{"id":13033,"date":"2019-11-24T08:07:49","date_gmt":"2019-11-24T07:07:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13033"},"modified":"2019-11-24T08:07:49","modified_gmt":"2019-11-24T07:07:49","slug":"neuer-amphibien-und-reptilienatlas-fuer-bayern-zeigt-aktuelle-herausforderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=13033","title":{"rendered":"Neuer Amphibien- und Reptilienatlas f\u00fcr Bayern zeigt aktuelle Herausforderungen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">M\u00fcnchen:<\/span><\/p>\n<p>Glauber: Neuer Amphibien- und Reptilienatlas f\u00fcr Bayern zeigt aktuelle Herausforderungen<br \/>\nBayerisches Artenschutzzentrum startet 2020<\/p>\n<p>Eine aktuelle Auswertung umfassender Bestandserhebungen zu Amphibien und Reptilien in Bayern zeigt: Sie geh\u00f6ren zu den am st\u00e4rksten gef\u00e4hrdeten Artengruppen. Der Atlas &#8222;Amphibien und Reptilien in Bayern&#8220; gibt dazu auf 800 Seiten detaillierte Einblicke in das zunehmend bedrohte Leben der 20 heimischen Amphibien- und 10 heimischen Reptilienarten. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte heute anl\u00e4sslich der Vorstellung des Projekts in Augsburg: &#8222;Der Atlas ist ein eindrucksvolles Werk und zugleich ein wichtiger Appell: Wir m\u00fcssen den Artenschwund aufhalten. Amphibien und Reptilien sind Indikatoren f\u00fcr den Zustand unserer Natur. Noch finden sie eine Heimat in Bayerns vielf\u00e4ltigen Lebensr\u00e4umen. Wir wollen, dass das so bleibt. Das Atlasprojekt ist daf\u00fcr ein wichtiges Fundament. Rund 4000 Ehrenamtliche aus ganz Bayern haben in zehnj\u00e4hriger Arbeit Daten und Beobachtungen zusammengetragen. Diese gro\u00dfartige und ausdauernde Gemeinschaftsleistung verdient h\u00f6chsten Respekt und zeigt: Artenschutz funktioniert nur gemeinsam.&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=9033\" rel=\"attachment wp-att-9033\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-9033\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/P1000137-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/P1000137-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/P1000137.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein neues Artenschutzzentrum soll den Schutz der biologischen Vielfalt in Bayern deutlich voranbringen. Glauber: &#8222;Wir wollen den Reichtum der bayerischen Flora und Fauna nicht nur bewahren, sondern f\u00f6rdern. Daf\u00fcr setzen wir das Volksbegehren Plus jetzt z\u00fcgig um. Mit dem Artenschutzzentrum in Augsburg werden wir zudem den Artenschutz bayernweit auf ein neues Niveau heben. Wissenschaft und Praxis werden im Artenschutzzentrum miteinander verzahnt. Wir wollen Ma\u00dfnahmen in der Fl\u00e4che umsetzen, Projekte unterst\u00fctzen sowie Kooperationen aufbauen und st\u00e4rken. Der Startschuss f\u00fcr das Artenschutzzentrum soll Anfang 2020 erfolgen.&#8220;<\/p>\n<p>Die Amphibien- und Reptilienbest\u00e4nde sind in den letzten Jahrzehnten weltweit zur\u00fcckgegangen, auch in Bayern. 12 der 20 heimischen Amphibienarten und 9 von 10 heimischen Reptilienarten stehen aktuell auf der Roten Liste gef\u00e4hrdeter Tiere Bayerns. Drei Amphibien- und zwei Reptilienarten gelten als vom Aussterben bedroht. Das Bayerische Umweltministerium f\u00f6rdert seit 1980 insgesamt mehr als 100 umfassende Artenhilfsprogramme mit landesweitem Ansatz. Aktuell laufen Artenhilfsprogramme f\u00fcr f\u00fcnf Amphibienarten &amp;ndash; darunter die Geburtshelferkr\u00f6te, die Wechselkr\u00f6te und der Moorfrosch &amp;ndash; sowie f\u00fcr die Kreuzotter.<\/p>\n<p>Das Atlasprojekt beruht auf \u00fcber 200.000 Nachweisen zu mehr als 70.000 Fundorten von Amphibien und Reptilien. Der Atlas beschreibt auf der Grundlage von rund 500 Kartierungen und Gutachten die in Bayern lebenden Arten, ihren Bestand und ihre Entwicklung. Au\u00dferdem stellt er \u00fcber 20 konkrete Praxisbeispiele f\u00fcr die Umsetzung lokaler Projekte vor &amp;ndash; etwa zur Neubeschaffung oder Verbesserung von Laichpl\u00e4tzen, zur Gestaltung von Lebensr\u00e4umen oder der Renaturierung von Mooren und Fl\u00fcssen.<\/p>\n<p>Der Atlas &#8222;Amphibien und Reptilien in Bayern&#8220; wurde herausgegeben vom Landesverband f\u00fcr Amphibien- und Reptilienschutz (LARS), vom BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN), vom Landesbund f\u00fcr Vogelschutz e.V. (LBV) und vom Bayerischen Landesamt f\u00fcr Umwelt (LfU). Initiator des Projekts war der 2015 verstorbene Herpetologe PD Dr. Wolfgang V\u00f6lkl. Die zentrale Datengrundlage f\u00fcr das Projekt ist die Artenschutzkartierung (ASK), eine seit 1980 beim LfU gef\u00fchrte Datenbank. Die wesentlichen Datenquellen sind Aufzeichnungen ehrenamtlicher Mitarbeiter, Auftragskartierungen, projektbezogene Arbeiten und Studien. Der Bayerische Naturschutzfonds hat das Projekt mit mehr als 160.000 Euro ma\u00dfgeblich gef\u00f6rdert. Der Atlas ist im Ulmer-Verlag erschienen und im Buchhandel erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>Weitere Informationen unter https:\/\/www.stmuv.bayern.de\/themen\/naturschutz\/biodiversitaet\/index.htm und https:\/\/www.lfu.bayern.de\/natur\/index.htm<\/p>\n<p>Quelle:stmuv.bayern.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00fcnchen: Glauber: Neuer Amphibien- und Reptilienatlas f\u00fcr Bayern zeigt aktuelle Herausforderungen Bayerisches Artenschutzzentrum startet 2020 Eine aktuelle Auswertung umfassender Bestandserhebungen zu Amphibien und Reptilien in Bayern zeigt: Sie geh\u00f6ren zu den am st\u00e4rksten gef\u00e4hrdeten Artengruppen. 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