{"id":12932,"date":"2019-10-15T08:35:34","date_gmt":"2019-10-15T06:35:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12932"},"modified":"2019-10-15T08:35:34","modified_gmt":"2019-10-15T06:35:34","slug":"die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-oktober-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.frankensicht.de\/?p=12932","title":{"rendered":"Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2019"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #ff0000;\">Berlin:<\/span><\/p>\n<p>Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2019<\/p>\n<p>Die Schw\u00e4chephase der deutschen Wirtschaft h\u00e4lt an. Die globale konjunkturelle Eintr\u00fcbung trifft<br \/>\ndie deutsche Wirtschaft. Eine Konjunkturkrise zeichnet sich nicht ab, die Indikatoren zeigen aber<br \/>\nauch noch keine Trendwende an. Die Produktion und die Auftragseing\u00e4nge in der Industrie waren<br \/>\ntendenziell weiter r\u00fcckl\u00e4ufig, die Bauproduktion zeigte eine Seitw\u00e4rtsbewegung auf hohem Niveau.<br \/>\nDie deutschen Ausfuhren waren weiter leicht r\u00fcckl\u00e4ufig. Die staatlichen und privaten Konsumausgaben<br \/>\nst\u00fctzen hingegen weiterhin sp\u00fcrbar. Am Arbeitsmarkt erfolgt der Besch\u00e4ftigungsaufbau<br \/>\nkonjunkturbedingt langsamer. Zuletzt ging \u00fcberraschend die ohnehin niedrige Arbeitslosigkeit leicht<br \/>\nzur\u00fcck.<br \/>\nDie konjunkturelle Flaute der deutschen Wirtschaft h\u00e4lt an. Ihre wirtschaftliche Aktivit\u00e4t verharrt<br \/>\ngegenw\u00e4rtig in etwa auf dem erreichten Niveau. [1] Die Verluste an Wertsch\u00f6pfung in der Industrie,<br \/>\ndie sich weiter im Abschwung befindet, werden weitgehend durch das Wachstum in den Bereichen<br \/>\nDienstleistungen und Bauwirtschaft kompensiert. Die einschl\u00e4gigen Konjunkturindikatoren deuten noch<br \/>\nnicht auf eine grundlegende Ver\u00e4nderung der konjunkturellen Situation hin. Ein st\u00e4rkerer Abschwung<br \/>\noder gar eine ausgepr\u00e4gte Rezession sind gegenw\u00e4rtig aber nicht zu erwarten. Die exportorientierte<br \/>\ndeutsche Industrie sieht sich weiterhin einem schwachen Welthandel, einer stagnierenden globalen<br \/>\nIndustriekonjunktur und einer weltweiten Abschw\u00e4chung der Nachfrage nach Kraftwagen gegen\u00fcber. Dies<br \/>\nd\u00e4mpft die Investitionsneigung im Inland und strahlt auf die binnenwirtschaftliche Nachfrage nach<br \/>\nVorleistungs- und Investitionsg\u00fctern aus. Die weniger exportabh\u00e4ngigen Bereiche der<br \/>\nBinnenwirtschaft bleiben davon bislang relativ unber\u00fchrt. Die private und staatliche<br \/>\nKonsumnachfrage sowie die nach Bauleistungen liefern indessen verl\u00e4ssliche Impulse.<br \/>\nDie Weltkonjunktur bleibt ged\u00e4mpft. Vor dem Hintergrund protektionistischer Ma\u00dfnahmen und der<br \/>\nungel\u00f6sten Brexit-Frage nahm der Welthandel im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat erneut ab.<br \/>\nW\u00e4hrend die Industrieproduktion in den entwickelten Volkswirtschaften weiter gedrosselt wurde, nahm<br \/>\nsie in den aufstrebenden Volkswirtschaften insbesondere in Asien etwas Fahrt auf. Allerdings liegt<br \/>\nder Stimmungsindikator IHS Markit PMI f\u00fcr die Weltwirtschaft auch nach einer leichten Aufhellung<br \/>\nimmer noch unter seiner Wachstumsschwelle. Angesichts der schwelenden Handelskonflikte und dem<br \/>\nschwierigen geopolitischen Umfeld gehen die internationalen Organisationen von einer zwar weniger<br \/>\ndynamischen, aber weiterhin aufw\u00e4rtsgerichteten Entwicklung der Weltwirtschaft aus.<br \/>\nDiese globale Schw\u00e4che ist weiterhin beim deutschen Au\u00dfenhandel sp\u00fcrbar. So gingen die Exporte von<br \/>\nWaren und Dienstleistungen von Juli auf August saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 2,4 %<br \/>\nzur\u00fcck. Im Zweimonatsvergleich ist in etwa Stagnation zu verzeichnen (+0,1 %). Mit einer Belebung<br \/>\nder Ausfuhren in den kommenden Monaten rechnen die Unternehmen den ifo Exporterwartungen zufolge<br \/>\nnicht. Der entsprechende Index spiegelt mit seiner Eintr\u00fcbung im September die niedrigste<br \/>\nErwartungshaltung seit der Finanzkrise wider. Die Importe von Waren und Dienstleistungen nahmen im<br \/>\nAugust ungeachtet der robusten Binnenkonjunktur saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 1,2 %<br \/>\nund im Zweimonatsvergleich um 1,0 % ab.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/?attachment_id=1457\" rel=\"attachment wp-att-1457\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1457\" src=\"https:\/\/www.frankensicht.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/StatPressCN-\u2039-frankensicht.de-\u2014-WordPress_1336737358340.jpeg\" alt=\"\" width=\"235\" height=\"119\" \/><\/a><br \/>\nDie Industrie bleibt trotz einer leichten Belebung am aktuellen Rand im Abschwung, die<br \/>\nBaukonjunktur floriert hingegen weiterhin. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe insgesamt stieg<br \/>\nim August leicht (+0,3 %). W\u00e4hrend die Herstellung in der Industrie um 0,7 % zunahm, verzeichnete<br \/>\ndas Baugewerbe eine Abnahme um 1,5 %. Im Zweimonatsvergleich indes ergab sich im Baugewerbe ein<br \/>\nProduktionsplus von 0,5 %. Das Verarbeitende Gewerbe meldete hier einen R\u00fcckgang der Erzeugung um<br \/>\n0,9 %. Dabei verzeichneten alle drei gro\u00dfen Industriebereiche R\u00fcckg\u00e4nge: Investitionsg\u00fcter 0,6 %,<br \/>\nVorleistungsg\u00fcter 1,1 % und Konsumg\u00fcter 1,2 %. Die nationale Indikatorenlage spricht nicht f\u00fcr<br \/>\neine baldige Erholung der Industriekonjunktur. Die industriellen Auftragseing\u00e4nge lagen im August<br \/>\num 1,7 % unter ihrem durchschnittlichen Wert im zweiten Quartal. Das unsichere weltwirtschaftliche<br \/>\nUmfeld dr\u00fcckt weiterhin auf die Stimmung in den Unternehmen.<br \/>\nDie privaten Konsumausgaben bleiben demgegen\u00fcber eine wichtige St\u00fctze der binnenwirtschaftlichen<br \/>\nEntwicklung. Im August nahmen die Ums\u00e4tze im Einzelhandel ohne Kfz im Vormonatsvergleich um 0,5 %<br \/>\nzu. Im Zweimonatsvergleich Juni\/Juli lagen sie kalenderbereinigt 2,8 % \u00fcber dem Vorjahreszeitraum.<br \/>\nDie Neuzulassungen von Pkw erh\u00f6hten sich im dritten Quartal um 3,5 %, bei den privaten<br \/>\nHaltergruppen gingen sie auf Grund eines schwachen Schlussmonats allerdings um 4,7 % zur\u00fcck. Das<br \/>\nGesch\u00e4ftsklima im Einzelhandel ist per saldo weiter positiv und besser als der langj\u00e4hrige<br \/>\nDurchschnitt, auch wenn es im September leicht nachgab.<br \/>\nDer seit M\u00e4rz deutlich abgeschw\u00e4chte Besch\u00e4ftigungsaufbau zeigte sich auch im August. Der Anstieg<br \/>\nder Erwerbst\u00e4tigkeit gegen\u00fcber dem Vormonat lag nur noch bei 10.000 Personen. Der Zuwachs in den<br \/>\nUrsprungszahlen gegen\u00fcber dem Vorjahr hat sich binnen 1 \u00bd Jahren auf 333.000 Personen halbiert. Der<br \/>\nAufbau der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung war mit einem Anstieg um 46.000 Personen im<br \/>\nJuli allerdings \u00fcberraschend kr\u00e4ftig. Die Arbeitslosigkeit sank im September um 10.000 Personen,<br \/>\nnachdem sie drei Monate nahezu unver\u00e4ndert war. In Ursprungszahlen ging sie im Zuge der<br \/>\nHerbstbelebung auf rund 2,2 Mio. Personen zur\u00fcck. Eine \u00e4hnliche Tendenz zeigt sich bei der<br \/>\nUnterbesch\u00e4ftigung. Die Fr\u00fchindikatoren signalisieren, dass sich der verlangsamte<br \/>\nBesch\u00e4ftigungsaufbau bei leicht steigender Arbeitslosigkeit fortsetzen d\u00fcrfte.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\nHinweis:<br \/>\nEine ausf\u00fchrliche Darstellung und Kommentierung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung wird in<br \/>\nder November-Ausgabe des Monatsberichts \u201eSchlaglichter der Wirtschaftspolitik\u201c ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nDiese Ausgabe wird voraussichtlich in der 44. Kalenderwoche 2019 auf der Internetseite des<br \/>\nBundesministeriums f\u00fcr Wirtschaft und Energie zu finden sein.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n[1] In diesem Bericht werden Daten verwendet, die bis zum 11. Oktober 2019 vorlagen. Soweit nicht<br \/>\nanders vermerkt, handelt es sich um Ver\u00e4nderungsraten gegen\u00fcber der jeweiligen Vorperiode auf Basis<br \/>\npreisbereinigter sowie kalender- und saisonbereinigter Daten.<\/p>\n<p>Quelle:bmwi.bund.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2019 Die Schw\u00e4chephase der deutschen Wirtschaft h\u00e4lt an. Die globale konjunkturelle Eintr\u00fcbung trifft die deutsche Wirtschaft. Eine Konjunkturkrise zeichnet sich nicht ab, die Indikatoren zeigen aber auch noch keine Trendwende an. 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