerischer Wirtschaftsminister stellt im Landtag Aktionsplan mit \u00fcber 70 konkreten Ma\u00dfnahmen vor Aiwanger: &#8222;Neuer Schwung f\u00fcr die Energiewende in Bayern&#8220; Der Bayerische Staatsminister f\u00fcr Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger, hat in seiner Regierungserkl\u00e4rung im Landtag das ;Bayerische Aktionsprogramm Energie&amp;ldquo; vorgestellt. 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