{"id":12946,"date":"2019-10-21T08:27:59","date_gmt":"2019-10-21T06:27:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12946"},"modified":"2019-10-21T08:27:59","modified_gmt":"2019-10-21T06:27:59","slug":"internationaler-meeresschutz-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12946","title":{"rendered":"**Internationaler Meeresschutz**"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin &#8211; London:<\/span><\/p>\n<p>**Internationaler Meeresschutz**<\/p>\n<p>***OSPAR-Vertragsstaaten bekr\u00e4ftigen umweltvertr\u00e4glichen R\u00fcckbau<br \/>\nausgedienter \u00d6lplattformen*<\/p>\n<p>\/Gro\u00dfbritannien wird Entscheidung \u00fcber Ausnahmegenehmigungen vertagen\/**<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=12050\" rel=\"attachment wp-att-12050\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12050\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/e-tankstelle-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/e-tankstelle-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/e-tankstelle.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>*\u00dcber den m\u00f6glichen Verbleib von vier \u00d6l-Plattformen der Firma Shell im<br \/>\nsogenannten Brent-\u00d6lfeld in der n\u00f6rdlichen Nordsee erfolgen weitere<br \/>\nBeratungen. Die OSPAR-Vertragsparteien haben sich im Rahmen einer<br \/>\nSondersitzung der OSPAR-Kommission am 18.Oktober in London eingehend mit<br \/>\nden Pl\u00e4nen des niederl\u00e4ndischen Unternehmens befasst, die die Inhalte und<br \/>\nTragekonstruktionen dieser ausgedienten Plattformen im Meer belassen will.<br \/>\nNeben Deutschland sprachen sich inzwischen zahlreiche weitere Staaten sowie<br \/>\ndie EU-Kommission daf\u00fcr aus, ausgediente \u00d6lplattformen grunds\u00e4tzlich so<br \/>\nweit wie technisch m\u00f6glich zur\u00fcckzubauen und s\u00e4mtliche darin enthaltene<br \/>\nRoh\u00f6lmengen vollst\u00e4ndig zu entfernen. Dies soll auch f\u00fcr Plattformen<br \/>\ngelten, bei denen ein R\u00fcckbau, bedingt durch ihre Konstruktion, derzeit<br \/>\ntechnisch besonders schwierig erscheint. \u00d6lplattformen, die nach 1998<br \/>\nerrichtet wurden, m\u00fcssen ohnehin vollst\u00e4ndig zur\u00fcckgebaut werden. So<br \/>\nsehen es die OSPAR-Regularien vor. Bei den Beratungen wurde zudem klar,<br \/>\ndass die bisherigen Untersuchungen zu den \u00d6lmengen und weiteren<br \/>\nSchadstoffen, die in den betroffenen Plattformen verbleiben sollen, nicht<br \/>\nausreichen. Das Vereinigte K\u00f6nigreich k\u00fcndigte an, nun zun\u00e4chst von<br \/>\neiner Entscheidung \u00fcber den Antrag Shells zum Verbleib der Plattformen im<br \/>\nBrent-\u00d6lfeld abzusehen und den Austausch mit den OSPAR-Vertragsstaaten<br \/>\nfortzusetzen.*<\/p>\n<p>Umweltstaatssekret\u00e4r Jochen Flasbarth: &#8222;Der umfassende Schutz unserer<br \/>\nMeere l\u00e4sst sich nur mit einer umfassenden Zusammenarbeit aller<br \/>\nMeeresanrainer garantieren. Die OSPAR-Kommission ist daf\u00fcr genau der<br \/>\nrichtige Ort. Das hat das heutige Treffen eindr\u00fccklich bewiesen. Wir<br \/>\nbegr\u00fc\u00dfen die Bereitschaft Gro\u00dfbritanniens, derzeit keine Genehmigung zu<br \/>\nerteilen und vor seiner Entscheidung weitere Konsultationen durchzuf\u00fchren.<br \/>\nWir haben jetzt die Chance, f\u00fcr die Zukunft eine klare Verfahrensweise<br \/>\nf\u00fcr die umweltvertr\u00e4gliche Entsorgung alter \u00d6lplattformen festzulegen.<br \/>\nGerade in Zeiten, in denen wir Schritt f\u00fcr Schritt den Ausstieg aus \u00d6l,<br \/>\nGas und Kohle vornehmen, m\u00fcssen wir uns einen sicheren und umwelt- wie<br \/>\nklimavertr\u00e4glichen Umgang mit den Hinterlassenschaften dieser<br \/>\nEnergietr\u00e4ger aneignen. Daf\u00fcr bietet die enge Zusammenarbeit der<br \/>\nOSPAR-Vertragsstaaten eine gute Grundlage.&#8220;<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien erkl\u00e4rt sich bereit, nicht wir uspr\u00fcnglich vorgesehen,<br \/>\njetzt eine Genehmigung zu erteilen, sondern vor seiner Entscheidung \u00fcber<br \/>\nden Antrag von Shell, weitere Gespr\u00e4che mit den OSPAR-Vertragsstaaten und<br \/>\ndamit den Anrainern des Nordostatlantiks zu f\u00fchren und die Entscheidung<br \/>\n\u00fcber den R\u00fcckbau oder Verbleib der \u00d6plattformen zu \u00fcberdenken.<br \/>\nDeutschland hat dieses Vorgehen ausdr\u00fccklich begr\u00fc\u00dft. Die Teilnehmer<br \/>\nwaren sich einig, dass auf diesem Weg ein Pr\u00e4zedenzfall geschaffen wird,<br \/>\nder f\u00fcr \u00d6lplattformen, die im OSPAR-Gebiet zuk\u00fcnftig au\u00dfer Betrieb<br \/>\ngenommen werden, entscheidend sein wird. Nach den Pl\u00e4nen von Shell sollen<br \/>\ndie Tragekonstruktionen der Schwerkraftfundament-Plattformen Brent Bravo,<br \/>\nCharlie und Delta und die Sockel der Stahlger\u00fcst-Plattform Brent Alpha in<br \/>\nder Nordsee zur\u00fcckgelassen werden. Dies soll 62 gro\u00dfvolumige<br \/>\nBetonbeh\u00e4lter mit zirka 640.000 m3 \u00f6lhaltigem Wasser und zirka 41.000 m3<br \/>\n\u00d6l-Sandgemische einschlie\u00dfen. Laut Shells Sch\u00e4tzungen entspricht dies<br \/>\neiner Gesamtmenge von zirka 11.000 Tonnen Roh\u00f6l.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung hatte die Sondersitzung der OSPAR-Vertragsstaaten<br \/>\nbeantragt &#8211; mit Unterst\u00fctzung von Belgien, den Niederlanden, der EU,<br \/>\nSchweden und Luxemburg -, nachdem Gro\u00dfbritannien angek\u00fcndigt hatte, Shell<br \/>\neine Ausnahmegenehmigung vom grunds\u00e4tzlichen Gebot des vollst\u00e4ndigen<br \/>\nR\u00fcckbaus solcher ausgedienter F\u00f6rderplattformen zu erteilen.<\/p>\n<p>Dem hat Deutschland im April 2019 im Rahmen des formalen<br \/>\nOSPAR-Konsultationsverfahrens widersprochen. Deutschland unterstrich, dass<br \/>\nauch der saubere R\u00fcckbau \u00e4lterer \u00d6lplattformen grunds\u00e4tzlich technisch<br \/>\nm\u00f6glich sei. Deutschland und die Niederlande legten dazu jeweils eigene<br \/>\nunabh\u00e4ngige Gutachten vor, die den R\u00fcckbau der \u00d6lplattformen<br \/>\nvollumf\u00e4nglich empfehlen.<\/p>\n<p>Die Sonderkonsultativsitzung am 18.10.2019 war die erste dieser Art. Sie<br \/>\nfand im Kreise der Vertragsstaaten sowie Beobachter-Organisationen<br \/>\n(Industrie- und Umweltverb\u00e4nde) unter Leitung des OSPAR-Vorsitzlandes<br \/>\nIrland in London am Sitz der OSPAR-Kommission statt.<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p>Die einschl\u00e4gige Vorgabe zum grunds\u00e4tzlichen R\u00fcckbau von \u00d6lplattformen<br \/>\nergibt sich aus einem Beschluss der OSPAR-Kommission aus dem Jahr 1998.<br \/>\nNeben Deutschland und dem Vereinigten K\u00f6nigreich sind alle europ\u00e4ischen<br \/>\nNordostatlantik- und Nordseeanrainerstaaten sowie die EU Vertragsparteien<br \/>\ndes zugrundeliegenden rechtlich verbindlichen \u00dcbereinkommens zum Schutz<br \/>\ndes Nordostantlantiks.<\/p>\n<p>Quelle:bmu.bund.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin &#8211; London: **Internationaler Meeresschutz** ***OSPAR-Vertragsstaaten bekr\u00e4ftigen umweltvertr\u00e4glichen R\u00fcckbau ausgedienter \u00d6lplattformen* \/Gro\u00dfbritannien wird Entscheidung \u00fcber Ausnahmegenehmigungen vertagen\/** *\u00dcber den m\u00f6glichen Verbleib von vier \u00d6l-Plattformen der Firma Shell im sogenannten Brent-\u00d6lfeld in der n\u00f6rdlichen Nordsee erfolgen weitere Beratungen. 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